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English Spoken Here…Learning to Ski in Schliersee

Located directly on the slope at Stumflingenbahn, with it’s very American party atmosphere, Martina Loch’s “Snowcamp” motivates people of all ages to share in her passion for Winter Sport. Her shop has the feeling of walking into a California surf shop with every surface, even the ceiling chock full of memorabilia. You could spend an hour just taking in all the great energy.

I recently discovered the daughter of my landlord is one of Martina’s very stable of 50 professional ski instructors and not only that, she also is a fluent english speaker. She would be the perfect person to help me introduce my readers to what it’s like to take ski lessons here at Spitzingsee skigebiete. It is incredible that in this picturesque ski area, learning to ski in english is absolutely possible.

Victoria Schoeller, my landlords daughter, is the absolute definition of a Bavarian alpine woman, a fantastic combination of strength and beauty. She kindly spent a day with me between her private students lessons and gave me the skinny on how Martina’s lessons work. I found her tips incredibly helpful in improving my knowledge and skills for downhill skiing. From tips on proper adjustment of my gear, to a better stance for greater enjoyment while tearing down the mountain. Having an expert guide you is an absolute treat no matter your skill level.

Martina’s Snowcamp at Spitzingsee has been in business for 32 years and is the heart of the Spitzingsee ski area. With Martina’s vast knowledge of ski and snow sport she has gathered an amazing array of snow sport talent. Their knowledge of the mountain terrain and how to guide and teach various techniques ensures you a quick entry into making the most of your winter vacation. Either for beginner or for those wishing to improve their skills, you can find just the patient expert you need.

Even though I live here, I was astounded by the incredible extent of what Martina’s shop has to offer in the way of lessons.  Besides group, private and family ski courses, they offer courses for Nordic walking, snow shoe excursions, ski touring, snowboarding, split board the list just seems endless. You can arrive without reservations their brochure says. It is always smartest to get to the slopes early and the shop opens at 8 am so you want to get in there and get your name on a list for a class before 9. I honestly can’t see what is stopping you from dropping in and joining the fun.

 

 

For more information check out their webpage:
http://www.snowcamp-martina-loch.de

 

Also drop by their Instagram and Facebook accounts and show them some love:
https://www.facebook.com/Schneeaktivitäten-Martina-Loch-149857991695193/
https://www.instagram.com/schneeaktivitaeten/?hl=en

 

 

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).

 

 

 

Langlaufen mit Bergpanorama – die Valepp-Almen-Loipe am Spitzing

Die Sonne lacht vom winterblauen Himmel, der Schnee glitzert einladend, und die Temperaturen bewegen sich im angenehmen Plus-Bereich: Auf geht’s zu einer Langlauftour im Spitzinggebiet.

Einen anspruchsvollen Rundkurs bietet die Loipe im Bereich der Valepp-Almen. Für klassische Langläufer und sportliche Skater bestens geeignet, schlängelt sich die perfekt gespurte Loipe malerisch zwischen den pittoresken Almhütten  der Valepp entlang.

Fußmarsch zur Loipe

Der Weg zum Einstieg der Loipe ist nur zu Fuß möglich. Entweder über den Roßkopfweg, der kurz hinter der Gaststätte „Alte Wurzhütte“ abzweigt und gut ausgeschildert ist, oder über die Forststraße „Valepperstraße“ zur Albert-Link-Hütte.

Komfortabler marschiert es sich wohl auf der Forststraße, vom Roßkopfweg biegt nämlich nach etwa fünf Minuten ein steiler Trampelpfad ab, der über eine schneebedeckte Wiese zur Loipe führt.

Pittoreske Almen und verschneite Berggipfel

Aber die Anstrengung lohnt sich: Die Lage der Valepp-Almen-Loipe sucht ihresgleichen, und der Ausblick auf die umliegenden tief verschneiten Berggipfel ist grandios. Auf einer Länge von etwa fünf Kilometern können die Langläufer hier ihre Runden ziehen, einige Anstiege und Abfahren sind jedoch nur für Geübte empfehlenswert.

Einkehrschwung zur Albert-Link-Hütte

Wer nach der Loipentour eine Stärkung braucht, kann in der Albert-Link-Hütte einkehren. Auf der sonnigen Terrasse schmecken nach der sportlichen Betätigung ein erfrischendes Weißbier und ein selbst gemachtes Holzofenbrot mit Speck und Käse! Als Langlaufzentrum der Sektion München des Deutschen Alpenvereins bieten die Hüttenwirte auch einen Ski- und Wachsservice an. Dank der familienfreundlichen Umgebung können die kleinen Gäste hier unbesorgt toben und spielen.

Eine Langlauftour am Spitzingsee ist ein ganz besonderes Vergnügen und als Alternative zum Skifahren bestens geeignet!

 

Anfahrt zur Valepp-Almen-Loipe:

Der Straße durch den Ort Spitzingsee bis zur Gaststätte „Alte Wurzhütte“ folgen. Dort zweigen nach links die Forststraße zur Albert-Link-Hütte sowie der Fußweg „Roßkopfweg“ ab. Gehzeit jeweils etwa zehn Minuten.

 

Parkmöglichkeit:

Die Valepp-Almen-Loipe ist nur zu Fuß erreichbar. Die nächstgelegenen gebührenpflichtigen Parkplätze befinden sich am Stümpfling-Sessellift und entlang des Lyrawegs.

 

 

Albert-Link-Hütte

Ganzjährig geöffnet; Mo. Ruhetag (außer Feiertag)

Ute Werner & Uwe Gruber

Tel.: 08026/71264

 

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

Gipfelglück bei uns im Skigebiet Spitzingsee

Skifahren macht glücklich! Das hat eine Studie der Universität Klagenfurt bereits 2010 belegt. Die große Leichtigkeit, die man beim Skifahren empfindet, macht glücklich. Jedenfalls, solange man die Geschwindigkeit seinem Fahrkönnen anpasst. Ich war in unserem Skigebiet Spitzingsee unterwegs, und ich bin mir sicher, dass zu meinem persönlichen Skifahrerglück auch der richtige Einkehrschwung gehört. Wir haben momentan echte Traumbedingungen hier in Schliersee, und wenn das Wetter mitspielt, steht einem zauberhaften Tag im Schnee nichts mehr im Wege. Mich treibt es diesmal hoch hinaus. Ich fahre mit dem Sessellift auf den Roßkopf (1580 m), den höchsten Punkt im Skigebiet. Die Aussicht vom Gipfelkreuz ist atemberaubend. Obwohl ich mit dem Lift nach oben gefahren bin, empfinde ich echtes Gipfelglück. Ich kann mich gar nicht sattsehen. Hinunter geht es über die schwarze Piste, die schon ein wenig anspruchsvoll und definitiv nicht für Anfänger geeignet ist.

Einkehrschwung auf der Sonnenterrasse

Den ersten Einkehrschwung mache ich in der Jagahütt’n, am „Verkehrsknotenpunkt“ im Skigebiet, die direkt zwischen den beiden Bergstationen der Stümpfling- und der Suttenbahn liegt. Der Wirt der Jagahütt’n verrät mir, dass die Spareribs von seiner Karte ein echter Renner sind. Heute gönne ich mir nur eine schnelle Currywurst, und die Spareribs behalte ich für einen nächsten Besuch im Kopf. Obwohl die Sonnenterrasse zur Mittagszeit sehr gut gefüllt ist, kommt mein Essen wahnsinnig schnell ‒ und es schmeckt auch. Nach der Pause genieße ich die Abfahrt in der Sonne am Osthanglift. Es ist heute unter der Woche gar nicht viel los, und die Piste ist bestens präpariert. Immer wieder fahre ich auf die Osthangalm zu. Nach der vierten Abfahrt biege ich nicht wieder in Richtung Lift, sondern schwinge direkt auf der Terrasse der Osthangalm ab. Von Weitem schon höre ich Lutz ‒ wer kennt ihn nicht von lauen Sommernächten am See im Schlierseer Strandbad … Hier oben im Schnee ist es aber mindestens genauso schön wie am Ufer des Schliersees, und die warmen „Aus’zogenen“ und der Cappuccino sind fantastisch. Meinen Platz in der Sonne gebe ich so schnell nicht wieder her.

Natürlich gibt es viele Möglichkeiten, einen perfekten Skitag in unserem Skigebiet Spitzingsee zu erleben. Das nächste Mal möchte ich unbedingt den frischen Kaiserschmarrn an der Unteren Firstalm ausprobieren, von dem mir Wirt Marcus Votteler so vorgeschwärmt hat. Meine Ski müssen auch mal wieder präpariert werden. Am besten von Anderl, der seine Ski-Service-Station direkt an der Unteren Firstalm hat. Außerdem habe ich schon lange kein Brot mehr in der Albert-Link-Hütte gekauft, das schmeckt, frisch aus dem Holzbackofen, wunderbar. Also, ihr seht, es gibt viel zu entdecken.

Mein besonderer Tipp für alle Mädels: Jeden Mittwoch ist Ladies Day. Da kostet die Tageskarte für Damen nur 18 Euro ‒ ein echtes Schnäppchen.

