Das Schlierseer Spinnradl – Disco mit Kultstatus

Es ist Spätnachmittag ‒ die zahlreichen Tagesgäste sind längst unterwegs nach Hause. Am beliebten Spitzingsee kehrt wieder Ruhe ein. Doch wenige Stunden später erweckt eine lange angesiedelte Einrichtung in der Talstation der Taubensteinbahn den kleinen Schlierseer Ortsteil wieder zum Leben: das Schlierseer Spinnradl ‒ eine außergewöhnliche Diskothek mit Kultstatus (http://www.neues-spinnradl.de).

Was macht das Spinnradl im Bayerischen Oberland zu einem „Party-Hotspot“? Ist es die besondere Atmosphäre oder gar die vermeintlich höchstgelegene Diskothek Deutschlands zu sein, sind es die zur Verfügung stehenden zahlreichen kostenlosen Parkplätze, ist es die traumhafte Kulisse über dem Spitzingsee, die bodenständige und familiär ausgerichtete Betreibergesellschaft, der jeweilige DJ mit seinem Musikstil, das sehr positiv bewertete Preis-Leistungs-Verhältnis der angebotenen Cocktails oder Drinks oder die almhüttenähnliche und deswegen urige und sehr gemütlich wirkende Einrichtung?

Vermutlich sind alle Faktoren zusammen ausschlaggebend für den hohen Beliebtheitsgrad und den Kultstatus des traditionsreichen Spinnradls ‒ genau genommen des „Neuen Spinnradls“, quasi ein „Räderwerk“ der zweiten Generation. Die ursprüngliche Tanzbar befand sich seit 1968 bis zum Jahr 2004 im Zentrum vom kleinen Schlierseer Ortsteil Spitzingsee, dann wurde sie mit den Jahren zu klein, und man fand in der Talstation der Kabinenbahn auf den Taubenstein erheblich größere Räumlichkeiten. (Das frühere „Alte Spinnradl“ wird mittlerweile als „Spitzingbar“ im Untergeschoss des Hotels Gundl Alm weitergeführt.)

Im Neuen Spinnradl lässt sich – völlig anders als im Tal von Schlierach und Leitzach ‒ die Nacht zum Tag machen. Nicht selten werden Schlierseer Geburtstagsfeten oder „Junggesellen- oder Junggesellinnenabschiede“ kurzerhand ins Spinnradl verlegt. Das gesamte Ambiente offeriert eine besondere Beziehung zum alpenländischen Brauchtum. Zahlreiche großformatige Schwarzweißfotografien mit Motiven aus den umliegenden Bergen zeigen ‒ angestrahlt durch Spots mit wechselnden Farben – eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne. Es gibt nicht wenige junge Schlierseer, deren Eltern und gar Großeltern bereits Stammgäste im Spinnradl sind oder waren. Die Besucher sind „durchmischt“. An den drei Bars treffen sich Einheimische aus Schliersee und dem Bayerischen Oberland ebenso wie „Zuagroasde“ (hochdeutsch: Zugezogene, Fremde), Münchner „Schickimickis“ ebenso wie norddeutsche Bergwanderer oder Wintersportler aus Oldenburg oder Bremerhaven. Apropos Verständigung: Sie ist schwierig, intensive oder gar gewichtige Gespräche sind so gut wie ausgeschlossen und nur zeichensprachlich möglich. Bayernferne Spinnradl-Besucher werden sowohl an der bayerischen Mundart vieler Einheimischer wie auch an der Lautstärke der Musik definitiv scheitern. Dafür hat man ganz andere Möglichkeiten, seine Fähigkeiten zu entfalten. Nämlich jene, die Kondition für bevorstehende sportliche Herausforderungen oder auch die Alkoholverträglichkeiten spürbar zu verbessern. Mit etwa 700 Gästen ist die Kapazitätsgrenze der Disco und der umliegenden Parkplätze endgültig erreicht, und dann wird‘s drinnen kuschelig eng. Es empfiehlt sich an der Außenbar gelegentlich eine Prise frische Bergluft, eine Zigarettenpause oder eine Stärkung in Form eines Snacks mit delikaten Burgern, Grillwürsteln oder Pizzas im teilweise überdachten Eingangsbereich.

Der überregionale Bekanntheitsgrad des Spinnradls ist für Insider schlichtweg beeindruckend. Das Einzugsgebiet ist riesig ‒ sogar bis aus Salzburg oder aus dem gesamten Ballungsraum München kommen die Gäste. Nicht selten fahren private Busunternehmen die zahlreichen Partygäste abends zum Spinnradl und zu fortgeschrittener Stunde wieder sicher zurück nach Hause. Um 3.00 Uhr wird die Musik endgültig abgedreht …

Das Neue Spinnradl im Überblick

Charakter und Besonderheiten: überregionale Disco bzw. Club mit Kultstatus, langer Tradition und sehr hohem Bekanntheitsgrad. Vermeintlich höchstgelegene Disco Deutschlands!

Adresse: 83727 Schliersee-Spitzingsee, Spitzingstraße 12 (in der Taubensteinbahn-Talstation)

Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet, jedoch nur donnerstags, freitags und samstags von 21.00 Uhr bis 03.00 Uhr

Einlasskontrolle (Türsteher): ja

Eintritt: keiner

Musikstil: wechselnd, gut durchmischt

DJ: ja, wechselnde DJs

Lautstärkepegel: laut

Livemusik: nein

Spezialität: „Spinnradl Spezial“ (ein beliebter Cocktail mit Geheimrezept!)

