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Volksmusik als Familientradition – die Schlierseer Unterleiten-Musi

Volksmusik gehört zur bayerischen Tradition wie süßer Senf zur Weißwurst. Auch in Schliersee leben viele Volksmusikanten, die ihr Können und ihre Leidenschaft fürs Musizieren bei zahlreichen Veranstaltungen rund ums Jahr präsentieren. Die Familie Colautti-Denk ist so eine waschechte Musikantenfamilie. Bereits in vierter Generation musizieren die Familienmitglieder zusammen und treten als „Unterleiten-Musi“ auch bei Veranstaltungen und „Hoagaschten“ auf.

 

 

Der Großvater war „schuld“

Die Liebe zur Musik brachte einst Josef Colautti in die Familie. Inspiriert wurde dieser von seinem Vater, der bereits Zither spielte. Als begeisterter Akkordeonspieler versuchte er, seine Tochter Monika zum Erlernen eines Instruments zu bewegen. Zunächst vergeblich, wie die Schlierseerin mit einem Lächeln zugibt: „Ich hatte anfangs keine rechte Lust zum Musi-Machen. Aber mit der Zeit wuchs dann die Begeisterung, und mir macht es bis heute große Freude.“

Zusammen mit ihrem Vater und einem langjährigen Freund der Familie, Hans Brandl, absolvierte Monika als junge Frau ihre ersten Auftritte bei Privatfesten und spontanen Konzerten in Gasthöfen und Biergärten. Als das Akkordeon-Orchester in Hausham Nachwuchs suchte, lernte sie dort ihren späteren Ehemann Christian Denk kennen. „Ich war damals beim Akkordeon-Orchester dabei, und dann hat sich die Moni für unser Orchester interessiert“, erinnert sich der Familienvater. Das gemeinsame Musizieren schweißte das junge Paar zusammen, und nach ein paar Jahren heirateten die beiden.

Ihre Söhne Sepp und Florian bilden die vierte Generation der Musikerfamilie. Sie traten schon als kleine Buben in die Fußstapfen ihrer Eltern sowie ihres Großvaters und erlernten zunächst das Akkordeonspielen und später Zither und Gitarre. „Der Opa hat mir damals das Akkordeon umgehängt und mir ‚Auf der schwäbischen Eisenbahn‘ beigebracht“, erinnert sich einer von ihnen schmunzelnd.

Proben, Spielen und Komponieren

Seit zehn Jahren sind die Colautti-Denks zusammen mit Hans Brandl am Kontrabass als „Schlierseer Unterleiten-Musi“ aus der Schlierseer Musikszene nicht mehr wegzudenken. Als fester Programmpunkt einiger Veranstaltungen in der Gemeinde wie beispielsweise an verschiedenen Kurkonzerten begeistern sie Einheimische und Gäste. Mittlerweile hat das Volksmusik-Quintett auch bereits drei CDs veröffentlicht.

Im Vordergrund stehen für die musikbegeisterte Familie aber nicht der Ruhm und das Spielen vor Publikum, sondern schlicht und einfach der Spaß am gemeinsamen Musikmachen, am Improvisieren, am Üben und am Ausprobieren neuer Stücke und Lieder.

Jeden Dienstag treffen sich die fünf Musikanten im „Probenraum“ an der Schlierseer Unterleiten. Dort oben in dieser urigen Gartenhütte mit dem atemberaubenden Blick über See und Gemeinde wird das umfangreiche Repertoire von über 100 Musikstücken unermüdlich geprobt, erweitert und manchmal auch umgeschrieben. Denn viele Partituren müssen für die instrumentale Zusammensetzung aus Klarinette, Akkordeon, Gitarre, Zither und Kontrabass neu arrangiert werden. Zuständig dafür ist Sepp Denk. Den jungen Mann reizt es, neue Melodien zu kreieren. Im Laufe der Zeit hat er schon einige Stücke, zum Beispiel ‚Schliersee Boarischer‘ und ‚Abendrot am Schliersee‘ selbst komponiert. „Zum 50. Geburtstag meiner Mama habe ich den Unterleiten-Marsch komponiert“, erzählt er stolz. Ein schmissiger Ohrwurm, der die Mama damals zutiefst rührte: „Das war wirklich eine wunderschöne Geburtstagsüberraschung.“

Musik macht glücklich

Obwohl die Familie viel Zeit miteinander verbringt, gibt es kaum Unstimmigkeiten, da sind sich die vier absolut einig. Vielleicht liegt es an der Magie der Musik, denn: „In unserem Leben dreht sich eigentlich fast alles um die Musik“, sagt Mama Monika. Ein bestes Beispiel dafür, dass Musik einfach glücklich macht!

Gelegenheit, die Unterleiten-Musi in der Soatnmusi-Besetzung einmal live und in Farbe zu erleben, gibt es in diesem Jahr am Heiligen Abend. Am 24. Dezember untermalen die Musikanten die „Alpenländische Christmette mit Karl B. Kögl“ in der Schlierseer Sixtuskirche. Beginn ist um 22:00 Uhr.

Ein Highlight im kommenden Frühjahr ist das Jahreskonzert der Schlierseer Unterleitenmusi mit Hausl Brandhofer als Ansager und den Waakirchner Sängern am Freitag, den 03. April 2020, um 20:00 Uhr in Agatharied im Staudenhäusl.

 

 

Unterleiten-Musi
Christian Denk
Unterleiten 15
83727 Schliersee

E-Mail: denk.christian@t-online.de

 

Fotos: Katharina Fitz, privat

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

Märchenhafte Pfade in Schliersee entdecken

Das märchenhafte Schliersee zu entdecken, dabei hilft Autorin und Geschichtenerzählerin Ursula Weber. Sie beschreibt in ihrem Buch „Wandern auf märchenhaften Pfaden“ 15 Wanderungen im ganzen Oberland und kommt dabei natürlich auch bei uns in Schliersee vorbei. Sie erklärt die Touren nicht nur sehr detailliert, sie erzählt zusätzlich alte Sagen und Geschichten zu den jeweiligen Orten und Schauplätzen.

 

 

Die Schlierseer Wanderung führt vom Parkplatz Unterleiten zur Burgruine Hohenwaldeck, um unseren schönen Schliersee herum und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Natürlich kennt Ursula Weber eine Geschichte zur verwunschenen Ruine Hohenwaldeck. Ein kleines Stück liest sie mir vor:

„Er sei ein übler Hitzkopf gewesen, heißt es, und jähzornig noch dazu, der Ritter von Waldeck. Als Kreuzfahrer zog er ins gelobte Land und gab seine Ehefrau in die Obhut des Schlossvogtes. Doch dieser nutzte seine Macht alsbald für eigene Zwecke. Denn angesichts der schönen Waldeckerin erwachte in ihm die Leidenschaft und die grenzenlose Begierde, diese Frau zu besitzen.“ (aus „Wandern auf märchenhaften Pfaden“, Volk Verlag München 2019)

Wie die Geschichte weitergeht, könnt ihr natürlich im Buch nachlesen. Am schönsten ist das sicher, wenn man zwischen den alten Gemäuern der Burgruine Hohenwaldeck, mit herrlichem Blick über den Schliersee, sitzt. Wer lieber lustige Geschichten mag, der sollte unbedingt ein wenig weiterblättern und „Der Pilger im Bärenpelz“ lesen – diese Geschichte spielt auch in Schliersee und handelt von einem Pilger aus Österreich, der in Fischhausen mit einem Bären verwechselt wurde. Am besten ist es natürlich, wenn ihr die Gelegenheit bekommt, Ursula Weber persönlich zu treffen. Sie ist eine wunderbare Geschichtenerzählerin und wird euch sofort in ihren Bann ziehen. Ich hoffe, dass sie einmal mit ihrem „Erzählzauber“ nach Schliersee kommt. Wir werden euch natürlich hier im Schliersee Magazin darüber informieren.

