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HoamatGfui: Neues Zuhause für Heimathandwerker im Herzen von Schliersee

Handgefertigtes aus der Alpenregion – das ist die Leidenschaft von Julia Zilken. Wann immer es einen Handwerkermarkt in der Region gibt, ist die 42-Jährige unter den Besuchern, stöbert, netzwerkt, lässt sich inspirieren. Dieses besondere Marktgefühl auch in den Alltag hineinzutragen, Kleinhandwerkern eine Ausstellungsfläche zu regelmäßigen Öffnungszeiten zu bieten – diesen Traum verwirklicht Julia Zilken jetzt im Herzen von Schliersee. Direkt neben dem Heimatmuseum eröffnet ab dem 30. November 2018 HoamatGfui (www.hoamatgfui.de) – Laden- und Ausstellungsfläche für Handgemachtes und Besonderes aus der Region.

 

Ob kulinarische Schmankerl oder Alpen-Feeling zum Anziehen, ob Funktionelles oder Dekoratives: Bei HoamatGfui Schliersee haben ausgewählte Produkte aus der Region ein Zuhause der besonderen Art gefunden. Aus Schliersee selbst sind gleich fünf Labels vertreten: Gipfelgwand Schliersee zeigt eine Auswahl moderner Trachten-Looks – vom handgemachten Gipfelrock bis zum Umhang aus feinstem bayerischen Loden. Von Goldwerk Schliersee gibt es handgefertigte Yogataschen und andere Schmuckstücke für Yogis und Yoginis. Zeitlang Schliersee ist mit feschen Hoodies und T-Shirts für Sie und Ihn vertreten.

Von Bullymob gibt es junge Makramee-Kunst mit einem Hauch Alpenstyle zu entdecken. Und der Hennererhof lockt mit hausgemachten Nudelvariationen und weiteren Köstlichkeiten vom eigenen Hof.

„Ich bin seit acht Jahren in Schliersee zu Hause“, verrät Julia Zilken. „Ich fühle mich hier unheimlich wohl und habe in Schliersee meine neue Heimat gefunden. Mit HoamatGfui möchte ich dem Ort auch etwas zurückgeben. Den tollen Menschen und Handwerkern hier ein Zuhause schaffen.“

 

Inspiration und Netzwerken an einem besonderen Ort

Erfahrung für ein solches Projekt hat die Schlierseerin schon reichlich gesammelt: Als selbstständige Handelsvertreterin und Verkaufstrainerin für Sport- und Outdoor-Textilien war Julia Zilken viel im Außendienst unterwegs, hat sich von unterschiedlichsten Einzelhandels- und Verkaufskonzepten inspirieren lassen. Und verwirklicht mit HoamatGfui jetzt ihre ganz eigene Idee eines Verkaufs- und Treffpunkts: „Ich wünsche mir, dass HoamatGfui mehr als ein klassischer Laden ist, in dem man schöne Dinge findet“, sagt Julia Zilken. „Es soll auch ein Ort zum Netzwerken sein, zum Starten neuer, gemeinsamer Projekte.“

 

 

Regionales zum Tragen, Dekorieren, Schmücken und Verkosten

Neben dem Direktverkauf von kleinen Labels aus der Region, die Julia Zilken gegen Provision vertreibt, ist sie auch als klassische Einzelhändlerin unterwegs: So finden sich etwa Janker und Funktionsbekleidung von Liebling, Halstücher und T-Shirts vom Schweizer Label Alprausch sowie Geschenkideen und Dekoration von räder Design in den Regalen. Wer auf kulinarische Entdeckungen steht, für den gibt es ebenfalls reichlich Verkostungsmaterial: vom Bergsonne Espresso aus der Wildkaffee Rösterei über Craft Beer von Hoppebräu und Bioteaque Tees aus dem Chiemgau bis hin zu würzigen Limonaden von M.A.T. aus Bad Tölz.

Und dann hat Julia Zilken noch ihre ganz eigene Hommage an Schliersee produziert: eine Kollektion von T-Shirts und Kapuzenshirts mit „Schliersee“-Aufdruck, Bergpanorama und den Längen- und Breitengraden der Gemeinde. Letztere entspringen übrigens Julia Zilkens zweiter großer Leidenschaft: ihrer Tätigkeit als Bergwander- und Schneeschuhwanderführerin unter dem Namen BergMadl (www.bergmadl-schliersee.de). „Dafür werde ich wohl in den nächsten Monaten weniger Zeit haben“, sagt Julia Zilken und lächelt verschmitzt.