Speisen: verschiedene Burger, Grillwürstel, Pizzas

Außenbereich: überdachter Außenbereich vorhanden

Alter der Gäste: etwa 20-25 Jahre, auffallend viele Stammgäste

Parkplätze: sind ausreichend vorhanden

Kontakt: Telefon: 08026/977939, info@neues-spinnradl.de, http://www.neues-spinnradl.de

Beste Jahreszeit: Spätherbst und Winterhalbjahr, deutlich spürbar nach dem Ende des Münchner Oktoberfestes. Gegenwärtig sind auch während der Sommermonate steigende Besucherzahlen zu verzeichnen.

Outfit: leger, besonderes „Aufbrezeln“ ist nicht zwingend notwendig

Fremdenverkehrsamt: Gäste-Information Schliersee, Perfallstraße 4, 83727 Schliersee, Telefon: 08026/6065-0 (http://www.schliersee.de)

 

[tourim-redakteur]

 

 

Buchtipps: Schliersee fürs Sofa

Susanne Rößners Roman „Nur einen Sommer lang“ spielt am Schliersee und in seiner Umgebung.

Laura lebt in Berlin und ist dort recht glücklich. Aber dann passiert etwas, das ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt: Die junge Frau erhält einen Brief von einer Anwaltskanzlei und erfährt von einer überraschenden Erbschaft. Dafür soll sie jedoch für ein halbes Jahr in ihre oberbayerische Heimat zurückkehren. Laura nimmt die Herausforderung an und zieht an den Schliersee. Dort ist sie jedoch nicht bei jedem willkommen. Besonders abweisend verhält sich der junge Tierarzt Anton. Aber ausgerechnet den findet Laura ziemlich interessant.

Der Schliersee und seine umliegenden Berge spielen in dem Roman von Susanne Rößner eine tragende Rolle. „Nur einen Sommer lang“ ist der Titel ihres Werkes, das im Frühsommer im Piper-Verlag erschienen ist. Überhaupt hat ihre Schlierseer Heimat bei der Autorin einen hohen Stellenwert: „Heimat – das ist sehr viel Gefühl“, versucht sie ihre Empfindungen in Worte zu fassen, „das ist einfach ‚dahoam‘.“ Aus diesem Grund siedelt Susanne Rößner auch den Schauplatz ihrer Geschichten meist in den Landkreisen Miesbach und Rosenheim an. Auch in ihren Krimis „Fangermandl“, „Diridari“ und „Sparifankerl“, die in den vergangenen zwei Jahren veröffentlicht worden sind, erkennt der ortskundige Leser viele Orte und Plätze im Schlierseer und Tegernseer Tal wieder.

kf_schliersee_fuers_sofa_2Mit „Nur einen Sommer lang“ hat sich die sympathische Münchnerin, deren Vater seit vielen Jahren am Schliersee lebt, auf unbekanntes Terrain gewagt. Gedanklich mit Mordfällen, falschen Spuren und pfiffigen Ermittlern beschäftigt, kam das Angebot, einen Liebesroman zu verfassen, überraschend. „Die Idee hatte eigentlich meine Literaturagentin“, erzählt Susanne Rößner. Über „love and landscape“ solle sie schreiben. Was also lag näher, als eine gefühlvolle Liebesgeschichte mit ihrer Schlierseer Heimat zu verknüpfen. Am Schliersee liebt und mordet es sich eben besonders schön!

Susanne Rößner baut ihre Geschichten um einzelne Szenen, die ihr ganz plötzlich in den Sinn kommen. Eine Begebenheit in Namibia war es, die den Ausschlag fürs Bücherschreiben gab. „Da hatte ich auf einmal eine Szene vor Augen, wie man jemanden auf außergewöhnliche Weise um die Ecke bringen kann“, erzählt sie schmunzelnd. Aus der gedanklichen Szene wurde ein Text im Computer, und aus diesem Text entstand innerhalb von drei Monaten ihr erster Krimi „Fangermandl“. Und da sie lieber über Orte schreibt, wo sie sich auskennt, spielt die Geschichte eben im Oberland und nicht in Afrika.

Susanne Rößner liebt und lebt ihre Geschichten und das Schreiben. Den Auftrag fürs nächste Buch hat sie schon in der Tasche. „Das wird wieder ein Roman, kein Krimi“, verrät sie. Und an welchem Ort wird er spielen? Natürlich im Oberland – wo sonst?

„Nur einen Sommer lang“ (ISBN 978-3-492-30902-8, 8,99 Euro) von Susanne Rößner ist im Piper-Verlag erschienen.

Die Krimis „Fangermandl“ (ISBN 978-3-95451-448-9, 11.90 Euro), „Diridari“ (ISBN 978-3-95451-690-2, 11,90 Euro) und „Sparifankerl“ (ISBN 978-3-95451-964-4, 12,90 Euro) sind im emons-Verlag erschienen. Die Bücher sind im Buchhandel wie z.B. in der Bücheroase in Schliersee erhältlich.

