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Raschelndes Laub | Ein Herbstspaziergang durch Schliersee

Der Herbst ist die ideale Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang durch Schliersee.

Herbstzeit ist Wanderzeit! Aber warum nicht einfach mal unten im Tal bleiben und einen Spaziergang durch den Ort unternehmen? Es ist bereits etwas kühler, aber der Himmel ist strahlend blau, und die Sonnenstrahlen lassen die herrlich bunt gefärbten Bäume, die herbstlichen Blumen und den wunderschönen Kurpark in einem warmen Licht erstrahlen.

 

 

Wein und Kastanienbäume

Der Klassiker für einen Herbstspaziergang in Schliersee ist der Weinberg. Nach dem kurzen Fußweg den kleinen Pfad vom Rathaus hinauf wirst du sofort mit einer atemberaubenden Aussicht über Schliersee belohnt. Neben der Weinbergkappelle laden die Bänke unter den Kastanienbäumen zu einer Rast ein. Die Weintrauben leuchten golden in der Sonne. Die Luft riecht frisch und gesund. Auch der Biergarten des Ratskellers oder eine der zahlreichen Terrassen in Schliersee laden zu einer Pause an der frischen Luft ein. Hier kannst du wunderbar die letzten warmen Sonnenstrahlen des Herbstes genießen.

 

Persönliche Gedanken

Für mich persönlich deuten die ersten kühlen Herbstnächte immer darauf hin, dass es bald nach Kanada geht. Seit 15 Jahren fliege ich jedes Jahr im Oktober nach Nova Scotia in den Indian Summer. Dieses Jahr nicht. Mir fehlen das Treffen mit meinen Freunden in Kanada, die Herbstlandschaft und das Musikfestival „Celtic Colours“. Hier in Schliersee fehlt der beliebte Kulturherbst. Ein wenig nachdenklich laufe ich durch den Ort. Schnell bemerke ich, wie schön es bei uns im Oktober ist. Die wunderschönen Farben, in die meine Heimat gerade getaucht wird, machen glücklich. Ein echter Schlierseer Wohlfühlmoment. Schliersee ist für mich der schönste Ort der Welt.

 

Tipp: Achte bei deinem Spaziergang durch Schliersee auf die kleinen blauen Schilder mit QR-Codes. Seit 2018 kannst du hier Schlierseer Geschichte entdecken. Per QR-Code kommst du zu mehr Informationen über die Schlierseer Straßennamen. https://magazin.schliersee.de/die-geschichte-von-schliersee-wird-lebendig/ Der Start der App „Sehenswertes Schliersee“ hat sich coronabedingt etwas verschoben, aber bald werden weitere QR-Codes an denkmalgeschützten Gebäuden installiert, und die neue App wird zum Download bereitstehen. Dann kannst du noch mehr Geschichte(n) in Schliersee entdecken. Viel Spaß!

 

 

Danke an Toby Wilson, der mir die Hintergrundmusik „The Colours of Cape Breton“ für den Herbstfilm zur Verfügung gestellt hat.

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Ruine Hohenwaldeck nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich

Unsere Ruine Hohenwaldeck, die über dem Schliersee thront, ist ein ganz besonderes Schmuckstück. Bereits im 13. Jahrhundert wurde sie von den Herren von Waldeck auf dem Bergsporn 209 m über dem Schliersee errichtet. Leider wurde die Burg Hohenwaldeck 1480 durch einen kräftigen Felssturz zerstört. Bisher konntest du die Überreste der Burg, die hohen bewachsenen Steinwände, besichtigen und auch den beeindruckenden Aussichtspunkt mit Bänken und einem Kreuz, der etwas unterhalb der Ruine liegt und einen atemberaubenden Ausblick bietet, besuchen. Für mich definitiv ein Lieblingsplatz direkt über dem Schliersee.

 

 

 

Die Sicherheit der Besucher ist nicht mehr gegeben

Eigentümer des Geländes ist das Forstamt Schliersee, ihm obliegt somit auch die Verkehrssicherungspflicht. 2018 hatte der Forstbetrieb bereits Bäume in einer Helikopter-Aktion „herausgenommen“, um den weiteren Verfall der Mauern durch das Wurzelwerk zu verhindern. Nach Gesprächen mit Fachbehörden bleibt nun trotzdem keine andere Möglichkeit, als die Ruinenanlage samt Aussichtspunkt zu sperren. Keine leichte Entscheidung für Forstamtsleiter Jörg Meyer. „Leider sehe ich momentan keine andere Möglichkeit“, sagt er. Ab sofort wird der Zugang zur Ruine mit einem Bauzaun gesperrt, um die Besucher zu schützen.