 

HoamatGfui zum Aufhängen: Pop Art trifft Aquarellkunst

Damit die regionalen Produkte auch im passenden Ambiente zur Geltung kommen, hat Julia Zilken den Laden mit liebevollen Details dekoriert. Hier parkt ein alter Holzschlitten, der als Präsentationsfläche dient. Dort steht eine traditionelle Milchkanne aus Metall. Und dann wäre da noch das HoamatGfui zum Aufhängen und Nachlesen: Die Wände zieren ausgewählte Pop-Art-Kunstwerke mit alpenländischen Motiven von Andreas Leitner (www.kunst-ist-freiheit.com) und Susanne Würdig. Aus der Feder von Leonhard Leitner stammen Aquarellzeichnungen sowie ein weiteres Kleinod: In bayerischen Witzbüchern hat der Künstler den Humor der Region in liebevollen Tuschezeichnungen verewigt.

„Ich glaube, dass gerade jetzt die Zeit reif ist für ein solches Konzept“, sagt Julia Zilken. „Vor fünf Jahren hätte das vielleicht noch nicht funktioniert. Aber jetzt erlebe ich ein großes Interesse für handwerklich gefertigte, individuelle Produkte.“

Wer selbst im HoamatGfui anprobieren, verkosten oder einfach nur stöbern will, ist ab Freitag, den 30. November 2018, 10:00 Uhr, herzlich willkommen in der Lautererstraße 4. Ab 17.00 Uhr feiert Julia Zilken Ladeneröffnung mit DJ Alex und chilliger Hintergrundmusik von Vinyl-Platten.

Am Samstag, den 01. Dezember 2018, öffnet HoamatGfui ab 10:00 Uhr die Ladentüren. Ab 14:00 Uhr sorgen Mark Linke und Team für frische Getränke aus der T2 Bulli Bar (https://www.bulli-events.de). Und der Christkindlmarkt rund um das Heimatmuseum stimmt auf die Adventszeit ein.

 

Schöner Schenken in Schliersee – so geht’s!
Apropos Advent: Wer noch keine Idee hat, was er seinen Liebsten zu Weihnachten schenken könnte, ist bei Julia Zilken ebenfalls an der richtigen Adresse. Exklusiv für das Schliersee Magazin hat sie ihre Empfehlungen für kleine und große Weihnachtsfreuden zusammengestellt:

 

Für den Liebsten
Komm kuscheln! Ein fescher Janker von Liebling (https://liebling.cc ) hält auch in der kalten Jahreszeit so richtig warm.

 

Für die Liebste
Ein Gipfelrock im modernen Trachten-Look von Gipfelgwand Schliersee (www.gipfelgwand.de) und dazu farblich passende Ohrstecker von Dirndlzuckerl (www.dirndlzuckerl.de): Verdreht Köpfe – nicht nur an Heiligabend!

 

Für den großen Bruder
Ein cooler Upcycling-Gürtel aus altgedienten Kletterseilen von Krachart (www.krachart.de). Dazu ein cooles Hoodie von Zeitlang Schliersee (www.zeitlang-schliersee.de). Steht nicht nur Kletterkünstlern!

 

Für die kleine Schwester
Für immer Ommm: Mit einer Yogatasche von Goldwerk Schliersee (https://www.goldwerk-schliersee.de) ist die Ausrüstung für Asanas stets griffbereit und bestens verpackt.

 

Für die beste Freundin
Eine gravierte Namenskette aus Silber von Keep me in mind (https://www.etsy.com/de/shop/keepmeinmindshop) – hält sicher ewig, wie die Freundschaft!

 

Fürs Kleinkind
Nie wieder kalte Kinderohren: Mit den handgemachten Mützen von bocca (https://www.bocca-bocca.de) sind kleine Abenteurer bestens behütet.

 

Für Papa
Mogst di aufmandln, Papa? Ja, bitte! Am besten stilsicher mit einem handbestickten Trachtenhemd von aufmandln (https://www.aufmandln.de).

 

Für Mama
Wintergrippe ade: Die feschen Loop-Schals aus Trachtenstoffen von Apfel & Birn (www.apfelundbirn.de) halten Mama den ganzen Winter über fit.

 

Für Oma
Endlich frischer Wind für Omas altgediente Blumenampeln: Die Pflanzenaufhänger im Makramee-Stil von Bullymob (https://www.instagram.com/bullymob/) bringen den schwebenden Garten ganz neu zur Geltung.

