Schliersee-Ranger – eine bedeutende Tätigkeit im Spannungsfeld Umwelt – Tourismus – Sport – Naturschutz

Mit dem Auftrag „sensibilisieren und positiv lenken“ sollen Ranger auf die vielen Tagesausflügler und Sportler in den Bergen zugehen. Das Ziel ist es, durch freundliche Appelle mehr Schutz für die Natur zu erreichen.

Als ich erfahren habe, dass wir in Schliersee jetzt Ranger haben, war ich ganz Ohr. Das klingt spannend, habe ich mir gedacht. Bisher kannte ich Ranger nur aus Nationalparks in anderen Ländern oder aus dem Fernsehen. Ich habe Kontakt mit der ATS aufgenommen, die sich um das Projekt „Ranger“ kümmern, habe einige Hintergrundinformationen bekommen und durfte den Ranger Alexander Römer, auch Bergführer und Inhaber der „Alpinwerkstatt“, bei einem seiner Einsätze begleiten.

 

 

Bereits im Sommer 2019 im Rahmen der Modellregion Naturtourismus wurden erstmals Ranger bei uns eingesetzt, inzwischen sind es mehr.

An die 20 geschulte freiberufliche Ranger sind bereits regelmäßig im Landkreis unterwegs und 20 weitere sporadisch, um vor allem Skitourengeher, aber auch Wanderer in diesem Winter erstmals auf Schongebiete und sichere Routen aufmerksam zu machen. Unter ihnen sind Bergführer, Bergwachtler, Skilehrer, einige Gäste- und Heimatführer sowie ein paar Biologen.

Ihr Einsatzgebiet sind die hoch frequentierten Gebiete wie rund um die Rotwand und am Spitzingsee, am Hirschberg, rund um den Wendelstein und am Sudelfeld.

Die Hauptaufgabe der Ranger ist die Besucherlenkung und Sensibilisierung in Bezug auf ‒ vor allem im Winter notwendige ‒ Wald-Wild-Schongebieten. Sie informieren die Bergsportler und beraten Gäste sowie Einheimische über empfohlene Routen.

Eine Aufgabe, die bisher sonst nur Florian Bossert, Gebietsbetreuer Mangfallgebirge am Landratsamt Miesbach, als Alleinkämpfer bewältigt hat. Jetzt wird er tatkräftig von den Rangern unterstützt und das große Gebiet mit 32 000 ha kann gut betreut werden.

„Ich bin begeistert, dass ich in diesem Winter wie bereits im vorangegangenen Sommer von der ATS unterstützt werde. Diese personelle Unterstützung eröffnet völlig neue Möglichkeiten bei der Besucherlenkung und wir können viele der Neueinsteiger im freien Gelände, aber auch alte Hasen für den respektvollen Umgang mit der Natur sensibilisieren. Hier geht es ganz besonders darum, die naturverträglichen Routen einzuhalten und die Ruhezonen nicht zu betreten, um Wildtiere wie Birk- und Auerhuhn in dieser herausfordernden Jahreszeit nicht zu stören“, so Bossert.

 

Ab dem Frühjahr kommen zwei hauptberufliche Ranger hinzu. Die Stellen hat der Landkreis geschaffen. Sie sollen, ganz anders als die freiberuflichen Ranger, die ausschließlich beratend und aufklärend tätig sind, auch Strafen verhängen dürfen für respektlosen Umgang mit der Natur und die Betretung von Schutzgebieten.

 

Man unterscheidet Schutzgebiete (rechtsverbindlich) und Wald-Wild-Schongebiete (freiwillig).

Für Europa etwa gibt es „Natura 2000“, ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union. In Deutschland sind die rechtsverbindlichen Schutzgebietskategorien in erster Linie im Bundesnaturschutzgesetz definiert. Sie sind in der Regel ganzjährig gültig und zu unterscheiden von den Schongebieten. Wo genau sich bei uns Schutzgebiete befinden, ist hier einzusehen: www.vianovis.net/lkr-miesbach/

Neben den Schutzgebieten gibt es die Schongebiete, besonders sensible Lebensräume von Tieren. Hier haben die Bedürfnisse von Tieren und Umwelt Vorrang. Vor allem gefährdete Arten wie beispielsweise das Birkhuhn oder das Auerhuhn sind in den Wintermonaten auf Ruhe angewiesen, aber auch Gämse profitieren von diesen Rückzugsorten. Schongebiete sind saisonal ‒ sie zu umgehen, ist eine Empfehlung und basiert auf Freiwilligkeit mit starkem Appell an die Vernunft der Leute.

Eine Auflistung der Schongebiete bei uns ist hier zu finden: Im Mangfallgebirge ‒ Tourengebiete ‒ Natürlich auf Tour ‒ Deutscher Alpenverein (DAV)

Der Deutsche Alpenverein unterstützt mit seiner Kampagne „Natürlich auf Tour“ den Naturschutz. „Wer im winterlichen Gebirge unterwegs ist, sollte Rücksicht auf die Natur nehmen. Denn für die Tiere, die im Bergwald und an der Waldgrenze leben, sind die Wintermonate eine besonders herausfordernde Zeit.“ Im Rahmen der Kampagne hat der DAV sein Kartenmaterial überarbeitet, zahlreiche online Tourenbeschreibungen hinterlegt sowie Tafeln und Schilder installiert, die vor Ort informieren.

Weitere Informationen dazu gibt es hier: Natürlich auf Tour ‒ Naturverträglicher Bergsport ‒ Deutscher Alpenverein (DAV)

Alexander Römer sagt: „Das Wichtigste vor Beginn einer Tour ist eine gute Vorbereitung. Alpenvereinskarten sind die beste Planungsgrundlage für eine erfolgreiche, sichere und naturverträgliche Bergtour.“ Aber auch online gibt es viele Möglichkeiten, sich vorab zu informieren.

www.alpenvereinaktiv.de oder www.outdooractive.de bieten online Karten, in denen die Wild-Wald-Schongebiete eingezeichnet sind.

Und wenn man doch mal unvorbereitet startet, was nicht zu empfehlen ist, kann man sich an vielen Stellen bereits an Schildern orientieren. Es gibt Aufklärungstafeln an den Parkplätzen, Stopp-Schilder entlang der Schongebiete und Lenkungsschilder zur Routenführung. Auf diese Schilder sollte man sich allerdings nicht verlassen, denn sie sind nicht überall … zum Glück!!

 

Ich kann euch sagen, ich bin froh, dass wir diese Experten jetzt bei uns am Berg im Einsatz haben, um unsere Natur zu bewahren, wegen der wir doch alle in die Berge gehen.

 

Hier noch derHinweis auf eine Online Veranstaltung am 8.4.2021 des DAV:

DAV-Live-Fragestunde: Natürlich auf Tour | Facebook

 

Und zum Abschluss noch mein Wunsch: Genießt unsere Natur, genießt vor allem unsere Berge, aber passt auch auf sie auf, sonst haben wir sie irgendwann nicht mehr.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Schlierseer Eis-Seifenblasen-Zauber

Seifenblasen ‒ alle Kinder lieben sie, wie sie so leicht und schillernd durch die Luft wirbeln, und selbst auf uns Erwachsene üben sie noch ihren Reiz aus.

 

 

Eine ganz besondere Magie verbreiten sie aber im Winter, wenn sie gefrieren. Wie feine Glaskugeln wirken sie dann, bemalt mit bizarren Gebilden aus Eis. Es ist ein faszinierendes Naturschauspiel, das sich hier abspielt. Keine Eis-Seifenblase gleicht der anderen. Kleine Eiskristalle schweben magisch über die Hülle der Blase, am Rand wachsen kleine Blätter oder federähnliche Formen. Manche Eis-Seifenblasen bleiben ganz klar, andere bilden eine Haut wie satiniertes Glas – aber eines haben doch alle gemeinsam: Ihre Schönheit ist nur von kurzer Dauer, denn schon nach wenigen Sekunden bis Minuten zerplatzen sie und hinterlassen uns nur ein paar hauchdünne Fetzen aus Eis.

 

 

Um den Zauber der Eis-Seifenblasen bewundern zu können, benötigt man lediglich Seifenblasenlösung, einen Strohhalm und gegebenenfalls etwas Zucker – den Fotoapparat natürlich nicht vergessen!

Die Seifenblasenlösung gibt es fertig zu kaufen, sie kann aber mit etwas Spülmittel und Wasser auch schnell selbst hergestellt werden. Damit die Seifenblasen etwas stabiler sind, kann man der Seifenlösung ein bis zwei Löffelchen Zucker unterrühren. Zum Pusten der Seifenblasen eignet sich ein Strohhalm sehr gut – ich habe einen benutzt, wie er oft bei wiederverwendbaren Trinkflaschen dabei ist. Da das Pusten einzelner Seifenblasen viel Feingefühl erfordert, bietet es sich an, für kleinere Kinder ein niedriges (Glas-)Gefäß mit ein wenig Seifenlösung zu füllen. Dann mit dem Strohhalm kräftig sprudeln. Die so entstehenden kleinen Bläschen sind weniger empfindlich und bilden genauso schöne Eisformen wie die großen Seifenblasen. Wichtig ist nur, das Gefäß vorher zu kühlen oder es direkt in den Schnee zu stellen, so wird der Effekt schneller sichtbar. Auf diese Weise haben schon die Kleinsten ihren Spaß mit den gefrorenen Seifenblasen.

 

 

Wenn es draußen so richtig kalt ist, möglichst Richtung 10 Grad unter Null, klappt es am besten mit den Eis-Seifenblasen. Auf jeden Fall braucht man viel Geduld, denn nicht selten platzen die hauchdünnen Kugeln schon, bevor man den Fotoapparat auch nur in die Hand genommen hat. Schwierig wird es vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung oder bei Wind. Schon eine leichte Brise reicht aus, um die zarte Hülle unwiederbringlich zu zerstören. Meiner Erfahrung nach sind die frühen Morgenstunden oder der Sonnenuntergang am besten dafür geeignet, dass die Eiskugeln lange genug halten – und der Schliersee ist dabei natürlich eines der schönsten Hintergundmotive. Rund um den Schliersee findet man unzählige wunderschöne Plätze zum Fotografieren, aber auch am Balkon oder am offenen Fenster jeder noch so kleinen Wohnung lassen sich die magischen Schönheiten erschaffen.

 

 

Probiert es aus! Die filigranen Kunstwerke werden euch und eure Kinder zum Staunen bringen und verzaubern!

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Was macht Markus Wasmeier im Winter in seinem Freilichtmuseum in Schliersee?

Ich fahre ins altbayrische Dorf zu Markus Wasmeier nach Neuhaus. Es schneit und es ist frostig kalt. Der Schnee knirscht unter meinen Schuhen. Die frisch verschneiten Höfe um mich herum sind wunderschön anzuschauen. Markus führt mich zunächst zum Riederhof, denn in den Stallungen des Hofs aus dem Jahr 1200 sind die Schafe untergebracht. Als Erstes füttert er aber die drei Katzen, die schon ganz ungeduldig auf ihr Futter warten. Markus holt Heu für die vier Schafe und füllt das Wasser auf. Das Heu macht er den ganzen Sommer über auf seinen Wiesen. „Manchmal fühle ich mich bisserl wie ein Landwirt“, lacht der ehemalige Skirennfahrer. Die Kühe sind beim Bauern Röpfl untergebracht und das „Geflügel“ wohnt im Winter bei ihm zu Hause. Als Nächstes gehen wir zusammen zu den beiden Schweinen Kunigunde und Eberhard. Die springen sofort auf den Zaun, als sie Markus entdecken. Die Freude auf beiden Seiten ist groß.

 

 

Das Freilichtmuseum ‒ immer eine Reise in die Vergangenheit, weit weg vom Trubel

Für Markus ist die Verpflegung der Tiere eine sehr entspannende Arbeit. Diesen Winter hat die Ruhe in seinem Museumsdorf eine noch größere Bedeutung für ihn. Hier findet er eine Auszeit ‒ weit weg von Corona. Jeden Tag geht Markus mit Kunigunde und Eberhard eine Stunde durch das Dorf spazieren. „Die beiden sind ganz neugierig und spielen sogar Verstecken“, erzählt er. „Eberhard kann sogar Schuhbandl aufmachen!“ Aber eigentlich laufen die zwei Schweine beim Rundgang durch das verschneite altbayrische Dorf wie Hunde hinter ihm her. Natürlich wird im Winter auch fleißig an den Höfen im Museumsdorf gearbeitet. Gerade sind Handwerker in der Winterstube. Auch Bier für den Sommer wurde schon gebraut, denn Markus hofft auf einen lebhaften Sommer mit Biergartenbetrieb im Museum. Das Bier wird traditionell wie vor 300 Jahren gebraut und wird nicht filtriert, muss aber dafür sieben Wochen lagern. Die Maische wird von einem Bottich in den anderen geschöpft und der Sud über offenem Feuer erhitzt. Das ist echte Handarbeit. Außerdem ist selbstverständlich das Büro des Freilichtmuseums besetzt, es werden Veranstaltungen geplant und Hochzeitspaare beraten und betreut.

Die Vorfreude auf die Saison ist groß

Wann genau das Museum im Frühjahr aufmachen kann, ist dieses Jahr coronabedingt nicht ganz sicher. „Ich persönlich rechne nicht damit, dass es vor Pfingsten losgeht“, sagt Markus, der auch die Zahlen immer im Blick haben muss. Die rund 15 Mitarbeiter, die er für einen Museumsbetrieb täglich braucht, müssen sich auch rechnen – ohne Tourismus in Schliersee ist das nicht denkbar.

Aber die Vorfreude auf die Saison ist groß. Natürlich werden wir im Schliersee Magazin berichten, sobald es im Freilichtmuseum losgeht.

 

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum

 

https://www.wasmeier.de/

 

Brunnbichl 5

83727 Schliersee/Neuhaus

 

Tel.: 08026/92922-0

E-Mail: office(at)wasmeier.de

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Schlierseeer Ski-Workout im Lockdown ‒ Skifahrer in den Startlöchern

Wir haben Winter, wir haben Schnee ‒ und wir sind heiß aufs Alpin-Skifahren. Das einzige Problem: Die Lifte sind zu.

„Wer rastet, der rostet.“

 

 

Damit ihr und euer Equipment nicht rosten, stelle ich ein paar Übungen zur Verfügung zum Geschmeidig-Bleiben, bis diese Warterei ein Ende hat und wir uns in den Skibetrieb stürzen können.

Zuerst einmal Skier aus dem Keller oder vom Dachboden holen, entstauben und streicheln. Rein in die Skistiefel und raus an die frische Luft.

 

Warm-up:

Als schnelles Aufwärmen wird auf der Stelle gelaufen. Kleine Schritte mit hoher Frequenz. Steigerung zur maximalen Geschwindigkeit und dies dann zehn Sekunden durchhalten.

 

Eine Auswahl an vier aktivierenden und kräftigenden Übungen:

Kniebeuge – Squat

Aus dem leicht über hüftbreiten Stand gehen wir in eine tiefe Kniebeuge und legen die Skier dabei am Boden ab. Anschließend richten wir uns wieder auf und strecken die Arme mit den Skiern nach oben über den Kopf.

 

 

Ausfallschritt:

Die zweite Übung ist ein Ausfallschritt. Dabei nehmen wir die Skier mit und setzen sie vor uns auf dem Boden ab. Dann heben wir die Skier wieder an, nehmen sie zurück und strecken sie mit den Armen vor unserem Gesicht weit nach oben. Dann das Ganze zur anderen Seite.

 

 

Hüft-, Gesäß- und Beinmuskulatur

Für die nächste Übung brauchen wir unser Gleichgewicht. Wir machen Gebrauch vom Gewicht des Skischuhs und schwingen das Bein in einer Diagonalen seitlich vor und schräg zurück. Dabei arbeitet auch das Standbein.

 

 

Oberkörperrotation:

Zuletzt noch eine Übung für bessere Beweglichkeit im Rumpf. Beuge dich mit dem Oberkörper nach unten und ziehe mit einer Hand Richtung Skischuh, der andere Arm streckt sich weit nach oben zum Himmel (Arme bilden eine Gerade). Dann richte dich ganz auf und führe die Übung zur anderen Seite aus. Immer abwechselnd links und rechts.

 

 

 

 

Jetzt kann’s losgehen! Pack die Skier, fertig, los …

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Tipps Februar 2021: Sie vermissen Schliersee? Ich habe eine kleine Überraschung!

Servus aus Schliersee,

 

erinnern Sie sich auch noch an die gute alte Zeit? Mir hat vor Kurzem eine Bekannte erzählt, dass sie den Begriff „gute alte Zeit“ nicht mehr hören kann. Nach der anstrengenden Arbeit im Stall und der anschließenden Hausarbeit musste sie sich damals am Brunnen mit eiskaltem Wasser waschen, sich schnell in ihr Dirndl schwingen und durch den tiefen Schnee zum Musikantentreffen stapfen. Das ist heute mit heißer Dusche, einem Auto und geräumten Straßen sicher weniger beschwerlich. Trotzdem sehnen wir uns immer nach diesen längst vergangenen Tagen, als mehr Schnee lag und der Himmel blauer erschien.

Unsere Redakteurin Angelika Prem hat im Rahmen des Schliersee Magazins Maria Zankl besucht, und diese erzählt aus ihrer Jugend in Schliersee.

 

 

Gerade ist die „gute alte Zeit“ gar nicht so lange her.

 

Vor einem Jahr hätten wir nicht gedacht, dass einmal ein Zeitabschnitt kommen würde, in der Urlauber nicht nach Schliersee fahren dürfen. Es war tatsächlich undenkbar. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir weiter Geduld haben müssen. Trotzdem können Sie jetzt schon Pläne schmieden und sich für Ihren Sommerurlaub bei uns inspirieren lassen. Gerne senden wir Ihnen unser Gastgeberverzeichnis zum Schmökern zu.

 

 

Sie vermissen Schliersee oder wollten uns diesen Winter besuchen? Da habe ich eine Überraschung für Sie. Ich möchte Ihnen unseren beliebten Kalender 2021 (Schliersee | Fischbachau | Bayrischzell) schenken – so lange der Vorrat reicht. Senden Sie mir als Antwort auf diese E-Mail Ihre Anschrift und ich freue mich, einen Kalender von Schliersee direkt zu Ihnen nach Hause zu schicken.

Direkt zu Ihnen ins Wohnzimmer kommt auch das Schlierseer Rotwild, wenn auch nur digital. Meine Redakteurin Judith Weber hat für Sie den Förster Engelbert Holzner bei der Wildfütterung am Spitzingsee besucht. Normalerweise ist das eine Schaufütterung, die dieses Jahr coronabedingt leider für Besucher ausfallen muss, aber die Wildtiere werden selbstverständlich trotzdem versorgt. https://magazin.schliersee.de/fuetterung-im-wildgatter-am-spitzingsee-was-bekommt-das-rotwild-im-winter/

 

 

Ich freue mich, dass die Zahl der Corona-Infektionen sinkt. Natürlich hoffe ich, dass sich dieser Trend fortsetzt und wir Sie bald wieder bei uns in Schliersee begrüßen dürfen.

 

Mit den besten Grüßen aus Schliersee, bleiben Sie gesund!

 

P.S.: Wussten Sie, dass ein Foto des Schlierseer Fotografen Florian Bachmaier von der Jury des Bayerischen Journalisten-Verbands zum „Pressefoto Bayern 2020“ gekürt wurde? Lesen Sie mehr im Schliersee Magazin.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Wildschutz-Zonen beachten | Das Wild braucht im Winter viel Ruhe

Ich treffe mich mit Förster Engelbert Holzner im Wintergatter am Spitzingsee. Hier wird Rotwild gefüttert, damit die Wildtiere in der für sie sehr schweren Zeit im Winter genügend Ruhe finden. Außerdem wird so der Bergschutzwald vor Verbiss geschützt.

 

 

Welche Wildschutz-Zonen haben wir im Spitzingsee-Gebiet?

Zum einen gibt es das Wintergatter. Es hat eine Fläche von 27 Hektar und ist mit einem zwei Meter hohen Zaun eingezäunt. Dieser geschützte Raum für Wildtiere, „Klausgraben“ genannt, darf vom 1. Dezember bis 10. Mai nicht betreten oder befahren werden. Normalerweise finden hier Schaufütterungen statt. Leider ist das coronabedingt derzeit nicht möglich.

„Zweck des Wildschutzgebiets ‚Klausgraben‘ sind der Schutz der Rotwildschaufütterung vor Störung, der Schutz der angrenzenden Fichtenbestände vor störungsbedingten Schälschäden und der Schutz der Waldverjüngung von Verbiss-Schäden im Winter und zu Beginn der Vegetationszeit.“

 

Dem Wild auch in den Hochlagen Ruhezonen gönnen

Dann haben wir aber auch noch Schutzzonen in den Hochlagen. Die Schongebiete sind auch im Gelände beschildert. „Da geht es hauptsächlich um das Birkwild, Gamswild und um Schneehasen“, erklärt Engelbert. Alle Wildtiere brauchen im Winter viel Ruhe. „Jedes Mal, wenn sie aufgeschreckt werden, schwächt das den Organismus“, sagt er. Das erhöht die Gefahr, dass etwa das Birkhuhn oder der Schneehase einem Beutegreifer wie Fuchs oder Adler zum Opfer fallen. „Oder sie verenden, weil sie verhungern“, ergänzt er. Im Spitzingsee-Gebiet gibt es nur noch rund 20 Birkhühner. Die gilt es zu schützen. Beim Gams- und Rotwild steigt bei einer Störung der Energieverbrauch und sie verlassen die Schutzgebiete. „Sie gehen dann eventuell in Schutzwaldsanierungsgebiete, wo wir sie nicht haben wollen“, sagt Engelbert.

 

 

Tipp für die Tourenplanung

Schon vor 25 Jahren hat der Alpenverein Wald-Wild-Schongebiete ausgewiesen, die im Winter nicht betreten werden sollen. Das ist eine freiwillige Regelung zum Schutz der Natur. Diese Gebiete sind auf den DAV-Karten eingezeichnet. Eine Beschilderung vor Ort informiert den Wintersportler im Gelände. Aber auch online kannst du dich informieren: Die App „alpenvereinaktiv“ hilft dir vorab bei der Tourenplanung.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Fütterung im Wildgatter am Spitzingsee | Was bekommt das Rotwild im Winter?

Normalerweise ist die Wildfütterung am Spitzingsee eine Schaufütterung. „Coronabedingt sind Zuschauer leider momentan nicht möglich“, bedauert Förster Engelbert Holzner.

 

 

Das Wintergatter am Spitzingsee ist eine eingezäunte Fütterung. Das Rotwild wird hier während des Winters gehalten und gefüttert. Die Wildtiere benötigen im Winter viel Ruhe, und gleichzeitig wird der wichtige Bergschutzwald so vor Verbiss geschützt. Gefüttert werden Heu und Heusilage aus der Region. Tatsächlich kommt das Heu von einem Lieferanten aus Neuhaus. „Das hat auf der einen Seite den Vorteil, dass wir kurze Wege haben“, sagt Engelbert. Auf der anderen Seite ist regionales Futter auch wichtig für die Wildtiere, da sie die Kräuter aus der Natur kennen und so das Heu gleich erkennen und gut annehmen. Am Ende des Winters im Februar und März wird zusätzlich Alleinfuttersilage (AFS-Silage) gefüttert. AFS-Silage ist eine Mischung aus Maissilage, Apfeltrester, Gärheu und Zuckerrüben. „Das ist geschmacklich sehr attraktiv, und so bleiben die Tiere dann doch ganz gerne hier“, erklärt Engelbert. In dieser Zeit ist es wichtig, die Wildtiere an der Fütterung zu halten, damit sie nicht die frischen Triebe der Bäume verbeißen. Wichtig ist dem Förster auch, biologische Futtermittel zu verwenden. „Wild ist ein Bio-Produkt“, betont er. Würde man die Wildtiere die Hälfte vom Jahr mit Soja oder genverändertem Mais füttern, könne man nicht mehr von einem Bio-Produkt sprechen. „Das sollte man schon bedenken, wenn man ein Wildtier so lange künstlich füttert“, erklärt er. Schließlich sind es 160 bis 180 Futtertage im Jahr. Vier Kilo nehmen die Tiere meistens noch Naturäsung auf, und etwa fünf bis sieben Kilo werden zugefüttert. „Bei der momentanen Schneelage wird die Naturäsung nicht mehr als zwei Kilo sein, die Hauptfütterung findet hier statt und fließt dementsprechend in den Organismus ein“, sagt er. Deshalb ist es auch ausschlaggebend, biologisches Futter füttern. Wenn Schnee liegt im Winter, geht Engelbert Holzner am Nachmittag jeden Tag zum Wintergatter, um die rund 50 Tiere zu versorgen.

 

Derzeit leider keine öffentliche Wildfütterung wegen Corona

Nachdem Engelbert Holzner die Futterstellen gefüllt hat, gehen wir in die Beobachtungshütte und warten. Etwa nach einer Stunde nähert sich das Rotwild ganz vorsichtig. Es macht Spaß, die Tiere zu beobachten. Hier kann man sie alle sehen: mächtige Hirsche, junge Kälber, erfahrene Alttiere und natürlich die männlichen Junghirsche, Spießer genannt. Erstaunlich, wie viel Rotwild sich bei uns in den Wäldern tummelt. Keine Frage, dass man das schützen muss. Schutzzonen darf man nicht betreten, damit die Wildtiere keinen zusätzlichen Stress in der ohnehin für sie sehr schweren Winterzeit bekommen. Ganz wichtig: Hier am Wintergatter nicht über den Zaun klettern und unbedingt den künstlich geschaffenen geschützten Lebensraum der Wildtiere respektieren.

 

 

Sobald die Wildfütterung wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist, informiere ich dich hier im Schliersee Magazin.

Bayerische Staatsforsten | Auf der Pirsch nach Hirsch: Schaufütterung von Rotwild am Spitzingsee (baysf.de)

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Schlierseer Winter ‒ so war‘s früher

Heute hatte ich die ehrenvolle Aufgabe, im Auftrag des Schliersee Magazins unsere Maria Zankl, geb. Kirsch, zu besuchen.

Maria Zankl ist 1940 im Kirsch-Haus in Schliersee-Glashütte geboren und erlebt bereits zum 80. Mal den Schlierseer Winter.

 

 

In Marias Erinnerung an die früheren Winter ist geblieben, dass es früher viel mehr Schnee gehabt hat. Das kann natürlich auch täuschen, da Maria ja damals die Winter als kleines Kind erlebt hat. Wenn Maria aus der Haustür ging, sei sie schon im Schnee stecken geblieben. Im Kirsch-Haus, in dem Maria heute noch wohnt, ist sie auch geboren. Das ist schon eine Seltenheit und heute kaum noch anzutreffen. Mit den Eltern, Großeltern und ein paar Onkeln wohnte Maria in dem Haus mit 500-jähriger Geschichte, 1538 erstmals in der Chronik erwähnt als Mühle am Waxenstein, die ab 1900 als Schleiferei der Glashütte am Schliersee genutzt wurde.

Das waren halt unsere Winter gewesen, so Marias Aussage. Als Maria etwa 16 Jahre alt war, war es wieder eine andere Zeit. Das wunderschöne Bild von Maria zeigt die Skimode und Ausrüstung dieser Zeit. Mit Keilhosen und einem schicken Kopftuch ging‘s zum Skifahren vor der Haustür. Die Bilder vom Vater oder den Onkels sowie der Oma zeigen die Skimode von damals. Die Oma ist ja noch mit langem Rock und einem schönen Stickjanker gefahren, was auf dem Bild sehr schön zu sehen ist.

Wenn Gäste im Kirsch-Haus Urlaub machten, konnten die sich das zuvor gar nicht vorstellen, sie waren ja meist aus dem Rheinland oder Berlin. Sie kamen, um sich mal den Schnee anzusehen. Marias Oma hat in den 1930er-Jahren schon Gäste beherbergt, damals hieß das Gästehaus KdF, was „Kraft durch Freude“ bedeutet.

Die Gäste waren auch damals bereits beim Langlaufen oder Skifahren. Maria kann sich gut daran erinnern, den Gästen ihre eigenen Ski geliehen zu haben. Damals wurde noch nicht so sehr darauf geachtet, ob die Ski passen oder nicht. Hauptsache, man hatte welche und konnte damit fahren. Es waren ganz normale Holzbretter mit einfachster Bindung.

Nach der Schule mussten die Kinder durch den Schnee stapfen und brauchten natürlich auch länger, bis sie heimkamen. Da war jeder richtig nass. Das war auch früh oft so, da saß man dann halt mit nassen Sachen im Unterricht.

 

 

Danke, Maria, für den kurzen netten Einblick in deine sehr interessante Geschichte der früheren Schlierseer Winter.

 

 

Haus Kirsch

Am Waxenstein 2

83737 Schliersee

Tel.: 08026/4805

E-Mail: Haus-Kirsch@gmx.de

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

A Wintergaudi am Schliersee – Schneemannbauen leicht gemacht!

Juchuuu!!!! Endlich hat es geschneit am Schliersee! Quasi über Nacht haben sich der Ort, das Seeufer und die umliegende Bergwelt in ein Wintermärchen verwandelt. Leider müssen wir ja aus bekannten Gründen derzeit alle zu Hause bleiben. Aber Schneemannbauen geht auch im eigenen Garten, im benachbarten Park oder am Wegesrand.

 

 

Deshalb habe ich mir meine Tochter geschnappt, im Kopf einen kurzen „Schneemann-Bauplan“ entworfen, und dann ging’s ab nach draußen! Schön griffig muss der Schnee sein, damit sich auch feste Kugeln formen lassen.

Video

Puuh … da kommt man ganz schön ins Schwitzen! Aber eine Gaudi ist es allemal, außerdem tut das Austoben in der frischen Winterluft richtig gut. Und Abstandhalten ist überhaupt kein Problem … außer zum Schneemann natürlich. Aber der trägt ja Mundschutz 😉

In diesem Sinne: Bleibts g’sund und denkt beim Schneemannbauen an den nächsten Ausflug zum Schliersee, denn Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!

Viel Vergnügen!

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Tipps Januar 2021: ❤ Starten Sie mit Schliersee im Herzen ins neue Jahr

Servus aus Schliersee,

es schneit bei uns in Schliersee und der Lichterglanz der Weihnachtszeit lässt unsere Marktgemeinde in den Abendstunden in einem romantischen Licht erstrahlen. Frisch verschneit, funkelt und leuchtet es noch mal schöner. Weihnachten ohne Gäste aus aller Welt war für uns sehr ungewohnt. Leider ist die Situation unverändert und unsere Gastgeber dürfen immer noch keine Gäste empfangen. Aber auch wenn Sie uns momentan nicht besuchen können, haben wir das Gastgeberverzeichnis fertiggestellt.

Haben Sie Ihren Sommerurlaub in Schliersee schon gebucht? Gerne schicken wir Ihnen das Gastgeberverzeichnis zum Schmökern auf Ihrem Sofa. Bestimmt finden auch Sie die richtige Unterkunft für Ihren Traumurlaub bei uns in Schliersee.

Gastgeberverzeichnis bestellen

 

 

Über die aktuelle Corona-Lage im Bereich Tourismus im Landkreis Miesbach informiert Sie unsere Tourismusorganisation Alpenregion Tegernsee-Schliersee (ATS KU) auf ihrer Webseite immer aktuell: https://www.tegernsee-schliersee.de/urlaub-in-corona-zeiten.

Zusätzlich hat die ATS KU auch einen Flyer zum Verhalten in diesem besonderen Winter (Naturregeln und Corona-Tipps) herausgebracht. Informieren Sie sich unbedingt, bevor Sie ins Gelände gehen.

 

 

Sie möchten sicher in die Wintersaison starten? Dann empfehle ich Ihnen einen Lawinenkurs. Jetzt ist genau die richtige Zeit, um sich mit einem Onlinekurs auf die Saison vorzubereiten. Auch wer „nur“ Schneeschuhwandern gehen möchte, sollte nicht ohne eine Ausbildung ins Gelände gehen. Alex Römer, staatlich geprüfter Ski- und Bergführer, hat im Lawinencamp Bayern Online-Kurse Theorie im Programm.

 

Beachten Sie unbedingt die Schutzzonen für das Wild, gehen Sie nicht ohne Notfallausrüstung ins Gelände und informieren Sie sich vorher über die Lawinensituation.

 

Wann die Alpenbahnen Spitzingsee wieder aufmachen dürfen, ist derzeit nicht absehbar, aber die Vorbereitungen sind in vollem Gange – die Schneekanonen laufen, um Ihnen dann, wenn Skifahren wieder möglich ist, beste Bedingungen zu ermöglichen.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins neue Jahr, bleiben Sie zuversichtlich und passen Sie bitte auf sich auf. Hoffentlich bis bald bei uns in Schliersee!

 

P.S.: Wussten Sie, dass Sie unser beliebtes Bürger- und Gästemagazin „Schöne Zeiten“ auch im Internet lesen können? Die Winterausgabe jetzt online. 

 

 

 

[tourim-redakteur]