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Schafschur auf der Unteren Firstalm ‒ und was sonst noch wichtig ist zur Vorbereitung auf das Almleben …

Heute ist Schafschur beim Anderlbauer auf der Unteren Firstalm. Normalerweise werden die Schafe noch im Tal geschoren. Danach lässt man das Fell noch ein paar Tage wachsen, damit die Tiere draußen nicht frieren, und dann geht’s erst los auf die Alm. Dieses Jahr ist es ein bisserl anders, weil der bisherige Schafscherer verhindert ist. Dafür darf sich der eingesprungene Schafscherer freuen: Er hat eine wunderschöne Location zur Schafschur, bei bestem Wetter und mit einem atemberaubenden Blick aus der Höhe auf den Spitzingsee. Und da es außerdem ungewöhnlich warm ist, müssen die Schafe mit ihrem neuen Haarschnitt auch nicht frieren.

Als wir an der Alm ankommen, sind alle bereit, nur etwas fehlt: Der Schafscherer steckt im Stau fest, und die bayerischen weißen Bergschafe sind auf Entdeckungstour irgendwo auf den umliegenden Hängen oder in den Wäldern … Da hilft nur eines: Wir müssen sie suchen. Also machen wir uns auf über die blühende Bergwiese, auf der wir in der Ferne weit oben am Hang ein paar Bergziegen ausmachen können. Aber keine Schafe … Und dann kommt der Hartl, der Bauer vom Anderl-Bauernhof in Fischhausen. Und mit einem Eimer voller „Leckerlis“ für die Schafe und interessanten Lauten gelingt ihm, was uns zu dritt nicht gelungen ist: Die Schafe kommen mit ihren Lämmern im Schweinsgalopp den Hügel hinuntergerast und laufen ihm brav nach in den Stall. Aha, so geht das also!

Inzwischen ist der Schafscherer auf der Alm angekommen und baut seine Gerätschaften auf. Ein interessantes Gestell, das entfernt an einen Galgen erinnert. Du liebe Güte, was kommt da auf die Schafe zu … Aber so schlimm wird es nicht. Die Tiere sind relativ entspannt, und vor allem diejenigen, welche die Prozedur bereits kennen, lassen das Scheren ruhig über sich ergehen. Sie legen den Kopf auf den Boden und lassen sich von dem „Schafeflüsterer“ einlullen. Zweimal im Jahr werden die Bergschafe von ihrem schweren Fell befreit. „Beim Scheren geht es um das saubere Arbeiten am Tier. Das Lanolin (Wollwachs) ist das teuerste Nebenprodukt, welches beim Scheren anfällt: 25 €/kg. Aber das muss man erst mal zusammenbekommen“, erklärt mir der Schafscherer, welcher in seinem Gestell hängt und quasi bäuchlings über dem Schaf schwebt. Er übt diesen Beruf seit inzwischen sechs Jahren aus und hat zusätzlich zu einem Schafschurkurs in Deutschland eine Ausbildung in Neuseeland absolviert. Drei bis vier Kilogramm Fell fallen pro Schaf ab. „Dieses wird mit heißem Wasser gewaschen, über Nacht eingeweicht, ausgezupft und dann noch mal ausgewaschen“, klärt mich der Opa Sepp auf. Danach wird es zur Spinnerei gebracht. Wirklich viel verdienen kann man mit dem Fell nicht, aber ab und zu kommt ein neuer Strickjanker für den Opa dabei heraus.

Das Scheren der Schafe ist noch nicht alles, was zur Vorbereitung auf das sommerliche Almleben getan werden muss:

Grundsätzlich müssen alle Schafe spätestens im Alter von neun Monaten, aber unbedingt vor dem Verlassen des Bestandes, mit einer Ohrmarke gekennzeichnet werden. Dabei geht es darum, beim Auftreten der Maul- und Klauenseuche die betroffenen Tiere ausfindig machen zu können. Auch die Rinder müssen registriert sein. Kälber sind innerhalb von sieben Tagen nach der Geburt mit identischen Ohrmarken in beiden Ohren zu kennzeichnen. Sowohl den Rindern als auch den Schafen werden vor dem Almauftrieb die Klauen geschnitten, damit sie auf den teilweise unwegsamen Berghängen sicher unterwegs sind. Auch an das Entwurmen der Tiere muss gedacht werden, damit sie gesund bleiben.

 

 

Und wie wird man zur Sennerin? „Es ist nicht unbedingt Voraussetzung, dass eine Almerin aus einem Bauernhof heraus stammt“, erläutert mir Hartl. Sie darf keine Scheu vor den Tieren haben und sollte sich für deren Wohlergehen interessieren. Außerdem darf sie keine Angst vor wechselnden Wetterlagen und Gewittern haben. Sie sollte so gut zu Fuß sein, dass sie sich im Berggebiet bewegen kann, um die Tiere zu suchen und bei Bedarf auch Zäune auszubessern. Da die Untere Firstalm vom Anderlbauer nicht bewirtschaftet ist und hier Jungvieh auf die Weide kommt, sind Kenntnisse im Buttern oder Käsen nicht notwendig. „Alles, was man hier wissen und können muss, kann man recht schnell lernen“, sagt der Hartl. „Und was man nicht unterschätzen sollte, ist die Tatsache, dass man am Abend, sobald die Arbeit getan ist, alleine auf der Alm ist. Auch damit sollte man gut zurechtkommen.“

Ich kann mir nichts Aufregenderes und gleichzeitig innere Ruhe Bringendes vorstellen und hoffe, dass ich irgendwann die Möglichkeit habe, das Leben als Almerin selbst zu erleben.

 

 

Anderl-Bauernhof

Familie Markhauser
Fischhauser Straße 5
83727 Schliersee/Oberbayern
Telefon: 0 80 26 / 9 46 64
Telefax: 0 80 26 / 9 46 65
E-Mail: anderlbauer@gmx.de

Internet: http://anderlbauer.schliersee.de/unser_hof/unser_hof.php

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Rein it in…It’s the Month of the Horse

November in Schliersee is really the month of the horse. I thought since we just had Leonhardiritt, the religious procession celebrating the blessing of the horses, we should take some time to discover some interesting information about a couple of the amazing breeds we have here in Schliersee.

Recently I had the pleasure of visiting a breeding farm in Austria on the day that the magnificent Haflinger stallions returned from their summer in the high pastures. This breed is truly spectacular. Bred not to far away in the southern Tirol part of Austria, the Haflinger is a warmblood horse known for being efficient, sound, strong, sturdy, and willing. A multi-talented horse, it is commonly used today in dressage, endurance riding, general riding, jumping, mounted athletics, racing, and obviously pulling carriages for historical processions like Leonhardifahrt.

For me, the Haflinger’s coloring is what makes them truly stand out. They are reminiscent of a doe with pale chestnut colored bodies and bright golden manes. I find them to have such great spirited characters. Though they are on the small size they are a horse and not a pony. While at the breeding farm I learned some very interesting tidbits of information. This Tyrollean breed has Arabian blood in them and it is believed that they are all related to one Arab-pony cross named Folie. That mix of blood gives many of these horses a very Arabian style head. They seem to love showing off and being the center of attention.

And on the complete opposite side of the horse characteristic scale, you will find many Kaltblut or Coldblooded horses here in Schliersee. Cold-blooded horses encompass the draft breeds such as Percherons, Shires, Clydesdales, and Belgians. Large-boned and heavy-bodied, these horses were developed to use in draft and agricultural work, and were selected for a calm temperament.

One of my favorite things to see in the early mornings just behind our beloved Leonhardi chapel is when Langerbauer farm lets their horses out of their stalls. The horses seem to store up energy in their powerful legs during the night and just can’t wait to release it exuberantly.  Dashing elegantly across the wide pasture one by one. Sharing in their joy and beauty if only as a witness is an incredibly way to start your day.

 

 

To see these horses for yourself and even take a ride, make sure to visit some of our beautiful local farms. Many of these farms rent lovely rooms where you can experience life on a Bavarian horse farm. They are also just a stones throw from our alpine lake.

 

 

http://www.asenbauer-hof.de

http://www.bayregio.de/gastgeber/Rixnerhof

http://www.langerbauer.de/langerbauer/index.htm

http://www.kirchbergerhof.info/frame-index.htm

http://anderlbauer.schliersee.de/unser_hof/unser_hof.php

gaestehaus-sonnenstatter.de/landwirtschaft/betriebsbeschreibung/

 

 

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).

 

 

 

Almabtrieb von der Unteren Firstalm – eine oberbayerische Tradition und ein einzigartiges Erlebnis

Ich durfte dabei sein beim Schmücken der Tiere, dem Almabtrieb und der wunderbaren Schweinsbraten-Mahlzeit von der Agnes zum Abschluss …

Für mich war‘s ein unglaublich schönes Erlebnis, vor allem, weil ich Kühe mit ihrer kindlichen Neugier sowieso ins Herz geschlossen habe.

