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Kamera trifft Kletterseil: Der Schlierseer Moritz Attenberger ist einer der bekanntesten Outdoor-Fotografen Deutschlands

Ob Jack Wolfskin, Globetrotter oder Vaude: Moritz Attenberger aus Schliersee hatte schon fast alle großen Outdoor-Marken vor seine Kameralinse. Neben Werbe-Shootings realisiert der kletternde Fotograf auch redaktionelle Strecken, etwa für Geo Special oder das Magazin Outdoor. In diesem Sommer dokumentierte der Schlierseer eine herausfordernde Erstbegehung am Grundtvigskirken in Grönland für das Team von Extremkletterer Stefan Glowacz. Fragt man Moritz Attenberger aber, was seinen Weg als Fotograf am meisten beeinflusst habe, so erzählt der Schlierseer nicht etwa von alpinen Klettertouren an spektakulären Steilwänden, sondern von seinen Reisen nach Westafrika Mitte der 2000er-Jahre.

 

 

Extreme Begegnungen an herausfordernden Orten

„Benin, Togo, Burkina Faso, Mali – das hat alles bisher Erlebte und Gedachte relativiert. Das ist mein Referenzpunkt, an dem sich alles misst“, sagt Moritz Attenberger. „Wie überlebst du? Was isst oder trinkst du? Wirst du krank? Wo schläfst du? – In Deutschland kommen diese essenziellen Fragen nicht auf den Tisch, in Afrika stellen sie sich jeden Tag aufs Neue.“ Der Fokus auf das Essenzielle – das (Über-)Lebenswichtige – ist es auch, der seine Fotos heute auszeichnet. Schließlich bildet Moritz Attenberger nicht selten extreme sportliche Leistungen ab. Inszeniert Ausnahmeerscheinungen an hochalpinen Orten, die für andere niemals zugänglich sind.

 

Gemeinsam mit seiner Partnerin Sonja Forster und seinem Bruder war der Outdoor-Fotograf vor rund zehn Jahren nach Westafrika gereist, um das Motorrad seines Schwiegervaters nach Deutschland zu überführen. Der Kontinent faszinierte die drei jungen Erwachsenen so sehr, dass sie blieben – und auf Motorrädern mehr als 8.000 Kilometer durch Benin, Togo, Burkina Faso und Mali zurücklegten.

 

Tiefes Eintauchen in abseitige Themen

In Moritz Attenbergers Büro in der Schlierseer Seestraße steht eine großformatige Schwarzweiß-Fotografie aus dieser Zeit. Sie zeigt den Fotografen und seine Frau auf dem Motorrad. Erinnerungen? In Bildern natürlich! „Wir haben uns damals von einem der berühmtesten Fotografen Afrikas, Malick Sidibé, porträtieren lassen“, verrät Moritz Attenberger. Gleichzeitig war der Fotograf selbst mit der Kamera unterwegs. Und bekam durch Zufall die Chance, tiefe fotografische Einblicke in die Voodoo-Religion zu gewinnen.

 

„Wir waren zu Besuch in der Stadt Ouidah in der Republik Benin, dem Zentrum des Voodoo“, erinnert sich Moritz Attenberger. „Wir hatten unsere Motorräder gerade auf einem kleinen Platz geparkt, als uns ein Junge ansprach: ‚Wollt ihr den König sehen?‘ Eine Viertelstunde später hatten wir dann eine Audienz bei seiner Majestät Daagbo Hounon. Der saß mit Hut und Stange auf dem Gehsteig.“

 

So nah dran, dass es fast wehtut

Am Ende ihres Roadtrips durch Westafrika waren die drei Reisenden aus Deutschland um unzählige Erfahrungen reicher: „Zum sogenannten Papst des Voodoo kommen die Präsidenten von Benin und angrenzender afrikanischer Länder, um sich beraten zu lassen und gemeinsam in die Zukunft zu schauen. Die afrikanische Kultur beruht ja nicht auf Schriften, sondern auf Stories – das lässt sich im Vodoo sehr gut erkennen“, erzählt Moritz Attenberger.