 

https://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/winter/

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Das etwas andere Après-Ski-Erlebnis

Ein Tag bei uns in den Bergen am Spitzingsee beim Skifahren ist wirklich etwas ganz Herrliches. Mittlerweile bin ich – wenn ich es mir aussuchen kann – eine „Schönwetter-Skifahrerin“ geworden und erfreue mich dann bei strahlendem Sonnenschein an unserer schönen Landschaft, der frischen Luft und der vielen Bewegung beim Skifahren. Die Brettl gleiten fast wie von allein über die gewalzten Pisten, das oft gesehene und lieb gewordene Bergpanorama Richtung Spitzingsee mit Brecherspitz, Jägerkamp und Rotwand oder Richtung Tegernseer Berge und Tirol liegt vor mir, und schon wird mir die Seele luftig leicht – ganz nach meinem Motto: Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub!

Was macht nun so einen besonderen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis?

Es ist der Abschluss des Tages, der dann das Tüpfelchen auf dem „i“ ist. Je nach Stimmung und Tag ist dieses etwas andere Après-Ski-Erlebnis dann:

ein Besuch bei der Rotwild-Schaufütterung in der Valepp (https://www.baysf.de/de/wald-erkunden/ausflugsziele-tipps/auf-der-pirsch-nach-hirsch-schaufuetterung-von-rotwild-am-spitzingsee.html ). Als naturverbundener Mensch faszinieren mich die Nähe zu den Hirschen und die erholsame Ruhe im Wintergatter sehr. Zur Schaufütterung der Bayerischen Staatsforsten, jeweils von Donnerstag bis Sonntag, gibt es im Schliersee Magazin schon einige lesenswerte Beiträge:

https://magazin.schliersee.de/wann-kommen-die-hirsche-erlebnis-schaufuetterung/

https://magazin.schliersee.de/wild-im-wintergatter/

https://magazin.schliersee.de/tipp-fuer-naturfreunde-schaufuetterung-am-spitzingsee/

 

 

ein entspannender, abendlicher Wohlfühl-Besuch im monte mare Schliersee zum Evening Chill Out (https://www.monte-mare.de/de/schliersee_evening_chillout_q_a-2882.html?p=2882) am Samstagabend. Die angenehme Atmosphäre im Schwimmbad mit einer wunderschönen farblichen Beleuchtung und bei stimmungsvollem Kerzenlicht, der warme, sprudelnde Whirlpool, in dem die Muskeln schön locker werden, dazu ein bisschen schwimmen und sich den Rücken von den Wasserdüsen am Rand vom Sole-Außenbecken durchmassieren lassen. Das ist Erholung pur:

https://magazin.schliersee.de/evening-chill-out-im-monte-mare-schliersee-ein-ganz-besonders-entspannendes-erlebnis/

 

 

oder

 

 

 

einfach ein paar stille Minuten auf einem Steg oder einer Bank am Schliersee sitzen, über den See in die Berge und den stimmungsvollen Himmel schauen und den schönen Skitag Revue passieren lassen.

 

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

Tipps Februar 2019: Nach der „Schneewalze“ folgt der Wintertraum

bestimmt haben Sie mitverfolgt, dass wir Anfang des Jahres von einer „Schneewalze“ getroffen wurden. In kurzer Zeit fiel in Schliersee sehr viel Schnee. Für Sie bedeutet das nun, dass wir hier traumhafte Wintersportverhältnisse haben und einem Urlaub im Schnee bei uns in Schliersee nichts mehr entgegensteht. Auch in unserem Schliersee Magazin haben wir uns mit dem Schneefall beschäftigt. Meine Redakteurin Judith Weber ist sogar mit der Schneefräse durch Schliersee mitgefahren, um Ihnen zu zeigen, wie unsere Bauhofmitarbeiter den Weg für Sie freimachen.

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Mit ganz viel PS durch den Schnee: Skijöring in Fischhausen

Es war mein erster Besuch beim Skijöring. Nach dem vielen Schneefall der letzten Wochen war ausreichend Schnee vorhanden, und die Sonne zeigte sich auch – ein Bilderbuchtag. Die Rennstrecke, zwischen der Leonhardikirche und dem Schliersee, wurde mit viel Leidenschaft und mithilfe der Marktgemeinde Schliersee und der Freiwilligen Feuerwehr Schliersee präpariert.

Ursprünglich war Skijöring eine Fortbewegungsart in Skandinavien mit Pferd und Skifahrer, um in entlegene und tief verschneite Gebiete zu kommen. Hier in Fischhausen wurde das Pferd durch ein Motorrad ersetzt, und die Skifahrer wurden mit Vollgas durch das 320 Meter lange Oval gezogen. Veranstalter des Skijörings in Fischhausen ist der MSC Schliersee mit seinem Vorstand Florian Maier. Der Wettkampf ist Teil einer Serie an Rennveranstaltungen, bei denen um den Zugspitz-Lech-Pokal gekämpft wird. Gefahren wurde in sechs Klassen: bis 125 ccm (10 bis 14 Jahre), bis 250 ccm (bis 18 Jahre), 125‒250 ccm, über 250 ccm, Bahnmaschinen und Seitenwagen mit Seitenwagenantrieb.

Etwa 1.400 Zuschauer säumten das Oval und unterstützten die Sportler auf der Strecke mit Beifall. Die ganze Zeit röhrten die Motoren der Maschinen und schafften eine ganz besondere Atmosphäre. Der Schnee spritzte im hohen Bogen, und die waghalsigen Skifahrer stabilisierten die Zugmaschinen in den Kurven. Nur wenn der Fahrer und der Skifahrer das Ziel erreichten, wurde das Rennen gewertet. Gefahren wurden drei Vorläufe, und die Zeitbesten durften sich ihren Startplatz im entscheidenden Endlauf aussuchen.

Nachgefragt: Die Königsklasse der Schlierseer ist die Klasse 6a – Seitenwagen mit Seitenwagenantrieb. Die wird, abgesehen von zwei Teams aus Roßhaupten, ausschließlich unter den Schlierseern selbst ausgetragen. Gewonnen hat in dieser Klasse das Team Florian Maier/Seewald Toni/Neth Kilian (MSC Schliersee). Gratuliere!

Skijöring ist ein tolles Spektakel. Ihr könnt einen herrlichen Tag im Schnee verbringen und die Begeisterung der Sportler miterleben.

 

 

Unbedingt für das nächste Jahr vormerken!

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Der Pfannilift oder: Was haben Knödel und ein Skilift gemeinsam?

Ja, was haben Knödel und ein Skilift denn jetzt gemeinsam? – Den Namen! Aber wie kommt’s?

Der Schlepplift am Heukreuth-Hang in Fischhausen, der 1977 im Auftrag der Gemeinde Schliersee gebaut wurde, ist nach den Pfanni-Werken der Familie Eckart benannt, die in unserer Gemeinde sehr engagiert war und vor allem den Musikbegeisterten im Ort ein Begriff sein dürfte.

Seit der Inbetriebnahme Weihnachten 1977/78 kümmert sich das Pächter-Ehepaar Johanna und Günther Maier, das gleich nebenan das Gästehaus Maier-Schmotz betreibt, mit Herzblut um die Liftanlage und den Liftbetrieb.

Sobald genug Schnee liegt, steht Günther Maier zwischen vier und fünf Uhr in der Früh auf, um den Hang mit der hauseigenen Pistenraupe zu präparieren – so lange, bis die Piste perfekt ist für die kleinen und großen Skifahrer – und das kann je nach Schneelage auch mal drei Stunden dauern. Danach wird nur noch schnell ein Kaffee getrunken und der Hof des Gästehauses geräumt, bevor es zurück an die Liftanlage geht. „Oft amoi is er siebeneinhalb Stunden draußn gstanden, bei bis zu minus dreißg Grod. Mit sieben Schichten Gwand überanand – wia a Zwiebel“[1], erzählt Johanna Maier über ihren Mann und lacht. Und wie viel Arbeit tatsächlich dahintersteckt, ist vielen wahrscheinlich gar nicht bewusst …

Günther Maier betont: „Bei uns ko ma oft no bis in April nei Skifahrn, zum Teil länger wia am Spitzing. Mia ham a super Schneelage!“[2] Das hat der Skihang seiner Nord-Ost-Lage zu verdanken. Die etwa 300 Meter lange und relativ flache Piste eignet sich vor allem für Skianfänger, Kinder und Genussfahrer. Nicht umsonst haben hier unzählige Kinder ihre ersten Versuche auf Brettln[3] gewagt, denn bis vor wenigen Jahren wurden auf dem „Knödel-Hang“ in Zusammenarbeit mit der Skischule Spitzingsee Kindergarten-Skikurse angeboten. Und vor allem bei den Kindern sind Johanna und Günther Maier wegen ihrer herzlichen und lustigen Art sehr beliebt – das zeigen auch die Bastelarbeiten und Briefe im „Aufwärm-Stüberl“ ihres Gästehauses.

Seit etwa zehn Jahren kommen auch die Schlittenfahrer voll auf ihre Kosten. Damit sich die Rodler und die Ski-Zwerge nicht in die Quere kommen, wurde extra auf der anderen Seite des Hangs eine Schlittenbahn ausgewiesen.

Am kommenden Samstag, den 19.01.2019, findet am Pfannilift auch wieder der alljährliche Gemeinde-Kinderskitag statt. Kinder bis einschließlich Jahrgang 2008 können um den Wasmeier-Pokal wetteifern. Die Anmeldung ist bis 9:30 Uhr möglich, gestartet wird das Rennen um 10:00 Uhr. Weitere Informationen gibt es hier:

Mit dem Pfannilift zeigt sich eindrucksvoll, dass man auch im Tal ganz wunderbar und entspannt Skifahren kann – und noch dazu mit einem herrlichen Ausblick auf den Schliersee. Ein herzliches Dankeschön an die Familie Maier, die uns diesen Spaß mit ihrem unermüdlichen Einsatz ermöglicht!