Der Markhauser-Opa, der Sepp, bringt mich am Samstag um 8:00 Uhr zusammen mit den Kindern nach oben zur Unteren Firstalm im Spitzinggebiet in den Bayerischen Voralpen. Dort ist das Jungvieh bereits im Stall und wird von vielen fleißigen Helfern gewaschen, gestriegelt und mit Buschen, Krone, Kreuzen, Fotzen- und Stirnkranzl geschmückt. Nicht zu vergessen die wunderschönen glänzenden Glocken, welche die Kühe nur für diesen besonderen Tag umgehängt bekommen. Es herrscht eine fröhliche Stimmung, alle lachen viel. Das merken die Tiere anscheinend, weil sie sich ohne viel Aufhebens schmücken lassen und dabei erstaunlich ruhig bleiben.

Aber als es dann ins Freie geht und das Jungvieh erst mal ein paar Runden dreht, bevor der Zaun geöffnet wird, merkt man die Kraft und Ausgelassenheit der Tiere. Ich habe mich ein paar Meter weiter unten auf dem Weg postiert, um Fotos zu machen, und muss aufpassen, rechtzeitig aus dem Weg zu springen, so schnell kommen die Kühe auf mich zu und sind auch schon an mir vorbei … downhill run of the cows … lieber Himmel, sind die rasant unterwegs auf ihrem Weg ins Tal. Da wird den Erwachsenen und Kindern, welche die Kühe hüten und sie mit langen Stecken immer wieder zum Weg zurück dirigieren, einiges an Ausdauer abverlangt. Und auch die Tiere sind nassgeschwitzt, als sie unten im Tal ankommen. Auf dem Weg zum Heimatstall, dem Anderl-Bauernhof der Familie Markhauser, werden den Treibern immer wieder Stamperl angeboten, und viele Menschen säumen den Weg, um die wunderschön geschmückte Herde zu fotografieren. Es steckt eine ganze Menge Arbeit im Herstellen des Kopfschmuckes, und auch das Schmücken des Jungviehs und der Almabtrieb selbst sind wirklich anstrengend. Aber auch unglaublich aufregend und schön gleichzeitig! Alle sind bester Laune und helfen zusammen. Die Kuhglocken klingeln so laut, dass man sich nur durch Schreien verständigen kann. So hört man die Herde schon lange, bevor man sie sieht. Auf der Weide vor dem Stall angekommen, freuen sich die Tiere über das saftige Gras, machen Luftsprünge und liefern sich kleine Rangeleien. Von Müdigkeit über den langen Marsch sieht man hier keine Spur. Erst nach dem Abschmücken nutzen die Kühe die Weide zum Grasen und Ausruhen. Und für die kleinen und großen Treiber gibt‘s eine heiße Suppe und einen herzhaften Schweinsbraten mit Nudeln und Bratkartoffeln.

 

 

Für mich war‘s ein toller Tag. Schön, mitzuerleben, wie die Sophie neben den Tieren ging und sie immer wieder mit der Hand tätschelte und ermunterte. Oder Domenikus, der in diesem Jahr schon mehrere Almabtriebe als Hütebua begleitet hat und mit Begeisterung dabei war. Vielen Dank an Hartl mit Familie, dass ich diesen Tag gemeinsam mit ihnen verbringen durfte. Und ein Riesenlob an Anna-Lena, die herzliche Almerin, welche die Tiere vier Monate lang versorgt und nun sicher ins Tal geführt hat!

 

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Aufbuschen auf der Unteren Firstalm – und vom Leben einer Sennerin

Bei meiner Ankunft auf der Unteren Firstalm werde ich von Anna-Lena, der jungen Sennerin, begrüßt. Sie ist von Beruf her eigentlich Schreinerin, kommt ursprünglich aus einer Landwirtschaft vom Irschenberg und hat diesen Sommer mit 56 Jungviechern, 2 Stuten und einem Fohlen, 24 Schafen, 2 Schweinen, 3 Hühnern und einem Gockel auf der Alm verbracht. Es war schon immer ihr Traum Almerin zu sein, erzählt sie mir, den sie sich durch eine Freistellung von der Arbeit heuer verwirklichen konnte. Besonders gereizt hat sie der enge Kontakt mit den Tieren, mal raus aus dem Alltag zu kommen und in der Natur zu sein.