 

Er und seine Begleiter waren eingeladen, an Ritualen und Zeremonien teilzunehmen, die sonst für Außenstehende verschlossen bleiben: „Das war wahnsinnig laut, wahnsinnig anstrengend, am Ende auch extrem unheimlich“, sagt Moritz Attenberger. „Das ist stilprägend für meine Fotografie bis heute: So tief in ein Thema einzutauchen, dass du sagst: Ich muss einen Break machen.“

 

Professionelle Bilder aus Extremsituationen

Am Ende einer langen Reise erschienen Moritz Attenbergers Reportage-Fotografien in der renommierten Berliner Zeitschrift „Das Magazin“. Und der Fotograf entdeckte ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal seiner Arbeit bis heute: „Meine Auftraggeber und ich haben irgendwann festgestellt, dass es einen Bedarf gibt an hochwertigen Bildern aus Extremsituationen. Weg von den Schnappschüssen, die vielleicht nebenbei entstehen, hin zu Profi-Fotos, die so hochaufgelöst sind, dass du am Ende sogar ein Blow-up daraus machen kannst.“

 

Den echten Bergsport mit der Kamera einfangen

Ein Geschäftsmodell, das bis heute die Grundlage für Moritz Attenbergers Erfolg bildet. Schließlich verbindet der 41-Jährige in seiner Arbeit die Fotografie mit seiner langjährigen Erfahrung im Klettern. „Ich klettere, seit ich laufen kann, hatte als Jugendlicher auch mal eine ambitionierte Phase“, so der Schlierseer. „Heute fotografiere ich die besten Kletterer der Welt. Da hilft es, selbst Kletterer zu sein. Dann kannst du gut einschätzen, wo jemand als Nächstes hin steigt, wann er seinen Karabiner klippt, und wann der richtige Moment ist, um auf den Auslöser zu drücken. Ich mache Bilder, die aus diesem echten Bergsport rauskommen, die nah dran sind.“

 

Grönland: „Der perfekte Auftrag!“

Eine Erfahrung, die Moritz Attenberger in diesem Sommer auch auf die Grönland-Expedition mit Extremkletterer Stefan Glowacz führte: „Der perfekte Auftrag, wenn man so will“, resümiert er. Schon lange sind der Abenteurer Glowacz und der kletternde Fotograf befreundet. Moritz Attenberger fotografiert regelmäßig die Kampagnen für Stefan Glowaczs Kletter-Label Red Chili. Doch dieser Auftrag war anders als ein klassisches Werbe-Shooting.

 

In Grönland ging es darum, eine Erstbegehung an einer sogenannten Big Wall zu dokumentieren. Das ist eine 1.300 Meter hohe Steilwand am Berg „Grundtvigskirken“ im Scoresbysund, dem größten Fjordeinschnitt der Welt. „Die Grönland-Reise war extrem facettenreich: Von Segeln über Bergsteigen bis hin zu senkrechtem Klettern war alles dabei“, sagt Moritz Attenberger.

 

Abenteuerliche Fahrt in eine abgelegene Gegend

Schon die Fahrt ins Eis war abenteuerlich: „Das Besondere an diesem Trip war, dass er möglichst CO2-neutral passieren sollte. Also nicht einfach einen Heli nehmen, die Wand klettern und wieder heimfliegen. Deshalb sind wir zuerst mit dem Zug nach Schottland gereist. Und von dort aus mit dem Segelschiff knapp drei Wochen lang über Island nach Grönland. Der Grundtvigskirken liegt in einer wahnsinnig abgelegenen Gegend.“

 

An der Big Wall in Grönland angekommen, plante das Team um Stefan Glowacz, die sogenannten Kingline zu klettern. „Das ist der steilste, kompakteste Wandteil, die kürzeste Strecke zum Gipfel – sehr ästhetisch, sehr logisch, sehr schön. So eine Route für eine Erstbegehung zu finden, ist ein kreativer Prozess“, sagt Moritz Attenberger.

