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Romantischer Herbstspaziergang in Schliersee ‒ zu den Liebesschlössern auf der Burgruine Hohenwaldeck

Morgendliche Nebelschwaden über dem See und Rauhreif auf den Dächern: Am Schliersee ist es schon so richtig herbstlich frisch. Damit euch trotzdem warm ums Herz wird, möchte ich euch einen Spaziergang zum Verlieben vorstellen. Er führt auf die Burgruine Hohenwaldeck, zu den sogenannten Liebesschlössern.

Seit Mitte der 2000er-Jahre ist es ein modernes Ritual unter Verliebten: Paare kaufen gemeinsam ein Vorhängeschloss, lassen es mit ihren Namen gravieren und befestigen es dann gemeinsam an einem besonderen Ort. Ob an der Thalkirchner Brücke in München, an der Brooklyn Bridge in New York oder gleich an der „Brücke der Liebe“ in Helsinki: Symbolisch steht das Liebesschloss für den Wunsch, dass eine Beziehung ewig halte.

 

Liebesschlösser vor romantischer Seekulisse

Auch am Schliersee gibt es einen besonderen Ort für Romantiker und Verliebte: die Burgruine Hohenwaldeck. Rund ein Dutzend Liebesschlösser hängen an den Metallseilen des Zauns – vor der wunderschönen Kulisse des Schliersees. Ein Ort, um zu staunen und innezuhalten, Hand in Hand die Aussicht zu genießen oder für eine zünftige Brotzeit auf der Bank. Und natürlich auch, um ein Zeichen zu setzen für die Liebe.

Ob ganz frisch oder wieder neu verliebt, ob jung oder alt: Wer ein Liebesschloss aufhängt, hofft auf das gute Omen dieses kleinen Rituals. Und schafft ein Zeichen der Verbundenheit, einen gemeinsamen Ort der Erinnerung mit Blick auf den Schliersee. Ein Ort, zu dem verliebte Paare immer wieder gerne zurückkehren. Auch, um zu schauen, wie es mit der Liebe so steht: Manche der Schlösser auf Hohenwaldeck glänzen wie neu. Manchen sind schon arg zerkratzt, sodass man die Namen darauf fast nicht mehr lesen kann. Aber sie hängen noch und halten. Und werden auch noch einiges mehr an Zeit überdauern.

 

Liebe rostet nicht, Schlösser schon

Zumindest, wenn die Schlösser aus einem rostfreien Material bestehen. Denn Schloss ist nicht gleich Schloss. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich vorab beraten lassen. Denn rostende Schlösser werden zum Beispiel an der Thalkirchner Brücke in München konsequent entfernt und verwahrt. Zu groß ist die Gefahr, dass der Rost auch die Substanz der jeweiligen Brückengitter oder Absperrungen angreift.

Ob Initialen oder ganze Namen, mit Hochzeitsdatum oder Trausprüchen verziert, selbst bemalt oder beklebt: Der Kreativität beim Beschriften der Schlösser sind keine Grenzen gesetzt – höchstens durch den begrenzten Platz auf dem Schloss an sich.

Auch viele Online-Händler haben die Liebesschlösser als lukrativen Geschäftszweig erkannt – bieten mit glitzernden Steinen oder roten Herzen verzierte Schlösser an. Zum Teil lassen sich sogar Fotos digital aufdrucken oder ganze Bilder eingravieren. Wer mag, kann sein ursprüngliches Schloss ergänzen: Auf der Burgruine Hohenwaldeck zum Beispiel ist an eines der großen Schlösser ein kleines drangekettet. Da ist ein Kind gekommen und hat die Familie ergänzt – nun auch symbolisch.

 

Modernes Liebesritual mit italienischen Wurzeln

Ursprünglich kommt die Tradition der Liebesschlösser wohl aus Italien. Zumindest behauptet der Schriftsteller Federico Moccio, er habe das erste Liebesschloss in Rom an der Milvischen Brücke über dem Tiber aufgehängt. In seinem Roman „Ho voglia di te“ zelebrieren seine Protagonisten an genau dieser Stelle am Tiber das Ritual mit Liebesschloss, befestigen es an einer Brückenlaterne. Schade nur, dass die vielen Nachahmer und zahlreichen Liebesschlösser die Laterne in der Realität umknicken ließen.

Auch an anderen Orten wiegt die Last der Schlösser schwer: Auf 40 bis 45 Tonnen wird das Gewicht der Liebesschlösser an der Kölner Hohenzollernbrücke inzwischen geschätzt. An der New Yorker Brooklyn Bridge und an einigen anderen Orten weltweit sind die Liebesschlösser mittlerweile sogar verboten. Wer hier ein graviertes Schloss aufhängt, kassiert eine saftige Strafe statt schöner Gefühle.

 

Hand in Hand die Aussicht genießen

Meine Empfehlung: Einfach den Liebsten oder die Liebste schnappen – und gemeinsam die besondere Magie der Burgruine Hohenwaldeck auf sich wirken lassen. Aussicht genießen. Weite spüren. Sich an den vorhandenen Liebesbekundungen und Schlössern erfreuen. Und dann Hand in Hand wieder ins Tal spazieren. So romantisch kann der Schliersee sein …

 

 

Zur Burgruine Hohenwaldeck

Aufstieg ab Schliersee: Vom Minigolfplatz (Seestraße 23 in 83737 Schliersee) aus der Beschilderung „Burgruine Hohenwaldeck, W6“ folgen.

Aufstieg ab Schliersee-Fischhausen: Hinter der Gaststätte Schnapperwirt (Neuhauserstraße 4 in 83727 Schliersee) den kleinen Pfad über die Kuhweide nehmen und den Hinweisschildern folgen.

 

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.

 

 

 

Schlierseer Frühlingspower

Blühender Schlierseer Frühling

Eine Frühlingswanderung in der Schlierseer Natur ist momentan ein Genuss für alle Sinne. Wenn die Natur zu neuem Leben erwacht, ist ein Neustart in Schliersee garantiert.

Körper, Geist und Seele können jetzt aus dem Vollen schöpfen. Die vielen kleinen Frühlingswunder, umgeben von Ruhe, klarer Luft und purer Natur, lassen die Einheimischen und Gäste neue Lebensfreude spüren.

Kulinarischer Schlierseer Frühling
Schlierseer Dinkelkräuternudeln mit Bärlauchpesto

Zutaten für 4 Personen:

1 kg Dinkelkräuternudeln im Salzwasser ca. 8 Min. kochen, anschließend abschrecken und in heißer Butter schwenken
200 g frischer Bärlauch
250 g gutes Olivenöl
Saft von 1 Bio-Zitrone
Eine Prise Salz
200 g gemahlene Mandeln
100 g Obermooser Bio-Käse gerieben

Zubereitung:

  1. Frischen Bärlauch waschen, abtropfen und kleinschneiden
  2. Die restlichen Zutaten dazugeben
  3. Mit dem Pürierstab mixen
  4. Mit den Nudeln genießen

Guten Appetit!

Tierischer Schlierseer Frühlingsanfang

Die Tiere beobachten oder ihnen einfach begegnen ‒ wenn man Glück hat, zeigt sich auch der Auerhahn „Schorschi“. Frösche sind im Liebesrausch, Vögel singen und freuen sich über die warmen Frühlingssonnenstrahlen, der Specht, der Kuckuck, die kleinen Rehe, die jungen Gamsen usw. Täglich können Sie Neues entdecken ‒ einfach herrlich!

Würzige Schlierseer Frühling

Ab sofort stehen die kraftvollen Frühlingkräuter für unsere Küche bereit. Frische Brunnenkresse, Spitzwegerich, Brennnessel, Giersch … sie bringen uns wieder in Schwung.

