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Iglu bauen mit Blick auf den Taubenstein – ein Heidenspaß!

Letztes Wochenende war es so weit: Ich durfte beim Iglu-Bauen mit dabei sein. Acht Freundinnen aus dem Landkreis Ebersberg sind extra zu uns rausgefahren mit dem Ziel, gemeinsam ein Iglu zu bauen.

„Schon seit 4000 Jahren beherrschen die Eskimos die Kunst, einen Iglu zu bauen. Die in kleinen Gruppen zerstreut lebenden Indianer bewohnten entgegen der allgemeinen Meinung nur während der Jagd und auf Reisen Iglu genannte Schneehütten.“

Wiktionary

Horst Jenicek, der Inhaber der Erlebniswerkstatt WILDPFADE, betreut den Event und führt die Mädels in die hohe Kunst des Iglu-Bauens ein. Und dass den Erbauern tatsächlich einiges an Können, aber auch an Kraft und Ausdauer abverlangt wird, kann ich im Laufe des Tages miterleben.

Zunächst muss durch Feststampfen der nötige Untergrund geschaffen werden, um überhaupt daraus Schneeblöcke sägen zu können – jawohl, es wird mit Schneesägen gesägt! Um sie komprimieren zu können, muss die Schneedecke mindestens einen Meter hoch sein. Je mehr Luft in den Kristallen und damit den Blöcken eingeschlossen ist, desto wärmer ist es später im fertigen Iglu, lerne ich heute. Und je mehr Eis durch beispielsweise Regen entstanden ist, desto schwerer werden die Blöcke. In unserem Fall wiegen sie je nach Größe im Durchschnitt 25 kg. Damit das kuppelförmige „Schneezelt“ tatsächlich rund wird und die notwendige Wölbung nach innen erhält, wird bei jedem Block mit einer in der Mitte des Baus an einem Stab befestigten Schnur ein gleichmäßiger Abstand sichergestellt. Weiterhin wichtig ist das Drei-Punkte-System, nach welchem die Schneeblöcke jeweils an drei Punkten miteinander verbunden sein müssen. Und los geht‘s: Stein für Stein bzw. Block für Block wächst der Iglu. Oder ist es das Iglu? Darüber ist sich selbst der Rechtschreibduden nicht einig …

Wir haben sozusagen „Steinbrucharbeiterinnen“, welche mit dem Abbau der Blöcke beschäftigt sind, Architektinnen, die auch die Ästhetik des Gebildes im Blick haben, einen Statiker, der auf die Stabilität achtet, und „Maurerinnen“, die Stein für Stein den Iglu in einer geneigten Spirale aufbauen, bis sich am Ende eine Kuppel bildet. „Einer für alle und alle für einen“, hieß der Schlachtruf zu Beginn, und tatsächlich geht es nicht ohne Teamwork. Dafür ist die Arbeit zu anstrengend. Zwischendurch werden wir alle von Lisa mit Schokolade gestärkt, und schon geht‘s wieder mit neuen Kräften voran. Durch das lange Stehen und Laufen im Schnee werden die Füße kalt, und es werden mehrere Paare Handschuhe pro Person benötigt, um trockene Finger zu bewahren. Aber es ist eine Riesengaudi, und das Lachen der Freundinnen unterstreicht die gute Laune und Freude daran, gemeinsam etwas zu erschaffen. Der Eingang muss unterhalb der Liegefläche liegen, damit die warme Luft nicht entweichen kann. Daher wird unterhalb der Schneemauern ein Loch als Einstieg gegraben, und alle acht Frauen samt Horst finden Platz im Inneren des Iglus.

 

 

Nach einem Abendessen auf der Alm und einem nächtlichen Abstieg mit Schneeschuhen durch vor Kälte knirschenden Schnee und die dunkle, inzwischen schlafende Berglandschaft sind sich alle einig: Das Iglu-Bauen war eine tolle Erfahrung und ein Riesenspaß.

 

 

WILDPFADE
Horst Jenicek
Tratberg 19
83734 Hausham

Telefon: 08026 9288945

E-Mail: info@wildpfade.eu

Internet: http://wildpfade.eu/

 

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Buchtipps: Schliersee fürs Sofa – Slyrus – Severin Hofers abenteuerliche Reisen

Ja, wir haben in Schliersee einen Berggeist! Und ja, man kann ihn sogar tatsächlich sehen! Leider lässt er sich nur zur Winterzeit entdecken, wenn die Hänge bereits verschneit sind. Links vom Spitzingsattel blickt dann das Gesicht von Slyrus, unserem Berggeist, so, als würde er uns beschützen wollen, über den Ort Schliersee.

Auf das seltsame Naturschauspiel wurde der Autor, Bernhard Hoffmann, Ende 2012 von seinem Freund Buale aufmerksam gemacht. Dieser zeigte ihm ein Foto, welches von der Perfallstraße aus aufgenommen wurde und das Gesicht des Berggeistes zeigt. „Was für ein toller Zufall“, nennt es Herr Hoffmann, dem sofort Ideen für einen Roman durch den Kopf geisterten. Durch das Bild inspiriert, entstand dann die Buchreihe

  • Slyrus – Der Berggeist –
  • Slyrus – Die Gebirgsmonster –
  • Slyrus – Feuer im Berg – Herausgabedatum: 20.03.2017

Den Namen „Slyrus“ erhielt unser Berggeist von dem Physiotherapeuten Severin Hofer, dem Protagonisten der Bücher. Der Name erinnert an den Ort „Sliersee“ bzw. „Slyrsee“, wie Schliersee vor vielen Jahrhunderten noch genannt wurde.