Anfahrt, Preise und Betriebszeiten unter:

https://www.maier-schmotz.de/skilift.php

[1] Oftmals ist er siebeneinhalb Stunden draußen gestanden, bei bis minus 30 Grad. Mit sieben Schichten Kleidung übereinander – wie eine Zwiebel.

[2] Bei uns kann man oft noch bis in den April hinein Ski fahren, zum Teil länger als am Spitzing. Wir haben eine super Schneelage.

[3] Ski.

 

 

Kathrin Zott Kathrin Zott

Aufgewachsen und noch immer wohnhaft in Neuhaus am Schliersee, zweifache Mama, studierte Germanistin und Musikpädagogin, freiberufliche Lektorin und Korrektorin – mit anderen Worten: heimatverbundene, musikbegeisterte, kreative, tierliebe und vor allem komplett italienverrückte Leseratte.

 

 

 

Wintersport für Anfänger

Jetzt haben wir ihn, den Schnee, und zwar reichlich! Zu Recht können wir sagen, dass wir derzeit hier in Schliersee im Winterwunderland leben. Die weiße Pracht lädt zu allen möglichen Aktivitäten im Freien ein, und deshalb erhalten Sie hier einen Überblick ‒ als Hilfe und Anregung für alle, die noch keinen Wintersport betreiben, jetzt aber damit anfangen möchten, können, müssen …

 

Winterwandern und Fackelwanderungen:

Ziehen Sie sich warme Schuhe mit einer guten Profilsohle und eine atmungsaktive Winterjacke an. Falls Sie Stöcke haben, nehmen Sie diese mit. und schon kann’s losgehen. Schliersee bietet Ihnen eine ganze Anzahl abwechslungsreicher Winterwanderwege an. Als nicht so bekannte Beispiele sind hier die Kirchbichl-Runde und der Dr.Brodführer-Weg mit Filzenrunde (jeweils ca. 3,5 km) genannt.

http://www.schliersee.de/winter/schliersee-erleben/erlebenswert/

Bei einer abendlichen Winterwanderung mit Fackeln entlang des Westufers des Schliersees können Sie die wunderschöne winterliche Landschaft in einer ganz anderen Atmosphäre auf sich wirken lassen. Folgende Termine sieht die Gäste-Information Schliersee hierfür vor: 31.01.2019 und 28.02.2019.

Eine kulinarische Erweiterung erleben Sie bei den Schmankerl-Fackelwanderungen: Die Wanderung in die Valepp/Spitzingsee führt Sie an zwei Stationen durch ein Drei-Gänge-Menü. Termine für 2019 (jeweils donnerstags): 17.01., 14.02. und 14.03.

 

Schneeschuhwandern:

Die Gäste-Information Schliersee veranstaltet Schneeschuhwanderungen für Einsteiger: Mit Schneeschuhen können Sie selbst auf Strecken wandern, die sonst im Winter nicht zugänglich sind. Die Route für die Schneeschuhwanderung wählt der Wanderführer je nach Schneelage aus. Die Termine sind: 23.01., 06.02., 20.02., 07.03. und 21.03.2019. Schneeschuhe und Stöcke können gegen eine Gebühr ausgeliehen werden.

 

Ebenso bietet das Bergmadl Julia Zilken geführte Schneeschuhtouren an und verleiht auch Schneeschuhe: https://www.zilken.de/schneeschuh-wanderungen/.

 

Ein weiterer Anbieter von Schneeschuhwanderungen ist Wildpfade https://wildpfade.eu/. Das umfangreiche Programm bietet unter anderem eine Schneeschuh-Mondscheinrunde, Iglubau und Fährtenlesen an.

 

erLeben Lernen – Schneeschuh-Verleih:

Das erLeben – Lernen – Team verleiht den „Mercedes“ unter den Schneschuhen:

TUBBS VRT flex 22/24

erLeben Lernen, Gbr, Rotwandstr. 7a, 83727 Schliersee, tel.08026/925841

erleben-lernen(at)t-online.de und www.erleben-lernen-aktiv.de

 

Skilanglauf:

Haben Sie im neuen Jahr auch einen guten Vorsatz gefasst und sich gesagt: 2019 wird mehr Sport gemacht?! Dann probieren Sie es gleich am besten mit Skilanglauf klassisch. Bei diesem Kurs, der von der Gäste-Information Schliersee veranstaltet wird, haben Sie die Gelegenheit, bei Gerd Müller, der den Silbermedaillen-Gewinner Peter Schlickenrieder trainierte, die Technik des klassischen Skilanglaufs zu erlernen. Termine im Januar: 24. und 31., im Februar: 7., 21. und 28.2. Langlaufski und -stöcke können gegen eine Gebühr ausgeliehen werden.

 

Bei allen von der Gäste-Information Schliersee veranstalteten Winteraktivprogrammen (Schneeschuhwanderung, Skilanglauf, Fackel- und Schmankerl-Fackelwanderung) ist eine Anmeldung erforderlich: Tel. 08026/60650 oder E-Mail an tourismus@schliersee.de. Die Programme sind für Gäste mit der Schlierseer Gästekarte kostenfrei, sonst belaufen sie sich auf 5 Euro. Eine Ausnahme bildet die Schmankerl-Fackelwanderung, die sich auf 25 Euro beläuft (ohne Getränke; bei Anmeldung zu bezahlen).

 

Rodeln:

Auf http://www.schliersee.de/winter/schliersee-erleben/wintersport/ haben wir für Sie die drei sehr beliebten Rodelbahnen „Alte Spitzingstraße“, „Untere First“ und „Obere First“ im Detail beschrieben. Bei den beiden Firstalmen können Sie sich einen Rodel für 5 Euro ausleihen, bei der „Alten Spitzingstraße“ müssen Sie Ihren eigenen Rodel die ca. 2 km bergauf hinter sich her ziehen. Dafür ist die Schlittenfahrt bergab umso schöner!

 

Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen:

Das in den Jahren von 1946‒1948 errichtete Oberlandstadion liegt am Fuße des Freudenberges in Schliersee und ist ein reines Natureisstadion ohne Kälteanlage. Das Stadion wird für den Trainings- und Freundschaftsspielbetrieb sowie für den öffentlichen Eislauf und Eisstockschießen genutzt.

Öffentlicher Eislauf ist, natürlich witterungsabhängig, täglich von 14:0017:00 Uhr.

Abendlauf Dienstag und Freitag von 19:0021:30 Uhr.

Schlittschuhe in gängigen Größen können für 3 Euro ausgeliehen werden. Selbstverständlich kann das Eis auch durch fremde Vereine und Hobbymannschaften gemietet werden.

https://www.eisstadion-schliersee.de/

 

Seit diesem Winter steht mitten im Biergarten vom Ratskeller Schliersee eine Eisstockbahn: „Unsere neue Eisstockbahn mitten in unserem Biergarten sorgt ab sofort täglich bis Ende März 2019 von 15:00‒21:00 Uhr für Eisstock-Gaudi pur! Und das alles unabhängig von Wetter und Temperatur dank dem perfekten Eisstockbelag LIKE ICE aus Spezial-Kunststoff.“ Die Eisstockbahn kann stundenweise für 30,00 Euro pro Stunde gemietet werden. Die dafür vorgesehenen Eisstöcke stehen gegen eine Leihgebühr von 3,00 Euro pro Eisstock zur Verfügung. Insgesamt gibt es 8 Eisstöcke.

Reservierungen telefonisch unter 08026/9205800 oder per E-Mail an office@ratskeller-schliersee.de.

 

Auch am Spitzingsee steht direkt neben dem Arabella Alpenhotel eine Eisstockbahn. Für 5 Euro pro Eisstock kann man eine Stunde lang die Bahn für ein ausgelassenes Spiel nutzen.

 

Bitte beachten Sie: Die Seen Schliersee und Spitzingsee werden  n i e  zum Begehen oder Befahren von der Marktgemeinde Schliersee freigegeben. Das Begehen und/oder das Befahren der Seen geschehen stets auf eigenes Risiko und eigene Gefahr.

 

Zu guter Letzt: Skifahren

Der perfekte Hang fürs Anfängerskifahren befindet sich im Ortsteil Neuhaus und ist der schon zu meiner Kindheit beliebte Pfannilift-Hang mit einer gut gepflegten und schneesicheren Nord-Ost-Skipiste. Fernab vom Pistenstress macht das Skilaufen hier richtig Spaß. Hausgäste vom Gästehaus Maier-Schmotz haben am Skilift freie Fahrt. Der Pfannilift ist ausgestattet mit einem ca. 300 m langen T-Schlepp-Lift und ist ideal geeignet für Genuss-Fahrer, Anfänger und Kinder. Hier geht es noch nicht allzu rasant zu, und deshalb können besonders Skianfänger in Ruhe die Technik und Sicherheit auf Skiern üben und sich an das zunächst ungewohnte Gefühl gewöhnen.

https://www.maier-schmotz.de/skilift.php

 

Das weithin bekannte Skigebiet am Spitzingsee mit Stümpfling und Sutten bietet für jeden etwas: Vom Anfänger bis zum Könner mit den schwarzen Pisten am Roßkopf und der Grünseeabfahrt fühlen sich alle Ski- und Snowboardfahrer bestens aufgehoben und genießen gut präparierte Pisten und schnelle Aufstiegshilfen, unter anderem mit den drei Sesselbahnen.

https://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/winter/

 

 

Bei folgenden Skischulen können Sie Kurse buchen; alle Schulen bieten die Kurse mit und ohne Ausrüstung an.

 

Ski- & Snowboard-Schule, Verleih & Service Martina Loch (direkt am 4er-Sessel-Lift der Stümpflingbahn)

Lyraweg 6, 83727 Spitzingsee, Tel.: 08026/920908,

info@snowcamp-martina-loch.de, www.snowcamp-martina-loch.de

 

Beni’s Skischule und Verleih, Spitzingstr. 4, 83727 Schliersee/Spitzingsee,

Tel.: 08026/71224, info@skischule-beni.de, www.skischule-beni.de  

 

Aktiv Skischule Spitzingsee am Kurvenlift, 83727 Schliersee/Spitzingsee, Tel.: 08026/7662, info@skischule-spitzingsee.de, https://www.skischule-spitzingsee.de/

 

Weiteren Ski-, Langlaufski- und Snowboardverleih, z. T. auch Schneeschuh- und Rodelverleih, sowie Skiaufbereitungsservice am Spitzingsee bieten:

 

Intersport Berauer, Rathausstr. 17 und Rosskopfweg 1, 83727 Schliersee, Tel.: 08026/60690, berauer.schliersee@intersport.de, www.intersport-berauer.de

 

Ingo’s Skiverleih Spitzingsee, Seeweg 1, 83727 Schliersee/Spitzingsee, Tel.: 08026/7721, info@skiverleih-spitzingsee.de, www.skiverleih-spitzingsee.de

 

Alle Informationen zum Wintersport in Schliersee finden Sie unter

http://www.schliersee.de/winter/schliersee-erleben/wintersport/

 

Wir wünschen allen Kindern und Enkelkindern, Jugendlichen und Familien, Eltern und Großeltern, Einzelreisenden und Gruppen einen schönen schnee- und erlebnisreichen Winter mit viel Spaß und großartigen Schneeaktivitäten!

 

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

Schliersees erfolgreichster Sportler | Markus Wasmeier

Ausstellung „Sport ohne Grenzen“

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Vitalwelt Schliersee findet momentan die Ausstellung „Sport ohne Grenzen“ statt. Der Plakat-Titelheld der Ausstellung ist Schliersees ältester, lebender Weltmeister Hans Schaller, dessen original Rennrodel und Lederhelm sowie seine WM-Medaille in der Ausstellung bewundert werden können. Bundestrainer Peter Schlickenrieder ist mit seinen original Ski, der Silbermedaille sowie Talisman und seinem Rennanzug von Salt Lake City mit dabei. Gezeigt werden über 30 Schlierseer Sportlegenden, und die Facette reicht vom Olympiasieger, Weltmeister, Europameister, Deutscher Meister, Ironman-Teilnehmer zum Bayerischen Meister. Die Konzeption der Ausstellung von Kuramtsleiter Mathias Schrön und seinem Team ist sehr abwechslungsreich und gelungen. Nicht verpassen!

Markus Wasmeier zu Gast in der Ausstellung

Letzte Woche haben Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer und Kuramtsleiter Mathias Schrön den Ehrenbürger und erfolgreichsten Sportler von Schliersee, Doppel-Olympiasieger und Weltmeister Markus Wasmeier in der Ausstellung persönlich empfangen. Zusammen haben sie einen Rundgang gemacht, und Markus Wasmeier hat seine Stehle in der Ausstellung signiert. Markus Wasmeier freute sich besonders, die vielen anderen Schlierseer Sportler zu sehen. „In Schliersee ist ganz schön was los, wir sind schon ein Sport-Ort“, lachte er stolz. Wasmeier war beindruckt von den Geschichten, den alten Fotos und freute sich über viele Erinnerungen, die ihm dadurch wieder ins Gedächtnis gerufen wurden. Mathias Schrön fragte Markus Wasmeier nach einem besonderen Moment in seiner Karriere, der ihn am meisten bewegt hat. „Das ist gar nicht so einfach, weil es so viele Momente gibt. Allein bei drei Olympiaden als Favorit an den Start zu gehen und es bei zweien einfach nicht zu schaffen. Egal – einmal einfädeln, einmal Vierter werden. Und dann halt diese Medaillen doch zu bekommen“, sagte Wasmeier. Zu sehen sind seine original Ski, Stöcke, Helm und Brille vom Olympiasieg in Lillehammer sowie beide Weltcup-Kugeln. Markus Wasmeier ist der erfolgreichste Schlierseer Sportler: 1985 wurde er Weltmeister im Riesenslalom in Bormio und 1994 zweifacher Olympia-Sieger im Super-G und Riesenslalom in Lillehammer.

