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Saisonstart 2019 im Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Das altbayerische Dorf in Schliersee-Neuhaus zeigt das Landleben, wie es einst war. Es ist ein belebtes Dorf und eine Begegnungsstätte für Kultur, Tradition und Handwerk. Eine Vielzahl von Festen und Feiern erwartet Sie dieses Jahr zu den verschiedensten Anlässen. Diverse Handwerker, die ihre Handwerkskunst zeigen, sowie Hofbetreuer, die den Alltag am Hof wie vor 300 Jahren leben, und viele Tiere, unter anderem vom Aussterben bedrohte Weiße Bergschafe, füllen das altbayerische Dorf mit Leben. Lassen Sie sich mitreißen und fühlen Sie sich einen Tag lang in die bayerische Bergwelt wie vor 300 Jahren zurückversetzt.

 

 

Genießen Sie hausgemachte Spezialitäten im Wirtshaus „Zum Wofen“. Lassen Sie bei einem selbst gebrauten Museumsbier die Seele vor einem atemberaubenden Bergpanorama baumeln.

Kinder finden hier das reinste Paradies: Sie rollen die grasbewachsenen Hügel runter, angeln im Brunnen, werfen Ringe und vieles mehr. In allen bayerischen Schulferien erwartet die kleinen Besucher die Feriengaudi im altbayerischen Dorf mit Spielaktionen wie zu Zeiten unserer Groß- und Urgroßeltern.

Es gibt Bierbraukurse in der Schöpfbrauerei, Kräuter-, Museums- und Handwerkerführungen, Filzkurse, Wuiderer-Wettkämpfe und Weißwurstseminare, um nur einige der vielfältigen Aktivitäten zu nennen.

 

Der 31. März startet mit dem Altbayerischen Schafkopfturnier.

Am 13. und 14. April findet der Trachten- und Handwerkermarkt statt.

Am 28. April geht es auf dem Picherfest um die Kunst des Bierbrauens.

Der 19. Mai ist der Tag des Volkstanzes.

Am 26. Mai ist der Tag der Bienen mit einem Blick hinter die Kulissen eines traditionellen Bienenhauses.

Am 30. Mai findet am Vatertag das Seifenkistl-Rennen statt.

Von 31. Mai bis 02. Juni kommen die Wikinger.

Von 20. bis 23. Juni sind die Kelten zu Gast.

Am 30. Juni ist das Musikantentreffen.

Von 05. bis 07. Juli sind die Bauerngartentage.

Am 14. Juli ist das Kasperltheaterfestival.

Am 04. August findet das Ross- und Schmiedetreffen statt.

Am 25. August treffen sich starke Frauen und Männer zu den IX. Highland Games.

Am 13. Oktober geht es am Kinderkulturherbst-Kindertag um die kleinen Besucher.

Am 20. Oktober zeigen zahlreiche Handwerker auf dem historischen Handwerkermarkt ihr Können.

Am 13., 14. und 15. Dezember öffnet das altbayerische Dorf zum Weihnachtsmarktl seine Pforten.

 

Das ist nur ein Teil der kommenden Veranstaltungen im Jahr 2019. Informieren Sie sich im Veranstaltungskalender über sämtliche Feste und Feiern zu den verschiedenen Themen und Anlässen.

 

 

Im Markus Wasmeier Freilichtmuseum wird Geschichte fühlbar. Erleben Sie Brauchtum sowie Tradition und machen Sie sich ein Bild über den ländlichen Alltag vor 300 Jahren. Genießen Sie eine Auszeit vom Alltag und tauchen Sie ein in eine ganz besondere Zeitreise.

 

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Brunnbichl 5

83727 Schliersee-Neuhaus

Tel.: 08026/929220

E-Mail: office@wasmeier.de

Internet: https://www.wasmeier.de/

Öffnungszeiten:       Di.‒So. von 10:00‒17:00 Uhr

Mo. Ruhetag (außer an Brücken- und Feiertagen)

Sonderöffnungszeiten finden Sie auf der Homepage.

Saison 2019: 30. März bis zum 03. November

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Schlierseer Bauerntheater: Kultur pur! Die Probenacht ‒ PREMIERE

Tradition und Kultur in bayerischer Mundart erleben. Eine lustige Dorfkomödie in drei Akten von Julius Pohl

Ostersonntag in Schliersee – es schneit. Der rote Teppich für die Premiere der „Probenacht“ ist weiß. Beim Betreten des Bauerntheaters fällt sofort der wunderschöne Bühnenvorhang, ein Gemeinschaftswerk der Münchener Künstlervereinigung „Allotria“, ins Auge ‒ wirklich ein Schmuckstück. Das Bauerntheater ist ausverkauft, viele der Zuschauer tragen Tracht, es wird viel geredet und auch Bier getrunken. Eine ganz besondere Atmosphäre. Ich freue mich auf einen lustigen Abend. Und zum Lachen gibt es viel …

Die Kuhglocken läuten ein:

Das Stück spielt in der Stube des Purzelbichler-Bauern, der alleine mit seinem Dienstboten auf seinem stattlichen Anwesen lebt und durch seine junge und vor allem hübsche Hausmagd Cilli noch einmal Frühlingsgefühle bekommt. Bestärkt durch die Hebamme Müßiggang, umwirbt der Bauer das arme Mädel, das selber heimlich in den Knecht Peter verliebt ist. Sogar den Hochzeitstermin mit Cilli gibt der Bauer im Wirtshaus schon bekannt. Doch ein alter Brauch besagt, dass die Braut dem Bräutigam vor der Hochzeitsnacht eine „Probenacht“ gewähren kann. Dies scheint die Lösung für Cilli und Peter zu sein. Sie soll den Purzbichler-Bauern auf die Probe stellen, damit sich dieser vor der drohenden Blamage zurückzieht. Die Hebamme versorgt den Bauern mit ihren selbst hergestellten Pillen, damit er bei der „Probenacht“ eine gute Figur macht. Aber alles kommt ganz anders …

… mehr möchte ich nicht verraten. Nur so viel: Es war ein toller Abend mit tollen Schauspielern. Das solltet ihr nicht verpassen!

 

Die Probenacht (Wilhelm Köhler Verlag München)

Personen und ihre Darsteller
Purzbichler, Bauer Girgl Floßmann
Knorpel, sein Schwager Rupert Gerold
Genoveva, seine Frau Mirl Weiher-Forsthuber
Peter, beider Sohn Martin Hirtreiter
Cilli, Hauserin Sabine Mlynek
Müßiggang, Hebamme Gitti Engelhard
Brandstaller, Bauer Peter Franz
Keindl, Bauer Schorsch Kaltner
Graninger, Bauer Johannes Wegmann
Urschl, Magd Conny Floßmann
Sepp, Knecht Georg Attlfellner

Regie: Girgl Floßmann
Requisite und Bühne: Georg Attlfellner
Technik: Dieter Gawer
Musik: Schlierachtaler Musikanten

Wenn das Bauerntheater früher mehr oder weniger das Abbild des bäuerlichen Lebens war, so ist es heute eher ,,nostalgisches“ Theater. Als Untermalung spielt echte Blasmusik ‒ die Schlierachtaler Musikanten. Die Architektur aus der Gründerzeit bringt die Zuschauer sofort in jene Zeit zurück, als es eröffnet wurde. Das war bereits 1892. Die beiden Gründer waren Xaver Terofal und Konrad Dreher. Heute ist es das älteste Bauerntheater in Deutschland.

Es wird bespielt von eine der bekanntesten Bauerntheater-Spielgruppen Bayerns, dem Schlierseer Bauerntheater e. V. ‒ mit einem abwechslungsreichen Spielplan. Oft sind es amüsante Komödien.

 

 

Schlierseer Bauerntheater
Xaver-Terofal-Platz 1
83727 Schliersee
https://www.schlierseer-bauerntheater.de

 

Kartenvorverkauf:
GästeInfo Schliersee in der VitalWelt
Tel.: 0 80 26/60 65 – 0
Perfallstr. 4
83727 Schliersee
Öffnungszeiten: Mo.‒Fr. 8:30‒18:00 Uhr, Sa. + So. 9:00‒13:00 Uhr

sowie an allen Vorverkaufsstellen von München Ticket oder unter www.muenchenticket.de Tel.: 089/54 81 81 81

Die Abendkasse ist ab 19 Uhr geöffnet.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Kultur schafft Verbindungen Start der Kulturkooperation Holzkirchen – Miesbach – Schliersee

Vor einmalig schöner Kulisse – am Weinberg mit zauberhaftem Blick auf den Schliersee – wurde am 18. Juli 2017 eine neue Kulturkooperation begründet.