 

Steinschlag an der Big Wall

Doch dann kam alles anders: Denn beim ersten Aufstiegsversuch von Stefan Glowacz und Philipp Hans wird den Kletterprofis ein Steinschlag fast zum Verhängnis. Moritz Attenberger erinnert sich: „Stefan hatte gerade die erste Seillänge geklettert, hatte Stand gemacht und seinen Kollegen nachgesichert. In dem Moment ist ein riesiger Felsbrocken aus der Wand rausgebrochen und auf den Stefan zugefallen.“

 

Nur 50 Meter vor den beiden Männern schlägt der esstischgroße Felsen auf einem Vorsprung auf und explodiert in viele kleine Stücke. Ein Regen aus Steinbrocken geht auf Stefan Glowacz und Philipp Hans nieder. Wie durch ein Wunder erleidet Philipp Hans nur einen Streifschuss, Stefan Glowacz träg drei schmerzhafte Einschläge im rechten Oberschenkel und dem rechten Unterarm davon. Das Duo tritt – unter Schock und mit stechenden Schmerzen – den Abstieg an.

 

Ikonische Bilder von einer Reise der Extreme

„Nach zwei weiteren Kletterversuchen an der Big Wall ist uns klargeworden, dass dieser Weg viel zu gefährlich ist“, erzählt Moritz Attenberger. „In dieser Region in Grönland hört der Permafrost auf. Das ständige Schmelzen, Frieren und wieder Schmelzen setzt dem Fels extrem zu, er wird porös. Das ist wie ein Fisch, der sich langsam seiner Schuppen entledigt.“

 

Das Team erkundet schließlich eine alternative Erstbegehungsroute: Vom Grat des Grundtvigskirken seilen sich die Kletterer in die Südwand ab und erklimmen dann in einem Zug den steilen Gipfel. Das fünf Mann starke Team auf dem nur tischgroßen, kurios geformten Gipfelplateau vor einer Kulisse aus Eisbergen und dem Scoresbysund im blauen Licht der Mitternachtssonne – Moritz Attenberger hat diesen Moment in einem fast schon ikonischen Foto festgehalten.

 

Mit Licht und Location zum perfekten Bild

„Mein Job war genau das: Die schönen Fotos von der Expedition heimbringen für Stefans Sponsoren und für die Medien. Denn jemand wie Stefan Glowacz, der vom Abenteurersein lebt, der braucht tolle Bilder“, sagt Moritz Attenberger. „Optisch kannst du in Grönland fast nichts falsch machen. Da fahren die Eisberge vorbei. Die Berge sind unwahrscheinlich schön, du hast permanent ein tolles Licht – es ist der Wahnsinn!“

 

Was machen seine Fotos aus, vielleicht jedes gelungene Foto? „Ein gutes Bild besteht immer aus verschiedenen Faktoren: Der Moment muss passen, der Bildausschnitt, Aktion, Licht, Styling, Leute und nicht zu vergessen: die Location.“ Aber, sagt Moritz Attenberger, und lächelt verschmitzt: Er werde auch gebucht, weil er „Stroh zu Gold spinnen“ könne.

 

Privat hat die Kamera Pause

Denn schließlich seien Fotoshootings mit berühmten Athleten oft zeitlich so begrenzt, dass man Einschränkungen hinnehmen müssen: „Die Sportler haben nur zu einer ganz bestimmten Uhrzeit an einer ganz bestimmten Location Zeit. Da kann ich dann nicht sagen: Das Licht reicht nicht aus. Oder: Der Hintergrund ist nicht optimal.“

 

Umgekehrt inspiriere ihn aber auch nicht jede tolle Landschaft dazu, zu fotografieren: „Wir wohnen jetzt seit über acht Jahren in Schliersee. Und der Blick auf die Bodenschneid berührt mich jedes Mal. Aber dieser Ort ist eben Rückzugsort für mich, kein Arbeitsort.“ Und eines sei sowieso klar, sagt Moritz Attenberger: „Wenn ich selbst in die Berge gehe, dann habe ich frei. Dann muss die Kamera daheim bleiben.“