 

 

 

Die Ausstellung „Sport ohne Grenzen“ in der Schlierseer Vitalwelt ist noch bis 15. Januar 2019 zu sehen.

Gäste-Information Schliersee
Perfallstr. 4
83727 Schliersee

Telefon: 08026/6065-0

tourismus@schliersee.de
www.schliersee.de

 

Öffnungszeiten:

Mo.–Fr. 08:30‒18:00 Uhr
Sa., So., Feiertag 09:00‒13:00 Uhr

 

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Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

August Finsterlin, der Pionier des Skisports in Schliersee

Der Münchener Verleger und Buchhändler August Finsterlin (1846‒1927) ist der maßgebende Wintersportpionier im Mangfallgebirge. Er entdeckte Ende des 19. Jahrhunderts, dass es in Finnland Skier gibt, mit denen sich die dortigen Einheimischen geschickt auf dem Schnee fortbewegen. Dieses Spektakel weckte sein Interesse, und so besorgte sich der Verleger ein Paar davon.

Die damaligen Skier sind jedoch nicht mit den heutigen vergleichbar. Sie waren vollständig aus Holz gearbeitet und stolze 3,20 m lang. Eine sturzsichere Bindung gab es damals noch nicht. Man fuhr mit strapazierfähigen Lederstiefeln, die mit Lederriemen an den „Brettern“ befestigt wurden. Die Fersen waren nicht fixiert, und so wurde der sogenannte Telemarkschwung geboren, wobei man bei jedem Schwung mit dem kurveninneren Bein in die Knie ging. Das wirkte elegant und spielerisch. Doch stellen Sie sich einfach mal vor, wie es Ihnen mit Skiern ginge, die etwa doppelt so lang wie unsere heutigen Skier sind …

August Finsterlin beschloss, seine neuen Skier 1888 am Monopteros im Englischen Garten in München auszuprobieren. Auch heute noch tummeln sich auf dem eher schmalen Hang an schneereichen Tagen zahlreiche jugendliche Rodler und Kinder, die auf ihren ersten kleinen Skiern stehen.

August Finsterlin versuchte seine ersten Schwünge in der Dunkelheit der Nacht und wurde dabei prompt von der Polizei erwischt, die das sportliche Treiben unterband. 1891 beschloss der Verleger und verhinderte Skisportler, nach Schliersee umzusiedeln. Er kaufte den damaligen „Högerhof“ in Fischhausen und verlegte seinen Wohnsitz samt Verlag und Buchhandlung ins Mangfallgebirge. Dort brachte er die „Schlierseer Nachrichten“ und 1895 die Fachzeitschrift „Der Schneeschuh“ heraus. Der Högerhof wurde zum „Café am See“ und später zum „Hotel Finsterlin“.  Heute steht auf dem Grund das Haus „St. Leonhard am See“.

Seine ersten Skifahrversuche in den Bayerischen Alpen startete August Finsterlin in Fischhausen am Südende des Schliersees. Und so begann die Erfolgsgeschichte des Wintersports. Im Laufe der Zeit gab es immer mehr Skisportbegeisterte. Vor allem Aristokraten und vermögende Bürger aus München kamen nach Schliersee, um im „Hotel Finsterlin“ zu nächtigen und tagsüber die umliegenden Berge mit Skiern zu befahren. Skilifte waren zur damaligen Zeit natürlich noch Zukunftsmusik. 1893 wurde der „Akademische Schneeschuhverein München“ gegründet, und 1895 wurde die Rotwand zum ersten Mal mit Skiern auf dem Rücken bestiegen. Das war mit den 3,20 m langen Skibrettern ein anstrengendes Unterfangen, und auch die Abfahrt stellte ein anspruchsvolles Vergnügen dar. 1897 fanden sich die ersten Skifahrer bereits auf dem Gipfel der Bodenschneid ein. Um einer breiteren Menge an Skifans das Skifahren nahezubringen, kam es 1902 zur Gründung des ersten Skikurses in Fischhausen. Bereits 1904 fand dann das erste Skirennen in Fischhausen statt, und 1907 wurden die ersten bayerischen Skimeisterschaften veranstaltet. Diese umfassten einen 25 km langen Langlauf von Fischhausen zum höher gelegenen Spitzingsee und zurück.

Mit der wachsenden Begeisterung der Bevölkerung für den Skisport ging ein wirtschaftlicher Aufschwung für die armen Gebirgstäler einher. Dieser führte dazu, dass sich im Laufe der folgenden Jahre Schliersee und auch Spitzingsee zu florierenden Ferienorten und einem beliebten Skigebiet entwickelten.

 

 

Die Bilder sind Fotos der ständigen Ausstellung über die Anfänge des Wintersports im Markus Wasmeier Freilichtmuseum.

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.