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Neuigkeiten von der Pizzeria und Gelateria Al Lago

Die Pizzeria und Gelateria Al Lago ist eine Institution in Schliersee. Bereits seit dem Jahr 2013 begrüßen Sabrina und Luigi hier ihre Gäste und verwöhnen sie mit heißen und eiskalten italienischen Köstlichkeiten. Im Jahr 2019 kam dann noch das Sapori Italiani in Neuhaus dazu.

Während der Lockdown den Gastronomen allgemein schwer zu schaffen macht, haben Luigi und sein Team entschieden: „Jetzt erst recht!“ Sie haben die Ärmel hochgekrempelt und die Zeit der Schließung genutzt, um etwas Tolles entstehen zu lassen – und ich durfte es mir als eine der Ersten ansehen.

 

 

Betritt man das Lokal, scheint zunächst alles wie immer. Direkt am Eingang empfängt mich nach wie vor die riesige Kühltheke mit einer schier unglaublichen Auswahl an leckeren Eissorten und anderen gekühlten Köstlichkeiten. Der Gastraum selbst wurde dagegen komplett renoviert. Die ehemals roten Lederbezüge der Sitzbänke sind jetzt in einem dezenten dunklen Grauton gehalten. Dieser Farbton wird auch an den Wänden wieder aufgenommen und lässt das Lokal moderner und offener wirken. Dank der großen hölzernen Tische bleibt die Atmosphäre aber einladend und gemütlich – kurzum, ein Ort zum Verweilen und zum geselligen Beisammensitzen auch in größerer Runde. Die neuen stylischen Lampen bilden kleine, von der Decke hängende Farbkleckse in Orange und Rot. Der Clou daran: Die gläsernen Zylinder sind mit kleinen Fläschchen bestückt, deren roter beziehungsweise orangefarbener Inhalt ein warmes Licht verströmt.

 

 

Auch auf der Speisekarte wurde ein wenig „renoviert“: Als nur noch Speisen zum Mitnehmen angeboten werden durften, wurden Burger ins Angebot aufgenommen und zum großen Renner bei den Kunden. „Wir haben die Hamburger ein bisschen modifiziert“, sagt Luigi, „es gibt sie zum Beispiel all’italiana mit Gorgonzola oder alla francese mit Brie, dann noch den brasiliano mit Mais und auch eine XXL-Version.“ Neu ist auch die sogenannte Pinsa, die der klassischen Pizza sehr ähnlich sieht, aber sich letztendlich doch deutlich von dieser unterscheidet: „Sie wird mit drei Sorten Mehl gemacht, aus Weizen-, Soja- und Reismehl. Der Teig muss dann 72 Stunden ruhen und ist dadurch bekömmlicher als der klassische Pizzateig“, erklärt Luigi fachmännisch. Anders als bei der Pizza wird der Teig nur flach gedrückt, daher auch der Name Pinsa, der sich vom lateinischen Wort pinsere ableitet und so viel wie „zerdrücken, zerquetschen“ bedeutet. Nach dem Backen wird die Pinsa nach Belieben belegt.

 

 

All diese Köstlichkeiten können auch weiterhin im Al Lago bestellt und abgeholt werden. Ganz besonders freuen sich Sabrina, Luigi und das gesamte Team aber darauf, die Türen hoffentlich schon bald wieder richtig für ihre Gäste öffnen zu dürfen!

Auf der linken Seite des Eingangs, im ehemaligen Stüberl, hat die größte Veränderung stattgefunden. Hier hat sich Luigi einen Traum erfüllt, einen kleinen, aber feinen Mini-Supermarkt mit ausschließlich italienischen Produkten. „Ich hatte das schon länger im Kopf, wir wollten den Raum auf eine andere Art nutzen“, erzählt er mir, während ich neugierig von einem Regal zum anderen gehe und mir ansehe, was es hier alles zu kaufen gibt. Der Lockdown hat ihm nun die nötige Zeit verschafft, seine Pläne in die Tat umzusetzen.