 

 

Mehr zur Arbeit von Moritz Attenberger finden Sie hier:

 

Moritz Attenberger

Seestraße 13

83727 Schliersee

Web: https://www.moritzattenberger.com

E-Mail: moritz@moritzattenberger.com

Instagram: https://www.instagram.com/moritzattenbergerphoto/

 

Agentur Neubauer

Tel.: +49 (0)89.27 29 40 60

Web: https://agenturneubauer.com/photographers/moritz-attenberger/

E-Mail: info@agenturneubauer.com

 

 

Fotos 7-24: © Moritz Attenberger

 

 

 

Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Zeigt Unternehmerinnen und Gründerinnen, wie sie mit Storytelling sichtbar werden und ihre besten Kunden anziehen. Ihr Business: Hallo Heldin! Ihre Kreativitätstechnik: die Joggingrunde um den See.

 

 

 

Juhu, Zuwachs für Schliersees Spielplätze! Neue Geräte am Waldfestplatz und im Strandbad

Auf die Spielplätze, fertig, Gaudi! Die Ufer des Schliersees und Spitzingsees sind bereits absolute Anziehungspunkte für Familien, Kinder- oder Jugendgruppen – auch dank zweier moderner Spielplätze. Jetzt gibt es noch mehr Kletterabenteuer und Wasserspaß für Kinder in Schliersee: Denn auch die Spielplätze am Waldfestplatz und im Strandbad haben im Laufe des Frühjahrs neue Geräte bekommen. Wie die beim Nachwuchs ankommen? Das Schliersee Magazin hat nachgefragt.

 

 

Klettern, Balancieren, Wasserspaß

Anruf bei Reiner Pertl. Beim Landschaftsgärtner der Gemeinde Schliersee laufen auch die Spielplatz-Planung und -Gestaltung zusammen. „Jeder Spielplatz in Schliersee hat sein eigenes Thema“, verrät er. „Beim Strandbadspielplatz ist das – logisch! – das Thema Wasser. Das neue große Klettergerüst ist einem Schiff nachempfunden. Und mit der Wasserpumpe gibt’s eine tolle Möglichkeit, um auch außerhalb des Sees zu planschen und sich abzukühlen.“ Auf dem Waldfestplatz, so verrät es Pertl, stünden die Themen „Klettern und Balancieren“ im Vordergrund. „Dazu gibt’s einen Kletterwirbel und ein großes Gerüst mit Kletterwand und Kletternetzen.“

 

Waldfestspielplatz: Endlich ein zeitgemäßes Angebot!

Einen mittleren fünfstelligen Betrag habe die Gemeinde Schliersee in den Spielplatz am Waldfestplatz investiert, weiß Reiner Pertl. Hinzu kommen die Personalkosten für den Aufbau. Weitere 4.000 Euro flossen aus dem Spendentopf des Fördervereins Kinder in Schliersee (https://www.kinder-in-schliersee.de). Der Vereinsvorstand um Kasanda Farac, Tobias Rossteuscher und die ehemalige Vorsitzende Claudia Hasenöhrl hat sich von Anfang an für die Modernisierung dieses Spielplatzes stark gemacht ̶  und auch den eigentlichen Aufbau am Waldfestplatz tatkräftig mit unterstützt.

 

Klettergerüst und Karussell in einem

Ein gemeinsames Engagement, das sich auszahlt – vor allem, wenn man die Kinder auf dem Spielplatz befragt. Besonders gut kommt der sogenannte Kletterwirbel beim Nachwuchs an. Drehen, klettern, schwingen, schaukeln, rennen – das Gerät ist Klettergerüst und Karussell in einem. Und stammt – wie auch alle anderen Neuzugänge – von der Firma FHS Holztechnik: „Mit der haben wir auch schon bei unseren anderen Spielplätzen zusammengearbeitet“, so Reiner Pertl. „Die nutzen hochwertige Materialien wie Robinienholz. Plus: Alle Geräte stehen auf Stahlfüßen und sind somit lange haltbar.“

 

 

Balance und Geschick sind gefragt

Ebenfalls ein neues Zuhause am Waldfestplatz gefunden haben eine große Edelstahl-Rutsche mit Türmchen, Balancier- und Wackelbrücken sowie Kletterseile und -taue. Für die Größeren gibt es eine schöne Kletterwand mit Steingriffen. Und falls einmal ein kleiner Kletterer abstürzen sollte, sind die beiden neuen Anlagen präventiv mit Holzhackschnitzeln ausgelegt. Weiterhin bespielt werden dürfen natürlich auch alle bestehenden Geräte – etwa Reckstangen, eine Holzeisenbahn, eine Kleinkindrutsche, zwei Schaukeln sowie eine lange Holzseilbahn.

 

Dass am Waldfestplatz Kinder das Sagen haben – darauf weist auch ein eigens angefertigtes Spielplatz-Schild hin. Der Förderverein Kinder in Schliersee hatte die Grundschüler der Gemeinde zu einem Malwettbewerb „Mein schönstes Spielplatzbild“ eingeladen. Das Gewinnermotiv hängt nun als Schautafel am Schlierseer Waldfestplatz.

 

Mama-Meinung: Schattenspiele an heißen Tagen

Der Spielplatz am Waldfestplatz liegt schattig unter großen, alten Bäumen und ist somit ein idealer Spielort für besonders heiße Tage. Eine Umzäunung sorgt dafür, dass kleine Spieler sich nicht ohne Weiteres aus dem Staub machen können. Und ein großer Parkplatz erleichtert die An- und Abreise, falls nach dem Toben keine Kraft mehr für einen Fußweg übrig ist.

 

Strandbad-Spielplatz im Zeichen des Elements Wasser

Auch im Strandbad Schliersee können sich die Kleinsten unter Badegästen und Restaurantbesuchern über ganz neue Kletter- und Spielanregungen freuen – alle im Zeichen des Elements „Wasser“. Im Zentrum der neuen Anlage steht ein Klettergerüst, das einem Schiff nachempfunden ist. Balancierhölzer, Rutschstangen, Kletterseile und eine wellenförmige Rutsche bieten Bewegungsspaß vom Feinsten. Gleich zwei neue Schaukeln sorgen für eine schwungvolle Zeit direkt am Schlierseeufer: ein großes schwingendes Tau für geübte Schaukler sowie eine Nestschaukel, in der auch Kleinere ihren Platz finden.

 

 

Wasserpumpe verlockt zum Spritzen, Stauen, Staunen

Besonders gut bei kleinen Wasserratten kommt übrigens die neue Wasserpumpe an. Ob stauen, spritzen oder das Wasserrad hinabfließen lassen – dem Erfindungsreichtum rund ums kühle Nass sind kaum Grenzen gesetzt. Aber Achtung: Auch rund um diese Anlage sind Holzhackschnitzel als Fallschutz ausgestreut. Dieser etwas piksende Untergrund eignet sich nur für unempfindliche Barfußläufer. Alle anderen fühlen sich mit festem Schuhwerk wohler.

 

Die Geräte auf dem neuen Strandbad-Spielplatz hat ein Privatmann aus Schliersee gestiftet, die Aufbauarbeiten hat die Gemeinde ausgeführt. Übrigens: Auch jugendliche Strandbadbesucher kommen nicht zu kurz. Für sie hat die Gemeinde die alten Tischtennisplatten durch zwei nagelneue ersetzt. In direkter Nähe zur Wasserwacht lässt sich unter schattigen Bäumen die eine oder andere Partie Pingpong spielen.

 

Mama-Meinung: Spielend durch Schliersee!

