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Familienwanderung zum Roßkopf

Der Herbst nähert sich mit großen Schritten ‒ und damit auch die beliebteste Jahreszeit zum Wandern. Ich möchte euch heute eine Wanderung vorstellen, die auch für Familien mit kleinen Kindern und ungeübte Wanderer sehr gut geeignet und leicht zu bewältigen ist, und zwar von der Stümpflingbahn-Bergstation zum Roßkopf.

 

 

Gegen 9:00 Uhr kommen wir – mein Mann, meine beiden Kinder und ich – am Parkplatz der Stümpflingbahn am Spitzingsee an. Noch ist der Parkplatz so gut wie leer, außer uns sind nur wenige andere Wanderer unterwegs. Wir kaufen das Familienticket für die Berg- und Talfahrt und können ohne Wartezeit in den 4er-Sessellift einsteigen. In weniger als zehn Minuten bringt uns die Bahn bequem zur Bergstation auf etwa 1480 m. Von hier aus können wir das Gipfelkreuz des Roßkopfs schon sehen. Das ist toll, gerade auch für kleine oder wenig lauffreudige Kinder ‒ das Ziel immer im Blick, ist die Motivation doch gleich viel höher. Der Höhenunterschied bis zum Gipfel beträgt nur knappe 100 m, und die Steigung ist wirklich moderat. Obwohl der Weg breit und gut begehbar ist, ist er nicht für den Kinderwagen geeignet. Wer trotzdem schon die ganz Kleinen mit auf den Berg nehmen möchte, dem empfehle ich eine sogenannte Kraxe oder eine andere Tragehilfe. Außerdem sollte man auf jeden Fall festes Schuhwerk tragen. Zusätzlich sind bei schönem Wetter ein Sonnenschutz und Sonnencreme empfehlenswert, denn der Weg liegt dann komplett im Sonnenschein.

 

Am Wegrand entdecken meine Kinder, beide im Grundschulalter, sofort interessante Alpenpflanzen, zum Beispiel das schmalblättrige Weidenröschen, die Silberdistel oder auch die Alpendistel. Und wo bunte Blumen blühen, sind auch die Krabbeltiere nicht weit. Jede Menge Kreuzspinnen haben zwischen den Pflanzen große Netze gespannt und warten regungslos auf ihre Beute. Man kann die Tiere aus nächster Nähe wunderbar beobachten und die filigrane Zeichnung auf ihren Körpern bestaunen. (Eine wichtige Bitte an dieser Stelle: Bitte keine Blumen pflücken, und seien sie auch noch so hübsch, und die Tiere nicht stören.) So macht der Aufstieg auch den Kindern großen Spaß, und die kleinen Forscher-Pausen inbegriffen, sind wir nach nur 30 Minuten schon am Ziel.

 

Die letzten paar Meter müssen wir den breiten Weg verlassen und über einen Wiesenpfad zum Gipfelkreuz hinaufsteigen. Die Freude der Kinder ist riesig, als sie die Pferde entdecken, die dort oben gemütlich auf der Wiese grasen. Am Gipfel thront ein beachtliches hölzernes Gipfelkreuz mit Herrgott. Außerdem bietet sich uns ein spektakulärer Ausblick – auf der einen Seite bis nach München, auf der anderen Seite bis weit nach Österreich hinein.

 

Nach einer kurzen Rast auf der Bank unter dem Gipfelkreuz ‒ die Kinder haben jetzt vor allem Durst ‒ machen wir uns langsam auf den Rückweg. Zurück an der Stümpflingbahn-Bergstation, spielen die Kinder erst noch ein bisschen auf dem kleinen Spielplatz mit Rutsche, Schaukel, Tarzanbahn und Klettergerüst. Im Anschluss kehren wir zum Mittagessen in die Jagahütt’n ein. Nach einem Wiener Schnitzel und Pommes frites sind die Kinder satt und zufrieden, und wir können mit der Sesselbahn zurück zur Talstation fahren. Für uns war es ein wirklich gelungener Halbtagesausflug, bei strahlendem Sonnenschein und mit viel Spaß für die Kinder!

 

Der Schwierigkeitsgrad lässt sich je nach Fitnessgrad und eigenem Zutrauen beliebig steigern, erfordert dann aber, sich über die jeweiligen Anforderungen weiter zu informieren. Denkbar wäre zum Beispiel, den Auf- und den Abstieg anstatt mit der Sesselbahn zu Fuß zu bewältigen oder die Tour vom Roßkopf-Gipfel zunächst bis zum Rotkopf und weiter bis zum Stolzenberg auszudehnen. Für Action-Freunde wäre von der Stümpflingbahn-Bergstation aus auch die Abfahrt zur Talstation mit Mountaincarts denkbar.

 

Zu guter Letzt wünsche ich uns allen einen sonnigen, goldenen Herbst – für viele schöne Wanderungen in den Schlierseer Bergen!