So ein Sennerinnen-Leben ist gar nicht so leicht, erfahre ich. Ihr Arbeitstag ist angefüllt mit:

Im Stall die kleinen Kälber füttern und waschen.

Die Säue versorgen.

Nach den Kälbern auf der Weide schauen, ob alle gesund und ruhig sind.

Im schweren Rucksack Mineralfutter und Salz sowie Flickzeug für die Zäune mit sich führen.

Zäune kontrollieren und ausbessern.

Tränken säubern und vieles mehr.

Seit Mitte August bindet Anna-Lena außerdem Papierröschen zum Schmücken der Buschen für den Almabtrieb.

Außerdem hat sie in den letzten 14 Tagen Almrausch gepflückt und gebunden.

Auch die Buschen zum Schmücken der Tiere hat sie gebunden und mit bunten Reserln (dt. Röschen) geschmückt.

Zu ihren schönsten Erlebnissen gehören die Geburten der 7 Lamperl (dt. Lämmer). Aber Anna-Lena wurde auch vom Schafbock umgeworfen, ein Jungvieh hatte sich vertreten, ein Kalb hatte eine Kolik und der Gockel wurde böse von einem frei laufenden Hund gebissen. „Die Hunde sind tatsächlich ein Problem“, erzählt mir die Sennerin, bzw. eher die Hundehalter, welche die Tiere nicht anleinen und es dadurch immer wieder zu einer Jagd auf Schafe und Hühner kommt.

Die Kälber kennen einen mit der Zeit, erfahre ich. „Angst muss man nicht vor den Tieren haben, aber Respekt sollte man schon haben“, sagt die Almerin.

Sie musste sich erst daran gewöhnen sich allein zum Essen zu setzen, erzählt sie mir. Aber wenn dann am Abend die Ruhe auf der Alm einkehrt, die Wanderer wieder im Tal sind und man besonders im August noch lange draußen sitzen bleiben kann, ist es ein Traum.

Für den Almabtrieb werden die Kühe mit Buschen, Kreuzen, einer Krone, Stirnkranzl sowie sogenannten Fotzenkranzl, welche um Maul und Hörner drapiert werden, geschmückt. 40 Blumen werden etwa pro Buschen benötigt. Außerdem kommen hier die wunderschönen Glocken zum Einsatz, welche zum Teil seit Generationen in der Familie weitergegeben werden. Hartl Markhauser, welcher die Alm bewirtschaftet, zeigt mir die Glocken, welche er und sein Vater zu ihrer Hochzeit und besonderen Geburtstagen geschenkt bekommen haben. Er sitzt neben mir auf der Bank und poliert sie, damit sie am kommenden Samstag wunderschön glänzen. Im normalen Almbetrieb tragen die Kühe übrigens kleine Glocken, welche den Sinn haben, sie wiederzufinden, falls sie sich verirrt haben. Die großen Glocken sind dem Almabtrieb vorbehalten. „Die Kühe stehen übrigens auf ihre „Alltags“-Glocken und verteidigen sie sogar“, verrät mir Hartl.

 

 

Morgen (30. September 2017) findet der Almabtrieb von der Unteren Firstalm über die alte Spitzingseestraße bis nach Fischhausen zum Anderl-Bauernhof der Familie Markhauser statt. 7-8 Erwachsene und 5-6 Kinder sind daran beteiligt. Besonders die Kinder sind schon ganz aufgeregt und freuen sich darauf. Je nach Dauer des Schmückens geht es kurz vor 11 Uhr los mit dem Abtrieb ins Tal und damit dem Einläuten der Herbstsaison.

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Autumn Traditions and Time Travel – part 2

I met Hartl once more at his breathtaking lake side farm early in the morning while the dew was still glistening on the grass and the fog was beginning to lift revealing the mountains once more. After our long jeep ride up the mountain passing several groups of hikers heading up Bodenschneid in this perfect wandering weather.

We arrived at the Alm early that Sunday morning and Anna and the other Hirteren (herders), Sennerin and farmers were calmly preparing the cows for their festive procession down the mountain, through the town and back to the farm. It is rather amazing how calm the cows remain even once they have received their large ceremonial bells and the head pieces. The calmness is attributed to the care and calmness of the Sennerin and her many helpers. If the humans remain calm, the animals follow suit…for the most part. They are animals after all and can be very unpredictable. Like humans each animal has it’s own distinct character.

Looking timelessly beautiful in her Trachten (traditional clothing), hair braided in the traditional way and decorated with Edelweiss. It was very obvious Anna was leading this show and with pride, as she should be. Very few famers in our region had a successful season this summer due to extreme weather. Once all the selected cows received their decorations, and everything was put just right, Anna began to lead them home. Of course the cows had ideas of their own and ran in different directions but through the skill of Anna and her many helpers the cows were once again quickly organized and down the mountain, through the forest they went.

Their journey took the group along ancient wandering forest paths of which I can only imagine hundreds of years of farmers traveled before. For over two hours they negotiated these mountain paths cheered on by the many hikers and cyclists they passed until they reached the edge of Schliersee and we on the homestretch to the picturesque farm in Hausham.

Once everyone had entered the farm and the cows were brought once again into their lush green pastures the business of deftly removing the decorations began. They are removed quickly and with care even if the cows seem to have difficulty giving up the pretty decorations. Part of the history of Almabtrieb as being a way to give thanks for a successful season but also it is important to hang the decorated bushes, head pieces, on the outside of the stalls to continue to bring the herd good luck.

The Baurernhof or farmhouse was situated with the mountains in the distance and was truly spectacular. Hartl and I were given the great honor to join the family and all the helpers in a magnificent meal on the sun soaked terrace surrounded by the delicious scent of warm vine tomatoes ripening. For this time traveling wanderer it was a life long dream.

If you would like to visit Rainer-Alm
http://www.bergwandern-für-senioren.de/huetten/index.php?gebiet=2&huette=213

For a wonderful farm house vacation or amazing cabin in ski season:
http://anderlbauer.schliersee.de/unser_hof/unser_hof.php

 

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).

 

 

Autumn Traditions and Time Travel – part 1

We met at dusk on the evening of our first meeting.  Leonhard “Hartl” Markhauser of Fischhausen, a local farmer, and his father Joseph “Sepp” Markhauser kindly collected me and then drove through the dark foggy forest to meet Anna Deutschenbaur the Sennerin, herder and cheese maker for the Rainer-Alm. Anna met us at the door of her cozy wooden cabin on that chilly night and welcomed us inside. The smoky scent of a fire burning in the ancient wood stove coupled with gentle clanging of bells from the cow stirring sleepily in the stall attached to rear of the cabin was entrancing. After a quick tour we settled down to begin learning about each other and how to make the paper decorations that are affixed to the individual head pieces (Buschen), which the lead cow wears when returning to the valley.

The 23-year-old Anna, caregiver by trade, has been able for the past 2 years to take a 4 month break in the summer to perform her role as the Sennerin for Rainer-Alm. Rainer-Alm is located 1240m above Neuhaus and Fischhausen. Her Alm Hütte or mountain cabin has no electricity, no TV and no Internet. She is kept busy with making her many varieties of delicious cheeses and butter with only a radio and her 2 young frisky cats as company. We were blessed to enjoy a platter or Brotzeit of these beautiful cheeses as well as some local smoked pork. I have to admit her dry aged mozzarella with herbs was a favorite as well as her chili spiced Alm cheese.

On our second meeting Hartl and I once again hopped into the jeep and drove up the mountain this time stopping along the way near the top.  From there we rambled up a washboard side of a hilltop pasture to gather Almrausch a very important plant for the Almabtrieb tradition. The Almrausch or Alpine Rose is used in bunches to decorate many head pieces and also to cover the leather straps on the harnesses which hold the head pieces . This plant is a variety of rhododendron and it is approximately a three inch sprig of new growth which is picked and when perfect will have a rich green color. It can also have a  slight reddish blush and resembles a rose bud pattern.
Proudly armed with our bags of Almrausch, the result of 2 hours of picking while gazing way down the mountain on our picturesque Leonhardi Chapel, as it was aglow with the setting sun, we returned once more to Rainer Alm. On this visit we selected the best of the Almrausch and gathered them in bunches for Anna to affix on a rope the circumference of the belly of her lead cow. While our hands were busy we chatted away about the local traditions, the state of affairs with the other farmers and their herds and of course…the shocking price of beer at Oktoberfest.

Upon leaving the ever gracious Anna and the Hartl who I now call my time traveling guide, we finalized our plans for Sunday when we would meet for a final time as Anna leads her herd of 2 milking cows and about 20 young bulls back to the valley and to their home farm in Hausham.

If you would like to visit Rainer-Alm
http://www.bergwandern-für-senioren.de/huetten/index.php?gebiet=2&huette=213

For a wonderful farm house vacation or amazing cabin in ski season:
http://anderlbauer.schliersee.de/unser_hof/unser_hof.php

 

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).