Fazit: Das Angebot an tollen Kletter- und Tobemöglichkeiten in Schliersee ist jetzt noch vielfältiger geworden. Besucher- und einheimische Familien können sich besser auf die unterschiedlichen Standorte verteilen. Beste Voraussetzungen also, dass diese Idee von Gemeindegärtner Reiner Pertl in Erfüllung geht: „Eine gute Zeit verbringen bei einer Tour von Spielplatz zu Spielplatz – das ist unser Wunsch für Familien in Schliersee.“

 

Spielplatz am Waldfestplatz Schliersee

Adresse fürs Navi:

Seestraße 36

83727 Schliersee

 

Spielplatz im Strandbad Schliersee

Seestraße 29a

83727 Schliersee

Tel.: 08026/20 94 95

Web: www.strandbad-schliersee.de

Öffnungszeiten: 10:00‒22:00, je nach Witterung

 

Förderverein Kinder in Schliersee e. V. 

c/o Kasanda Farac

Tel.: 08026/607 94 83

Web: www.kinder-in-schliersee.de

E-Mail: info@kinder-in-schliersee.de

 

 

Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Zeigt Unternehmerinnen und Gründerinnen, wie sie mit Storytelling sichtbar werden und ihre besten Kunden anziehen. Ihr Business: Hallo Heldin! Ihre Kreativitätstechnik: die Joggingrunde um den See.

 

 

 

Franz Schmid Straße: Franz Schmid – berühmter Bergsteiger und Alpinist

Franz Schmid wurde 1905 in Garmisch geboren und fand, zusammen mit seinem vier Jahre jüngeren Bruder Toni, schon in jungen Jahren großen Gefallen an den Bergen und der Kletterei. Die Brüder erhielten für die 1931 durchgeführte Erstbesteigung der Matterhorn-Nordwand 1932 vom IOC die Olympische Goldmedaille verliehen.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Schmid_(Bergsteiger)

Später wurde Franz Schmid Polizist und wohnte viele Jahrzehnte in Neuhaus am Schliersee. Das Grab von ihm und seiner Frau Inge befindet sich auf dem Friedhof in Schliersee-Westenhofen.

Onkel Franz, nicht blutsverwandt mit uns, aber wir Kinder haben ihn so genannt, war einer der besten Freunde meines Vaters und ist oft mit ihm in die Berge zum Wandern und Bergsteigen gegangen. In den 1960er- und 1970er-Jahren sind sie zusammen mit ihren Bergwanderfreunden, dem Neuhauser Friseur Sepp Käser (der unser Nachbar in der Brecherspitzstraße war) und dem damaligen Neuhauser Pfarrer Hanns Zollbrecht regelmäßig für ein paar Tage nach Österreich oder Südtirol in die Berge zum Bergsteigen gefahren.

Oft haben wir Tante Inge und Onkel Franz in ihrer Wohnung in der Zieglerstraße in Neuhaus besucht. Wir sind dann zu acht – meine Eltern und sechs Kinder – um den Bauerstubentisch gesessen, und für uns Kinder war das immer etwas Besonderes, da Tante Inge und Onkel Franz eine Katze hatten, die NIE aus der Wohnung rauskam und immer auf dem gleichen Platz ihr Schläfchen abhielt: Das war für uns jedes Mal aufs Neue faszinierend.

Nachdem Tante Inge aus Fulpmes in Tirol stammte, bekamen wir bei ihr immer „Gudzl“ statt „Guadl“, und wir wurden mit einem herzhaften „Grias enk“ und „Pfiat enk“ begrüßt und verabschiedet.

Die Marktgemeinde Schliersee hat ihrem berühmten Bürger 2006 posthum ein Denkmal gesetzt und eine Straße im Ortsteil Neuhaus-Josefstal nach ihm benannt.

 

 

Bei meiner Internetrecherche zu Franz Schmid bin ich noch auf diesen interessanten Artikel über die Matterhorn-Nordwand Erstbesteigung gestoßen:

http://www.general-anzeiger-bonn.de/themenarchiv/importfallback/ecealtsystem/Vermischtes-Schlaflos-auf-der-eisigen-Felsnadel-article255816.html

 

 

 

Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."