[tourim-redakteur]

 

 

Wie lebt es sich als Zuagroaste (Zugezogene) in Schliersee? – Interview

Wir haben uns in der Redaktionssitzung überlegt, wie es sich als zugezogener Nichtbayer in unserem schönen oberbayerischen Dorf lebt.

Man sagt den Bayern ja einiges nach, und das Schlimmste davon ist nicht die ungewöhnliche, für manches Ohr schwer verständliche Sprache …

Als Fremder stellt einen der hier übliche Dialekt vor so manche Herausforderung – angefangen mit der doppelten Verneinung „Des war no nia ned anders“ („Das war noch nie anders“) bis hin zu für manchen Nicht-Bayern deftigem Fluchen „Zupf di, du Rindviech“ („Lass mich in Ruhe, du …“). Allerdings sollte man dazu wissen, dass „du damischer Depp“ durchaus liebevoll frotzelnd gemeint sein kann.

Und dann die Essensgewohnheiten: weiße, blasse Würste und süßer Senf – eine bayerische Tradition. Da die Weißwurst das Zwölfuhrläuten nicht hören darf, wird sie als spätes Frühstück verzehrt ‒ nein: ausgezuzelt (beim Zuzeln wird nicht abgebissen, die Wurst wird nur aus der Haut herausgesaugt). Als Nicht-Einheimischer darf man sie aber auch mit Messer und Gabel essen.

Ab wann ist man hier eigentlich Einheimischer?

Dazu habe ich Franco und Marion befragt. Franco stammt aus Sizilien, und Marion ist aus der Nähe von Köln. Franco ist schon ein bisschen länger hier im Bayerischen Oberland. Marion ist ihm nachgezogen.

„Am Anfang war es gar nicht so leicht, Anschluss zu bekommen“, erzählt sie, aber als rheinländische Frohnatur hat sie sich rasch von ihren Arbeitskollegen akzeptiert gefühlt und konnte so über diesen Weg erste Kontakte aufbauen. Franco bevorzugt den unkonventionellen Stil und liebt Biergartenbesuche, wo man sich einfach an einen Tisch dazusetzen und mitratschen kann. Er hält uns Obalandla für ungezwungen, manchmal ein bisserl grantelnd (übers Wetter, die Politik und das Leben schlechthin), aber durchaus für ein lustiges, geselliges Völkchen.

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Bei ihrem Lieblingsplatz sind sich beide einig: die Insel Wörth mitten im Schliersee. Ein idyllisches Platzerl, um seine Seele baumeln zu lassen oder an einem schönen Sonntagvormittag einen deftigen Brunch zu genießen. Auch die Rixner Alm hat es ihnen angetan: „Lauter gute Sachen haben die dort: Kaffee, selbst gebackenen Kuchen, Brotzeitplatten … Und eine spektakuläre Aussicht auf den See noch dazu!“

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„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“, sagte schon Karl Valentin (gespr.: Falentin).

„Man muss offen für die Menschen und Gebräuche in Schliersee und Umgebung sein“, erklärt Marion. „Ohne sich darauf einzulassen und die Menschen hier wirklich kennenlernen zu WOLLEN, wird eine Eingliederung nur schwer funktionieren. Man muss damit rechnen, zunächst kritisch betrachtet und genau studiert zu werden. Aber wenn man die Menschen hier so nimmt, wie sie wirklich sind ‒ ein durchaus friedliebendes, immer noch ziemlich urwüchsiges Volk ‒, dann kann man Freundschaften fürs Leben schließen. Und es wird immer Nachbarn geben, die einen zu einem spontanen Kaffee oder Feierabendbier einladen.“

„Wichtig ist auch, die Natur rundherum zu achten“, meint Franco. „Die meisten Einheimischen, die ich hier kennengelernt habe, sind unglaublich stolz auf ihre Berge, den See und die sie umgebende Natur überhaupt. Übrigens ist der Schliersee ein Paradies für Angler“, fügt er aus eigener Erfahrung sprechend an.

Franco lebt schon lange hier und fühlt sich „fast“ wie ein Einheimischer. Und auch für Marion ist die Fremde nicht mehr fremd, und daher ist sie laut der Weisheit Karl Valentins nicht mehr fremd hier in Schliersee. Das wiederum bedeutet, dass sie keine Fremde mehr ist und immer mehr zu einer („Quasi“-)Einheimischen wird.

 

[tourim-redakteur]

 

 

Im Schlierseer Brautdirndl vor den Altar

Festliche und ganz besondere Kleidungsstücke für Sie und Ihn feierten Premiere!

Ein Unikat, der Trägerin auf den Leib geschneidert und versehen mit einem geschützten Gütesiegel, das ist das Schlierseer Brautdirndl aus der Werkstatt von Christine Falken. Die Dirndlschneiderin aus der oberbayerischen Gemeinde fertigt seit Oktober vergangenen Jahres exklusiv das „Schlierseer Dirndl“, dessen Entwurf und Design ebenfalls von ihr stammen. Jetzt feierte das Schlierseer Brautdirndl Premiere und auch die Schlierseer Trachtenweste für den Herrn.

Die Kennzeichen dieses besonderen Dirndls sind vielfältig und gleichen denen seines Vorbildes. Zunächst die eigens gefertigten Knöpfe. Das Außenmaterial ist aus Messing, die Innenfarbe richtet sich nach der Farbe des Dirndlstoffes. Nicht so der oberste Knopf, den ziert nämlich eine winzige Abbildung der Schlierseer Kirche nebst See und Insel Wörth. Eine grafische Darstellung des Ortes ist auf der Dirndlschürze zu sehen. Optisch wie eine filigrane Stickerei anzusehen, handelt es sich aber um einen hochwertigen Aufdruck.

„Original Bayern Schliersee“ steht auf dem geschützten Gütesiegel, das in das „Schößchen“ am Rücken eingearbeitet ist. Das kreisrunde Emblem mit Schliersees Schutzpatron St. Sixtus findet sich auch auf dem Schürzenband wieder und adelt das besondere Kleidungsstück. Die Ausschnitte der Oberteile sowohl von der Vorder- als auch von der Rückseite können individuell bestimmt werden. Der Ausputz an den runden oder eckigen Ausschnitten besteht aus Bordüren, Samt- und Ripsbändern, Stickereien oder auch Perlen. „Der Individualität sind im Maßbereich keine Grenzen gesetzt“, erklärt Christine Falken. Dies gilt auch für die Farben der einteiligen Brautdirndl, deren Oberteile aus Leinen sind, die Röcke aus Wollgeorgette und die Schürzen aus reiner Seide oder maschinenwaschbarer Kunstseide.

Die High-End-Version des Schlierseer Brautdirndl ist zweiteilig und besteht aus einem aufwendig gefertigten Plisseerock zum Beispiel in Cremefarben mit eingearbeiteten Samtbändern. Das Oberteil, der sogenannte Spenzer, ist aus Leinen und farblich auf den Rock abgestimmt. Verschieden farbige Schürzen lassen sich zu diesem besonders edlen Brautdirndl kombinieren.

AuBild-2s reinem Leinen mit einem changierenden Seidenrücken sind die hochgeschlossenen  Trachtenwesten für den Herrn. Sie haben einen kleinen Stehkragen und werden zweireihig geknöpft. Auch für dieses Kleidungsstück werden die eigens gefertigten Knöpfe in den jeweiligen Farben des Stoffes verwendet. Passend zum Brautdirndl ist die  Farbe der Schürze ausschlaggebend für den Seidenrücken. Grundsätzlich können die Herren aber aus einer großen Farbpalette wählen. Sie reicht von traditionellen Tönen wie Weinrot über verschiedene Blautöne bis hin zu kräftigen und modernen Farben wie einem leuchtenden Orange und Hellgrün.

Das Brautdirndl als auch die Trachtenweste für den Herrn sind Maßanfertigungen und werden exklusiv von Christine Falken, D`Nahterin vom Schliersee, hergestellt.

Die Faszination fürs Handwerk hat Christine Falken und den Feintäschner Leonhard Rau inspiriert, auch eine Schlierseer Tasche zu entwerfen.

Täschnermeister Leonhard Rau bevorzugt pflanzlich gegerbtes Rindleder für seine Produkte. Die Schlierseer Tasche ziert, wie schon bei der Dirndlschürze, die grafische Ansicht von Schliersee auf Seide gedruckt. Die Henkel der gefütterten Rindledertasche werden von den Schlierseer Knöpfen gehalten. Der Prägestempel mit dem Qualitätssiegel aus Schliersee sorgt für die Unnachahmbarkeit.

Bestellbar ist die Schlierseer Tasche bei der Nahterin Christine Falken oder direkt beim Feintäschner Rau in Osterwarngau.

Nähere Infos unter www.schlierseer-dirndl.de

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[tourim-redakteur]

 

 

Familienvergnügen in Schliersee unter 50 €

Wie viel Geld kostet eigentlich ein griawiger (dt.: urgemütlicher, lustiger) Familienausflug in Schliersee?

Minigolf_2Wir haben uns zu dritt überlegt, dass wir gerne mal wieder Minigolfen würden, und sind zum Sven zum Minigolfplatz, direkt an der Seestraße in Schliersee, gefahren. Für 9,50 € (2 Erwachsene, 1 Kind) können wir hier 18 abwechslungsreiche Bahnen spielen und haben außerdem unseren Spaß an der nostalgischen, hölzernen Kegelbahn. Es gibt unter den schattenspendenden Bäumen viele Bänke mit Tischen, sodass wir beschließen, gleich noch Brotzeit zu machen und dabei den herrlichen Blick auf den See zu genießen. 1 Paar Wiener, 1 Paar Weißwürste mit Brez‘n, 1 bayerischer Wurstsalat, 1 Apfelschorle, 1 Almdudler und 1 Radler kosten uns 21,50 €. Wer mag, darf aber auch seine Getränke und Speisen selbst mitbringen und kann sich als Nachspeise ein gutes Stangerleis gönnen.

Minigolf_3Fahrräder kann man sich ab 6 € und E-Bikes ab 10 € leihen. Je länger man mietet, desto günstiger wird der Preis pro Stunde. Auch Kinderfahrräder, -anhänger und ‑sitze sind erhältlich. Schlösser, Helme und Körbe gibt‘s gratis dazu.