Bitte halte dich unbedingt an die Absperrung. Wer in letzter Zeit genau hingesehen hat, konnte feststellen, dass sich beispielsweise eine der Mauern im oberen Teil nach außen neigt. Es ist gefährlich, in der Ruine herumzulaufen.

 

Jetzt heißt es für uns alle,  Geduld zu haben

Nach einem Vorgutachten erfolgt nun eine detaillierte Bestandsaufnahme mithilfe von Laserscan- und Drohnenvermessung. Dann wird sich herausstellen, welche Möglichkeiten es gibt, die Ruine zu sanieren. Der Ruinen-Charakter soll dabei unbedingt erhalten bleiben. Ich halte euch auf dem Laufenden, wenn es Neuigkeiten gibt. Neue historische Erkenntnisse, beispielweise über die ursprüngliche Größe, erhofft sich Jörg Meyer auf jeden Fall.

 

Wanderweg bleibt offen

Wer von Schliersee nach Neuhaus wandern möchte, kann den Höhenweg selbstverständlich weiterhin nutzen. Als Brotzeitpause empfehle ich dir jetzt die Bänke auf der Almwiese kurz nach dem Oberleitenhof. Hier hast du auch eine traumhafte Aussicht auf unseren schönen Schliersee.

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Ausblick, Fernblick und Weitblick – Taubenstein-Momente

Die Aussicht vom Taubenstein bei uns in Schliersee ist atemberaubend. Bequem bringt dich die Taubensteinbahn in wenigen Minuten zur Bergstation. Die Sonne scheint, die Landschaft fliegt vorbei, ganz schnell vergesse ich den Alltag. Die warme Luft strömt in die kleine nostalgische Gondel. Ich brauche heute eine Auszeit, und diese nehme ich mir am Gipfel des Taubensteins. Du hast auch einen persönlichen Taubenstein-Moment? Ich freue mich, wenn du mir schreibst. magazin@schliersee.de

 

 

 

Kraxelei auf den Taubensteingipfel

Wenn du von der Bergstation loslaufen möchtest, brauchst du unbedingt Bergschuhe, egal, wohin dein Weg gehen soll. Ich möchte heute auf den Taubenstein. Für den Weg zum Gipfel brauchst du nur 15 Minuten. Ein kleiner Pfad führt dich zum Taubensteinsattel, von dort geht es in nur wenigen Minuten hinauf zum Gipfelkreuz. Ab hier solltest du über alpine Erfahrung verfügen und unbedingt trittsicher sein. Es geht über Schrofen durch eine Rinne nach oben. [Der Schrofen (verwandt mit schroff) ist ein Begriff aus der Bergsteigersprache, der steiles, felsiges, mit Gras und häufig auch mit Geröll durchsetztes Gelände bezeichnet | Wikipedia] Die Steinrinne ist mit Drahtseilen gesichert. Der Gipfel bricht nach Westen hin ab. Um deine Zeit hier oben entspannt genießen zu können, solltest du auch schwindelfrei sein. Der Ausblick ist atemberaubend. Sogar die Gondeln der Taubensteinbahn kannst du beobachten.

 

Gewusst? Hier oben am Taubensteingipfel ist die Idee für das „Kraut gegen Dummheit“ von der Essendorfer Genussschmelzerei entstanden. Schon mal probiert? https://magazin.schliersee.de/in-schliersee-waechst-ein-kraut-gegen-dummheit/

Ich brauche ein paar Ideen für ein neues Projekt – und so wie für Andreas Essendorfer – ist das auch für mich ein sehr inspirierender Ort. Meinen Block und Stift habe ich dabei, und mit ganz viel Weitblick notiere ich fleißig, was mir einfällt. Manchmal ist es gut etwas Abstand zu nehmen und Dinge von oben zu betrachten. Ich genieße den Fernblick in die Bayrischen Voralpen und ganz besonders die Zeit für mich.