 

Stümpflingbahn

Lyraweg 6

83727 Schliersee

https://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/sommer/sommer/

 

Parken für Wanderer und Tourengeher: Tagesticket 5 € (reduziert beim Kauf eines Bahntickets)

Familienticket Stümpflingbahn (Kinder bis einschließlich 15 Jahre) für Berg- und Talfahrt: 38 €

 

(In Betrieb bis 11. Oktober 2020)

 

 

 

Jagahütt’n am Stümpfling

Am Stümpfling

83727 Schliersee-Spitzingsee

www.jagahuettn.de

 

 

 

Kathrin Zott Kathrin Zott

Aufgewachsen und noch immer wohnhaft in Neuhaus am Schliersee, zweifache Mama, studierte Germanistin und Musikpädagogin, freiberufliche Lektorin und Korrektorin – mit anderen Worten: heimatverbundene, musikbegeisterte, kreative, tierliebe und vor allem komplett italienverrückte Leseratte.

 

 

 

Ausblick, Fernblick und Weitblick – Taubenstein-Momente

Die Aussicht vom Taubenstein bei uns in Schliersee ist atemberaubend. Bequem bringt dich die Taubensteinbahn in wenigen Minuten zur Bergstation. Die Sonne scheint, die Landschaft fliegt vorbei, ganz schnell vergesse ich den Alltag. Die warme Luft strömt in die kleine nostalgische Gondel. Ich brauche heute eine Auszeit, und diese nehme ich mir am Gipfel des Taubensteins. Du hast auch einen persönlichen Taubenstein-Moment? Ich freue mich, wenn du mir schreibst. magazin@schliersee.de

 

 

 

Kraxelei auf den Taubensteingipfel

Wenn du von der Bergstation loslaufen möchtest, brauchst du unbedingt Bergschuhe, egal, wohin dein Weg gehen soll. Ich möchte heute auf den Taubenstein. Für den Weg zum Gipfel brauchst du nur 15 Minuten. Ein kleiner Pfad führt dich zum Taubensteinsattel, von dort geht es in nur wenigen Minuten hinauf zum Gipfelkreuz. Ab hier solltest du über alpine Erfahrung verfügen und unbedingt trittsicher sein. Es geht über Schrofen durch eine Rinne nach oben. [Der Schrofen (verwandt mit schroff) ist ein Begriff aus der Bergsteigersprache, der steiles, felsiges, mit Gras und häufig auch mit Geröll durchsetztes Gelände bezeichnet | Wikipedia] Die Steinrinne ist mit Drahtseilen gesichert. Der Gipfel bricht nach Westen hin ab. Um deine Zeit hier oben entspannt genießen zu können, solltest du auch schwindelfrei sein. Der Ausblick ist atemberaubend. Sogar die Gondeln der Taubensteinbahn kannst du beobachten.

 

Gewusst? Hier oben am Taubensteingipfel ist die Idee für das „Kraut gegen Dummheit“ von der Essendorfer Genussschmelzerei entstanden. Schon mal probiert? https://magazin.schliersee.de/in-schliersee-waechst-ein-kraut-gegen-dummheit/

Ich brauche ein paar Ideen für ein neues Projekt – und so wie für Andreas Essendorfer – ist das auch für mich ein sehr inspirierender Ort. Meinen Block und Stift habe ich dabei, und mit ganz viel Weitblick notiere ich fleißig, was mir einfällt. Manchmal ist es gut etwas Abstand zu nehmen und Dinge von oben zu betrachten. Ich genieße den Fernblick in die Bayrischen Voralpen und ganz besonders die Zeit für mich.

 

 

 

Alpenbahnen Spitzingsee

Zieladresse fürs Navi |Taubensteinbahn: Spitzingstraße 12, 83727 Schliersee

Die bahneigenen Parkplätze an der Taubensteinbahn sind für alle Benutzer gebührenpflichtig (Tagesticket 5 Euro). Beim Kauf eines Bahntickets und gegen Vorlage des Parkabschnitts vom gleichen Tag werden zwei Euro zurückerstattet. Gästekarten werden nicht akzeptiert.

Du bist Übernachtungsgast in Schliersee? Mit deiner Gästekarte kannst du kostenlos mit dem RVO (Linie 9562) zum Spitzingsee fahren. Die Haltestelle, an der du aussteigen musst, heißt „Spitzing Taubensteinbahn“.

 

Genussschmelzerei Andreas Essendorfer

Bayrischzeller Str. 11

83727 Schliersee/Neuhaus

E-Mail: info@essendorfers.de

Tel.: 08026/9225672

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Saisoneröffnung der Taubensteinbahn ‒ Seilbahn-Nostalgie

Die Taubensteinbahn ist in die Sommersaison gestartet. Nach einem langen Winter fährt sie endlich wieder, die nostalgisch anmutende Bahn von 1972. Damals rechtzeitig zu den Olympischen Sommerspielen in München in Betrieb genommen, hat sie noch heute den gleichen liebevollen Charme wie damals. In etwa zwölf Minuten bringt sie euch in Vierergondeln zur Bergstation in 1.616 m Höhe.

 

 

„Normalerweise öffnen wir schon am 1. Mai, aber da konnten wir noch nicht aufmachen, da so viel Schnee war“, sagt mir Sepp von den Alpenbahnen Spitzingsee. Oben an der Bergstation liegt immer noch einiges an Schnee. Wer jetzt zum Wandern geht, sollte unbedingt auf die richtige Ausrüstung achten, da man in den höheren Lagen noch auf große Schneefelder treffen kann. Auch die umliegenden Berge leuchten weiß in der Sonne ‒ im Kontrast zum hellen Grün des Frühlings sieht das wunderschön aus.