Wer sich mal im Stand-Up-Paddling versuchen will, der kann hier ein großes Stand-Up-Paddle für 15 €/Stunde oder 30 €/halber Tag ausleihen ‒ ein Riesenspaß für die kleinen und großen Paddler.

Wir beschließen im Familienrat, dass wir nach der Brotzeit aufs Wasser wollen, und laufen über die Straße zum Bootsverleih. Selber treten oder mit dem Elektroboot (17 €/Stunde) fahren? Eine schwere Entscheidung! Wir nehmen das Tretboot (11 €/Stunde). So können wir etwas für unsere Fitness tun und gleichzeitig die idyllische Landschaft auf uns wirken lassen. Außerdem ist der Einstieg ins Wasser leicht möglich, sodass alle Familienmitglieder mit ihren unterschiedlichen Wünschen zufriedengestellt werden können.

Als Abschluss spazieren wir noch ein paar Meter die Seestraße hoch zum Luigi (Al Lago Gelateria) und leisten uns ein köstliches, selbst hergestelltes Eis. Jeder bekommt zwei Kugeln (1,10 €/Kugel) nach seinem eigenen Geschmack. Walnuss und Wiener Mandel sind mein persönlicher Geheimtipp …

48,60 € hat uns der ganze Tag gekostet, und wir fahren satt, glücklich und zufrieden nach Hause. Ein wunderschöner Ausflug mit der Familie, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird!

Schlierseer Fahrradverleih – Minigolfplatz – Sven Hermann
Seestraße 24, 83727 Schliersee
http://schliersee-fahrradverleih.de/

Gelateria Al Lago
Seestraße 8, 83727 Schliersee

 

[tourim-redakteur]

 

 

Wenn’s mal regnet ‒ lohnenswerte Ausflüge bei Regenwetter in Schliersee

Diesen Sommer gibt‘s mitunter Aprilwetter im Alpenvorland, welches zu unerwarteten Regengüssen führen kann.

Was also tun, wenn es regnet und man nicht zum Wandern oder zum Baden gehen kann?

Auch für dieses Wetter gibt‘s selbstverständlich einige sehr lohnende Ausflugsziele: eine Besichtigung des Schlierseer Heimatmuseums im alten Schredl-Haus zum Beispiel. Mitten im Herzen von Schliersee befindet sich das alte Bauernhaus, in welchem um 1465 Sigmund Schredl, ein Chorherr, wohnte. Das Bauwerk stammt also aus dem späten Mittelalter und ist daher eine kleine Sensation.

Im Inneren angekommen, war ich überrascht, wie groß das Gebäude ist, weil man es ihm von außen so gar nicht ansieht. Es ist, als betritt man eine andere Zeit. Hier kann man sehen, wie die Menschen vor vielen Jahrhunderten gelebt haben. Eindrucksvoll ist vor allem die Raachkuchl (Rauchküche), welche nahezu unverändert erhalten wurde. Aber auch die Stuben sowie der ausgebaute Speicher mit einer Almhütte und einem Rindenkobel (Unterkunft der Waldarbeiter) sind sehenswert. Es gibt unzählige Gegenstände aus dem damaligen alltäglichen Leben sowie landwirtschaftliche und für den Fischfang benötigte Geräte zu entdecken. Auch die volkskundliche Sammlung erlaubt einen anschaulichen Einblick in die damalige Zeit mit ihren zum Teil bis dato gelebten Gebräuchen.

Will man noch tiefer ins Landleben in der „alten Zeit“ eintauchen, bietet sich ein Besuch des altbayrischen Museumsdorfes in Neuhaus an. Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee lädt seine Besucher ein, auf 60.000 Quadratmetern eine Dorfgemeinschaft aus der Vergangenheit kennenzulernen. Historische Gebäude wurden in der näheren Umgebung abgebaut und hier wieder mit Liebe zum Detail aufgebaut. Von Bauernhöfen über eine historische Schöpfbrauerei, die Kasalm (Käserei) und weitere handwerkliche Betriebe bis hin zu verschiedensten Haustierrassen (Hühnern, Gänsen, Wollschweinen, Bergschafen) und Bauerngärten mit vielen Alpenkräutern und Blumen gibt es für Erwachsene und auch Kinder viel zum Staunen. Das Dorf wird durch seine „Bewohner“, Bauersleut und wechselnde Handwerker, zum Leben erweckt und erlaubt ein realistisches Bild gelebter Vergangenheit. Es gibt verschiedenste Spiele, wie Stelzenlaufen und Kegeln für Kinder, sowie viele kulturelle Veranstaltungen, wie die Musikertage, oder auch wechselnde Ausstellungen (zurzeit „Faszination Wurzeln und Schwemmholz“ von Alois Wimmer).

Wichtig sind vor allem bei Regenwetter festes Schuhwerk und Regenkleidung oder zumindest ein Regenschirm. Die Gebäude kann man fast alle auch von innen besichtigen, sodass die Besucher sich zwischendurch am Feuer in der Raachkuchl oder am Kamin aufwärmen können. Das Hacker-Pschorr Wirthaus „Zum Wofen“ hält dann noch das eine oder andere bayerische Schmankerl bereit.

Spielerisch und sportlerisch betätigen kann man sich in der monte mare Vitaltherme in der Vitalwelt Schliersee. Es gibt ein 25-Meter-Becken, ein Salzwasser-Außenbecken, einen Whirlpool und Massageliegen, eine Wasserrutsche sowie diverse lustige Spielgeräte für Kinder. In der Saunawelt heißt es Entspannung pur und Verwöhnenlassen von Kopf bis Fuß. Das Angebot an Massagen und Anwendungen ist riesig. Es stehen sechs unterschiedlich temperierte Schwitzbäder zur Auswahl sowie Erlebnisduschen, ein Eisbrunnen und ein prächtiger Dachgarten mit Pool und überwältigendem Ausblick auf den See und die umliegende Bergwelt.

Nach einem zünftigen Weißbier und einem ofenfrischen Schweinebraten in einem der vielen in Schliersee ansässigen Gasthäuser kann ich sagen: Es war trotz Regenwetter ein wunderschöner, erlebnisreicher Tag!

Heimatmuseum Schliersee
Lautererstraße 6
83727 Schliersee
Tel.: 08026 4397

http://www.schliersee.de/heimatmuseum.html

Öffnungszeiten:      Anfang Mai bis Ende Oktober
Dienstag bis Samstag 14:00-17:00 Uhr

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee
Brunnbichl 5
83727 Schliersee/Neuhaus
Telefon 08026 92922-0

http://www.wasmeier.de

Öffnungszeiten:      1. April bis Leonhardi im November
Di.-So. und an Feiertagen 10:00-17:00 Uhr

 

monte mare Schliersee
Perfallstraße 4
(in der Vitalwelt)
83727 Schliersee
Tel.: 08026 92090-0
http://www.monte-mare.de/de/schliersee

 

[tourim-redakteur]

Geheimtipp: Der Wochenmarkt in Schliersee-Neuhaus

Regionale, überregionale und saisonale Produkte von lokalen Anbietern – der Wochenmarkt in Neuhaus

Haben Sie schon gewusst, dass es in Schliersee-Neuhaus seit 2015 von Mai bis Oktober jeden Freitagvormittag von 9 Uhr bis 12 Uhr einen kleinen, aber feinen Wochenmarkt gibt?

Gleich unterhalb am katholischen Pfarrheim von St. Josef/Neuhaus stehen die Verkaufsstände. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: frischgebackenes Brot und Brezen; Eier, knackiges, buntes Obst und Gemüse; selbst gemachte Marmeladen und herrlich duftender Käse in allen Altersstufen. Appetitlich angerichteter Wurstaufschnitt, Fleisch zum Grillen und Braten sowie auf Eis gelegter Fisch, umrahmt von verschiedenen Pesti, frisch zubereiteten Salaten und vielfältigen Frischkäseaufstrichen laden zum Kauf ein.

Der kleine Markt wird sehr gerne von Einheimischen besucht, aber auch Gäste holen sich hier zum Beispiel noch schnell ihre Brotzeit für eine Wanderung oder Radlfahrt.

Parkplätze stehen ausreichend ums Eck an der Kirche St. Josef zur Verfügung.

 

[tourim-redakteur]

 

 

BR zeichnet im Rahmen des Internationalen Musikfests im Schlierseer Bauerntheater auf

Das Schlierseer Bauerntheater bietet am Donnerstag, den 14. Juli, um 19.30 Uhr die Bühne für einen Klavierabend der Spitzenklasse.

Damit knüpft das Musikfest an seine ureigene Tradition an, denn das Schlierseer Bauerntheater war mehrfach der Spielort, den der legendäre Pianist Svjatoslav Richter sich für seine Klavierrecitals auserkor, als er Anfang der 1990er-Jahre dem Musikfest die Ehre gab.

Im Sinne dieses kulturellen Erbes sollte ‒ das stand für den Vorstand des Festivals fest ‒ im Schlierseer Bauerntheater in diesem Jahr der „Wanderschaft“ ein ganz besonderer Klavierabend stattfinden:

Eingeladen ist ein außergewöhnlicher, junger Pianist, für den das Etikett

„Jungstar“ fast schon eine Untertreibung ist. Denn trotz seiner jungen 24 Jahre ist er ein Künstler, der schon eine erstaunliche Reife hat:

Die Rede ist vom amerikanischen Ausnahmepianisten Kit Armstrong. Er war ein Wunderkind: Mit fünf Jahren begann er zu komponieren, mit sieben Jahren studierte er schon an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Zum Klavier kam er nur, weil seine Mutter einen Ausgleich dafür suchte, dass er schon als Fünfjähriger den gesamten Mathestoff der High School beherrschte. Als er 13 Jahre alt war, wurde kein Geringerer als Alfred Brendel auf ihn aufmerksam, der ihn „die größte Begabung, der ich in meinem ganzen Leben begegnet bin“, nannte.