 

Für die Brieffreundin
Landet garantiert nicht im Papiermüll: Eine Grußkarte aus Buchenholz mit frechem Motiv von Holzpost (https://www.holzpost.de).

 

Für den besten Kumpel
Dich steck ich in die Tasche! Am besten in eine der handfertigten Aktentaschen aus Leder von Maharia (https://maharia.com/hand-made-stuff/).

 

Für Barkeeper
Cheers! Auf den Getränkeuntersetzern von UPDN Leather Goods (www.updn-leathergoods.com) finden wahlweise süffige Gin Tonics oder torfige Whiskys Platz.

 

HoamatGfui – Treffpunkt für Regionales
Lautererstraße 4
83727 Schliersee

Tel. +49 (0)80 26.780 51 53
E-Mail: shop@hoamatgfui.de
Web: www.hoamatgfui.de

 

Öffnungszeiten

Mo.‒Fr., 10:00‒18:00 Uhr
Sa., 10:00‒14:00 Uhr, an den Adventssamstagen bis 16:00 Uhr

 

Fotos 13-15 © Gipfelgwand Schliersee

Fotos 17-18 © Goldwerk Schliersee

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.

 

 

 

Polizeitaucher bergen Übungspuppe am Schliersee

Auf den ersten Blick dachte ich, am Schliersee wäre ein Großeinsatz der Bayerischen Bereitschaftspolizei. „Es ist doch hoffentlich nichts passiert“, frage ich einen Polizeibeamten am Seeufer, und er erklärt mir „aber nein, unsere Polizeitaucher führen eine Eistauchübung durch“.

Frau Sandra Brockelmann ist eigens für Presseanfragen vor Ort zuständig. Sie ist Mitarbeiterin der Pressestelle des Präsidiums der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Von ihr erhalte ich sogleich die Erlaubnis, für das Schliersee-Onlinemagazin über diese Übung berichten zu dürfen. Zwei freundliche Polizeimänner bestehen darauf, sie verpacken mich sorgfältig in eine Schwimmweste, damit mir auf der Eisfläche nichts passieren kann, dann gehe ich aufs Eis.

Die Tauchergruppe hatten bereits eine dreieckige Öffnung in die Eisdecke gesägt, eine Einstiegsleiter installiert und ein Einsatzboot samt Ausrüstung in Position gebracht. Zunächst begeben sich zwei Polizeitaucher ins Wasser. Ihre erste Aufgabe ist es, eine Übungspuppe am Grund des Sees zu verstecken. Kein leichtes Unterfangen, denn der Rand der Eisöffnung ist nass und glittschig und das Wasser extrem kalt. Von einem der Polizeitaucher erfahre ich später, dass der Schutzanzug gut gegen die Kälte isoliert. Problematisch ist es nur an den dünner isolierten Händen, denn sie kühlen schneller aus, und bei schlechter Sicht ist der Taucher dringenst auf seinen Tastsinn angewiesen.

Das Tauchgerät der Polizeitaucher erfüllt spezielle Anforderungen, zum Beispiel für Einsätze bei Kälte unter Eis bei schlechter Sicht, und es erlaubt das Tauchen bis zu einer Tiefe von 50m. Das hört sich erstmal gut an, aber mich brächte trotzdem niemand hinunter in ein so finsterkaltes Loch. Unter mir an den Füßen beginnt das Eis inzwischen spürbar zu beben, und es rumpelt und grollt verärgert, darum gehe ich lieber – zu meiner eigenen Beruhigung – ein paar Schritte weiter, auch wenn ich weiß, dass die Eisdecke dick und sicher zugefroren ist und sich die topmotivierte  Polizeitauchergruppe direkt vor mir befindet.

Nach einer kurzen Pause folgt der Hauptteil der Übung. Weitere zwei Taucher gehen nacheinander ins Wasser. Ihre Aufgabe besteht nun darin, die versteckte Übungspuppe zu finden und zu bergen. Dabei bleiben sie in ständigem Kontakt mit ihrem Leinenführer, denn ohne ihn wären sie bei trüber Sicht völlig orientierungslos. Vor dem Abtauchen wird das Gerät auf Dichtigkeit geprüft, der Taucher meldet seine aktuelle Tauchtiefe und Sichtweite unter Wasser. Der zweite Taucher führt eine Unterwasserkamera mit und ermöglicht so ein ständiges Live-Bild für das Team über Wasser. Jeder Vorgang wird zeitgenau in Wort und Bild dokumentiert, auch das gehört zu einem erfolgreichen Polizeieinsatz, denn in Ernstfällen geht es um Beiweismittelsicherung, beispielsweise beim Suchen und Bergen von Leichen oder Leichenteilen.