Nachdem Bernhard Hoffmann bereits einige Bücher und CDs zu den Themen Meditation und Pendeln veröffentlicht hatte, begann er 2013 mit dem Schreiben dieser Fantasy-Reihe. Herr Hoffmann führte bis vor einigen Jahren seine eigene Apotheke, bis er dann in Rente ging. In seinen Büchern „steckt viel Eigenes drin“, wie er mir anvertraut. Sie enthalten spirituelle Riten, wie z. B. eine geführte Meditationsreise. Auch mystische Tierwesen, Helfertiere, wie sie Bernhard Hoffmann nennt, begleiten Severin Hofer auf seinen Reisen. Und natürlich sind Wichtel und Zwerge als Freunde und Helfer immer mit dabei. Die Fantasy-Reihe richtet sich an jung gebliebene Erwachsene, die einen Sinn für Märchen, Legenden und Sagen haben. Aber auch den Enkelkindern von Herrn Hoffmann haben die Bücher sehr gut gefallen, wie er mir erzählt. In den Büchern finden sich nähere und weitere Örtlichkeiten rund um den Schliersee wieder. Außerdem lässt Bernhard Hoffmann viele Weisheiten und eigene Erfahrungen einfließen. „Nicht, weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.“ Am Ende dieser chinesischen Weisheit stupste ihn der Drache liebevoll mit der Schnauze an und verschwand (Slyrus, Band 2 – Die Gebirgsmonster). Es geht in den drei Bänden auch um Selbstfindung, die Reise zu sich selbst, seine Fähigkeiten und Stärken zu erkennen und Wege zu erlernen, um diese zu aktivieren. Severin Hofer wird immer wieder an seine Grenzen geführt und muss über sich selbst hinauswachsen. Seine Reise bringt ihn im ersten Band bis nach China, wo Meister Zhong Shi zu ihm sagt: „Junger Mann, du magst ungewöhnliche Anlagen besitzen, sonst wärst du kein Drachenreiter. Du hast schon einiges gelernt, aber dir fehlt sowohl der Zugang zu deiner wahren Stärke wie die Praxis, die Kräfte zu steuern“ (Slyrus, Band 1 – Der Berggeist). Die Bücher lesen sich flüssig, und es ist ein Leichtes, in die Märchenwelt abzutauchen und die Erlebnisse des Severin Hofer zu teilen. Der Berggeist Slyrus begleitet Severin wie ein Mentor und unterstützt ihn darin, seine Aufgaben zu bewältigen.

Sogar eine eigene Wichtelsprache hat Herr Hoffmann erfunden. „Bitterschön“, flehte der kleine Mann erneut, „es ist sich enorm eiliger und es geht sich um unseriges Volk ums Leben und ums Todsein. Nur du als edliger Drachenverreiter und Freundlicher vom Berggeist kannst uns verhelfen!“ (Slyrus, Band 1 – Der Berggeist).

Im ersten Band lernt Severin den Berggeist und seine tierischen Helfer kennen. Seine Reise führt ihn bis ins Land der Mitte. Es ist eine Visionenreise, auf der Severin sein wahres Selbst finden soll.

Im zweiten Band wird er von den Wichteln zur Hilfe in den heimatlichen Bergen gerufen. Hier geht es um Spionage, Geheimdienste, eine Rebellion der Zwerge sowie ein geheimes Forschungslabor.

Im dritten Band reist Severin bis in die Toskana. Auch in diesem Band spielt der Geheimdienst eine Rolle, genauso wie die Rettung eines Zwergenvolkes und ein ominöses Drogenlabor. Er muss außerdem lernen, sich wieder aus einer selbst verschuldeten Misere zu befreien. So will es der Berggeist. Auch im aktuellen Band geht es unter anderem darum, auf sich selbst und seine Stärken zu vertrauen und seine Entwicklungsfelder zu kennen sowie bewusst damit umzugehen.

Der Autor greift in allen drei Bänden auch gesellschaftskritische und aktuelle Themen auf und schafft es, die Realität mit mystischen Märchenfiguren zu vereinen. Da die Romanfigur Severin Hofer einen Hang zu gutem Essen hat, kommt auch dieses nicht zu kurz. Im Anhang findet der Leser in allen drei Bänden diverse Rezepte von Brezenknödeln über Topfennockerln bis hin zu Rhabarber-Reisauflauf etc.

Herr Hoffmann produziert die Fantasy-Reihe im Eigenverlag (Synergicum Verlag). Die Bücher sind sowohl in der Gästeinformation als auch in der Bücheroase Schliersee sowie in weiteren Buchhandlungen im Landkreis ausgestellt. Die Bücher kosten 10,80 Euro und sind in sämtlichen Buchläden im Landkreis als auch unter www.slyrus.de erhältlich.

 

 

Bernhard Hoffmann
Synergicum Verlag
Naturfreundestr.4a
83734 Hausham
Telefon: +49 (0) 8026 58158
behaus@t-online.de
http://www.synergicum.de

 

Markt Schliersee
Gästeinformation Schliersee
Perfallstr. 4
83727 Schliersee
Telefon: +49 (0)8026 6065 – 0
tourismus@schliersee.de
http://www.schliersee.de

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.