Heute schaue ich ins Taubensteingipfelstüberl. Kata begrüßt mich freundlich und erzählt mir von ihren hausgemachten Spinatknödeln und Kuchen, und sie empfiehlt mir ihre hausgemachte Limonade, die wirklich sehr gut schmeckt. Dass das Taubensteingipfelstüberl die höchste Essendorfer Schmankerl-Station von Deutschland ist, sehe ich sofort. Katas Mann trägt ein „Kraut Gegen Dummheit“-T-Shirt. Ich muss schmunzeln. Ich erinnere mich, wie mir Andi Essendorfer vor zwei Jahren erzählt hat, dass das „Kraut Gegen Dummheit“ hier oben im Taubensteingebiet entstanden ist (https://magazin.schliersee.de/in-schliersee-waechst-ein-kraut-gegen-dummheit/). Kata sagt mir, dass sie mit den Essendorfer Gläschen kocht – sie nimmt unter anderem „Native Man“ für ihre Salatsoßen, was himmlisch schmeckt, versichert sie mir.

„Immer Sommer haben wir viele Kinder hier oben“, sagt Kata und freut sich, dass nach so einem langen Winter endlich die Sommersaison anfängt. Ein Kinderspielplatz ist direkt vor dem Haus, die Aussicht für die Erwachsenen ist atemberaubend, und der liebe Dalmatiner freut sich auch schon auf euch. Zum Taubensteingipfel sind es nur 25 Minuten. Momentan liegt noch einiges an Schnee auf dem Weg.

 

 

Eine Fahrt mit der nostalgischen Taubensteinbahn ist schon fast Kult. Für mich viel schöner als die neuen, modernen Bahnen. Einfach einmal hinauf fahren und die Aussicht genießen.

 

Taubensteinbahn

Alpenbahnen Spitzingsee

Spitzingseestraße 12

83727 Schliersee-Spitzingsee

Tel.: 08026/9292230

info@alpenbahnen-spitzingsee.de

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Gipfelglück bei uns im Skigebiet Spitzingsee

Skifahren macht glücklich! Das hat eine Studie der Universität Klagenfurt bereits 2010 belegt. Die große Leichtigkeit, die man beim Skifahren empfindet, macht glücklich. Jedenfalls, solange man die Geschwindigkeit seinem Fahrkönnen anpasst. Ich war in unserem Skigebiet Spitzingsee unterwegs, und ich bin mir sicher, dass zu meinem persönlichen Skifahrerglück auch der richtige Einkehrschwung gehört. Wir haben momentan echte Traumbedingungen hier in Schliersee, und wenn das Wetter mitspielt, steht einem zauberhaften Tag im Schnee nichts mehr im Wege. Mich treibt es diesmal hoch hinaus. Ich fahre mit dem Sessellift auf den Roßkopf (1580 m), den höchsten Punkt im Skigebiet. Die Aussicht vom Gipfelkreuz ist atemberaubend. Obwohl ich mit dem Lift nach oben gefahren bin, empfinde ich echtes Gipfelglück. Ich kann mich gar nicht sattsehen. Hinunter geht es über die schwarze Piste, die schon ein wenig anspruchsvoll und definitiv nicht für Anfänger geeignet ist.

Einkehrschwung auf der Sonnenterrasse

Den ersten Einkehrschwung mache ich in der Jagahütt’n, am „Verkehrsknotenpunkt“ im Skigebiet, die direkt zwischen den beiden Bergstationen der Stümpfling- und der Suttenbahn liegt. Der Wirt der Jagahütt’n verrät mir, dass die Spareribs von seiner Karte ein echter Renner sind. Heute gönne ich mir nur eine schnelle Currywurst, und die Spareribs behalte ich für einen nächsten Besuch im Kopf. Obwohl die Sonnenterrasse zur Mittagszeit sehr gut gefüllt ist, kommt mein Essen wahnsinnig schnell ‒ und es schmeckt auch. Nach der Pause genieße ich die Abfahrt in der Sonne am Osthanglift. Es ist heute unter der Woche gar nicht viel los, und die Piste ist bestens präpariert. Immer wieder fahre ich auf die Osthangalm zu. Nach der vierten Abfahrt biege ich nicht wieder in Richtung Lift, sondern schwinge direkt auf der Terrasse der Osthangalm ab. Von Weitem schon höre ich Lutz ‒ wer kennt ihn nicht von lauen Sommernächten am See im Schlierseer Strandbad … Hier oben im Schnee ist es aber mindestens genauso schön wie am Ufer des Schliersees, und die warmen „Aus’zogenen“ und der Cappuccino sind fantastisch. Meinen Platz in der Sonne gebe ich so schnell nicht wieder her.

Natürlich gibt es viele Möglichkeiten, einen perfekten Skitag in unserem Skigebiet Spitzingsee zu erleben. Das nächste Mal möchte ich unbedingt den frischen Kaiserschmarrn an der Unteren Firstalm ausprobieren, von dem mir Wirt Marcus Votteler so vorgeschwärmt hat. Meine Ski müssen auch mal wieder präpariert werden. Am besten von Anderl, der seine Ski-Service-Station direkt an der Unteren Firstalm hat. Außerdem habe ich schon lange kein Brot mehr in der Albert-Link-Hütte gekauft, das schmeckt, frisch aus dem Holzbackofen, wunderbar. Also, ihr seht, es gibt viel zu entdecken.

Mein besonderer Tipp für alle Mädels: Jeden Mittwoch ist Ladies Day. Da kostet die Tageskarte für Damen nur 18 Euro ‒ ein echtes Schnäppchen.

 

https://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/winter/

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Wanderung in das Tal der Murmeltiere

Bei der letzten Wanderung unter der Leitung von Wanderleiter Jürgen Koschyk war ich mit dabei. Morgens um 8:30 Uhr trifft sich die Gruppe an der Gäste-Information Schliersee. Gemeinsam steigt sie in den Bus*, der sie hinauf an den Spitzingsee bringt. Haltestelle Taubenstein-Bahn. Dort warte ich auch schon auf die Gruppe. Es ist ein herrlicher Sommertag, noch nicht zu warm, und die Luft ist ganz klar.

Ich kaufe mir ein Ticket für die Berg- und die Talfahrt**, da ich nach der Wanderung nicht mehr hinunterlaufen möchte. Das kann aber jeder für sich entscheiden. Mit den kleinen Gondeln der Taubensteinbahn kommen wir ganz bequem in die Höhe, die Bergstation befindet sich auf 1.600 m. Oben angekommen, genießen wir erst einmal diese herrliche Fernsicht. Der Himmel ist strahlend blau, und die Wiesen leuchten sattgrün. Solch eine klare Sicht gibt es meistens nur früh am Morgen, da sich die Feuchtigkeit in der Nacht als Tau ablegt. Jürgen, unser Wanderführer, erklärt uns die umliegenden Gipfel: Jägerkamp, Aiplspitze, Wendlstein, Miesing und in der anderen Richtung Wallberg, Setzberg, Plankenstein, Risserkogel. Sogar bis zur Zugspitze können wir schauen. So schön!

 

 

Wir wandern los. Zunächst geht es etwas bergauf, aber nicht weit. Wir verlassen den Hauptwanderweg Richtung Rotwand und wandern auf einem kleinen, gut begehbaren Steig bergab. Bevor wir dort hinuntergehen, stimmt uns Jürgen mit einem tollen Referat seiner Enkelin auf die Murmeltiere ein.

Das Murmeltier wird in Oberbayern und Österreich auch Mankei genannt. Die Tiere werden ca. 50 bis 60 cm groß und leben in Kolonien in ihren unterirdischen Bauten. Sie halten Winterschlaf. Ihr Lebensraum ist oberhalb der Baumgrenze, und sie mögen es nicht zu heiß. Bei drohender Gefahr stößt das Mankei einen lauten Pfiff aus. Dann verschwinden sie schnell in ihren Höhlen oder bleiben wie versteinert stehen.

Hoffentlich haben wir Glück, denn aktuell ist der Sommer doch recht warm.

Weiter geht’s! Nach wenigen Minuten sehen wir bereits etwas oberhalb von uns zwei Gämse stehen. Ganz leise bleiben wir stehen und beobachten sie ‒ und die Gämse uns. Wir gehen weiter, und es dauert wieder nicht lange, dann ertönt ein schriller Pfiff. Achtung!, signalisiert das Murmeltier seinen Artgenossen. Wir bleiben stehen, sind ganz leise und schauen. Jürgen hat es entdeckt. Oben auf dem Felsen, gar nicht weit von uns. Dort sitzt es in der Sonne. Alle sind begeistert ‒ nach so kurzer Zeit haben wir bereits das erste Murmeltier gesehen.

Freudig wandern alle weiter, und kurz vor den Almhütten sehen wir noch eines. Es ist wieder keine fünf Meter von uns entfernt. Es hat uns sicher bemerkt, obwohl es diesmal nicht gepfiffen hat. Es setzt sich gemütlich auf dem Felsen in die Sonne und kehrt uns den Rücken zu. Schade, aber auch ein schöner Rücken kann entzücken.

So ziemlich am Talende legen wir eine kleine Rast ein. Hier, so Jürgen, sieht er eigentlich immer welche. Wir sind auf einer Almwiese mit einigen größeren Felsen und Steinen. Wir sind alle gespannt und beobachten die Hänge mit den Felsen sehr aufmerksam. Nichts! Vielleicht ist es etwas ungünstig, dass zu dem Zeitpunkt gerade auch die Kühe in dem Bereich umhermarschieren.

Wir verstauen unsere Brotzeit im Rucksack und wandern wieder los. Wieder ein Pfiff, weiter entfernt von uns. Nichts zu sehen, es kommen uns Wanderer mit ihrem Hund entgegen. Wieder ein Pfiff! Schnell wie ein Blitz ist ein Mankei über den Weg gerannt und in einem Loch verschwunden. Der Hund ist es, denn den fürchten sie mehr als uns Menschen. Das ist auch der Grund, warum bei dieser Wanderung Hunde nicht erwünscht sind.

Wir blicken nach wie vor aufmerksam auf die Hänge links und rechts vom Weg, sehen aber nichts mehr. Jetzt scheint es den Tieren doch zu warm zu werden. Nicht nur den Tieren, auch uns, vom Durst ganz zu schweigen! Auf direktem Weg steuern wir jetzt das Taubensteinhaus an.

 

 

Mit Erreichen der Hütte beendet Jürgen die heutige Wanderung offiziell, und es bleibt jedem selbst überlassen, was er jetzt tun möchte. Wir bleiben alle noch für ein kühles Getränk im Schatten zusammen. Die Stimmung in der Gruppe ist sehr gut, und die Teilnehmer sind sehr glücklich, denn sie haben gleich zwei Murmeltiere aus nächster Nähe gesehen. Anschließend trennt sich die Gruppe.  Jürgen und ich fahren mit der Gondel wieder zurück ins Tal, die anderen möchten auch den Nachmittag noch auf dem Berg verbringen.

Danke, lieber Jürgen, für diese tolle Führung ins Tal der Murmeltiere.

 

 

Wer jetzt Interesse bekommen hat, auch mal ins Tal der Murmeltiere oder bei einer anderen Wanderung teilnehmen möchte, erhält alle Informationen in der Gäste-Information Schliersee.

Termine der Wanderungen unter der fachkundigen Führung von Jürgen Koschyk: in der Sommersaison jeweils dienstags und donnerstags mit unterschiedlichen Zielen.

Voranmeldung unbedingt erforderlich. Witterungsbedingte Änderungen vorbehalten, max. 10 Personen, das Mitführen von Hunden ist nicht erwünscht.

Mit Gästekarte frei, ohne Gästekarte € 5,00 pro Person.

Anmeldung bei der Gäste-Information Schliersee, Tel.: 08026/60650

 

* Der Bus ist mit der Gästekarte kostenlos.

** Bei der Taubensteinbahn erhält man mit der Gästekarte eine Ermäßigung.

 

 

BergMadl Julia Zilken BergMadl Julia Zilken

Bergwander- und Schneeschuhwanderführerin, Verkaufstrainerin Sporttextil und -Hardware, aus Schliersee. Ich liebe die Berge! Bei meinen Touren die Faszination Berg mit allen Sinnen erleben! Freude mit anderen Menschen teilen. www.bergmadl-schliersee.de

 

 

 

Schliersee: Erfrischender Badespaß in luftiger Höhe

Mal über den Dingen schwimmen? Ja, das geht in Schliersee.

Bequem fährt man mit der Schliersbergalm auf 1.061 Meter. Natürlich könnt Ihr auch laufen – die Wanderung dauert ungefähr eine Stunde und ist auch mit dem Kinderwagen gut machbar. Mir ist das in der Mittagshitze zu heiß, also steige ich in die kleine Kabinenbahn und bin schon fünf Minuten später an der Bergstation. Kassiert wird erst hier oben. Ich entscheide mich für eine Berg- und Talfahrt und kaufe mir eine Tageskarte für die Poolanlage für vier Euro. Die Aussicht ist atemberaubend – ein Postkartenmotiv. Direkt unter mir liegt der leuchtend blaue Pool der Schliersbergalm und weiter unten im Tal unser schöner Schliersee. Das Konzept überzeugt mich. Die Rasenfläche ist frisch gemäht, es gibt Liegestühle, Sonnenschirme, eine kleine Umkleide und eine kalte Dusche. Es ist ein Platz zum Wohlfühlen abseits des Trubels unten am See. Im Wasser liegend beobachte ich das Rundfahrtschiff und die kleinen Segelschiffe auf dem Schliersee. Die Bayerische Oberlandbahn schlängelt sich durch die Landschaft wie eine Spielzeugeisenbahn.

In der Gastronomie der Schliersbergalm kann man sich mit Essen und Getränken (Service oder Selbstbedienung) versorgen sowie die Infrastruktur mit unter anderem Alpenroller, Minigolf, Trampolin und Sommerrodelbahn nutzen.

Für mich war es heute ein reiner Badetag zum Erholen – mit Blick auf den See und in die Schlierseer Berge! Ein Traum.

 

 

 

Schliersbergbahn:

Erwachsene: Berg- und Talfahrt 8,- €, Einzelfahrt 5,- €

Fahrzeiten von 8:30‒22:00 Uhr jede Viertelstunde

Poolanlage (Tageskarte):

Erwachsene 4,- €, Kinder 3,- €

Öffnungszeiten von 10:00‒20:00 Uhr

Schliersbergalm:

www.schliersbergalm.de/

83727 Schliersee

Tel.: 08026/6723

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Fünf Tipps für Nachtaktive in Schliersee/Spitzingsee während der Faschingsferien und darüber hinaus!

Kennt Ihr diese tolle Stimmung, wenn die Sonne hinter den Bergen untergeht?

Hier bei uns gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, wo Ihr bei einbrechender oder bei Dunkelheit noch sportlich aktiv sein könnt. Da ist, glaube ich, für jeden was dabei!