Die Einsatzkräfte wirken bei ihrer Übung sehr ruhig und routiniert. Eine Tauchergruppe besteht zumeist aus Polizeitaucher, Sicherungstaucher, zwei Leinenführern, einem Taucherrettungssanitäter und dem Taucherhelfer, ein Tauchergruppenführer koordiniert die Gruppe. Die professionelle Zusammenarbeit der Tauchergruppe sieht für mich als Laie so unscheinbar selbstverständlich aus, erst später erfahre ich von der monatelangen Aus- und Fortbildung mit regelmäßigen Übungen im Wasser. Bayernweit gibt es zirka 30 Polizeitaucher, stationiert sind sie in München, Nürnberg und Dachau. Allein in 2015 leisteten sie rund 60 Spezialeinsätze in mehr als 7000 Stunden.

Nach gut 15 Minuten war die Übungspuppe dann gefunden und geborgen, und die Taucher können wieder aus dem Wasser. Zum Ende der Übung verschließt die Tauchergruppe die Eisöffnung. Mit einem Haken wird die Eisscholle unter dem Eis hervorgezogen und in ihre ursprüngliche Lage zurückgesetzt und mit deutlich sichtbaren Markierungsbändern abgesichert. Nun nur noch das Einsatzboot samt Gerät abtransportieren, und die Eisfläche ist geräumt.

Mein Hund Riggi hatte während der ganzen Übung seinen Spaß auf der Eisfläche. Erst lief er den Kameramännern vom Bayerischen Rundfunk und von München TV durchs Bild, brachte Leinenführer und Taucherhelfer zum Lachen, weil er sich so lustig auf der Eisfläche wälzte, und das „Stöckchen“ (siehe Foto) war dann doch etwas zu groß für ihn. Zurück am sicheren Ufer und befreit von der Schwimmweste versuche ich, meine Eindrücke von der Übung richtig einzuordnen, dann verabschiede ich mich von dem sympatischen und gutgelaunten Polizeitaucherteam der Bayerischen Bereitschaftspolizei.

Ganz ehrlich – für mich sind die Bayerischen Polizeitaucher allesamt mutige Helden, und nochdazu  am Schliersee bei einem ihrer Übungseinsätze hautnah dabeisein zu können, das war für mich etwas ganz Besonderes. Da war es wieder – „für einen Moment das Glück Schliersee“.

Fotos+Text: 30.1.2017 Helmut Jenne sen.

Bayerische Bereitschaftspolizei:     http://www.polizei.bayern.de/bepo/

 

Helmut Jenne Helmut Jenne

Auf seinen Streifzügen durch die Natur ist sein Fotoapparat ein ständiger Begleiter. Helmut Jenne, wohnhaft in Schliersee, ist Musiker und EDV-Fachmann, Fotokünstler und Naturliebhaber. Mit seinen Fotos dokumentiert er seine Erlebnisse auf sehr natur- und heimatverbundene Weise, und so entstehen - trotzdem weltoffen - tief empfundene Momente und Blicke auf Landschaften, Pflanzen und Tiere der Berg- und Seenwelt rund um Schliersee.

 

 

 

Schliersee: 2 Minuten für die Seele

Fast täglich nutze ich die Gelegenheit und gehe noch kurz mit meinem Hund Riggi runter zum See. Immer wieder bin ich fasziniert von den stets neuen Stimmungen, in der sich der Schliersee im Verlauf der Jahrezeiten zeigt. Schnell vergessen sind dann Alltagssorgen und Weltgeschehen. Meine Seele ist erfüllt mit Freude, und ich empfinde es als großes Geschenk, dass es sie gibt – das Leben und die Natur.

Und so verschmelzen über die Jahre, Musik mit fotografischen Momentaufnahmen, zu einem zweiminütigen Videokunstwerk , und zeigen ganz verträumt „für einen Moment das Glück Schliersee“ . . .

 

Helmut Jenne Helmut Jenne

Auf seinen Streifzügen durch die Natur ist sein Fotoapparat ein ständiger Begleiter. Helmut Jenne, wohnhaft in Schliersee, ist Musiker und EDV-Fachmann, Fotokünstler und Naturliebhaber. Mit seinen Fotos dokumentiert er seine Erlebnisse auf sehr natur- und heimatverbundene Weise, und so entstehen - trotzdem weltoffen - tief empfundene Momente und Blicke auf Landschaften, Pflanzen und Tiere der Berg- und Seenwelt rund um Schliersee.