 

 

 

Alpenbahnen Spitzingsee

Zieladresse fürs Navi |Taubensteinbahn: Spitzingstraße 12, 83727 Schliersee

Die bahneigenen Parkplätze an der Taubensteinbahn sind für alle Benutzer gebührenpflichtig (Tagesticket 5 Euro). Beim Kauf eines Bahntickets und gegen Vorlage des Parkabschnitts vom gleichen Tag werden zwei Euro zurückerstattet. Gästekarten werden nicht akzeptiert.

Du bist Übernachtungsgast in Schliersee? Mit deiner Gästekarte kannst du kostenlos mit dem RVO (Linie 9562) zum Spitzingsee fahren. Die Haltestelle, an der du aussteigen musst, heißt „Spitzing Taubensteinbahn“.

 

Genussschmelzerei Andreas Essendorfer

Bayrischzeller Str. 11

83727 Schliersee/Neuhaus

E-Mail: info@essendorfers.de

Tel.: 08026/9225672

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Sonnenaufgangstour zum Jägerkamp

Ich habe mich dazu entschieden, dir meine absolute Lieblingstour zu zeigen. Nämlich zum Jägerkamp (1.746 m), von dem man die beste Aussicht auf unseren Schliersee hat. Noch dazu in einem ganz besonderen Moment: wenn die Sonne über den Bergen aufgeht.

 

 

 

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Als kleine Motivation: Ich bin selbst kein Frühaufsteher, und man braucht etwas Überwindung, um in der Dunkelheit loszuwandern. Aber: Es lohnt sich! Am besten gehst du am Abend zuvor früh ins Bett und richtest dir dein Gepäck schon fertig zusammen. So sparst du dir Zeit und kannst noch etwas länger schlafen. Das Wichtigste ist ausreichend Essen und Trinken, ein weiteres Must-have ist eine helle Stirnlampe. Wenn du gerne fotografierst, brauchst du eine Kamera. Bitte rechne genügend Gehzeit mit ein, da du ja pünktlich zum Sonnenaufgang da sein möchtest. Ich bin um 03:00 Uhr losgegangen und war um circa 05:00 Uhr oben am Gipfel. Du brauchst also jeweils circa zwei Stunden. Erkundige dich vorher im Internet, wie das Wetter wird, und informiere dich über die genaue Zeit des Sonnenaufgangs.

 

Aufstieg

Ausgangspunkt ist linker Hand der Parkplatz am Spitzingsattel (Parkgebühr 5 €).

Es ist insgesamt eine mittelschwere Wanderung, da man oft auf steinigen Wegen unterwegs ist. Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sind also Voraussetzung!

Du startest in südlicher Richtung und steigst den Hang über viele Serpentinen hinauf. Du gelangst in den Wald, von dem der Pfad weiterhin bergauf führt, bis du den Wald verlässt und dann den oberen Weg Richtung Schönfeldhütte wählst. Du folgst dem Weg, bis du ein paar kleinere Almhütten erreichst, und gehst weiter bis zur Schönfeldhütte. Von da aus nimmst du die linke Verzweigung zu den oberen Schönfeldalmen, die unterhalb des Jägerkamps liegen. Nach den Almen geht es deutlich bergauf. Nun müsste es auch schon dämmern ‒ leg deine Stirnlampe aber erst ab, wenn es hell genug ist. Die Steigung und die schroffe Beschaffenheit des Pfades solltest du nicht unterschätzen.

Bei der Verzweigung biegst du links ab und wanderst in die Einsattelung von Benzingspitz und Jägerkamp hinauf Richtung Gipfel. Mit etwas Glück kannst du wie ich sogar Gämse sehen! Hast du alles zeitlich gut geplant, schaffst du es pünktlich zum Sonnenaufgang.

 

Morgenstund hat Gold im Mund

Mach es dir am Gipfelkreuz gemütlich und genieße die Aussicht. Ich habe mir selbst einen Kaffee mitgenommen und etwas Obst. Auf solchen Höhenmetern ist es recht windig, weshalb ich mir noch etwas Wärmeres angezogen habe. Dann heißt es warten, bis endlich die Sonne blutrot emporsteigt und der Himmel in warmen Orange- und Rosatönen zu brennen scheint.

Du kannst den Schliersee von oben sehen, den Wendelstein und die Aiplspitz in der Richtung, wo die Sonne aufgeht, und hinter dir das ganze Karwendelgebirge und noch viel mehr. Dieses Naturschauspiel wird dich sicher genauso beeindrucken wie mich.

 

Abstieg

Beim Abstieg kannst du den gleichen Weg wieder zurückgehen oder alternativ als Rundweg über den Südwestgrat und über die Jägerbauernalm. Möchtest du eine anspruchsvolle Bergwanderung machen, kannst du auch die Aufstiegsroute zum Jägerkamp über die Schönfeldhütte mit der Aiplspitz kombinieren.

 

 

 

 

Anna Menhart

Heimatliebende und gebürtige Schlierseerin, angehende MFA, Hobby-Fotografin und am liebsten auf’m Berg, um sich jedes mal aufs Neue für die Heimat zu begeistern.

 

 

 

Geführte Wanderung mit Jürgen Koschyk durch die Schlierseer Berge

Heute darf ich den Wanderleiter, oder besser gesagt die Wanderlegende, Jürgen Koschyk bei einer seinen geführten Erlebniswanderungen begleiten. In der Saison ist Jürgen jeden Dienstag und Donnerstag mit Urlaubern in den Schlierseer Bergen unterwegs.

 

 

Heute geht es mit einem Pärchen aus dem Ruhrgebiet, einem aus Nordrhein-Westfalen und einer Dame aus Unterfranken auf die Burgruine Hohenwaldeck. Kuramtsleiter Mathias Schrön verabschiedet uns offiziell an der Vitalwelt Schliersee und wir fahren, mit der Gästekarte kostenlos, mit dem Bus nach Fischhausen. Von dort aus führt ein Steig in etwa 45 Minuten steil bergauf zur Burgruine. Die kleinen Verschnaufpausen, in denen uns Jürgen die umliegenden Berge erklärt, weitere Tipps für Ausflüge und Wanderungen bereithält und viele lustige Geschichten erzählt, sind dabei sehr willkommen. Oben angekommen bekommen wir von Jürgen ein „RITTERmahl“. Was bei echten Hohenwaldeck-Rittern auf den Tisch kommt, verrate ich an dieser Stelle nicht, dass müsst ihr selbst miterleben. Bei der Pause am Aussichtspunkt mit Kreuz, direkt über dem Schliersee, nimmt sich Jürgen viel Zeit die Berge und den Schliersee mit seiner Insel und auch den Ort Schliersee zu erklären. Weiter geht es für uns über den Höhenweg in Richtung Schliersee. Unterwegs hat Jürgen weitere Tipps für die nächste Wanderung allein. Die Urlauber saugen die Informationen, die er auf seine lockere und humorvolle Art rüberbringt, begeistert auf und sogar ich erfahre neue Schlierseer Geschichten. Unsere kleine Gruppe hat Spaß. Das Wetter passt auch. Es ist ein perfekter Tag. Unser Ziel ist der Weinberg in Schliersee. Versprochen hatte uns schon Mathias Schrön eine Weinprobe vom Schlierseer Weinberg. Jürgen holt sein „Sixtus-Tröpferl“ aus seinem geheimen „Weinkeller“ und alle sind überrascht, dass er tatsächlich Wein herzaubert. Ein wirklich lustiger Abschluss einer sehr kurzweiligen Wanderung.

Die Wanderungen mit Jürgen sind immer ein echtes Erlebnis. Auf geht’s, lasst euch von Jürgen durch die Berge führen.

Der Herbst ist die schönste Zeit zum Wandern bei uns am Schliersee. Vom 23. bis 27. September 2019 veranstalten wir wieder die sehr beliebte Schlierseer Wanderwoche.

In dieser Zeit können ihr euch jeden Tag zu einem anderen Ziel in unseren schönen Schlierseer Bergen entführen lassen. Unser erfahrener Wanderleiter Jürgen Koschyk kennt nicht nur die schönsten Fleckerl und Routen, er führt euch auch in die urigsten Almhütten und hat immer eine besondere Überraschung parat. Anmeldung in der Gäste-Information Schliersee erforderlich.

 

 

Mit der Gästekarte kostenlos, alle anderen bezahlen nur 5 Euro.

www.schliersee.de

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Märchenhafte Pfade in Schliersee entdecken

Das märchenhafte Schliersee zu entdecken, dabei hilft Autorin und Geschichtenerzählerin Ursula Weber. Sie beschreibt in ihrem Buch „Wandern auf märchenhaften Pfaden“ 15 Wanderungen im ganzen Oberland und kommt dabei natürlich auch bei uns in Schliersee vorbei. Sie erklärt die Touren nicht nur sehr detailliert, sie erzählt zusätzlich alte Sagen und Geschichten zu den jeweiligen Orten und Schauplätzen.

 

 

Die Schlierseer Wanderung führt vom Parkplatz Unterleiten zur Burgruine Hohenwaldeck, um unseren schönen Schliersee herum und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Natürlich kennt Ursula Weber eine Geschichte zur verwunschenen Ruine Hohenwaldeck. Ein kleines Stück liest sie mir vor:

„Er sei ein übler Hitzkopf gewesen, heißt es, und jähzornig noch dazu, der Ritter von Waldeck. Als Kreuzfahrer zog er ins gelobte Land und gab seine Ehefrau in die Obhut des Schlossvogtes. Doch dieser nutzte seine Macht alsbald für eigene Zwecke. Denn angesichts der schönen Waldeckerin erwachte in ihm die Leidenschaft und die grenzenlose Begierde, diese Frau zu besitzen.“ (aus „Wandern auf märchenhaften Pfaden“, Volk Verlag München 2019)

Wie die Geschichte weitergeht, könnt ihr natürlich im Buch nachlesen. Am schönsten ist das sicher, wenn man zwischen den alten Gemäuern der Burgruine Hohenwaldeck, mit herrlichem Blick über den Schliersee, sitzt. Wer lieber lustige Geschichten mag, der sollte unbedingt ein wenig weiterblättern und „Der Pilger im Bärenpelz“ lesen – diese Geschichte spielt auch in Schliersee und handelt von einem Pilger aus Österreich, der in Fischhausen mit einem Bären verwechselt wurde. Am besten ist es natürlich, wenn ihr die Gelegenheit bekommt, Ursula Weber persönlich zu treffen. Sie ist eine wunderbare Geschichtenerzählerin und wird euch sofort in ihren Bann ziehen. Ich hoffe, dass sie einmal mit ihrem „Erzählzauber“ nach Schliersee kommt. Wir werden euch natürlich hier im Schliersee Magazin darüber informieren.

TIPP: Wer jetzt neugierig geworden ist und das Buch „Wandern auf märchenhaften Pfaden“ erwerben möchte, hat Glück. Das Buch gibt es bei uns vor Ort in Schliersee im Hoamat Gfui, dem Treffpunkt für Regionales im Herzen von Schliersee.

www.hoamatgfui.de/

Inh. Julia Zilken
Lautererstraße 4
83727 Schliersee

 

Öffnungszeiten

Mo., Di., Do. und Fr. 10:00‒18:00 Uhr
Mi. Ruhetag
Sa. 10:00‒14:00 Uhr

 

 

Ursula Weber

www.erzaehlzauber.de/

Das Buch ist im Volk Verlag München erschienen und auch online unter www.volkverlag.de erhältlich.

Über das Buch:

Wandern auf märchenhaften Pfaden

5 Touren und 30 Geschichten vom Werdenfelser Land bis zum Wendelstein von Ursula Weber

Was gibt es Schöneres, als in der Natur unterwegs zu sein? Bei strahlendem Sonnenschein hoch auf den Bergen, bei Regen auf einer windgeschützten Runde im Wald oder bei Schnee mitten durch glitzernden Winterzauber. Versteckt zwischen malerischen Anhöhen und verwunschenen Pfaden liegt auch so mancher sagenumwobene Ort, der seine Geschichte nur Eingeweihten preisgibt, …

15 herrliche Touren stecken in diesem Wanderführer für Klein und Groß, für Rucksack und Hosentasche. Und er hält eine Besonderheit bereit: außergewöhnliche Märchen und Sagen, die von der fantastischen Vergangenheit und den Traditionen Oberbayerns erzählen, passend zu jeder Tour ausgewählt und verortet.

Entdecken Sie die Schönheit des bayerischen Oberlands auf märchenhafte Weise neu.

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Mein Lieblingsplatzal – die Bodenschneid

Heute bin ich ganz besonders früh aufgestanden, um an mein Lieblingsplatzal zu kommen.

Am Hennererhof  ging es los, noch war es relativ dunkel. Der Weg führt mich durch das Tufftal, dort kann ich schon das Gipfelziel sehen. Ich marschiere durch das Almgelände von der Unteren Kraisberger Alm und gönne mir das erste Frühstück. Das Almvieh ist noch nicht wach, die Vögel singen ihre Morgenlieder.

 

 

Am Stachus vorbei, höre ich schon das erste Rascheln im Wald … ein Hirsch. Ich freue mich so sehr, ihn zu sehen, dass ich ganz vergesse, meine Kamera zu zücken ‒ ein sehr schönes Erlebnis am Morgen.

Der Weg führt weiter nach dem ersten Abzweig Richtung Bodenschneid, links geht der Weg zur Freudenreichalm. Jetzt wird es ein bisschen steiler, und ich höre schon die Rinder der Rainer Alm. Plötzlich zischen ein paar E-Biker an mir vorbei ‒ die haben es aber eilig! Ich lasse mich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und entdecke ein weiteres Naturschauspiel: Ein großes Rudel Gamsen grast friedlich rechts am Berg vor sich hin. Unterhalb die Kalbinnen von der Rainer Alm. Die Sennerin ist gerade mit dem Melken fertig und erledigt ihre restliche Stallarbeit.

Ich marschiere weiter zur nächsten Alm, der Rettenbeckalm und der Bodenschneid-Wirtschaft. Dort angekommen, stehen die Radler beisammen zum Morgengebet. Aha, denke ich mir, deshalb hatten sie es so eilig. Ein kurzer Ratsch mit ihnen, dann werde ich überrascht mit einem Kiachä (Schmalzgebäck) vom Diakon, mmmhhhh, so gut.

Weiter geht’s Richtung Gipfel. Der Anstieg ist ab jetzt schon anspruchsvoll, und es ist sehr ratsam, auch ein paar Wanderstöcke dabeizuhaben. Hier ist die Pflanzenwelt so vielfältig, da kann man sich gar nicht sattsehen. Thymian, Oimarausch, Trollblume, Bergrose, Silberfrauenmantel, um nur einige zu nennen.  Mittlerweile ist auch schon die Sonne aufgegangen, ganz schön heiß ist es mittlerweile. Immer wieder musste ich stehen bleiben und die wunderschöne Aussicht genießen.

Der letzte Anstieg führt mich durch ein steiniges Gelände hinauf zum Gipfelkreuz der Bodenschneid.  Boahhh … angekommen. „Mein Lieblingsplatzal“, es hat sich wieder mal gelohnt. Ich bin ganz allein und genieße die wunderschöne Aussicht.

 

 

 

Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Saisoneröffnung der Taubensteinbahn ‒ Seilbahn-Nostalgie

Die Taubensteinbahn ist in die Sommersaison gestartet. Nach einem langen Winter fährt sie endlich wieder, die nostalgisch anmutende Bahn von 1972. Damals rechtzeitig zu den Olympischen Sommerspielen in München in Betrieb genommen, hat sie noch heute den gleichen liebevollen Charme wie damals. In etwa zwölf Minuten bringt sie euch in Vierergondeln zur Bergstation in 1.616 m Höhe.

 

 

„Normalerweise öffnen wir schon am 1. Mai, aber da konnten wir noch nicht aufmachen, da so viel Schnee war“, sagt mir Sepp von den Alpenbahnen Spitzingsee. Oben an der Bergstation liegt immer noch einiges an Schnee. Wer jetzt zum Wandern geht, sollte unbedingt auf die richtige Ausrüstung achten, da man in den höheren Lagen noch auf große Schneefelder treffen kann. Auch die umliegenden Berge leuchten weiß in der Sonne ‒ im Kontrast zum hellen Grün des Frühlings sieht das wunderschön aus.

Heute schaue ich ins Taubensteingipfelstüberl. Kata begrüßt mich freundlich und erzählt mir von ihren hausgemachten Spinatknödeln und Kuchen, und sie empfiehlt mir ihre hausgemachte Limonade, die wirklich sehr gut schmeckt. Dass das Taubensteingipfelstüberl die höchste Essendorfer Schmankerl-Station von Deutschland ist, sehe ich sofort. Katas Mann trägt ein „Kraut Gegen Dummheit“-T-Shirt. Ich muss schmunzeln. Ich erinnere mich, wie mir Andi Essendorfer vor zwei Jahren erzählt hat, dass das „Kraut Gegen Dummheit“ hier oben im Taubensteingebiet entstanden ist (https://magazin.schliersee.de/in-schliersee-waechst-ein-kraut-gegen-dummheit/). Kata sagt mir, dass sie mit den Essendorfer Gläschen kocht – sie nimmt unter anderem „Native Man“ für ihre Salatsoßen, was himmlisch schmeckt, versichert sie mir.

