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Kia ora – herzlich willkommen auf dem Campingplatz in Schliersee

„Kia ora“ ist eine der traditionellen Begrüßungen der Māori aus Neuseeland und zugleich das Motto der neuen Campingplatzbetreiber Mark Linke und Christian Bremm in Schliersee. Wörtlich bedeutet „Kia ora“ in etwa „Mögest du gesund sein” oder “Möge es dir gutgehen“.

Genau das wünschen sich Mark und Christian. Sie wollen einen echten Wohlfühlort am Schliersee erschaffen. Gleich als ich den Campingplatz betrete, bin ich in Urlaubsstimmung. Für mich als leidenschaftliche Camperin ist ein Campingplatz grundsätzlich gleichbedeutend mit Urlaub und Erholung. Aber auf dem Schlierseer Campingplatz ist es besonders schön. Mark und Christian haben ihn in den vergangenen Monaten liebevoll hergerichtet.

 

 

Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr

„If you‘re not barefoot, you’re overdressed“ steht auf einem bunten Holzschild. Mark lacht und schaut auf meine Füße. Ich freue mich, dass ich mit meinen Flip-Flops ganz gut hierher passe. Auf dem Campingplatz in Schliersee ist jeder willkommen: vom Camper, über den Urlauberbis hin zum Wanderer und natürlich auch alle Einheimischen, die eine Auszeit am See nehmen wollen. Die Bulli-Beach-Bar direkt am Ufer des Sees ist täglich von etwa 14:00 bis 22:00 Uhr geöffnet – der Kiosk bereits ab 8:00 Uhr. Dort bekommst du sogar Frühstück mit frischen Semmeln, Brezen oder Müsli. Für alle Camper gibt es einen praktischen Brötchenservice. Am See lockt die sonnige Liegewiese zum Entspannen. „Mit einem Drink im Liegestuhl neben der Bulli-Beach-Bar das Treiben auf dem See beobachten – gibt es etwas Schöneres?“, fragt mich Mark, der sich hier sichtlich wohlfühlt. Nach vielen Jahren, die er mit seiner Firma Bulli-Events durch die Gegend getingelt ist, freut rt sich, jetzt hier „sesshaft“ geworden zu sein. Für Christian ist es besonders wichtig, dass jeder hier so sein darf, wie er möchte. „Wir wollen einfach einen Ort schaffen, an dem wir auch selbst gerne sind“, sagt er. Nach kurzer Zeit merke ich schon: Dies soll eine Anlaufstelle werden, wo sich tatsächlich jeder wohlfühlen kann. Die Stellplätze vorne am See mit eigenem Seezugang sind gigantisch. Der Blick auf Schliersee mit der Sixtus-Kirche und zugleich hinüber zur Insel sowie auf die Brecherspitz ist einmalig. Am liebsten würde ich gleich nach Hause fahren und mein Zelt holen.

 

Regional verankert

Neben der neugestalteten Rezeption an der Einfahrt befindet sich der Kiosk mit einer neuen Holzterrasse. Hier kannst du dich mit Burgern und Fischsemmeln verwöhnen lassen. „Wir beziehen viele unserer Lebensmittel regional“, sagt Mark. Die Backwaren kommen von der Bäckerei Gritscher in Neuhaus, die Nudeln vom Hennererhof gleich um die Ecke, die Saiblinge von der Fischerei in Schliersee und der Kaffee aus der Siebträgermaschine von Rafaels. Ein rundes Konzept.

Hier kannst du dich tatsächlich wohlfühlen. Ich campe normalerweise am liebsten in Kanada und Norwegen, aber der Besuch auf dem Campingplatz in Schliersee hat Lust gemacht auf mehr – sogar für mich. Einen Urlaub dahoam? Oh ja bitte!

 

Fakten: Am nordwestlichen Seeufer des Schliersees | 60 Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen | 20 Zeltplätze | Kiosk | Brötchenservice | Bulli-Beach-Bar | Stromversorgung | Renovierte Sanitäranlagen | Moderne Entsorgungsstation | SUP-Verleih

 

 

Camping-Schliersee

Mark Linke und Christian Bremm
Westerbergstraße 27
83727 Schliersee

Mail: info@camping-schliersee.de

Tel.: +49 (0) 8026 9298998

https://www.camping-schliersee.de/

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Die große Debatte … Hundekot aufheben oder nicht aufheben … das ist hier die Frage.

Hier in Schliersee findet eine andauernde Diskussion unter den Hundebesitzern statt: „Warum muss gerade ich die Hinterlassenschaften meines Hundes aufheben, wenn alle anderen Tiere ihr Geschäft – überall wo sie wollen – verrichten dürfen?“

Sind die Gründe eher kosmetischer Natur oder handelt es sich um echte Umweltbelange? Schaden die Hundeexkremente unsere kostbare Käseproduktion? Könnte man Hundekot nicht einfach als Dünger verwenden, so wie man es auch mit Kuh- oder Pferdemist macht?

Nachdem ich mit mehreren ortsansässigen Landwirten gesprochen und nach den genauen Gründen gefragt habe, warum Hundebesitzer darauf achten sollten, entschied ich mich ein wenig auf eigene Faust zu recherchieren.

Für uns Hundebesitzer ist es wichtig, nicht nur mit Respekt unseren landwirtschaftlich tätigen Nachbarn, sondern auch uns untereinander friedlich zu begegnen.
Immer dafür zu sorgen, dass wir ein paar biologisch abbaubare Beutel mit uns herumtragen, ist ein kleiner Preis, den wir zahlen müssen, damit sich jeder glücklich und gesund fühlt.

Hundebesitzer, die aufgrund ihrer Nachlässigkeit die Hinterlassenschaften ihrer Hunde nicht aufheben und entsorgen, fördern die Verbreitung der Neosporose. Diese Infektionskrankheit wird von Neospora Caninum ausgelöst.  Die Parasiten gelangen durch den Verzehr von rohem Fleisch in den Körper des Hundes und werden später mit dem Kot des Tieres weiter verteilt. Kommen Kühe mit den Parasiten in Kontakt, kann das zu Fehlgeburten führen. Von einem Landwirt habe ich erfahren, dass die Milch und der Käse einer Kuh, die mit Hundekot in Berührung gekommen ist, faulig schmeckt.

Die Quintessenz der großen “Aufhebdebatte“ – ja, es ist wichtig, dass Sie die Exkremente Ihres Hundes mit einem biologisch abbaubaren Beutel aufheben und sachgemäß entsorgen!
Leider habe ich feststellen müssen, dass viele Leute nicht willens sind, zum nächsten Müllbehalter oder Hundekotbeutel-Station zu laufen.
Wir möchten, dass Schliersee auch in Zukunft ein hundefreundlicher Ferienort bleibt – bitte halten Sie beim Spaziergang mit Ihrem Hund Ihre Augen offen und heben Sie die Hinterlassenschaften Ihres Tieres auf.

Um allen Hundebesitzern die Arbeit zu erleichtern, haben Schliersee und die umliegenden Gemeinden weitere ausgewiesene Hundestationen innerhalb der Ortschaften, in der Umgebung und an den Seen aufgestellt.

 

Weitere Informationen zur Infektionskrankheit Neospora finden Sie unter:
https://www.fginsight.com/news/news/neosporosis-in-cattle-farmer-issues-emotional-plea-to-dog-walkers-after-cull-scare-20648

 

 

 

Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).