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„Jahreszeiten-Küche“: Bärlauchcremesuppe mit gerösteten Mandeln und einem Rosmarin-Scampi-Spieß von Georg von Uckermann

Der Georg, unser Küchenchef vom SLYRS Caffee & Lunchery, verrät Euch exklusiv ein schnelles Gericht passend zur Jahreszeit und dem momentan bei uns wachsenden Bärlauch. Dieser gilt als WildgemüseGewürz– und Heilpflanze und wird in unserer Gegend sehr gerne in der Frühjahrsküche genutzt.

Immer im Frühjahr sprießt er fast überall in Schliersee: der Bärlauch. Bevorzugt wächst er zwischen Bäumen, Büschen und an Flussläufen, und da er sich stark vermehrt, findet man ihn inzwischen auch in den meisten Gärten. Die Blütezeit reicht in unseren Höhen von Mitte April bis Ende Mai. Sobald die Blätter etwas größer sind, liegt bei einem leichten Windzug bereits ein an Knoblauch erinnernder Duft in der Luft. Wer den Bärlauch in der Küche nutzen will, sollte ihn noch vor der Blüte schneiden. Dann ist er vom Geschmack her milder. Die beste Erntezeit ist von März bis Mitte Mai ‒ je nach Außentemperatur.

Bitte größte Vorsicht bei der Ernte, da der Bärlauch bei Unkenntnis leicht mit stark giftigen Pflanzen verwechselt werden kann. „Trotz der leichten Identifikation durch den typischen Geruch, der beim Reiben der Blätter entsteht, wird Bärlauch beim Sammeln immer wieder mit dem Maiglöckchen, den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen, oder den meist ungefleckten Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstabs verwechselt.“ (Wikipedia)

 

Darauf solltest Du beim Pflücken achten:
Der Bärlauch hat einen Stiel, ist an der Unterseite matt und riecht nach Knoblauch. Am besten jedes Blatt einfach mit dem Fingernagel anritzen und daran riechen. Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Mittelrippe, welche hörbar knackt, wenn man sie bricht.

Georg hat sich extra für Euch eine gschmackige Suppe erdacht, die auch für den Hobbykoch ohne großen Aufwand nachzukochen ist.

 

Außerdem hat er noch ein paar hilfreiche Tipps für Euch:
Zum Abbinden von Soßen und Suppen kann man gut einen Natur-Frischkäse mit einem hohen Fettgehalt statt anderer Abbinder nutzen.
Zitronensäure in der Suppe macht den Geschmack leichter und frischer. Die Suppe kommt einem dann nicht so schwer vor.
Eine ca. 1 cm breite, dünne Schicht Butter am Topfrand verhindert ein Überkochen.
Die Bärlauchpaste besteht aus klein gehäckseltem Bärlauch und Olivenöl ohne weitere Zutaten. Sie hält sich locker ein halbes Jahr.

 

Rezept für 2 Portionen:

Zutaten:

200 ml Sahne
200 ml Milch
1/2 Zitrone
40‒50 g Bärlauchpaste
Ca. 100 gr Frischkäse mit hohem Fettgehalt
Olivenöl
4 frische, rohe Scampi
2 Rosmarinzweige
Geröstete Mandelsplitter
Tomatenflocken (getrocknetes Tomatenmark), wenn vorhanden
Salz, Pfeffer, Muskat

 

Zubereitung:

Zuerst kommt die Milch-Sahne-Mischung in den Kochtopf.

Während des langsamen Aufkochens die Mischung mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und ca. einen halben Teelöffel Zitronensaft dazugeben. Bitte ständig mit dem Schneebesen rühren, um ein Anbrennen oder Überkochen zu vermeiden.

Dann so viel Frischkäse darunter rühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, und vom Herd nehmen.

Nun werden immer zwei Scampi auf einen Rosmarinzweig gespießt, in der Pfanne das Olivenöl erhitzt und die Scampispieße kurz von beiden Seiten angebraten. Optimal sind sie, wenn sie innen glasig aussehen. Am Schluss die Hitze wegnehmen und die Scampi kurze Zeit ziehen lassen.

Jetzt wird die Bärlauchpaste in die langsam wieder erhitzte Suppe untergerührt.

Und schon seid Ihr fast fertig. Es muss nur noch angerichtet werden:

Die Suppe in einen schönen Teller geben, dann die Scampispieße hineinlegen, Tomatenflocken und Mandelsplitter darüber geben und …

 

 

… guten Appetit!

 

 

SLYRS Caffee & Lunchery
Bayrischzeller Straße 13
D-83727 Neuhaus/Schliersee
Tel.: +49 (0) 80 26 / 922 89 20
E-Mail: lunchery@slyrs.de

Internet: https://slyrs.com/de/slyrs-caffee-lunchery

Öffnungszeiten:       Mo.‒So.: 9:00‒17:00 Uhr
Frühstück von 9:00‒13:00 Uhr

Mittagessen von 12:00‒16:00 Uhr
Dienstag Ruhetag

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Lange Nacht der Kirchen – in Schliersee, Hausham, Miesbach und Holzkirchen

Mit einer ökumenischen „Langen Nacht der Kirchen“ feiern vier evangelische und katholische Gemeinden  aus dem Landkreis gemeinsam am Vorabend zum Reformationsfest und gestalten einen ganz besonderen Event. Es werden ökumenische Gottesdienste abgehalten, es wird zusammen getanzt, gesungen, gelacht, gebastelt, inne-gehalten – und der Abendsegen darf natürlich auch nicht fehlen.

In Schliersee findet z.B. am 30.10.2017 zwischen 22:00 und 22:45 in der Christuskirche eine Schreibwerkstatt statt. Papier, Stifte, Siegel, Kuverts, Briefmarken und Postkästen werden zur Verfügung gestellt. Eine sehr schöne Idee, finde ich – sich die Zeit zu nehmen darüber nachzudenken, wem man gerne einmal schreiben würde, um ihm zu danken, sich für etwas zu entschuldigen oder ganz einfach mal ein paar liebe Worte an ihn zu richten und wieder von sich „hören“ zu lassen. Mir fallen spontan zwei Freunde ein, die ich sehr gerne mit einem Brief beglücken würde. Warum also nicht die späte Stunde in der ruhigen Christuskirche dafür nutzen …

Hier kann man um 19:00 Uhr außerdem am Eröffnungsgottesdienst teilnehmen.

Und natürlich geht es auch um Luther – in einer mit Musik unterlegten Lesung von Jovita Dermota, einer Schauspielerin in München und Wien.

Die romantische Weinbergkapelle wird zu einem „Raum der Stille“ mit Sitzen in der Stille und eigenen Gedanken, die kommen und gehen, sowie dem Hören von Texten, Körperübungen und meditativer Musik.

In der St. Sixtus Kirche gibt es Nachtkirchenführungen von unserem wunderbaren Karl Wiedemann, der sämtliche Geschichten in und um Schliersee herum kennt und einem auf einfühlsame Art die Hintergründe dieser einmalig schönen Kirche nahe bringt.

Außerdem hat man die Möglichkeit an der Mathis-Orgel gespielten Werken von Debussy, Kirchenliedern und gregorianischer Musik zu lauschen, gespielt von Frau Victoria Rothholz. Das Nachtgebet mit Tauferinnerung bildet um 23:00 Uhr den Abschluss der Langen Nacht der Kirchen in Schliersee.

Natürlich wird auch für die Kinder gesorgt. Am Pfarranger gibt es in der Jurte mit den Pfadis ein Programm mit Lagerfeuer, Suppe und Stockbrot.

 

Aber auch in den Nachbarorten Hausham, Miesbach und Holzkirchen finden diverse abwechslungsreiche Veranstaltungen statt. Insgesamt sind zwölf Kirchen an dem Event beteiligt. Programme zur „Langen Nacht der Kirchen“ liegen in den verschiedenen Kirchen, aber auch an anderen öffentlichen Stellen aus. Im Internet finden Sie das Programm unter:

http://www.neuhaus-schliersee-evangelisch.de/sites/www.neuhaus-schliersee-evangelisch.de/files/bilder/Veranstaltungen/LangeNacht-programmheft_14.pdf.

 

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Almabtrieb von der Unteren Firstalm – eine oberbayerische Tradition und ein einzigartiges Erlebnis

Ich durfte dabei sein beim Schmücken der Tiere, dem Almabtrieb und der wunderbaren Schweinsbraten-Mahlzeit von der Agnes zum Abschluss …

Für mich war‘s ein unglaublich schönes Erlebnis, vor allem, weil ich Kühe mit ihrer kindlichen Neugier sowieso ins Herz geschlossen habe.

Der Markhauser-Opa, der Sepp, bringt mich am Samstag um 8:00 Uhr zusammen mit den Kindern nach oben zur Unteren Firstalm im Spitzinggebiet in den Bayerischen Voralpen. Dort ist das Jungvieh bereits im Stall und wird von vielen fleißigen Helfern gewaschen, gestriegelt und mit Buschen, Krone, Kreuzen, Fotzen- und Stirnkranzl geschmückt. Nicht zu vergessen die wunderschönen glänzenden Glocken, welche die Kühe nur für diesen besonderen Tag umgehängt bekommen. Es herrscht eine fröhliche Stimmung, alle lachen viel. Das merken die Tiere anscheinend, weil sie sich ohne viel Aufhebens schmücken lassen und dabei erstaunlich ruhig bleiben.

Aber als es dann ins Freie geht und das Jungvieh erst mal ein paar Runden dreht, bevor der Zaun geöffnet wird, merkt man die Kraft und Ausgelassenheit der Tiere. Ich habe mich ein paar Meter weiter unten auf dem Weg postiert, um Fotos zu machen, und muss aufpassen, rechtzeitig aus dem Weg zu springen, so schnell kommen die Kühe auf mich zu und sind auch schon an mir vorbei … downhill run of the cows … lieber Himmel, sind die rasant unterwegs auf ihrem Weg ins Tal. Da wird den Erwachsenen und Kindern, welche die Kühe hüten und sie mit langen Stecken immer wieder zum Weg zurück dirigieren, einiges an Ausdauer abverlangt. Und auch die Tiere sind nassgeschwitzt, als sie unten im Tal ankommen. Auf dem Weg zum Heimatstall, dem Anderl-Bauernhof der Familie Markhauser, werden den Treibern immer wieder Stamperl angeboten, und viele Menschen säumen den Weg, um die wunderschön geschmückte Herde zu fotografieren. Es steckt eine ganze Menge Arbeit im Herstellen des Kopfschmuckes, und auch das Schmücken des Jungviehs und der Almabtrieb selbst sind wirklich anstrengend. Aber auch unglaublich aufregend und schön gleichzeitig! Alle sind bester Laune und helfen zusammen. Die Kuhglocken klingeln so laut, dass man sich nur durch Schreien verständigen kann. So hört man die Herde schon lange, bevor man sie sieht. Auf der Weide vor dem Stall angekommen, freuen sich die Tiere über das saftige Gras, machen Luftsprünge und liefern sich kleine Rangeleien. Von Müdigkeit über den langen Marsch sieht man hier keine Spur. Erst nach dem Abschmücken nutzen die Kühe die Weide zum Grasen und Ausruhen. Und für die kleinen und großen Treiber gibt‘s eine heiße Suppe und einen herzhaften Schweinsbraten mit Nudeln und Bratkartoffeln.

 

 

Für mich war‘s ein toller Tag. Schön, mitzuerleben, wie die Sophie neben den Tieren ging und sie immer wieder mit der Hand tätschelte und ermunterte. Oder Domenikus, der in diesem Jahr schon mehrere Almabtriebe als Hütebua begleitet hat und mit Begeisterung dabei war. Vielen Dank an Hartl mit Familie, dass ich diesen Tag gemeinsam mit ihnen verbringen durfte. Und ein Riesenlob an Anna-Lena, die herzliche Almerin, welche die Tiere vier Monate lang versorgt und nun sicher ins Tal geführt hat!

 

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.