 

Mondschein-Rodeln

Zum Abendessen auf die Obere Firstalm und mit dem Schlitten wieder runtersausen. Besser kann der perfekte Wintertag nicht ausklingen!

Start und Ziel ist der Parkplatz am Spitzingsattel (kostenpflichtig).

Der direkte Weg führt über die 2,5 km lange Rodelbahn – Achtung Gegenverkehr! – in ca. 45 Min. bis zur Oberen Firstalm.

Ich nehme mir für den Aufstieg meist etwas mehr Zeit und gehe eine sehr schöne Variante. Vom Parkplatz erst mal noch runter an den Spitzingsee, vorbei am Kurvenlift-Parkplatz, der Straße zur Unteren Firstalm folgen. Dann noch das kleine Stück hinauf zur Oberen Firstalm. Geschafft! Dauer ca. 1 Std. Diese Variante ist zwar etwas länger, aber flacher, sodass mehr Luft für Unterhaltungen bleibt ‒ und uns kommen keine Rodler entgegen. Nach dem Aufstieg haben wir uns auch wirklich was Tolles zum Essen verdient. Käsespätzle oder Hirschbraten, oder doch was Süßes ‒ einen Kaiserschmarren. Es schmeckt alles gut!

Die Hütte hat täglich von 10:00 bis 22:00 Uhr geöffnet, und die Küche verwöhnt uns bis 21:00 Uhr.

Rodel können wir uns für 4,- € in der Hütte ausleihen. Die Rodelbahn ist bis 22:30 Uhr beleuchtet, trotzdem empfehle ich, eine Stirnlampe mit zu nehmen.

Obere Firstalm: http://www.firstalm.de/

 

 

Nachtskifahren am Spitzingsee ‒ Stümpflingbahn

Jeden Donnerstag und Freitag werden die Pisten nach dem Tagesbetrieb frisch präpariert für das Nachtvergnügen. Auf den frisch gewalzten Pisten und mit deutlich weniger Andrang ist es eine Freude, seine Kurven in den Schnee zu ziehen. Mit riesigen Strahlern wird die Piste entlang des 4er-Sessels/Stümpflingbahn super ausgeleuchtet.

Das solltet Ihr mal ausprobieren!

Um 18:30 Uhr geht es los bis 21:30 Uhr. Den Preis von 16,- € für Erwachsen und 12,50 € für Kinder finde ich absolut okay. Mit gültiger Tageskarte oder Mehrtageskarte spart Ihr sogar noch einen Euro.

Stärken könnt Ihr Euch auch. Oben auf der Jagahütte oder an der Talstation bei der Lyra-Alm.

Abends mal das Auto stehenlassen! Mit dem kostenlosen Nachtskibus für alle von und bis Schliersee. Abfahrt um 18:05 Uhr Schliersee Bhf über Neuhaus, Josefstal bis zum Lift und 21:25 Uhr wieder zurück. Die Fahrzeiten sind auf die BOB abgestimmt.

 

Alpenbahnen Spitzingsee: http://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/winter/nachtskilauf/

Skiverleih:

Ingo‘s Skiverleih: http://www.skiverleih-spitzingsee.de/

Skischule und Verleih: http://www.snowcamp-martina-loch.de/

 

Tourengeher-Abende im Taubensteingebiet

Der „Tourengeher-Freiraum“ ‒ so wurde das Tourengebiet von Jägerkamp bis zur Rotwand mal getauft. Seit der Liftbetrieb ab der Saison 2015/16 auf dieser Seite komplett eingestellt wurde, ist dieses Gebiet ein sehr beliebtes Ziel für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer geworden.

 

Begonnen mit einem Skitouren-Abend und einer Hütte sind es inzwischen drei Abende, an denen der Tourengeher bis zu drei Hütten besuchen kann.

Ausgangspunkt ist immer der Parkplatz an der Taubensteinbahn (gebührenpflichtig).

Für alle Tourenvarianten geht es erst mal entlang der ehemalige Skipiste den „Unteren Lochgraben“ hinauf ‒ nach der nach links führenden Querpassage trennen sich die Wege.

 

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag haben das Taubensteinhaus und das Taubensteingipfelstüberl/Bergstation für uns bis 22:00 Uhr geöffnet. Wir folgen der ehemaligen Skipiste weiter hinauf bis zum Ausstieg des Schlepplifts; dort etwas oberhalb am Sattel trennen sich wieder die Wege.

Weiter geradeaus geht es zum Taubensteinhaus, wo Ihr herzlich von Martina, Tom und Denis empfangen werdet. Die Speisen werden alle von Martina in liebevoller Handarbeit zubereitet und gekocht. Hmmm! Die Spinatknödel mit Butter geben wieder Kraft. Tom ist der Mann fürs Süße.

Mein Tipp: Für die Querfahrt vom Sattel bis zur Hütte die Felle drauflassen, die braucht Ihr für den Rückweg noch mal.

Aktuelles auf Facebook: https://www.facebook.com/dastaubensteinhaus.de/ oder www.taubensteinhaus.de

 

Zum Taubensteingipfelstüberl, am Sattel noch die letzten Meter hoch, geschafft!

Ski abfellen und dann rein in die gute Stube. Von dort geht es nur noch bergab. Im Offen flackern die Flammen und sorgen für eine gemütliche Stimmung

Das neue, freundliche junge Team vom Stüberl ist auch Freitag und Samstag bis 20:00 Uhr für uns da ‒ oder auf Anfrage für Gruppen auch gerne länger, hat mir Killian verraten.

Tel.: 08026/9222753

 

Abfahrt gleicher Weg wie Aufstieg – die Abfahrt ist meist sehr gut eingefahren, griffig, aber natürlich mit Buckel – keine Piste!

 

Donnerstags geht’s zur Schönfeldhütte!

Wenn das Wetter mitspielt, werdet Ihr bereits draußen an der Schneebar mit Feuerschüsseln empfangen.

Bis zur Hütte ist es nur ein kurzer Aufstieg, daher mache ich vorher noch einen Gipfel, je nach Zeit und Motivation. Jägerkamp, Benzingspitz, Tanzeck oder Rauhkopf. Nach einer schönen Abfahrt kehre ich dann gemütlich ein.

Aktuelles und Impressionen über Facebook: https://www.facebook.com/Schönfeldhütte-308251895919032/ oder Tel.: 08026/7496

 

 

Schneeschuhwanderungen in den Abendstunden

Ein ganz besonderes Wintererlebnis! Schneeschuhwandern kann jeder, der sich gerne in der Natur bewegt. Schneeschuhe und Stöcke werden Euch gestellt! Drei Termine habe ich für Euch gefunden.                                          Anmeldung erforderlich!

Valentinstag – 14. Februar

15:30 Uhr         Abendwanderung mit Fackeln und gemütlicher Hütteneinkehr

BergMadl – Berge mit allen Sinnen erleben!

Julia Zilken, Tel.: 0172/6353000

20:00 Uhr         Schneeschuh-Nachtrunde – sanfte Entschleunigung zur Winterzeit

Horst Jenicek, Tel.: 0172/6005358

Donnerstag – 15. Februar

18:00 Uhr         Schmankerl-Nachtfackelwanderung am Schliersee

Gäste-Information Schliersee, Tel.: 08026/60650

 

 

Abendlauf – Natureisstadion Schliersee

Dienstag und Freitagabend von 19:30 bis 21:30 Uhr

 

Pünktlich zu den Faschingsferien ist das Eis im Natureisstadion fertig geworden … Es ist perfekt! Eislaufspaß für die ganze Familie.

Natürlich auch tagsüber täglich 14:00 bis 17:00 Uhr witterungsbedingt.

Informationen: http://eisstadion-schliersee.de oder Tel.: 08026/2177

 

 

BergMadl Julia Zilken BergMadl Julia Zilken

Bergwander- und Schneeschuhwanderführerin, Verkaufstrainerin Sporttextil und -Hardware, aus Schliersee. Ich liebe die Berge! Bei meinen Touren die Faszination Berg mit allen Sinnen erleben! Freude mit anderen Menschen teilen. www.bergmadl-schliersee.de

 

 

Der Taubenstein – ein Bergwandererlebnis für Naturverbundene und Familien

Es ist mal wieder so weit: Der Berg ruft!

„Aufi zu die schwarzen Wolken ziagt‘s mi halt mit
aller G‘walt, i kim scho Berg i kim.
Secht‘s sa‘s denn net liabe Leit,
i muass am Berg und des no heit.“

Wolfgang Ambros

Das Mangfallgebirge ist ein perfektes Wandergebiet für Familien, da die Besteigung im Vergleich mit anderen Gebirgen gemäßigt ist. Trotzdem ist natürlich auch hier Vorsicht angebracht sowie auf gutes Schuhwerk (Bergstiefel!) und ausreichend Flüssigkeit zu achten. Wichtig ist in den Bergen immer eine gute Trittsicherheit. Wer es ruhig angehen möchte, kann mit der Taubensteinbahn in kleinen 4er-Gondeln bis zur Bergstation auf 1.613 m Höhe fahren und spart sich so ca. 550 Höhenmeter. Von hier aus kann man ins Rotwandgebiet wandern und mit etwas Glück auch Gämsen und sogar Murmeltiere sehen. Die Mitnahme eines Fernglases kann ich nur empfehlen.

Zwei kurze felsige Aufstiege müssen bewältigt werden, und dann ist es eine relativ einfache Wanderung bis zum Rotwandhaus. In den Sommermonaten kann man vom Wegesrand aus die eine oder andere wilde Orchidee entdecken. Es wird aus Sicherheits- und Naturschutzgründen dringend empfohlen, die Wege nicht zu verlassen. Sämtliche seltene Pflanzen wachsen genauso in der Nähe der Pfade und können von hier aus bewundert werden.

Von der Bergstation aus kann man selbstverständlich auch in die andere Richtung, z. B. zur Jägerkamp (1.746 m), oder zur Aiplspitz wandern. Auch der Abstieg zur Oberen Maxlraineralm ist empfehlenswert. Hier kann man gut einkehren, übernachten ‒ und es gibt sogar einen Pool.

Auf den Almwiesen leben während der Sommermonate bis in den frühen Herbst hinein unsere Kühe. Rund um den Taubenstein kann man unterschiedliche Rassen beobachten. Es gibt Herden, die aus ausgewachsenen Kühen und Bullen bestehen, aber auch Kälber genießen die Bergluft und das frische Gras. Kühe sind i. d. R. friedliebende Tiere, aber sie sind auch neugierig, ganz besonders die Kälber. So passiert es, dass das eine oder andere Kalb den Wanderern sehr nahe kommt. Und dann ist Vorsicht angesagt, weil die Mütter ihrem Instinkt entsprechend ihre Kälber beschützen und verteidigen. Daher mein Rat: Halten Sie ausreichend Abstand zu den Herden und Einzeltieren (20-50 m). Bleiben Sie wenn möglich auf den Wanderwegen. Erschrecken und füttern Sie die Tiere nicht. Hunde müssen angeleint bleiben! Außer bei einem Angriff, da sollte der Hund von der Leine gelassen werden. Versuchen Sie nicht, ihn zu schützen, er ist schneller als die Kuh. Wenn man diese einfachen Regeln beherzigt, dann steht einem friedlichen Miteinander auf der Weide eigentlich nichts mehr im Wege.

In diesem Sinne: Erhören Sie den Ruf des Berges und nutzen Sie die wärmere Jahreszeit für eine erlebnisreiche Wanderung mit der ganzen Familie rund um den Taubenstein.

 

 

Anfahrt:
Mit der Bahn: Von München fährt man mit der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) nach Fischhausen-Neuhaus. Von dort geht es mit dem Bus bis zur Talstation der Taubensteinbahn weiter.
Mit dem Auto: Von München aus nimmt man die Autobahn A8 Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Weyarn. Über Thalham, Miesbach, Hausham, Schliersee und Neuhaus in Richtung Bayrischzell fahren. Etwa 1 km hinter Neuhaus rechts die ausgeschilderte Straße hoch zum Spitzingsee abzweigen und bis zur Talstation Taubenstein kurz vor der Ortschaft „Spitzingsee“ fahren. An der Taubensteinbahn befindet sich ein Parkplatz, der für Seilbahnnutzer kostenfrei ist (Abgabe der Parkscheinquittung an der Kasse!).

 

 

Alpenbahnen Spitzingsee GmbH

Spitzingseestraße 12
83727 Schliersee-Spitzingsee
Tel. +49 8026 9292230
info@alpenbahnen-spitzingsee.de

http://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/sommer/sommer/

 

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Paradies für Bergliebhaber – dem Himmel so nah! Eine Fotosafari …

Anfang Mai, Sonnenschein, blauer Himmel und ein paar Stunden Zeit …

Ich mache mich auf den Weg in die Berge, genauer gesagt auf den Taubenstein im Mangfallgebirge (Höhe 1.692 m). Kurz vor Spitzingsee biege ich links auf den Parkplatz an der Taubensteinbahn ab. Es ist mitten in der Woche und kaum ein Mensch unterwegs. Ich bin völlig allein in der Gondel und nutze die Fahrt, um meine Kamera vorzubereiten und die spektakuläre Aussicht zu bestaunen. Oben angekommen, finde ich mich im tiefsten Winter wieder und bereue es, keine Schneeschuhe mitgenommen zu haben.

Es ist einfach wunderschön! Ein perfekter Fernblick in die „blauen“ Berge rundherum und strahlend weißer Schnee, welcher das Licht der Sonne reflektiert und ein funkelndes Leuchten auf die frische Schneeoberfläche zaubert.

Hinter zwei Touristen aus München mache ich mich auf den Weg zum Gipfel. Gar kein leichtes Unterfangen, weil wir immer wieder bis zur Hüfte im Schnee versinken. So weit es geht, nutzen wir die Spuren unserer „Vorgänger“ …

Das nette Paar mit seinen zwei Hunden kehrt nach ein paar Höhenmetern wieder um, da sie den anstrengenden Abstieg fürchten. Ich laufe noch ein paar Kehren weiter und werde mit einem atemberaubenden Blick auf den Wendelstein und schließlich auch auf die steilen Felsen des Taubenstein belohnt. Weiter steige ich nun auch nicht mehr hinauf, da meine Ausrüstung hierfür nicht ausreichend ist. In den Bergen ist es unbedingt notwendig, keine unnötigen Risiken einzugehen und sich nicht zu überschätzen!

Wieder an der Bergstation angekommen, mache ich es mir in der Sonne gemütlich und gönne mir einen heißen Lumumba im Taubensteinstüberl. Es sind auch einige Tourenskifahrer da, die zu einer Almhütte abfahren. Und auch ein Mountainbiker macht sich auf den Weg bergab …

Wer die Bergwelt liebt und sich am Ausblick berauschen kann … und wer die Stille und Ruhe sucht, der ist hier genau richtig!

 

Alpenbahnen Spitzingsee GmbH
Spitzingseestraße 12
83727 Schliersee-Spitzingsee
Tel. +49 8026 9292230
info@alpenbahnen-spitzingsee.de

http://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/sommer/sommer/

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.