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Markus Wasmeier erhält Bayerischen Bierorden in Schliersee

Unser Doppelolympiasieger von Lillehammer 1994 und internationale Skilegende Markus Wasmeier ist nicht nur Spitzensportler, sondern auch Brauereibesitzer. In seinem Museumsdorf befindet sich eine historische Schöpfbrauerei, wo das Bier noch wie vor 300 Jahren gebraut wird.

 

 

Das Bier wird nicht filtriert, sondern viele Wochen gelagert. Die Maische wird von einem Bottich in den anderen umgefüllt („geschöpft“) und der Sud mit offenem Feuer erhitzt. „Wir sind sicherlich eine der letzten Brauereien, die dieses Handwerk noch pflegt“, sagte Wasmeier, der sich das Bierbrauen selbst beigebracht hat und heute kundig die authentischen Anlagen vorführt. Trotz seines Wissens betont Wasmeier, dass sein hervorragendes Bier eine Mannschaftsleistung sei, und erwähnt seinen Braumeister Olaf, mit dem er alle Biere gemeinsam entwickelt. „Ohne Olaf würde das Bier nicht so werden“, sagte er. Stefan Stang, Hauptgeschäftsführer der Privaten Brauereien Bayern, war bei einem Besuch des Freilichtmuseums so beeindruckt von Wasmeiers Engagement, dass er ihn für den Bayerischen Bierorden 2019 vorschlug. Er sieht Markus Wasmeier als wahren Bier-Botschafter. Der Verband ist jedes Jahr auf der Suche nach Persönlichkeiten, die sich ums Bier verdient gemacht haben, und seit 1979 verleihen die Privaten Brauereien Bayern im Rahmen der BrauBeviale in Nürnberg den Bayerischen Bierorden. Der bayerische Bierorden steht für den Erhalt und die Förderung der handwerklichen Braukunst und der genussvollen Bierkultur. Da Markus Wasmeier bei der Verleihung keine Zeit hatte, besuchten ihn die Vertreter der Privaten Brauereien Bayern im Markus Wasmeier Freilichtmuseum in Schliersee. „Es freut mich sehr, dass wir als kleine Brauerei eine solche Medaille bekommen“, bedankte sich Markus Wasmeier stolz. „Das Bier selbst ist auch bei uns auf dem Land gesellig – vom Stammtisch bis zu den Waldfesten. Da geht’s um die Geselligkeit, einfach das Miteinander und das ist Kulturgut. Das werden wir auch nicht aufgeben“, versprach Markus Wasmeier.

 

 

TIPP: Im Museumsdorf können Sie lernen, wie man Bier braut und selbst „zertifizierter Braugehilfe“ wird. Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist ab 28. März 2020 wieder geöffnet. Wer brauen lernen will, muss sich vorher anmelden. Der Kurs kostet 119 Euro. https://www.wasmeier.de/brauerei/

Meine Redaktionskollegin Ulrike arbeitet im Museumsdorf und war beim Brauen dieses Jahr live mit dabei: https://magazin.schliersee.de/bierbrauen-wie-vor-300-jahren-im-markus-wasmeier-freilichtmuseum-starkbierfest-am-22-maerz-2019/

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum

https://www.wasmeier.de/

Brunnbichl 5

83727 Schliersee/Neuhaus

Tel.: +49 (0) 8026 – 92922-0

E-Mail: office(at)wasmeier.de

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

Bierbrauen wie vor 300 Jahren im Markus Wasmeier Freilichtmuseum – Starkbierfest am 22. März 2019

Im Januar im tiefsten Winter haben wir uns zu elft im altbayerischen Dorf getroffen. „Wir“, das sind alles Mitarbeiter vom Markus. Unsere Mission: Bierbrauen nach altbewährter Tradition wie vor 300 Jahren!

Im Markus Wasmeier Freiluftmuseum erwartet uns schönstes Winterwetter mit Sonnenschein und viel Schnee. Um 9:00 Uhr geht’s los. Wir werden von unserem Braumeister Olaf abgeholt, um in das Handwerk des Bierbrauens eingeführt zu werden. Aber wir wollen nicht einfach so Bier brauen. Das kann ja jeder … Wir brauen das Bier in der traditionellen Bierschöpf-Brauerei, so, wie es schon vor 300 Jahren gemacht wurde. Da ist einiges an Muskelkraft nötig. Da wir keine technischen Hilfen haben und alles von Hand machen, bedeutet das: rühren, rühren und noch mal rühren und schöpfen und schöpfen und schöpfen …

Aber noch mal zurück zum Anfang: Wir brauen heute das altbayerische Helle. Es soll neben dem altbewährten Märzen und dem starken Wasinator am Freitag, den 22. März 2019, zum 1. Starkbierfest im Museum ausgeschenkt werden. Da haben wir was vor. Bei Temperaturen zwischen -8 und -12 Grad wird’s uns beim Einmaischen recht schnell warm. Das Rühren ist anstrengend, weil nichts anbrennen darf, und unsere zwei Heizerinnen heizen uns ganz schön ein. Da dampft die ganze Hütte. Danach wird der Sud vom Kessel in den Läuterbottich umgeschöpft. 1.100 Liter wechseln das Gefäß! Das gibt bestimmt Armmuskeln … Während der Läuterrast dürfen wir uns mit einem Weißwurstfrühstück stärken. Schon jetzt wird deutlich, dass gemeinsames Bierbrauen ein wunderbarer Event zur Teamentwicklung ist und außerdem unglaublich Spaß macht. Und schon geht’s weiter, und der gefilterte Sud wird zurück in den Kessel geschöpft. Wir geben die Schöpfeimer weiter und wechseln uns mit der Arbeit ab. Jetzt haben auch die Heizerinnen einiges zu tun, denn es gilt, den Sud auf über 90 Grad zu erhitzen. Und dann versammeln sich alle um den Kessel und geben gemeinsam den Hopfen dazu. Der Sud muss jetzt eine Zeit lang kochen, was uns die Möglichkeit gibt, die Sonne zwischen den verschneiten Gebäuden zu genießen und die zwei Museumsschweinderl zu füttern, die den Winter im altbayerischen Dorf verbringen und auch ein Sonnenbad nehmen. Dann wird der Trebern auf den Anhänger geladen, welchen Flori abholt. Seine Kühe freuen sich schon auf das heiß ersehnte Mahl, und wir freuen uns, nachhaltig zu arbeiten. Nachdem wir den Läuterbottich gereinigt und dadurch die Brauerei unter Eis gesetzt haben (das über die Steine laufende Wasser ist sofort gefroren), geht es wieder ans Schöpfen. Die 1.100 Liter werden in das Kühlschiff umgeschöpft. Insgesamt haben wir heute also 3.300 Liter geschöpft und sind nach dem allgemeinen Saubermachen redlich hungrig und geschafft. Beim abschließenden Brennholzaufrichten helfen uns Gitti und Markus. Gabriel hat uns eine tolle Brotzeit zur Stärkung gemacht, und wir lassen den Tag bei einem Bierchen ausklingen. Es war ein toller Tag und ein einmaliges Erlebnis! Und „unser“ Helles haben wir übrigens „Eis-Sud“ genannt.

 

 

Am Starkbierfest ist es eines der drei Biere, das Ihr im Wirtshaus „Zum Wofen“ zu hausgemachten Schmankerln genießen könnt. Überzeugt Euch selbst vom köstlichen Geschmack des erfrischenden, selbst gebrauten Bieres. Vorher habt Ihr die Möglichkeit, die Bierschöpf-Brauerei zu besichtigen. Nach dem Abendessen führt die Biermösl Blosn durch einen vergnüglichen Abend.

 

Für den Kartenverkauf wendet Euch bitte an: office@wasmeier.de oder auch telefonisch unter 08026/929220.

Der Kartenpreis von 64 € beinhaltet:

Reservierte Plätze im altbayrischen Wirtshaus „Zum Wofen“ in der Tenne im 1. OG

Brauereibesichtigung ab 17:00 Uhr

Abendessen im Wirtshaus „Zum Wofen“

Musik und Unterhaltung mit der Biermösl Blosn

Ein Flascherl 0,33 l der limitierten Auflage „Wasinator 2019“ zum Mitnehmen

Einlass: 17:00 Uhr

Ende ca. 23:00 Uhr

 

Übrigens: Wer Lust auf das Erlebnis des gemeinsamen Bierbrauens bekommen hat, kann den Event im Museum buchen.

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee

Brunnbichl 5
83727 Schliersee/Neuhaus
Tel.: 08026/92922-0
Fax: 08026/92922-29
E-Mail: office@wasmeier.de

Internet: https://www.wasmeier.de/

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.