TIPP: Wer jetzt neugierig geworden ist und das Buch „Wandern auf märchenhaften Pfaden“ erwerben möchte, hat Glück. Das Buch gibt es bei uns vor Ort in Schliersee im Hoamat Gfui, dem Treffpunkt für Regionales im Herzen von Schliersee.

www.hoamatgfui.de/

Inh. Julia Zilken
Lautererstraße 4
83727 Schliersee

 

Öffnungszeiten

Mo., Di., Do. und Fr. 10:00‒18:00 Uhr
Mi. Ruhetag
Sa. 10:00‒14:00 Uhr

 

 

Ursula Weber

www.erzaehlzauber.de/

Das Buch ist im Volk Verlag München erschienen und auch online unter www.volkverlag.de erhältlich.

Über das Buch:

Wandern auf märchenhaften Pfaden

5 Touren und 30 Geschichten vom Werdenfelser Land bis zum Wendelstein von Ursula Weber

Was gibt es Schöneres, als in der Natur unterwegs zu sein? Bei strahlendem Sonnenschein hoch auf den Bergen, bei Regen auf einer windgeschützten Runde im Wald oder bei Schnee mitten durch glitzernden Winterzauber. Versteckt zwischen malerischen Anhöhen und verwunschenen Pfaden liegt auch so mancher sagenumwobene Ort, der seine Geschichte nur Eingeweihten preisgibt, …

15 herrliche Touren stecken in diesem Wanderführer für Klein und Groß, für Rucksack und Hosentasche. Und er hält eine Besonderheit bereit: außergewöhnliche Märchen und Sagen, die von der fantastischen Vergangenheit und den Traditionen Oberbayerns erzählen, passend zu jeder Tour ausgewählt und verortet.

Entdecken Sie die Schönheit des bayerischen Oberlands auf märchenhafte Weise neu.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Hannah Miska und ihr „stiller Held“

Wenn Hannah Miska Ruhe sucht, dann besucht sie die Schlierseer Weinbergkapelle. An diesem besonderen Ort hoch über dem belebten Ortszentrum genießt sie die Stille, lässt ihre Gedanken schweifen und erfreut sich an dem atemberaubenden See- und Bergpanorama. Erholung hat sich die Autorin auch redlich verdient, denn vorKkurzem ist ihre Romanbiografie über  Alfred Roßner mit dem Titel „Der stille Handel, Alfred Roßner – Lebensretter im Schatten der SS“ erschienen.

 

 

„Es war schwierig, an Informationen zu gelangen“

Drei Jahre lang tauchte die Schriftstellerin für die Recherchen über diesen außergewöhnlichen Mann in die Schreckenswelt des Holocaust ein und verfasste aus zahllosen Fragmenten ein spannendes Buch über das Leben und Sterben dieses bislang unbekannten Helden, der während der Zeit des Nationalsozialismus zahlreichen Juden das Leben gerettet hat. Ähnlich wie sein durch einen Hollywood-Film berühmt gewordener Zeitgenosse Oskar Schindler bewahrte der Treuhänder einer Textilfabrik im von Deutschland besetzten Polen Juden vor der Deportation. „Es war sehr schwierig, an Informationen über Alfred Roßner und sein Leben zu gelangen“, erzählt die Autorin bei einer Tasse Tee in ihrer gemütlichen „Schreibwerkstatt“ in ihrem Haus an der Schlierseer Unterleiten. Mit Akribie und Geduld wälzte sich Miska durch Berge von staubigen Akten, durchstöberte Archive, sprach mit Roßners Verwandten, Freunden und Zeitgenossen und bereiste Originalschauplätze in Polen. Ihre größte Unterstützung erhielt sie dabei von Kitia Altman, einer jener jüdischen Frauen, die Alfred Roßner ihr Leben verdanken.

