Warten aufs Christkind

Schnell noch die letzten Geschenke verpacken, das Weihnachtsessen vorbereiten, die Steuererklärung machen, zum Friseur gehen … die einst so „staade Zeit“ ist hektisch geworden heutzutage. Da bleibt oft kaum Zeit, die Vorfreude auf die Feiertage zu genießen. Aus diesem Grund habe ich in meinem Geschichtenarchiv gekramt und drei Adventsgeschichten gefunden, mit denen ich Ihnen das „Warten aufs Christkind“ a bisserl versüßen und ein paar Minuten zum Zuhören und einfach nur Entspannen schenken möchte.

Viel Vergnügen!

 

 

 

 

Herzlichen Dank an Toni Lauerer für die Geschichte „Apfent, Apfent, der Bärwurz brennt!“ aus seinem Buch „I glaub i spinn“.

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

Bastelspaß am Heiligen Abend ‒ Der Schlierseer Weihnachtsstern

Ja is denn scho wieder Weihnachten? Allerdings. Und zwar wie jedes Jahr am 24. Dezember. Besonders die Kinder können es bis zum Heiligen Abend kaum noch erwarten. Aber weil Mamas, Papas, Omas, Opas, Tanten, Onkel und alle anderen Weihnachtsorganisatoren meistens ausgerechnet am Tag der Tage mit allen möglichen Vorbereitungen beschäftigt sind und daher keine Zeit für die Bedürfnisse ihrer aufgeregten Sprösslinge haben, wäre eine Bespaßung am Samstagmorgen eigentlich genau das Richtige.

Der folgende Vorschlag soll helfen, die Kinder zumindest für ein paar Stunden zu beschäftigen und sie von ihrer allzu großen Weihnachtsvorfreude ein wenig abzulenken: Wir basteln einen Schlierseer Weihnachtsstern aus Papier!

So ein Stern ist auch für kleinere Kinder relativ leicht zu machen und könnte sogar noch als kurzfristiges Geschenk, das auch noch selbstgemacht ist, unter dem Christbaum liegen.

Diese Utensilien braucht man:

7 handelsübliche Butterbrottüten aus weißem Papier
1 Schere
1 Papierklebestift

Bastelanleitung

Zuerst nimmt man eine der sieben Tüten und faltet sie einmal der Länge nach in der Mitte zusammen. Danach werden die beiden oberen Ecken – da, wo sich die Öffnung der Tüte befindet – möglichst genau zum Knick hin gefaltet. Das Ganze sollte dann aussehen wie eine Papiertüte mit Dach. Diese Tüte wird erstmal beiseitegelegt.

Mit dem Klebestift bestreicht man nun die restlichen sechs Tüten an der Stelle, wo das Papier vom Hersteller längs zusammengeklebt wurde. Also einmal senkrecht nach unten. Kleber kommt ebenfalls auf den unteren Querrand der zusammengefalteten Tüte. Man bestreicht die Tüten also in Form eines auf dem Kopf stehenden „T“. Diese Prozedur macht man mit allen sechs Tüten und klebt sie Stück für Stück aufeinander. Als Letztes ist die Tüte mit den eingeknickten Ecken dran.

Wenn man alles richtig gemacht hat, kleben nun sieben Tüten aufeinander, die oberste davon hat eingeknickte Ecken. Nach diesem Muster werden nun die Ecken aller Tüten geknickt und anschließend mit der Schere abgeschnitten. Als Nächstes kann man die Tüten vorsichtig auseinanderfalten. Jetzt ist der Stern schon fast fertig. Zum Schluss muss man nur noch die beiden unteren Enden zusammenkleben. Als Aufhänger kann beispielsweise eine durchsichtige Schnur aus Silikon oder Nylon dienen. Diese sind in jedem Bastelgeschäft erhältlich.

Wer mag, kann den Stern natürlich noch mit Glitzerspray verschönern. Hübsch sieht es auch aus, wenn man die Tüten vor dem Zusammenkleben bemalt oder verziert.

Dieser Basteltipp ist leicht nachzumachen. Das Ergebnis ist ein bauschiger Stern, der richtig was hermacht!

Viel Spaß dabei!

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

Kommt die Weihnachtsgurke zurück nach Schliersee?

„Süßer die Gurkal nie klingen, als zu der Weihnachtszeit …“

Nein, Essiggurken gehören nicht an den Weihnachtsbaum. Viele Amerikaner würden dagegenhalten. „Jeder Deutsche hat eine Essiggurke am Weihnachtsbaum – das ist deutsche Tradition!“

Tatsächlich handelt es sich in den letzten Jahren um eine Art „Traditions-Re-Import“. Man findet die kleine Gurke inzwischen auf den meisten Christkindlmärkten. Es gibt ja auch Telefonzellen, Flamingos oder Donuts im Sortiment – aber die Gurke ist echtes Brauchtum. Forscht man etwas nach, findet man schnell heraus, dass die Weihnachtsgurke sogar aus Bayern kommt. Schon um 1900 soll es eine Urform gegeben haben.

Heute wird die grüne Gurke in Amerika an den Weihnachtsbaum zwischen den Zweigen versteckt, und derjenige in der Familie, der sie als Erstes entdeckt, darf das erste Geschenk öffnen oder erhält ein zusätzliches Geschenk.

Aber kennt diesen Brauch auch jemand hier in Schliersee?

Ich habe auf dem Christkindlmarkt „Romantische Weihnacht beim Terofal“ nachgefragt:

Margot (75) schaut mich entsetzt an: „Ich will gar keine – weder eine Wurst noch eine Gurke! Doch nicht zu Weihnachten.“ Zwei Mädels, die gerade ihre Gulaschsuppe löffeln, schauen mich mit großen Augen an: „Nein, davon haben wir noch nie gehört!“ Franz (42), in der Schlange für eine Grillfleischsemmel, lacht, als er die Gurke anschaut: „Eine Gurke an den Weihnachtsbaum? Nein, bestimmt nicht.“ Überall stoße ich auf völlige Unverständnis. Also bei uns in Schliersee ist das sicher noch keine gängige Tradition.

Wahrscheinlich war es doch mehr ein Werbegag der Christbaumkugelexporteure, damals, Anfang 1900, beim Versuch, den Amerikanern die Gurke als Christbaumschmuck schmackhaft zu machen. Die Tatsache, dass es sie schon so lange gibt, macht sie automatisch zum Kult. Und egal, wo sie nun herkommt, der Grundgedanke, sich nicht gleich auf die Geschenke zu stürzen, nochmal innezuhalten, den wunderschönen Baum zu bewundern und die Gurke zu suchen, hört sich für mich sehr schön an.

Vielleicht sollten wir einfach mal ein „Essig-Gurkal“ an unseren Weihnachtsbaum hängen – nett schauen sie ja aus, und Glück bringen sollen sie auch noch. Frohe Weihnachten.

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Wellness-Erlebnis im monte mare in Schliersee

Was tun an einem kühlen Wintertag, wenn die Nebel sich über dem See verdichten?

Ich gönne mir sechs Stunden Wellness für Körper und Seele. Ein unglaublich schönes und absolut entspannendes Erlebnis ganz im Sinne der Achtsamkeit für sich selbst.

„Achtsamkeit zu üben, bedeutet, zum Leben im gegenwärtigen Augenblick zurückzukehren.“ (Thich Nhat Hanh)

Das monte mare in Schliersee ist in der Vitalwelt direkt im Kurpark am See zu finden. Sowohl von der Vitaltherme als auch von der Saunawelt aus hat man einen herrlichen Ausblick auf das hinter dem Schliersee liegende Bergpanorama. Heute ziehen Nebel auf, was die Natur mystisch erscheinen lässt.

Ein angenehmer Duft nach Eukalyptus und Ayurveda-Räucherstäbchen empfängt mich, und ich werde von einer sehr herzlichen Mitarbeiterin zu meiner ersten Anwendung, dem Rasulbad, gebracht. Nach fünf Minuten im Dampfbad wird mir der Rücken mit braunroter Heilerde mit kreisenden Bewegungen eingerieben. In einer Schale erhalte ich Heilerde in vier verschiedenen Farben und versuche, mir zu merken, mit welcher Farbe ich welchen Körperteil einreiben soll. Die Erde wird weich, je feuchter die Haut ist, und spätestens nachdem ich das Meersalz darüber verteilt habe, vermischen sich die Farben, und ich sehe aus wie dem Schlamm entsprungen. Egal, es ist herrlich! Rotes, blaues und gelbes Licht mit gleichfarbigem Sternenhimmel wechseln sich im Dampfbad ab, und nach einiger Zeit kommt ein kühlwarmer Regenschauer von oben, der mich wieder sauberwäscht. Im Ruheraum warten schon eine dicke flauschige Decke und ein Rooibos-Karamell-Tee. Ich habe mir etwas zum Lesen mitgebracht und genieße zwischen Grünpflanzen und Orchideen die Ruhe vor der Massage um 12:00 Uhr.

Bei der Lomi-Lomi-Massage werde ich mit sanften Bewegungen in die Entspannung „geschaukelt“. Während ich fremdartigen Klängen mit Männer- und Frauenchören lausche, erhalte ich mit Kokosöl eine Kopf- und Teilkörpermassage. Meine Gelenke werden gedehnt, und an meinen Fingern wird gezogen … Ich wusste gar nicht, dass meine Arme soooo lang sind … Ein Lemon-Myrte-Tee im Ruheraum rundet das Wohlfühlgefühl ab.

Im Restaurant der Saunawelt gibt‘s heute u. a. Spinatknödel ‒ eine meiner Lieblingsspeisen. Gemütlich ist‘s hier zwischen mit Weihnachtskugeln und roten Schleifen geschmückten Grünpflanzen. Schlierenwolken und ein diffuses Licht lassen die Bergkulisse vor den Fenstern unwirklich erscheinen.

Nach einem wunderbaren und genauso heißen Aufguss mit Kaktus-Feigen-Salz gehe ich nach draußen, um mich auf der weitläufigen Terrasse abzukühlen. Ich schaue nach unten auf den Kurpark und den Bootsverleih mit Anlegestelle. Weiße Schwäne kreisen auf dem Wasser. Was für ein idyllisches Fleckchen Erde ist das hier …

Neben der Kelo-Sauna gibt es im Außenbereich ein Becken mit Massageliegen und integriertem Whirlpool. Körperoberflächenwarmes Wasser beschert mir das Gefühl der Schwerelosigkeit.

Um den Tag abzurunden, gönne ich mir ein Verwöhnbad: Ziegenmilch mit Rosenduft. Als ich den Raum betrete, erwartet mich eine große ovale Wanne mit einem milchigen Wasser, auf dem unzählige Rosenblütenblätter schwimmen. Ein Glas Prosecco steht am Beckenrand. Umringt von einem Kreis aus neun brennenden Kerzen und eingehüllt in Piano-Klangwelten, schwebe ich im warmen Wasser … Schade, dass es nach 30 Minuten schon vorbei ist.

Es war ein großartiger Tag und ein absolutes Wohlfühlerlebnis für alle Sinne! Die beste Entscheidung für einen kühlen Wintertag.

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

 

Schlierseer Eier(-Schoko-)likör

Schlierseer Eier(-Schoko-)likör –

ein gschmackiges Weihnachtsmitbringsel zum Selbermachen

Jedes Jahr aufs Neue die leidige Suche nach einem passenden und möglichst ganz besonderen Weihnachtsgeschenk.

In den sozialen Netzwerken wird momentan viel darüber geschrieben, was das wertvollste Geschenk sei: Zeit zu schenken! Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen, meine Zeit an die mir liebsten Menschen zu verschenken. Und anfangen will ich mit etwas Selbstgemachtem, was mich natürlich auch Zeit kostet … Aber ich bin sicher, dass ich damit den einen oder anderen meiner Verwandten und Freunde erfreuen kann.

Von meiner Mama habe ich noch ein altes Rezept für die Herstellung eines wirklich guadn Eierlikörs. Es ist einfach, geht relativ schnell und schmeckt tausendmal besser als jeder gekaufte Likör.

Was man dazu benötigt:

6 Eigelbe von glücklichen Hühnern
250 g Puderzucker
160 ml Kondensmilch (10 % Fett)
500 ml Doppelkorn

  • Als Erstes muss der Puderzucker gesiebt werden, damit er schön locker flockig ist.
  • Wer es schokoladig mag, der rührt 5-6 Esslöffel gesiebtes Kakaopulver dazu.
  • Dann wird der Puderzucker (mit dem Kakaopulver) zusammen mit den sechs Eigelben mit dem Rührgerät dickschaumig geschlagen.
  • Nun wird die Kondensmilch langsam dazugegeben, und am Schluss kommt der Alkohol dazu.
  • Mithilfe eines Trichters wird der fertige Likör in Flaschen gefüllt und verkorkt. Außergewöhnliche Flaschen kann man entweder übers Internet bestellen, oder man sucht sie sich auf Flohmärkten.
  • Damit der Likör dickflüssiger wird, sollte man ihn ein paar Tage stehen lassen.
  • Durch das Rühren sind Luftblasen entstanden, die sich nach und nach auflösen und den Flascheninhalt scheinbar schrumpfen lassen. Ich fülle die Flasche zwei- bis dreimal mit Likör nach, damit ich zum Verschenken eine volle Flasche habe.

Jetzt noch eine schöne Schleife um den Flaschenhals gebunden, und schon ist das Weihnachtsmitbringsel fertig.

Lasst Euch den Likör schmecken! Auf Euch und eine erholsame Adventszeit mit ganz viel Zeit für alle, die Euch wichtig sind!

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

240 Tage Skifahren

Neue Alpen Plus Gletscher Card

Auch dem Winter geht leider immer häufiger die Luft aus ‒ ab und zu macht er zum Bedauern vieler Wintersportler schlichtweg Pause. Viele Wintersportorte kennen diese lästige Problematik, und fast alle ‒ und somit auch der Markt Schliersee bzw. die Betreibergesellschaft „Alpenbahnen Spitzingsee GmbH“ ‒ haben sich in den vergangenen Jahren dazu entschlossen, an ihren Pisten Anlagen zur künstlichen Beschneiung zu installieren. Sie helfen, den Skibetrieb auch im Zeitalter fortschreitender Klimaerwärmung bestmöglich aufrechtzuerhalten. Doch so mancher langjährige Wintersportfan – ganz gleich ob Skifahrer oder Snowboarder – sieht diese künstliche Beschneiung eher kritisch bis distanziert. Insbesondere dann, wenn in tiefergelegenen Regionen zu den ausbleibenden Niederschlägen auch noch Temperaturen weit über dem Gefrierpunkt jeglichen Wintersportbetrieb unmöglich machen. Sehr viel lieber würde man in erheblich höher gelegenen und damit schneesicheren Skigebieten unterwegs sein.

Der Markt Schliersee mit seinen zahlreichen Partnern im Bergbahnenverbund „Alpen Plus“ hat nun dem Anliegen sehr vieler engagierter Wintersportler Rechnung getragen: Seit Anfang Oktober 2016 gibt es zusätzlich zum bisherigen Saisonskipass Alpen Plus die neue Alpen Plus Gletscher Card, in die zu den bisherigen acht Pistengebieten nun auch die Region „Stubaier Gletscher“ am Ende des Stubaitals oberhalb Innsbruck als neunter Verbundpartner integriert wurde. Die seit über 40 Jahren beliebte und mit über 200 Hektar präparierten Pisten besonders weiträumige und in den oberen Bereichen vergletscherte Region bis fast 3.200 Meter Höhe verfügt über insgesamt 26 Liftanlagen und gewährleistet Schneesicherheit und hochalpin ausgerichtete Winterfaszination über 240 Tage von Anfang Oktober bis 31. Mai. Man kann somit die nicht allzu lange Wintersportsaison der bisherigen Alpen-Plus-Skigebiete um viele zusätzliche Wochen Wintersportvergnügen verlängern.

Die neue Alpen Plus Gletscher Card ist vom 01. Oktober 2016 bis zum 31. Mai 2017 gültig und erlaubt somit acht Monate oder 240 Tage Skigenuss pur. Sie kostet für Erwachsene ab 19 Jahre 550,- Euro, für Jugendliche (16–18 Jahre) sowie Rentner ab 65 Jahre 470,- Euro. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre zahlen 270,- Euro. Für Familien gelten andere, erheblich günstigere Tarife. Die neue Alpen Plus Gletscher Card ist sowohl online (http://www.alpenplusgletscher.com), in einigen Sportgeschäften im Landkreis als auch an den Kassen und Verkaufsstellen der Partnergemeinden und somit auch in der Gäste-Information Schliersee, Perfallstraße 4, 83727 Schliersee, Tel.: 08026 / 6065-0, (http://www.schliersee.de) erhältlich. Weitere Informationen unter http://www.alpenplusgletscher.com oder http://www.alpenplus.com.

Die neue Alpen Plus Gletscher Card hat in den nachfolgenden Wintersportregionen Gültigkeit:

 

 

Eckehard Radehose Eckehard Radehose

Eckehard Radehose In Schliersee zuhause, extrem berg- und reisesüchtig seit seinem 6. Lebensjahr. Dipl. Kartograph, Journalist und langjähriger Trekking- und Expeditionsleiter mit Vorliebe für besonders hohe Gipfelziele. An die 2.500 Gipfelbesteigungen weltweit und weit über 1.000 Skitouren. Mein bevorzugter Ort: Gipfel der Baumgartenschneid bei Sonnenuntergang mit einem Glas Rotwein.

 

 

Ur-Ur-Ur-Großmutters Weihnachtsplatzerl – Vanillekipferl und Agnesenplätzchen

Wenn ich früher in der Vorweihnachtszeit meine Oma besucht habe, hat‘s im ganzen Haus verführerisch nach Platzerl gerochen. Meine Oma und mein Opa hatten einen Bauernhof und haben ihr Mehl noch selbst gemahlen und ihre Butter im Butterfass gestampft. Dadurch hatten sie einige der Backzutaten bereits vorrätig ‒ und alles war reine Bio-Qualität, wie man heute so schön sagt.

Meine Oma hatte ein von Hand geschriebenes Rezeptbücherl, in welchem sie viele der Rezepte von ihrer Mutter und deren Mutter und so fort notiert hatte. Dieses wurde immer wieder überarbeitet und neue Rezepte hinzugefügt. Es wird in unserer Familie von Mutter zu Tochter weitergereicht, und so ist‘s auch bei mir gelandet.

Ganz im Sinne von Karin Heinrichs Gedicht über das Plätzchenbacken:

Oh, wie lieb ich die Gerüche
aus der warmen Weihnachtsküche!
Zieht der süße Duft hinaus,
riecht man ihn im ganzen Haus …

lade ich Euch heute ein, gemeinsam mit mir zwei der einfachen, aber köstlichen Plätzchensorten zu backen.

 

Vanillekipferl

560 g Mehl
250 g Butter
70 g Fett (vom Schwein oder auch pflanzlich)
140 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
100 g Mandeln oder andere Nüsse (ich nehme 50 g Mandeln und 50 g Walnüsse)
etwas Milch zum Binden

Alle Zutaten miteinander vermengen und gut durchkneten. Die Milch wird nach Bedarf zugegeben. Aber Vorsicht, nicht zu viel davon. Der Teig soll griffig und nicht dünnflüssig sein. Damit er besser zu verarbeiten ist, sollte er mind. 1 Stunde in Folie gewickelt in den Kühlschrank gelegt werden. In der Zwischenzeit 100 g Zucker und 4 Pck. Vanillezucker vermengen. Den Kipferlteig zu Rollen formen (ca. 4 cm Durchmesser) und 1 cm dicke Scheiben abschneiden. Aus diesen dann die Kipferl formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Vorsicht, dass die Spitzen nicht schlanker sind als die Mitte der Kipferl, da sie ansonsten beim Backen zu braun werden. Im Umluftherd bei 175 Grad so lange backen, bis sie anfangen zu bräunen (ca. 20 Min.). 3 Min. auskühlen lassen (nicht mehr, da die Puderzuckermischung sonst nicht haften bleibt!) und dann in der Puderzuckermischung drehen.

 

Agnesenplatzerl

140 g Puderzucker
280 g Butter
350 g Mehl
Marmelade
etwas Zitronensaft

Puderzucker, Butter und Mehl werden auf dem Backbrett abgebröselt und fein durchgeknetet. Der Teig wird nach dem Abkühlen im Kühlschrank federkieldick ausgerollt und Plätzchen ausgestochen. Diese etwas ruhen lassen und dann bei mäßiger Hitze (170 Grad) auf einem ungefetteten Blech hellgelb backen (mit Backpapier auslegen). In der Zwischenzeit (selbstgemachte) Marmelade (z. B. Pfirsich oder Aprikose) mit einem Schuss Zitronensaft glattrühren. Wenn die Platzerl ausgekühlt sind, werden sie mit der süßen Masse bestrichen und zu 2er- oder 3er- Terrassen zusammengeklebt. Die fertigen Platzerl werden am Schluss mit Puderzucker bestreut.

Viel Spaß beim Backen und an den großen Augen Eurer Lieben beim Verzehren!

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

„Nikolaustratzen“ in Schliersee

Ein rechter Lausbub muss er in seiner Kindheit schon gewesen sein, der Karl Wiedemann aus Schliersee. In seinem Buch „Nikolaustratzen“ hat er seine Kindheitserinnerungen niedergeschrieben.

Karl Wiedemann ist ein echtes Schlierseer „Gwachs“. Als Dritter von acht Geschwistern ist er mitten im historischen Ortskern aufgewachsen und heckte als kleiner Bub dort einige Streiche aus. In den kargen Nachkriegsjahren gab es kaum Spielzeug für die Kinder zu Weihnachten, geschweige denn elektronische Amusements. Die Familie stand im Vordergrund, und davon weiß Karl Wiedemann in seinem Buch anschaulich und unprätentiös zu berichten. Vor allem die Adventszeit war geprägt von Bräuchen und Riten, die heute zum Teil in Vergessenheit geraten sind. Damals trat der Nikolaus noch als Bischof und nicht als Weihnachtsmann auf und flößte den Kindern einen gehörigen Respekt ein. Doch wer ein rechter Lausbub war, der konnte der Verlockung, dem heiligen Mann einen Streich zu spielen, wenn sich die Gelegenheit bot, trotzdem nicht widerstehen.

Karl Wiedemann ist eine allseits bekannte Schlierseer Persönlichkeit. Viele Jahre lang trug er seine Geschichten mit großem Erfolg beim „Schlierseer Advent“ vor. Mittlerweile gastiert er zusammen mit seinen Schlierseer Hirtenkindern und einem von ihm jährlich verfassten und einstudierten Krippenspiel an renommierten Veranstaltungsorten in München wie der Blutenburg oder dem Löwenbräukeller. Zudem singt er seit vielen Jahren die Baritonstimme im bekannten „Schlierseer Viergesang“. Als Mitbegründer des Altschlierseer Trachtenvereins, Vorsitzender der „Vereinigung Historische Trachten in Altbayern“ und Präsidiumsmitglied des Münchner Festrings darf er jedes Jahr Ende September den großen Oktoberfest-Trachtenzug durch München mitgestalten.

Wer den umtriebigen Rentner und sein umfassendes Wissen über seine Heimatgemeinde Schliersee einmal kennenlernen möchte, hat dazu jede Woche bei einer historischen Führung durch den Ort Gelegenheit. Karl Wiedemann kennt jeden Steig und jedes Haus und weiß zahlreiche interessante Geschichten über seine Heimat zu erzählen.

Seit rund 20 Jahren lebt er zwar in Miesbach, doch im Herzen ist und bleibt er Schlierseer.

Das Buch „Nikolaustratzen ‒ Wie ein bayerischer Bub einst die Adventszeit erlebte“ ist illustriert mit eigenen Ölgemälden des Autors. Die Schlierseer Landschafts- und Ortsansichten machen das Buch zu etwas Besonderem. Erschienen ist es im Verlag von Dr. Alexander Bronisch, Con-Text, und unter anderem in der Schlierseer Buchhandlung „Bücher-Oase“ erhältlich.

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

Der „Wichtelpunsch“ aus Schliersee

Beim Hennererhof in Schliersee sind wieder die Wichtel unterwegs. Sie sollen in der Vorweihnachtszeit Freude in die Herzen der Menschen bringen. Und weil die Wichtel recht lebensfrohe kleine Gestalten sind, laben sie sich gerne am Schlierseer „Wichtelpunsch“ von Kräuterpädagogin Angelika Prem. Alle Zutaten dieses aromatischen Getränks sind hausgemacht und garantiert ohne künstliche Zusätze. Die kreative Wirtin des Hennererhofs hat bei der Kreation ihres Punsches auch bewusst auf den Zusatz von Alkohol verzichtet. Schließlich sollen auch die Kinder unbesorgt ein Haferl davon trinken dürfen.

Selbstgemachte Platzerl schmecken besonders gut zum „Wichtelpunsch“, und auch sonst findet man in dem urigen Bauernhof-Café so manche Zutat für fast vergessene Weihnachtsbräuche. Das Räuchern beispielsweise soll böse Geister vertreiben und positive Energie ins Haus bringen. Allerlei Kräuter aus dem Garten wurden dafür getrocknet. Auf einem Sieb über einer Feuerquelle beginnen sie zu glimmen und entfalten dabei ihren angenehmen Duft.

Am Wochenende vom 3. bis 4. Dezember 2016 lädt die Familie Prem zur stimmungsvollen „Woidweihnacht“ auf den Hennererhof ein. Spezialitäten aus der Kräuterküche werden ebenso angeboten wie ausgesuchtes Kunsthandwerk und weihnachtlicher Schmuck.

Den berühmten „Wichtelpunsch“ durfte ich vorab schon mal kosten:

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

Schlierseer Weihnachtszauber 2016

Liebe Schlierseer Weihnachtsmarkt Besucher,

auch in diesem Jahr lädt die Marktgemeinde Schliersee zum Schlierseer Weihnachtszauber vom 26. November bis 31. Dezember 2016 herzlich ein.

Genießen Sie unbeschwerte Stunden mit Freunden und der Familie auf einen der Schlierseer Weihnachtsmärkten. Hier finden Sie eine Übersicht über das Programm vom Schlierseer Weihnachtszauber 2016:

26.11. bis 27.11.2016 | Seeweihnacht im Kurpark Schliersee

03.12. bis 04.12.2016 | Woidweihnacht am Hennerer

09.12. bis 11.12.2016 | Historischer Weihnachtsmarkt im Markus Wasmeier Freilichtmuseum

17.12. bis 18.12.2016 | Romantische Weihnacht beim Terofal

Besonders darf ich Ihnen unsere Weihnachtsveranstaltungen im Schlierseer Bauerntheater empfehlen: Am Freitag, 16. Dezember 2016, freuen wir uns auf Günther Maria Halmer und sein Programm „Christabend „und die „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma im Schlierseer Bauerntheater. Am 26. Dezember 2016 erzählt die bekannte deutsche Volksschauspielerin Monika Baumgartner im Schlierseer Bauerntheater wunderschöne Weihnachtsgeschichten bei einem besinnlichen Weihnachtskonzert.

Auch zum Jahreswechsel ist in Schliersee einiges geboten, schauen Sie doch mal vorbei bei der Wintersonnwendfeier am 30. Dezember 2016 auf der Seewiese oder feiern Sie den Jahreswechsel bei einem spektakulären Feuerwerk am 31. Dezember 2016 im Schlierseer Kurpark.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit und freue mich auf Ihren Besuch beim Schlierseer Weihnachtszauber 2016.

Wenn Sie möchten informiere ich Sie einfach und bequem per E-Mail über unser Weihnachtszauber-Programm 2016.

Ihr Mathias Schrön

P.S. Weitere Informationen zum Schlierseer Weihnachtszauber finden Sie hier.

Mathias Schrön Mathias Schrön

C. Mathias Schrön, Dipl.-Betriebswirt, Vater von 4 Kindern, geb. am 12.03.1966 in Tegernsee. Aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Abitur am Gymnasium Miesbach. Abgeschlossenes Studium in BWL sowie in Politikwissenschaften in München. Während und nach dem Studium selbständige Tätigkeit hauptsächlich als Begleiter ausländischer Gäste der Bundesregierung im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei. Seit 15.03.2001 Kuramtsleiter beim Markt Schliersee. In der Freizeit engagierter Fußballtrainer im Jugend- und Seniorenbereich. Mitglied in diversen Vereinen. Freude am Reisen und Sport.