Traumhaft sportlicher Schlierseer Frühling

Genießen und Auftanken sind jetzt angesagt. Die vielen kleinen Frühlingswunder in Schlierseer, umgeben von Ruhe, klarer Luft und purer Natur, lassen die Gäste und Einheimischen aus dem Vollen schöpfen. Ausgedehnte Spaziergänge rund um den See, Radltouren, Bergtouren ‒ einfach in der Sonne verweilen, bewusst genießen und regenerieren

Kräuterwanderungen in und um Schliersee mit den Schlierseer Kräuterpädagoginnen Fesl Rita und Prem Angelika.

Termine nach Vereinbarung
Fesl Rita, Tel.: 08026/6739, E-Mail: rita.fesl@t-online.de
Prem Angelika, Tel.: 08026/9229964, E-Mail: info@hennerer.de

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Drei Tipps für Männer die ihre Frauen am Valentinstag in Schliersee verwöhnen wollen

#1 Den Valentins-Morgen mit einem gemeinsamen Frühstück starten – SLYRS Caffee & Lunchery

Eine schöne Möglichkeit ist es, den Valentinstag mit einem romantischen Frühstück in der SLYRS Caffee & Lunchery zu beginnen: „SLYRS Traum fürzwei“ – mit einer regionalen Käse- und Wurstauswahl, hausgemachtem Roastbeef, hausgebeiztem Lachs mit Dillsoße und frischem Kren, Rührei für Zwei, Marmelade, hausgemachtem Kräuteraufstrich, Butter, Brotkorb, hausgemachtem SLYRS Müsli für Zwei und zur Krönung für alle Verliebten: zwei Gläser Perle de Palait Secco Rosé (oder wahlweise frisch gepressten Orangensaft). Da läuft einem das Wasser im Mund schon jetzt zusammen – ein Gaumenschaus.

Genießt die gemütliche bayerische, aber doch moderne Atmosphäre der SLYRS Caffee & Lunchery für die ersten romantischen Momente des Tages. Ab 9:00 Uhr …

Slyrs Caffee & Lunchery

Bayrischzellerstraße 13

Schliersee 83727

Tel.: 08026/9228920

 

#2 Nach einem gemütlichen Spaziergang im Schnee in der Sauna aufwärmen – monte mare Schliersee

Ihr liebt die Natur? Dann gibt es bei uns am Schliersee nichts Romantischeres als eine kleine Wanderung durch unsere zauberhafte Winterlandschaft. Besonders schön sind Spaziergänge durch den verschneiten Wald, eine Runde um den Schliersee oder – wenn Ihr mehr Abenteuer wollt – rauf zur Ruine Hohenwaldeck.

Danach könnt Ihr Euch in der Sauna im monte mare in der Vitalwelt in Schliersee wieder aufwärmen. Das monte mare bietet ein spezielles Wellness-Arrangement, die „Auszeit zu zweit“ (für 72, 50 €) an.

Das Valentins-Arrangement beinhaltet zwei Sauna-Tageskarten Saunawelt, zwei Gerichte zur Auswahl aus der Speisekarte, zwei Gläser Sekt (oder Orangensaft) und ein monte mare Buch. Die „Auszeit zu zweit“ kann bis 14. Februar 2018 an der Kasse in Schliersee oder im Online-Shop erworben werden.

monte mare Hallenbad und Sauna in der Vitalwelt Schliersee

Perfallstraße 4

83727 Schliersee

Tel.: 08026/920900

 

#3 Den Tag mit einem romantischen Fischessen ausklingen lassen – Ratskeller Schliersee

Da der Valentinstag dieses Jahr auf den Aschermittwoch fällt, bietet sich ein romantisches Fischessen im Ratskeller an. Nach dem Motto: „ASCHERMITTWOCH & VALENTINSTAG … FÜR F(R)ISCHVERLIEBTE!“ gibt es im Ratskeller ganz viel Fisch: Auf der Speisekarte mit Fischsuppe, Kräuterrührei mit Sylter Räucheraal, Steinbeißerbackerl, Saiblingsfilet und Riesengarnelen wird jeder Fischfreund etwas finden – für Fleischesser und Vegetarier. Natürlich kann auch aus der normalen Speisekarte gewählt werden.

Jedes „Valentins-Paar“ erhält eine kleine Überraschung.

 

Ratskeller Schliersee

Rathausstr. 1a

83727 Schliersee

Tel.: 08026/9205800

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Schlierseer Bauerntheater inszeniert „Die Geierwally“

Eine Frau am Abgrund des Lebens
Schlierseer Bauerntheater inszeniert „Die Geierwally“

Eine Sennhütte in der Abgeschiedenheit am Gletscher. Im Ofen flackert ein heimeliges Feuer. Zufluchtsort einer jungen Frau. Doch plötzlich ändert sich die Bergidylle. Aus warm wird kalt. Eiskalt. Nebel zieht auf, mystisch, unheimlicher Gesang dringt aus dem Hintergrund. Die junge Frau steht am Abgrund, ihr Blick verliert sich in der Ferne. Sie durchlebt einen Traum, der eigentlich ihr Leben widerspiegelt. Vom Vater mit brutaler Strenge erzogen, von der Welt missverstanden, unglücklich verliebt. Das ersehnte Lebensglück schmilzt wie Schnee auf der Hand und rinnt ihr durch die Finger.  Sie kämpft mit ihren Dämonen und letztlich mit den Zwängen ihrer Zeit.

In Carolin Schmids Gesicht, Darstellerin der Geierwally, spiegeln sich die unterschiedlichsten Emotionen dieser breit angelegten Rolle. Liebe, Hass, Zorn, Verzweiflung, Trauer drückt sie mit kleinsten Gesten, Blicken und Bewegungen aus. Durch den Minimalismus in dieser Szene zieht sie den Zuschauer mühelos in ihren Bann und lässt ihn ihre Gefühlswelt fast greifbar spüren.

Regisseur und Schauspieler Hans Schrädler hebt das Laienensemble des Schlierseer Bauerntheaters auf die nächste Ebene. Liebevoll, aufs kleinste Detail achtend, manchmal aber auch brachial treibt er seine Schauspieler zu Höchstleistungen an. Und man merkt: Die Zeiten der „jodelnden Bauernkomödien“ zur Unterhaltung der Touristen sind schon lange vorbei. Was mit Elisabeth Oberhorners Inszenierung „Die Kurpfuscherin“ begann, setzt sich jetzt mit der „Geierwally“ fort ‒ einem Bühnenwerk, das sicherlich beim Publikum seinen Nachklang hinterlassen wird.

Sie hat wirklich gelebt, die Geierwally. 1841 im Lechtal geboren, nahm sie tatsächlich einen Adlerhorst aus. Auch wehrte sie sich gegen die Zwänge, die ihre Zeit den Frauen oktroyierte. All das hat sicherlich zum Mythos der „Geierwally“ beigetragen. Wie viel Fiktion oder Wirklichkeit im Theaterstück von Sebastian Kolb und Josef Seebacher steckt, das kann jeder selbst herausfinden, wenn die Winterpause des Schlierseer Bauerntheaters beendet ist und es wieder heißt: „D‘Schlierseer spuin wieda.“

Die Premiere von „Die Geierwally“ findet am Ostersonntag, 16. April 2017, um 20:00 Uhr im Schlierseer Bauerntheater statt.

Weitere Vorstellungen Samstag, 22.04. ‒ Sonntag, 30.04. ‒ Pfingstsonntag, 04.06. ‒ Dienstag, 18.07. + 29.08. + 19.09. + 17.10. (Kulturherbst) und Freitag, 05.01.2018.

Kartenvorverkauf:
Gäste-Information Schliersee in der Vitalwelt, Perfallstr. 4, 83727 Schliersee, oder unter München-Ticket.
Weiter Informationen zum Schlierseer Bauerntheater und zum Stück finden Sie auf

www.schliersee.de und www.schlierseer-bauerntheater.de

 

Marion Riedl Marion Riedl

Heimatverliebte Original Schlierseerin, Dipl. Eventmanagerin bei der Gäste-Information Schliersee, war als Musical Journalistin weltweit unterwegs - Tourismus und Kultur mit bodenständiger Leidenschaft und mit dem gewissen Blick über den Tellerrand.