Durch Zufall zur Schriftstellerei

Den Kontakt zu Kitia Altman fand Hannah Miska mehr oder weniger durch Zufall während eines siebenjährigen Aufenthalts in der australischen Metropole Melbourne. Bei einem Spaziergang durch die Straßen der Stadt „stolperte“ sie über ein kleines Holocaust-Museum, das ehrenamtliche Mitarbeiter suchte. Hannah Miska ergriff die Gelegenheit und legte auf diese Weise quasi den Grundstein für ihre berufliche Neuorientierung: die Schriftstellerei.

Die zahlreichen Gespräche, die sie mit Holocaust-Überlebenden in Australien führte, inspirierten sie zu ihrem ersten Buch „So weit wie möglich weg von hier“. Darin enthalten ist eine Sammlung von Zeitzeugenberichten aus verschiedenen Ländern, wie die Geschichte von Kitia Altman und ihrem Lebensretter Alfred Roßner. Bei Erscheinen des Buchs im Jahr 2014 hatten Hannah Miska und ihr Mann Australien bereits den Rücken gekehrt und sich am Schliersee niedergelassen.

„Wir sollten unserer deutschen Vergangenheit gewahr sein“

„Der Verlag regte dann an, eine Biografie über Alfred Roßner zu schreiben“, erzählt die Autorin. Hannah Miska reagierte zuerst verhalten auf diese Idee, aber am Ende sagte sie zu und hat es bis heute keinen Moment bereut. „Roßner war ein ganz außergewöhnlicher Mensch“, sagt sie über den Menschen, dessen Leben sie drei Jahre studierte, hinterfragte und schließlich in Worte fasste. So manche Träne ist während dieses Prozesses geflossen, gibt sie zu, und auch, dass sie jetzt erst mal ein bisschen Abstand braucht. „Je mehr man in die Geschichte der Judenverfolgung eintaucht, desto deutlicher wird, welche schrecklichen Verbrechen damals geschehen sind.“ An Aktualität hat die Thematik jedoch nichts eingebüßt, wie Miska betont: „Gerade in Zeiten von wieder auflebendem Rassismus und Antisemitismus  sollten wir uns unserer Vergangenheit in Deutschland gewahr sein.“

Dank Hannah Miska ist das Lebenswerk Alfred Roßners nun aus dem Schatten ins Licht gerückt worden, in Form eines spannenden Romans, der durch fundierte Recherche, einen einfühlsamen Erzählstil und spannende Handlung überzeugt.

 

 

„Der stille Handel, Alfred Roßner – Lebensretter im Schatten der SS“ von Hannah Miska ist im Mitteldeutschen Verlag erschienen und kostet 16 Euro (ISBN 978-3-96311-127-3). Erhältlich ist das Buch unter anderem in der Bücheroase in Schliersee.

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

Fotosafari zur Burgruine Hohenwaldeck

Fotosafari zur Burgruine Hohenwaldeck in Schliersee –
eine Wanderung für Geschichtsbegeisterte, Naturliebhaber und ein Erlebniswanderpfad für Kinder

Der Schnee ist auf dieser Seite schon geschmolzen, die Wiese weitgehend trocken, es scheint die Sonne ‒ ein perfekter Tag für eine Wanderung zur Burgruine Hohenwaldeck. Die Ruine thront auf einem Felsvorsprung, der aus dem Wald hervorlugt. Sie befindet sich auf 986 m. ü. NHN, was für mich eine Überwindung von 209 Höhenmetern bedeutet. Das klingt zwar nicht nach viel, ist aber von Fischhausen aus ein relativ steiler Aufstieg, welcher hinter dem Parkplatz vom Schnapperwirt zunächst über eine Kuhweide führt und sich dann in Schlangenlinien, zum Teil über Felsstufen, durch den Wald windet.