In der Mitte des Raums befindet sich ein großer Tresen, auf dem eine knallrote Aufschnittmaschine als Dekoration thront. Auf der linken Seite sind zwei große Regale voll mit Getränken verschiedenster Art, angefangen von Wein und Spirituosen über Softdrinks bis hin zu italienischem Bier. Auf der anderen Seite des Raums entdecke ich Soßen, allerlei Konserven, Süßwaren wie biscotti (Kekse) oder cornetti (Croissants) und vor allem Nudeln: Pasta aus Apulien, der Heimat von Sabrina und Luigi, Vollkornpasta und auch Biopasta. „Wir haben ein gemeinsames Projekt mit der Manufaktur Pasta fino, die hier in Bayern produziert und uns mit verschiedenen Bioprodukten beliefert“, erzählt Luigi und lächelt zufrieden. „Mit der Zeit werden wir sehen, was die Kunden wünschen, und dann werden wir das Sortiment entsprechend erweitern, aber auch schon jetzt kommen fast täglich neue Produkte dazu“, ergänzt er sichtlich stolz.

 

 

Eine feine Auswahl hat Luigi bereits zusammengestellt. Egal, ob man etwas für den italienischen Abend daheim, was zum Knabbern vor dem Fernseher oder ein exklusives Geschenk für einen Italienliebhaber sucht: Bei Luigi wird man sicher fündig! Schon jetzt kann man während der Öffnungszeiten der Pizzeria im italienischen Markt einkaufen. Also kommt vorbei und sucht euch eure italienischen Lieblingsprodukte aus!

 

Ristorante Gelateria Al Lago

Seestraße 8

83727 Schliersee

Tel.: 08026 9289110

E-Mail: info@allago-schliersee.de

Öffnungszeiten:

Mo. bis So.                11:00–22:00 Uhr

 

 

 

Kathrin Zott Kathrin Zott

Aufgewachsen und noch immer wohnhaft in Neuhaus am Schliersee, zweifache Mama, studierte Germanistin und Musikpädagogin, freiberufliche Lektorin und Korrektorin – mit anderen Worten: heimatverbundene, musikbegeisterte, kreative, tierliebe und vor allem komplett italienverrückte Leseratte.

 

 

 

Grünes Gold – Schlierseer Bärlauchpesto

Wenn du momentan durch die Schlierseer Wälder wanderst, strömt dir überall eine kräftige Knoblauchnote entgegen. Der Bärlauch wächst in Hülle und Fülle.

Vitaminreich, gesund und einfach bei uns in der Natur zu ernten. Der Bärlauch enthält sogar Substanzen, die das Immunsystem stärken.

 

 

Nicht mit Maiglöckchen verwechseln

 Wer den Bärlauch selbst sammeln möchte, sollte jedoch aufpassen. Er kann leicht mit den giftigen Maiglöckchen und den ebenso giftigen Herbstzeitlosen verwechselt werden. Und das kann richtig gefährlich werden. Wer also zweifelt, sollte lieber zum Gemüsehändler seines Vertrauens gehen. Auch im gut sortierten Supermarkt findest du Bärlauch.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, den Bärlauch zu verwenden. Ich mag am liebsten Bärlauchpesto. Das kannst du wirklich leicht selbst herstellen und dir so den Schlierseer Frühling nach Hause holen.

 

Mein Lieblingsrezept:

2 Bund Bärlauch
50 g Pinienkerne (oder Walnüsse)
100 g Parmesan
100 ml Olivenöl
Salz und Pfeffer

Den Bärlauch waschen und trocken tupfen, die Pinienkerne in der Pfanne ohne Fett leicht anrösten und den Parmesan mit einer Reibe frisch hobeln. In einem Mixer alle Zutaten zu Pesto verarbeiten, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in ein Gläschen abfüllen.

Das Bärlauchpesto schmeckt zu Pasta genauso wie zu einem frischen Bauernbrot.

 

 

Besonderer Tipp: Andreas Essendorfer hat Bärlauch-Meerrettich im Programm. Das ist der Kick für deine Sahnesoße zum Tafelspitz. https://www.essendorfer.de/search?sSearch=b%C3%A4rlauch

Viele Produkte rund um den Bärlauch bekommst du auch bei Angelika im Hennererhof in Schliersee. Auch Bärlauchpesto! https://www.hennerer.com/

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Essendorfer ‒ vom kleinen Schliersee über den Großen Teich nach Amerika

Amerikaner besuchen Essendorfer in Neuhaus

 

 

Vor Kurzem haben 20 Farmer aus Amerika Andi Essendorfer in seiner Firma in Neuhaus besucht. Viele von ihnen haben zu Hause in Amerika einen Hofladen, und einige von ihnen verkaufen dort sogar bereits Essendorfer Produkte. Andi öffnete für seine Gäste aus dem Ausland seine Küche in Neuhaus und kochte zusammen mit ihnen Marmelade. Denn auch in Amerika geht der Trend zu Regionalität, erzählt mir Andi.

Auch für Andi ging es wieder einmal nach Amerika

 

 

Bei seinem Besuch in Amerika vor ein paar Wochen hat er dann einige dieser Farmer besucht, wie etwa Bruce auf seiner Pumpkin-Erlebnis-Farm The Great Pumpkin Patch in Illinois. In dem von Neuhaus etwa 7.500 Kilometer entfernten Hofladen wird es in Zukunft auch Essendorfer Gläschen geben. Andi besichtigte die Farm, genoss die Gastfreundschaft und knüpfte neue Kontakte. Er hatte sogar die Möglichkeit, die Farm von „Amish People“ zu besuchen und zu sehen, wie sie ihre Feldarbeit verrichten. Viele der Amish People leben in einer „anderen Welt“ und lehnen moderne Errungenschaften ab. Aber auch dort wurde Andi liebevoll aufgenommen. „Ein sehr inspirierendes Erlebnis“, sagt Andi.

In Chicago auf der NRA-Show

 

 

Nachdem Andi Essendorfer mehrere Farmer besucht hatte, ging es für ihn weiter nach Chicago auf die „NRA-Show“ (National Restaurant Association-Show) ‒ eine der größten ihrer Art mit mehr als 43.000 Besuchern jedes Jahr. Eine ausgezeichnete Gelegenheit, um in den Exportmarkt einzusteigen, sich zu präsentieren und die globale Reichweite der eigenen Marke zu erhöhen. Ebendiese Messe war es auch gewesen, die Andi Essendorfer 2016 mit seinen Produkten das erste Mal nach Amerika geführt hatte. „Im November 2016 wurde ich vom Bayerischen Wirtschaftsministerium auf die NRA-Show in Chicago geschickt, um das Land Bayern zu vertreten.“ Damals zögerte er erst, heute ist er froh, dass er diesen Schritt über den Großen Teich gewagt hat. Man findet dort die neuesten Food-Trends aus mehr als hundert Ländern. „Man trifft hier große Hotelbesitzer aus Dubai genauso wie Food-Entscheider von Facebook oder der U.S. Army – alles eine hochinteressante Kundschaft“, erzählt er mir ‒ und wie begeistert die Kunden waren. Hier ein Beispiel: https://www.instagram.com/p/Bxs_lTWB0Ew/?utm_source=ig_web_copy_link

 

Auch Maine an der Atlantikküste ist ein Ziel seiner Reise

Nach dem Messetrubel in Chicago fuhr Andi Essendorfer weiter nach Maine zu einem seiner größten Kunden in Amerika. „Wir haben auch ein bisschen private Zeit miteinander verbracht, damit wir uns besser kennenlernen konnten“, sagt Andi. Die Supermarktkette Roche Bros hat 20 Filialen rund um Boston und verkauft ausschließlich Qualitätsprodukte, wie eben Essendorfer.

Man findet Andis Gläschen aber inzwischen auch in Geschäften in New York, San Francisco sowie bei uns im Taubensteingipfelstüberl. Es ist schön, zu sehen, wie er die Liebe zu seiner Heimat Schliersee, verpackt in kleine Gläschen, in die Welt trägt. „Ich habe mich auf die Reise gemacht ‒ und diese Offenheit und Neugierde machen uns auch aus!“, erklärt Andi Essendorfer zufrieden.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee