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Nachhaltiger Anreisetipp mit dem E-Bike von Tegernsee nach Schliersee

Meine heutige Testfahrt mit dem E-Bike führt mich von Tegernsee nach Schliersee. Ein weiterer Tipp, um nachhaltig nach Schliersee anzureisen und die Straßen zu entlasten. Viele Wege führen nach Schliersee.

 

 

Heute bin ich wieder ein Stück auf dem berühmten Bodensee-Königssee-Radweg unterwegs. Auch hier: ein bereits seit vielen Jahre bestehender Radweg, der schon a bissal vergessen wirkt, aber wunderschön ausgebaut und beschildert ist.

Mein heutiger Start beginnt am berühmten Tegernseer Bräustüberl. Ein traumhaft schönes Naturschauspiel ‒ und Tegernsee zeigt sich von seiner schönsten Seite. Der Weg führt am See entlang am Tegernseer Rathaus vorbei in Richtung Quirin. Dort überquere ich die Hauptstraße, biege in den Buchbergweg ein und fahre in Richtung Gasse. Es geht jetzt bergauf, aber mit meinem E-Bike ist das ja kein Problem.

In der Ortschaft Gasse treffe ich auf den Bodensee-Königssee-Radweg, biege rechts ab und fahre nach Niemandsbichl. Es macht richtig Spaß, diese Strecke zu fahren. Schon bin ich in Ostin an der Ödbergalm vorbei und fahre weiter Richtung Hausham. Eine sehr schöne Aussicht nach Hausham, hier sieht man schon das Wahrzeichen ‒ den Bergwerksturm. Ein kurzes schwieriges Stück Weg bergab … hier sollte man langsam fahren.

Im Wald eine schöne Kreuzung, rechts abbiegen und kurze Zeit später wieder links. Es ist wirklich sehr gut ausgeschildert. Jetzt ein Teilabschnitt durch den Wald, auch sehr schön zu fahren. Am Ende komme ich in Hausham, Ortsteil Gschwendt, raus. Ich folge den Wegweisern ein kleines Stückal neben der Hauptstraße bis zur Einmündung in die Schlierachstraße. Jetzt bin ich schon fast am Ziel.

Rechts abbiegen und dem Radweg folgen, vorbei am Campingplatz, und schon bin ich am Ziel. Schliersee, so verträumt liegt er da. Nachmachen erwünscht!

 

 

Mein Tipp: Diese kurze Anreise umfasst lediglich 15 km und ist auch mit kleinen Kindern sehr gut zu bewerkstelligen.

 

 

 

Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Das Kreuz am Kirchbichl steht wieder | Schliersee hält zusammen

Unbekannte hatten Anfang Dezember das Kreuz am Kirchbichl umgesägt. Und das ist nicht die erste Beschädigung an diesem Kreuz. Vor zwei Jahren wurde der schwarze Jesus über Nacht – gerade frisch restauriert und kurz vor Weihnachten ‒ gelb angesprüht. Das Kreuz steht bereits seit 1952 für Kriegsheimkehrer und Bergleute am Ortseingang von Schliersee.

 

 

Schwarz war der Jesus zu Ehren der Haushamer Bergleute ‒ als Zeichen der Hoffnung, wenn sie wieder gesund aus dem Bergwerk in Hausham herauskamen. Kohleabbau war kein einfaches Unterfangen. „Eine gefährliche Arbeit, die man auch unter den Schutz und Segen Gottes gestellt hat“, erklärt Pfarrer Hans Sinseder. Es gibt Vermutungen, dass die Beschädigungen aufgrund der Hautfarbe der Jesusfigur getätigt wurden. Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer weist aber darauf hin, dass Beschädigungen an Kreuzen tatsächlich kein Einzelfall bei uns in der Region sind. So gab es 2016 etwa eine ganze Serie an Gipfelkreuzbeschädigungen im Landkreis Bad Tölz. Aber auch Wegkreuze fallen immer wieder dem Vandalismus zum Opfer. Wer hinter solchen Taten steckt, ist ungewiss. Klar war aber für die Schlierseer, dass das Kreuz wieder aufgestellt werden muss. Eine Welle der Solidarität brach über den Besitzer des Kreuzes herein. In die Hand nahm die Sache dann Schreiner Andreas Haslinger. Mit Unterstützern aus Schliersee und Hausham wurde das Kreuz am Morgen des Heiligen Abends wieder aufgestellt. „Für mich der perfekte Zeitpunkt“, sagt Andreas Haslinger. Und auch, wenn die Farbe des Jesus jetzt nicht mehr schwarz ist, steht das Kreuz weiterhin zu Ehren der Bergleute am Kirchbichl.

 

Großer Dank geht an Pius Kieninger, Max Leitner, Werner Haase, Eisen Astner, Rainer Schrön, Franz Kampfhammer, Peter Nawrath, Andreas Haslinger, Bernhard Haslinger, Alois Gasteiger und Marinus Hinterseer.

„Es war eine Gemeinschaftsleistung!“, erklärt Andreas Haslinger dankbar.

 

 

Gleich nach dem Aufstellen des Kreuzes wurde es von Pfarrer Hans Sinseder gesegnet. Zusätzlich zum Kreuz wurde noch eine Erklärungstafel errichtet, die die Bedeutung des Kreuzes erklärt – in der Hoffnung, dass es ab jetzt wieder in Frieden am Kirchbichl stehen darf.

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee