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Eine Schlierseer Institution ‒ das Waldfest des Skiclubs Schliersee

Ein kurzer geschichtlicher Abriss über das Schlierseer Waldfest

Bereits zum 51. Mal findet heuer das Waldfest vom Skiclub Schliersee statt. 1967 haben die damaligen Verantwortlichen beschlossen, auch im Sommer für die Vereinsmitglieder und Schlierseer Gäste eine attraktive Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Das Schlierseer Waldfest war geboren. Anfangs waren es sogar zwei Zelte – ein Bierzelt und ein Weinzelt –, wobei beide Zelte zusammen eine Sitzkapazität von nur 170 Plätzen hatten.

Schon zwei Jahre später wurde ein großes Festzelt – damals vom Waitzinger Bräu in Miesbach, später vom Oberbräu Holzkirchen und schließlich bis dato von der Firma Kirner ausgeliehen – aufgestellt. Alle Zelte ab 1969 waren beheizbar, und viele Generationen Skiclub-Mitglieder haben über die Jahre hinweg fleißig und tatkräftig beim Zeltauf- und -abbau mitgeholfen.

Jedes Jahr ist circa ein Viertel der über 700 Skiclub-Mitglieder ehrenamtlich für das Waldfest tätig ‒ sei es im Organisationsteam, in der Hendl- und Würstlbraterei, als Bedienung, Schankkellner und Tischabräumer oder im „Glückshafen“ bei der Ausgabe der Tombola-Gewinne.

Mittlerweile kommt der Gesamterlös vom Waldfest dem Nachwuchs des Skiclubs zugute. So steht das Skitraining für die Nachwuchssportler im Vordergrund, ebenso der clubeigene Skibus, der die Kinder zu den unterschiedlichsten Skirennen in der Region fährt.

Das Schlierseer Waldfest 2018 findet von Donnerstag, 16.8., bis Sonntag, 19.8., statt. Das Festzelt beherbergt am Abend vom 15.8. (Maria Himmelfahrt) die Schlierseer Blasmusik, die zu ihrem 25‑jährigen Bestehen das legendäre Konzert „Blasmusik goes Rock“ gibt.

 

 

Alle Bilder wurden vom Skiclub Schliersee zur Verfügung gestellt.

Waldfestplakat_2018

 

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

Schutzengel der winterlichen Bergwelt – unsere Bergretter der Bergwacht Schliersee

„Was wir tun, tun wir als ehrenamtliches Team!

365 Tage im Jahr, 24 Stunden, bei jedem Wetter!“

https://www.bergwacht-schliersee.org/bergwacht-schliersee/

 

Die Bergwacht Bayern ist dem Bayerischen Roten Kreuz zugeordnet. Das Dienstgebiet der Bergwacht Bereitschaft Schliersee unter der Leitung von Marcus Taubenberger erstreckt sich über das gesamte Gemeindegebiet der Marktgemeinde Schliersee. Herr Taubenberger hat dem Schliersee Magazin sämtliche abgebildeten Fotos für die Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Hierauf ist sehr gut erkennbar, dass nicht nur die Bergretter Höchstleistungen erbringen, sondern dass auch die Lawinenhunde ‒ egal, bei welchem Wetter ‒ vollsten Einsatz zeigen.

Inzwischen sind die letzten Wochen der diesjährigen Skisaison angebrochen, und auch jetzt, wenn der Schnee aufgrund des Tauwetters schwerer wird, muss auf mögliche Lawinengefahren geachtet werden. Besonders dann, wenn ich als Tourenskifahrer, Snowboardfahrer oder Schneeschuhwanderer den sicheren Skiraum verlasse, sollte ich mögliche Anzeichen, wie z. B. Schneeverfrachtungen, Föhnlage oder Regenwetter, erkennen und bei meinen Touren berücksichtigen. „Sobald Schnee liegt, muss mit Lawinen gerechnet werden. Im freien Gelände ist jeder für die Einschätzung der Lawinengefahr selbst verantwortlich“, erläutert mir Martin Zauner. Um Gefahren besser einschätzen zu können, werden verschiedene Lawinenkurse angeboten. Diese sind sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene gedacht.

http://www.lawinenkurse.de/konzepte/lvs-kurse/lawinenkurse/

An Lawineneinsätzen sind die Bergwacht, Rettungshubschrauber und die Polizei beteiligt. Die Bergretter unterliegen der Schweigepflicht und dürfen keine Aussagen zum Unfallhergang oder Zustand des Patienten treffen.

Aber es gibt nicht nur Lawineneinsätze im Winter, die Bergretter sind auch bei Skiunfällen auf der Piste zur Stelle und leisten Erste Hilfe. In einer Wintersaison gibt es zwischen 280 und 350 Einsätze für die ehrenamtlichen Mitglieder, welche sowohl ihre Freizeit als auch ihre Kräfte der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.

Zum Schluss noch ein paar wertvolle Tipps vom Martin, um verantwortungsbewusst mit der Lawinengefahr umzugehen:

  • Lest vor eurer Tour aufmerksam den Lawinenlagebericht: https://www.lawinenwarndienst-bayern.de/
  • Gleicht den Lawinenlagebericht mit den Gegebenheiten vor Ort ab.
  • Eine vernünftige Selbsteinschätzung ist unabdingbar. Dreht rechtzeitig um und behaltet eure Kraftreserven im Blick.
  • Achtet auf ein vernünftiges Zeitmanagement und ausreichende Lichtverhältnisse.
  • Bedenkt, dass nicht überall ein Handynetz verfügbar ist.
  • Ein Lawinenverschüttgerät, Schaufel und Sonde sind als Mindestausrüstung mitzuführen.
  • Ein Tourenhelm sowie ein Airbag werden empfohlen.

 

 

An dieser Stelle möchten wir unseren ehrenamtlichen Bergrettern und ihren Vierbeinern für ihren unermüdlichen Einsatz auch bei Wetterlagen, die keinen Hubschraubereinsatz mehr möglich machen, ein herzliches Dankeschön sagen!

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.