„Immer Sommer haben wir viele Kinder hier oben“, sagt Kata und freut sich, dass nach so einem langen Winter endlich die Sommersaison anfängt. Ein Kinderspielplatz ist direkt vor dem Haus, die Aussicht für die Erwachsenen ist atemberaubend, und der liebe Dalmatiner freut sich auch schon auf euch. Zum Taubensteingipfel sind es nur 25 Minuten. Momentan liegt noch einiges an Schnee auf dem Weg.

 

 

Eine Fahrt mit der nostalgischen Taubensteinbahn ist schon fast Kult. Für mich viel schöner als die neuen, modernen Bahnen. Einfach einmal hinauf fahren und die Aussicht genießen.

 

Taubensteinbahn

Alpenbahnen Spitzingsee

Spitzingseestraße 12

83727 Schliersee-Spitzingsee

Tel.: 08026/9292230

info@alpenbahnen-spitzingsee.de

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Tipps Mai 2019: Eisbecher, Brunch und Steckerlfisch

Servus aus Schliersee,

ich hoffe, Sie hatten auch so ein schönes sonniges Osterfest wie wir hier in Schliersee. Jetzt geht es mit großen Schritten auf den Sommer zu. Im Herzen von Schliersee hat das Eiscafé Dolomiti neu eröffnet, und auch das Al Lago sorgt mit seinen leckeren Eisbechern für echtes Sommer-Feeling.

 

Im Bereich Gastronomie ist bei uns in Schliersee diesen Sommer einiges geboten. Der „Insel-Michi“ ist bereits in die Sonntags-Brunch-Saison gestartet. Sie möchten auf einer bayerischen Insel brunchen? Kein Problem. Erleben Sie einen tollen Tag auf der Insel Wörth im Schliersee mit gutem Essen sowie uriger Livemusik und genießen Sie die traumhafte Aussicht auf See und Berge.

Für eine kleine Mittagspause mitten in Schliersee möchte ich Ihnen die Fischerei in Schliersee ans Herz legen. Die Fischsemmeln sind sensationell.

 

Auch der Schlierseer Ratskeller hat bereits die Biergartensaison eröffnet. Hier können Sie jetzt jeden Freitag zu Ihrem frisch gezapften Augustiner Holzfassbier gegrillten Steckerlfisch von den Jungs der „Fischerei in Schliersee“ genießen, und am Wochenende gibt es Spareribs von Grillmeister Albert im Biergarten.

Die Wirtsleute Julia und Manfred Nerz haben Ende letzten Jahres das Schlierseer Glöckerl übernommen und freuen sich jetzt auch auf die Sommersaison. Das Besondere am „Glöckerl“ ist, dass Sie dem Koch bei der Zubereitung der Hausmannskost über die Schulter schauen können, da in einer offenen Küche gekocht wird. Sie sehen: Schmankerl gibt es überall in Schliersee.

 

Raus an die frische Luft – Sixtus Lauf Schliersee
Sie sind laufbegeistert und suchen ein besonderes Lauferlebnis mit herrlicher Bergkulisse bei uns am schönen Schliersee? Am 18. Mai startet der Sixtus Lauf Schliersee in die achte Runde. Neben der klassischen Halbmarathon-Distanz (21,1 km) stehen zwei Strecken über 7,5 und 10 Kilometer bereit. Der Sixtus Lauf startet und endet für alle Teilnehmer an der Vitalwelt Schliersee. Direkt an der Seepromenade dürfen sich Zuschauer und Familien über ein großes Rahmenprogramm für Kinder und Erwachsene freuen. Sportlich gestartet wird mit einem Warm-up, das von erfahrenen Lauftrainern im Kurpark angeboten wird. Am besten melden Sie sich noch heute an.

Ich persönlich freue mich dieses Jahr besonders auf die Radl-Saison. Nächsten Monat werden wir Ihnen die Radl-Verleih-Stationen in Schliersee vorstellen, und vielleicht zeige ich Ihnen die eine oder andere Lieblings-Tour von mir.
Ich freue mich, wenn wir uns sehen!