Unterschiedlichste Mythen ranken sich um die ehemalige Burg Hohenwaldeck. Eine davon besagt, dass die Burg bereits gegen Ende des 4. Jahrhunderts in der Römerzeit erbaut worden ist. Andere Historiker bezeichnen sie als Fliehburg der Waldecker. Geschichtlich belegt ist, dass die Burg 1140 im Besitz des Chorherrenstifts Schliersee war, dessen Vögte die Grafen von Waldeck waren. Georg von Wallenberg war wahrscheinlich einer der letzten Bewohner der Burg, bevor sie 1480 durch einen gewaltigen Felssturz zerstört wurde. Im 16. Jahrhundert gelangte das Gemäuer dann in den Besitz der Herren von Maxlrain (frei nach dem Buch von Schliersee – 1200 Jahre Natur und Kultur im Schlierseer Winkel von M. Gasteiger sowie Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Hohenwaldeck).

Im Laufe der Jahrhunderte gab es einige Schatzsucher, wie es auch auf einer der vielen Tafeln entlang des Weges beschrieben ist: „Im Jahre 1841 wurde zu Hohen walld Egg Schatz gegraben schon im Frühjahr. Als ich ging hinauf den 29sten August sihe da, da lag ein Geldtrüchlein vor dem Loch heraust und aufgesprengt, und es war das ansehen und betrachten werth. Ob ein Geld noch drin war, weis man nicht, und wer es gethan hat kann man auch nicht sagen. Ich habe es selbst gesehen und noch 4 mit mir den 29sten August 1841.“ (Aus alten persönlichen Aufzeichnungen, Fremdenverkehrsverein Schliersee und Markt Schliersee – 2009)

Gefunden wurde bisher nachweislich tatsächlich nur ein einziger gotischer Dolch.

 

Während des Aufstiegs durch den lichtdurchfluteten Mischwald komme ich an den verschiedensten Tafeln vorbei, welche die Anatomie des Baumes und Baumarten wie die Bergulme und den Bergahorn sowie die einheimischen Tiere erläutern. Und natürlich kommt auch die Geschichte der Burg nicht zu kurz. Es ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder ein erlebnispädagogischer Lehrpfad. Wichtig sind trittfeste Wanderschuhe und natürlich ein wachsames Auge auf die Kinder, vor allem in der Ruine selbst. Diese ist nicht befestigt und lädt zum Klettern ein. Entlang des Weges zeugen mit Moos bewachsene Felsbrocken vom Felssturz 1480. Das mittelalterliche Gemäuer wurde im Laufe der Jahrhunderte von der Natur zurückerobert, und dicke Wurzeln durchziehen das Gestein. Es ist in naher Zukunft geplant, die Burgruine von den besitzergreifenden Bäumen zu befreien. Wer sie also noch in einem verwilderten, wildromantischen Zustand erleben möchte, sollte sich bald auf den Weg machen. Es gibt auch eine Liebesbuche, welche daran zu erkennen ist, dass die ältere Buche von einer jüngeren quasi umschlungen wird. Zahlreiche eingeritzte Herzen zeugen vom Aufstieg einer Vielzahl von Liebespärchen. Auf dem Feldvorsprung kurz nach der Ruine stehen ein Kreuz und mehrere Bänke. Von hier aus eröffnet sich einem ein atemberaubender Blick auf den See, den Ort Schliersee und die Bootshütten in Fischhausen. Der Ort lädt zum Verweilen bei einem kleinen Picknick ein.

Wer sich den steilen Aufstieg sparen möchte, beginnt die Wanderung in Schliersee und biegt am kleinen Bach kurz vor dem Strandbad nach links in die Straße „Unterleiten“ ab. Hier beginnt der Wanderweg „W6 Oberleiten/Ruine Hohenwaldeck/Fischhausen“, was ein schöner Rundweg ist.

Schnapperwirt
Neuhausersraße 4
83727 Schliersee
Telefon: 08026/6613
Mobil: 017639289850

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.