 

Eingeflochten haben diese Allianz Ingrid Huber und Alexander Harlander (Kultur im Oberbräu Holzkirchen), Isabella Krobisch und Max Kalup (Waitzinger Keller – Kulturzentrum Miesbach) sowie Marion Riedl und Mathias Schrön (Gäste-Information Schliersee). Die Stärken der drei Kulturveranstalter liegen insbesondere im Theaterbereich. Holzkirchen verfügt alleine über 8 Theaterensembles. Im Freigelände, im Foolstheater und im Oberbräusaal finden jährlich etwa 170 Veranstaltungen statt. Schliersee kann mit 25 Aufführungen des Bauerntheater-Ensembles aufwarten und ebenfalls mit einer Vielzahl von Gastspielen, sowie im Oktober mit seinem Kultur-Herbst. Das Kulturzentrum Waitzinger Keller in Miesbach glänzt mit dem Stammsitz des renommierten Freien Landestheaters Bayern und hat ebenfalls einen regen Gastspielbetrieb.
Gegenseitige Werbung, gegenseitiger Kartenverkauf

 

Sichtbar wird diese Allianz erstmals anlässlich des Kulturherbstes Schliersee. Diese Veranstaltungen sind in einem Programmheft zusammengefasst, werden aber ebenso in der Kulturzeitung von „Kultur im Oberbräu Holzkirchen“ und im Programmheft des Waitzinger Kellers beworben. Gleichzeitig werden im Schlierseer Programm die Highlights von Holzkirchen und Miesbach angekündigt. Alle drei Spielorte sind auch Verkaufsstellen von München Ticket und können daher Kartenwünsche für sämtliche Kulturveranstaltungen erfüllen.

 

Wichtigste Voraussetzung für eine tragfähige Kooperation sind freilich die menschlichen Verbindungen. Weil die Chemie zwischen den Kulturakteuren stimmt und die Ideen bei den regelmäßigen Treffen nur so sprudeln, können sich die Kulturfreunde auf weitere gemeinsame Aktion freuen.

 

Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer ließ es sich nicht nehmen, zur Vorstellung des Schlierseer Kulturherbstprogrammes auch die Partner aus Holzkirchen und Miesbach einzuladen. „Wir sind zwar Tourismusort, möchten aber neben klassischen Brauchtumsveranstaltungen auch Kultur für die einheimische Bevölkerung bieten. Gleichzeitig ist uns an Kooperationen sehr gelegen.“

 

RZ.Kultur-Herbst-2017_Plakat_A1-06-7-17

 

www.kulturherbst-schliersee.de

www.kultur-im-oberbraeu.de

www.waitzinger-keller.de

www.schliersee.de

 

Text: Marion Riedl

Fotos: Alexander Harlander

Bildunterschrift, von links: Franz Schnitzenbaumer (Bürgermeister Schliersee), Johannes Wegmann, Marion Riedl, Timm Tzschaschel (Organisatoren und Mitwirkende des Schlierseer Kulturherbstes), Isabella Krobisch (Leiterin des Kulturzentrums Waitzinger Keller), Paul Fertl (2. Bürgermeister Miesbach) Ingrid Huber (Leiterin Kultur im Oberbräu Holzkirchen), Olaf von Löwis (Bürgermeister Holzkirchen)

 

 

Marion Riedl Marion Riedl

Heimatverliebte Original Schlierseerin, Dipl. Eventmanagerin bei der Gäste-Information Schliersee, war als Musical Journalistin weltweit unterwegs - Tourismus und Kultur mit bodenständiger Leidenschaft und mit dem gewissen Blick über den Tellerrand.

 

 

 

 

Ein Stück Schlierseer Musikkultur: Timm Tzschaschel und die „Plauderei am Klavier“

Klaviermusik ist leise zu hören, als ich vor der Haustür von Timm Tzschaschel stehe und mehrfach vergeblich auf den Klingelknopf drücke. Eigentlich sind wir ja zu einem Gespräch verabredet an diesem sonnigen Wintertag in Schliersee, aber über die Musik scheint der Dirigent mich vergessen zu haben. Und dann öffnet sich plötzlich die Tür, und Timm Tzschaschel begrüßt mich strahlend. Ich werde ins Musikzimmer geführt und darf mich direkt neben dem stattlichen Flügel auf der Couch niederlassen. Die Bücherregale an den Wänden reichen bis zur Decke und sind gefüllt mit Literatur über seinen Lieblingskomponisten: Wolfgang Amadeus Mozart. „Mozarts Musik ist geistreich“, erklärt er mir voller Begeisterung. „Seine Kompositionen bestechen durch unfassbare Vollkommenheit.“

Der studierte Musiker lebt seit 31 Jahren am Schliersee. Seit über 20 Jahren lädt er rund siebenmal pro Jahr ins Bauerntheater zu seiner „Plauderei am Klavier“ ein. Je nach Lust und Laune referiert er über verschiedene Komponisten, Opern und andere Themen rund um die Musik. Zwischendurch spielt er immer wieder ein paar Takte am Klavier und lässt seinen Gedanken freien Lauf. Manchmal greift er aber auch ganz handfeste Aspekte aus dem Alltag auf. Blitz und Donner zum Beispiel, oder Naturkatastrophen, immer begleitet von passenden Tönen und Akkorden. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen sitzen die Besucher an diesen Abenden auf der Bühne und dürfen den Pianisten und sein Instrument aus unmittelbarer Nähe erleben. Das ist „Musik zum Anfassen“ sozusagen. „Die Leute schätzen diesen besonderen privaten Rahmen“, erzählt Tzschaschel denn auch. Meist kämen etwa 50 Personen, darunter viele Stammgäste, aber auch regelmäßig Gäste von außerhalb.

Freilich ist das nicht sein einziges Standbein. Seit zwölf Jahren leitet der 74-jährige Vollblutmusiker den Schlierseer Alpenchor und seit Kurzem auch den Tegernseer Männerchor. Vor allem die Arbeit mit den Sängern vom Alpenchor macht ihm großen Spaß, weil „die wirklich gut singen“. Er sei immer wieder begeistert vom Talent seiner Schützlinge, die ihr Können bei zahlreichen Auftritten mehrmals pro Jahr unter Beweis stellen.

Hin und wieder übernimmt Tzschaschel auch die Aufgabe des Dirigenten bei Konzerten in seiner Heimatgemeinde. Jedes Jahr Anfang Januar organisiert er ein großes klassisches Neujahrskonzert im Schlierseer Bauerntheater. „Die Musiker leihe ich mir dann gerne vom Salonorchester Bad Wiessee aus.“

Geboren in Berlin und aufgewachsen im Rheinland, studierte Timm Tzschaschel in Köln an der Musikhochschule. Schon damals wollte er unbedingt ins Dirigentenfach. Sein erstes berufliches Engagement führte ihn nach Lübeck. Stationen in Stuttgart und Wien folgten. Als er mit seiner Frau Bettina, einer Sopranistin, und seinen zwei Kindern schließlich nach einem vierjährigen beruflichen Aufenthalt in Thailand nach München kam, entschloss sich die Familie für einen Umzug aufs Land. Die Wahl fiel auf Schliersee, und das hat er nie bereut: „Meine Schlierseer Heimat bedeutet für mich weites Land“, sagt Tzschaschel und kann nicht verstehen, warum sich manche „Norddeutsche“ in den Bergen „eingesperrt“ fühlen. Wenn Besuch kommt, unternimmt das Ehepaar Tzschaschel gern einen Spaziergang zu ihrem Lieblingsplatz: einer Bank oberhalb ihres Hauses an der Schlierseer „Oberleiten“.

Für Timm Tzschaschel bedeutet Musik alles. Ohne sie geht es nicht. Das versucht er auch seinen Schülern, denen er privat Klavierunterricht erteilt, nahezubringen. „Musik soll einfach Freude machen, auch wenn man später beruflich etwas ganz anderes macht.“

Ans Aufhören denkt der „Musikspinner“, wie er schon mal liebevoll von Kollegen und Mitstreitern genannt wird, noch lange nicht. „Manchmal, wenn ich zur Probe nach Tegernsee aufbreche, sage ich schon zu meiner Frau, dass es jetzt auch gemütlich wäre, auf dem Sofa zu sitzen und einen Krimi anzuschauen. Aber dann macht‘s doch wieder Spaß zu musizieren“, gibt er lächelnd zu.

Zum Glück, denn ohne Timm Tzschaschel und sein musikalisches Engagement wäre Schliersee auf jeden Fall um ein Stückchen Kultur ärmer.

Aktuelle Termine der „Plauderei am Klavier“ mit Timm Tzschaschel im Schlierseer Bauerntheater sind unter www.schliersee.de zu finden.

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!