Der Marketingmaschine, die damals hätte in Gang kommen können, ist Armstrong mit Demut und Geduld begegnet. Er hat sich Zeit gelassen, zu dem reifen Künstler zu werden, der er heute ist: als Komponist wie als Pianist, der in den Konzerthallen der Welt zu Hause ist. Für sein Debüt im Schlierseer Bauerntheater hat Kit Armstrong ein breit gespanntes Repertoire ausgewählt. Auf dem Flügel erklingen Balladen des mittelalterlichen

Meisters Guillaume de Machaut, die in dieser Interpretation eine absolute Seltenheit im Konzertleben sind. Dazu kombiniert Kit Armstrong Choralvorspiele von Johann Sebastian Bach. Aus der modernen Klavierliteratur erklingt ein Nachtstück des parsischstämmigen Briten Kaikhosru Shapurji Sorabji. Im Zentrum des Klavierabends von Kit Armstrong stehen die ebenso brillanten wie virtuosen Mephisto-Walzer von Franz Liszt.
Der Bayerische Rundfunk lässt sich dieses Festival-Highlight nicht entgehen und schneidet das Konzert mit.

Das vollständige Programm mit Bestellformular sowie Informationen rund um das Musikfest finden Sie auf der Homepage http://www.musikfest-kreuth.de.

Tickets für das 27. Internationale Musikfest Kreuth erhalten Sie bei der Gäste-Information Schliersee in der Vitalwelt Schliersee, Perfallstr. 4, 83727 Schliersee, Tel.: (08026) 60650, online über die Internetseite http://musikfest-kreuth.de/de/tickets/, bei der Geschäftsstelle des Musikfests in der Tourist-Information Kreuth, Nördliche Hauptstraße 3, 83708 Kreuth am Tegernsee, Tel.: 08029 997908-0, Fax: 08029 997908-9, E-Mail: kreuth@tegernsee.com, bei allen Tourist-Informationen im Tegernseer Tal sowie bei München Ticket, Tel.: 089 54 81 81 81 und bei allen München-Ticket-Vorverkaufsstellen.

 

[tourim-redakteur]

 

Internationales Musikfest am 28. Juli 2016 zu Gast in Schliersee

Am Donnerstag, den 28. Juli, um 19.30 Uhr bringt das Musikfest eines der besten Klavierduos weltweit in das Schlierseer Bauerntheater: die Pianisten Yaara Tal und Andreas Groethuysen. Seit 1985 bilden sie ein festes Duo, deren Schaffen mehrfach mit dem Echo Klassik und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde. Am Musikfest präsentieren sie ein faszinierendes Konzertprogramm mit Werken von Claude Debussy und Richard Wagner.

Das Konzert ist Bestandteil eines ganzen Themenabends, denn vor dem Konzert, um 18.00 Uhr, führt der Autor und Literaturwissenschaftler Dr. Dirk Heißerer in ein spannendes Literatur-Musik-Feld ein: „Im Schatten Wagners: Alfred Pringsheim, Claude Debussy und Thomas Mann“. Alfred Pringsheim, Schwiegervater von Thomas Mann, war ein „kritischer Wagnerianer“ und hat die Musik Richard Wagners gekonnt bearbeitet, zum Beispiel „Siegfrieds Tod“ und die Schluss-Szene aus der „Götterdämmerung“, die das Duo Tal & Groethuysen vorstellt.

Thomas Mann lässt Debussys „Nachmittag eines Fauns“ im „Zauberberg“ auftreten – auch dies ein faszinierendes Werk, welches das Klavierduo für das Musikfest im Gepäck hat.

Das vollständige Programm mit Bestellformular sowie Informationen rund um das Musikfest finden Sie auf der Homepage http://www.musikfest-kreuth.de.

Tickets für das 27. Internationale Musikfest Kreuth erhalten Sie bei der Gäste-Information Schliersee in der Vitalwelt Schliersee, Perfallstr. 4, 83727 Schliersee, Tel.: (08026) 60650, online über die Internetseite http://musikfest-kreuth.de/de/tickets/, bei der Geschäftsstelle des Musikfests in der Tourist-Information Kreuth, Nördliche Hauptstraße 3, 83708 Kreuth am Tegernsee, Tel.: 08029 997908-0, Fax: 08029 997908-9, E-Mail: kreuth@tegernsee.com, bei allen Tourist-Informationen im Tegernseer Tal sowie bei München Ticket, Tel.: 089 54 81 81 81 und bei allen München-Ticket-Vorverkaufsstellen.

 

[tourim-redakteur]

 

Drei wichtige Heilpflanzen, die Sie als Bergwanderer unbedingt kennen sollten

Spitzwegerich (nach Insektenstichen) – Löwenzahn (bei Blasenbildung an den Füßen) ‒ Johanniskraut (nach dem Sonnenbrand)

Eigentlich hat auch im Gebirge die Wandersaison längst begonnen. Nach tagelangen Regenfällen verkündet der Wetterbericht endlich Besserung. Wir verabreden uns mit einer befreundeten Familie am Wochenende zu einer eher gemütlichen Bergwanderung. Ziemlich schwül ist es heute, schwitzend mühen sich die vier Erwachsenen den ziemlich steilen Bergweg aufwärts, während unsere Kinder zu unserem Erstaunen weit voraus sind. Plötzlich angsterfüllte Hektik – die Tochter unserer Freunde wurde offenkundig von einer Biene in den Arm gestochen.

Die Erstversorgung: Was ist zu tun, wenn gestochen wurde? Die wichtigste Regel lautet: Ruhe bewahren, keine Panik und insbesondere keine panischen oder hektischen Bewegungen! Oftmals bleibt nach einem Bienenstich der Stachel der Biene im Gewebe der Haut zurück. Diesen sollten Sie vorsichtig entfernen. Dabei möglichst nicht auf seine bauchartige Verdickung drücken, denn diese enthält die Giftstoffe. Wenn die Einstichstelle gut zugänglich ist, scheuen Sie sich nicht und saugen Sie den Stich aus, das Gift wird durch den Speichel im Mund zerstört – danach sofort ausspucken!

Nr. 1 Spitzwegerich – eine Heilpflanze gegen Bienen- und Wespenstiche

Dann pflücken Sie sich frische Blätter vom Spitzwegerich (lat. Plantago lanceolata) und verreiben diese intensiv in Ihrer Hand, bis am unteren Teil des Stängels der Pflanzensaft austritt. Diese Flüssigkeit reibt man auf die Einstichstelle. Der Stich wird kaum jucken und schwillt gar nicht erst an. Eine zusätzliche, sehr sinnvolle Maßnahme ist die Kühlung der Einstichstelle, beispielsweise in einem nahen Gebirgsbach. Achtung: Häufig kommt es bei Insektenstichen – besonders bei Stichen von Bienen oder Wespen ‒ zu allergischen Reaktionen. Bei großflächiger Rötung der Haut, starken Schwellungen, bei Erbrechen oder Atemnot bis hin zu lebensbedrohlichen Kreislaufstörungen ist schnelle ärztliche Hilfe notwendig!

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Wo wächst diese Pflanze:
Den Spitzwegerich findet man am Rande von Feldwegen oder auf brach liegenden Wiesen, manchmal auch auf Abfall- bzw. Schuttplätzen.

 

Nr. 2 Der Löwenzahn – ein Wunderheiler unter den Pflanzen

Der gelb blühende Löwenzahn (lat. Taraxacum sect. Ruderalia mit seinen sägeblattähnlichen Blättern, kleinere Kinder sprechen von der „Butterblume“ oder „Pusteblume“) ist wohl jedem bekannt. Trotzdem verwundert es, dass nur wenige seine vielfältigen, äußerst positiven Eigenschaften (auch als vitaminreiches Nahrungsmittel!) kennen und die meisten Menschen ihn als Unkraut ächten. Aufgrund der antibakteriellen und damit entzündungshemmenden Eigenschaften kann der Löwenzahn-Pflanzensaft zur Behandlung und Heilung von kleineren Wunden oder auch Blasen genutzt werden. Somit lassen sich Infektionen verhindern. Auch Schmerzen und Juckreiz nach Insektenstichen lassen sich durch das Auftragen des weißen Pflanzensaftes aus dem Stängel oder der Wurzel des Löwenzahns lindern. Sollte der milchige Saft des Stängels nicht ausreichen, kann zu Hause die komplette Pflanze zerkleinert, mit etwas Wasser zu einem Brei verrührt und auf die betreffenden Hautbereiche aufgetragen werden.

Loewenzahn_01

Wo wächst diese Pflanze:
Die Pflanze ist (fast) überall – sogar in Ritzen von Pflasterungen oder Rissen im Asphalt ‒ zu finden. Sie ist äußerst robust und widerstandsfähig.

 

Nr. 3. Johanniskraut – eine Heilpflanze gegen Sonnenbrand

Einige Heilpflanzen verfügen über Wirkstoffe, die schmerzhafte Symptome bei Sonnenbrand wirksam lindern und die Haut beruhigen können – im Besonderen auch der Extrakt des Echten Johanniskrauts (lat. Hypericum perforatum). Namensgeber für diese Pflanze ist der Johannitag am 24. Juni, ein Zeitpunkt um die Sommersonnenwende, an dem die Pflanze in voller Blüte steht. Wichtig ist, dass sich mit Johanniskrautextrakt behandelte Personen nicht dem Sonnenlicht aussetzten. Dieser darf nur nach dem Aufenthalt in der Sonne angewendet werden, ansonsten verstärken sich die schmerzhaften Beschwerden deutlich! Das Johanniskrautöl kann auch selbst hergestellt werden: Man pflückt etwa eine Handvoll der leuchtend gelben Johanniskrautblüten (die Erntezeit ist von etwa Juni bis September), gibt diese in einen Mörser und vermischt danach die klein zerriebenen Blüten mit etwa einem halben Liter gutem Speiseöl (ideal ist Olivenöl). Dieses wird reichlich auf die gerötete Haut aufgetragen, und man lässt es ‒ gut abgedeckt ‒ am besten während der Nachtzeit einwirken.

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Wo wächst diese Pflanze:
Die Pflanze gedeiht am Rand von meist unbefestigten Wegen, an Böschungen und vor Sträuchern und Gebüschen.

Für alle Interessenten, die mehr über Wildkräuter und Heilpflanzen sowie deren Nutzen für den Menschen erfahren möchten, bietet sich die Möglichkeit, an einer der zahlreichen Führungen der zertifizierten Schlierseer Kräuterpädagogin Christiane Viehweger teilzunehmen.

Infos und Anmeldung unter www.wildkraeuterkuchl.de
E-Mail: christiane-kraeuter@gmx.de, Tel.: 0171/7604378 (Mo.-Do. ab 16.30 Uhr, Fr. ab 13 Uhr)

 

[tourim-redakteur]