Mathias Schrön

C. Mathias Schrön, Dipl.-Betriebswirt, Vater von 4 Kindern, geb. am 12.03.1966 in Tegernsee. Aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Abitur am Gymnasium Miesbach. Abgeschlossenes Studium in BWL sowie in Politikwissenschaften in München. Während und nach dem Studium selbständige Tätigkeit hauptsächlich als Begleiter ausländischer Gäste der Bundesregierung im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei. Seit 15.03.2001 Kuramtsleiter beim Markt Schliersee. In der Freizeit engagierter Fußballtrainer im Jugend- und Seniorenbereich. Mitglied in diversen Vereinen. Freude am Reisen und Sport.


PS: Sie sind zufällig am Wochenende in Südtirol? Am 4. Mai 2019 findet in Kastelbell/Südtirol ein Garten- und Genussmarkt statt. Wir als Gäste-Information, die Genussschmelzerei Essendorfer und die SLYRS Whisky Destillerie werden dort ebenfalls vertreten sein. Gartenexperte Andreas Modery, den Sie vielleicht vom Schlierseer Gartenzauber oder aus dem BR-Fernsehen kennen, werden Sie dort auch antreffen. Wir freuen uns, wenn Sie vorbeischauen!

 

 

Schneeschuhwanderung auf dem Schlierseer Panoramaweg

Wieder ein Bilderbuchwintertag.

Heute machen wir uns auf den Weg mit Schneeschuhen. Eine kleine feine Gruppe startet mit mir, Prem Angelika vom Schliersee Magazin, in Richtung Gindelalm. Wir möchten den Schlierseer Panoramaweg im Winter erleben. Die ganze Tourenstrecke mit 8,2 km liegt vor uns.

Nach einer kleinen Einführung zeige ich meinen Teilnehmern, was ist wichtig beim Anziehen der Schneeschuhe und beim Gehen. Es ist ganz einfach, und es kann wirklich jeder, der Lust hat, diesen Wintersport machen. Mit Stöcke ausgerüstet, starten wir am Hennererhof in Richtung Gindelalm. Vor uns ist schon eine schmale Spur ausgetreten, die Sonne zeigt sich wieder mal von ihrer schönsten Seite, und unsere Stimmung ist toll.

Der erste Anstieg zu den Gindelalmen ist schon etwas anstrengend, und wir geraten ganz schön ins Schwitzen. Oben werden wir allerdings mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Es folgen eine kleine Rast mit einer Schneeballschlacht und Trinkpause, dann geht es weiter.

Die Gindelalmgebäude sind im Tiefschnee versunken. „Willi wollte zum Fensterln, denn er könnte direkt vom Schneeberg auf den Balkon steigen.“ Die Wanderschilder ragen nur ein kleines Stück aus dem Tiefschnee. Meine Gruppe ist froh, mich als Wanderführerin dabeizuhaben. Weiter geht’s Richtung Neureuth, bis zur Abzweigung links zur Gindelalmschneid. Ein kleiner, anstrengender Anstieg, und schon ist Genießen angesagt.

 

 

Herrlich, diese Aussicht … bis München, Holzkirchen, Miesbach … Wendelstein, Kaisergebirge, Bodenschneid …

Den Schlierseer Panoramaweg im Winter muss man gesehen haben, es ist ein ganz besonderes Erlebnis. Anschließend gibt’s ein schönes Fotoshooting mit Spielen im Schnee, bevor es weitergeht in Richtung Kreuzbergalm.

Zwischendrin bleiben wir immer wieder stehen, um die wunderbare Aussicht Richtung Karwendelgebirge zu genießen. Am Gipfelkreuz der Kreuzbergalm angekommen, gönnen wir uns ein Sonnenbad, und weiter geht’s zum Abstieg Richtung Hennererhof. Der Hennererwirt Hans überrascht uns nach fünf Stunden Schneeschuhtour mit gegrillten Putenschenkeln, gedünstetem Gemüse und überbackenem Chiccorie, dazu eine frische Halbe von der Klosterbrauerei Reutberg. Ein glücklicher Tag geht zu Ende.

 

Nachmachen empfohlen und erlaubt!

Schneeschuhe ausleihen:

Hoamat Gfui
Inh. Julia Zilken
Lautererstraße 4
83727 Schliersee

Tel.: 08026/7805153

 

Berauer Sport
Rathausstraße 17
83727 Schliersee
Tel.: 08026/60690

 

Hennererhof
Hennererstraße 36
83727 Schliersee
Tel.: 08026/9229964

 

 

Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen