Spitzingsee im Winter: Familienvergnügen für Groß und Klein

Eine magische Winterlandschaft umgibt den zugefrorenen Spitzingsee. Inmitten des Mangfallgebirges zwischen Jägerkamp, Taubenstein, Rotwand, Stümpfling, Bodenschneid und Brecherspitz liegt einer der größten Bergseen Bayerns. Jetzt im Januar ist er zugefroren und Treffpunkt von Touristen und Einheimischen.

Mit etwas mehr als 28 Hektar Fläche bietet er genügend Platz für viele Spaziergänger, Eisläufer, Langläufer, Jogger, Eltern, die ihre Kinder auf dem Schlitten über den See ziehen, und Teams, die sich im Eisstockschießen versuchen und Wettkämpfe austragen.

Vorsichtig betrete ich die Eisfläche und prüfe am Rand, ob das Eis auch wirklich dick genug ist. Ein Minimum von 15 cm Dicke wird von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) empfohlen, und trotzdem bleibt ein Restrisiko, da das Eis je nach Strömung und Beschaffenheit des Grundes unterschiedlich stark sein kann. Es muss über einen längeren Zeitraum Minusgrade haben, damit die Eisdecke dick genug ist, um sie zu betreten und darauf Schlittschuh zu laufen. Man sollte nie alleine auf dem Eis unterwegs sein und etwaige Risse und ein Knacken durchaus beachten. Bedenke: Der Gang über das Eis erfolgt stets auf eigene Gefahr!

Der Spitzingsee ist heute von einer dicken Schneeschicht bedeckt. Dort, wo der Schnee für die Schlittschuhfahrer und Eishockeyspieler geräumt ist, erscheint das Eis blau bis durchsichtig, was ein gutes Zeichen ist. Vereinzelt kann man in Ufernähe die Wasserpflanzen unterhalb des Eises erkennen. Trotz der vielen Menschen, die sich auf dem Eis vergnügen, können wir dank der Größe des Sees einen idyllischen, fast einsamen Spaziergang zu zweit unternehmen. Die Bergkulisse wirkt aus dieser eher ungewohnten Perspektive wie ein schützender Ring aus Bäumen und Felsen.

Am Ufer kann man in der Schneebar einen Jagertee trinken und ein paar Wiener essen, oder man gönnt sich einen Glühwein direkt an der Eisstockbahn, während die Mitspieler dabei sind, ihren Eisstock über die geräumte Eisfläche zu schießen. Eisstockschießen ist ein alter Volkssport und durchaus auch dem bayerischen Brauchtum zuzurechnen. Für 5 Euro pro Eisstock kann man eine Stunde lang die Bahn für ein ausgelassenes Spiel nutzen. Die Menschen hier wirken entspannt und entschleunigt. Wenn man ihnen in die Gesichter sieht, spiegeln diese zwar die Kälte des Wintertages, aber auch die Freude am ungezwungenen Beisammensein ‒ sei es beim Spiel, gemeinsamen Eislaufen oder beim Ziehen der fröhlichen Kids über die Eisdecke.

Schon August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798‒1874) beschrieb vor über einem Jahrhundert den Eislauf in seinem Gedicht:

Der Eislauf

Der See ist zugefroren
Und hält schon seinen Mann
Die Bahn ist wie ein Spiegel
Und glänzt uns freundlich an.

Das Wetter ist so heiter.
Die Sonne scheint so hell.
Wer will mit mir ins Freie?
Wer ist mein Mitgesell?

Da ist nicht viel zu fragen:
Wer mit will, macht sich auf.
Wir geh‘n hinaus ins Freie,
Hinaus zum Schlittschuhlauf.

Was kümmert uns die Kälte?
Was kümmert uns der Schnee?
Wir wollen Schlittschuh laufen,
Wohl auf dem blanken See.

Da sind wir ausgezogen
Zur Eisbahn also bald,
Und haben uns am Ufer
Die Schlittschuh angeschnallt.

Das war ein lustig Leben
Im hellen Sonnenglanz!
Wir drehten uns und schwebten,
Als wär‘s ein Reigentanz.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

Märchen für Erwachsene

Ein zauberhaftes Erlebnis an einem magisch anmutenden Ort ‒ Märchen für Erwachsene mit musikalischer Begleitung

Als ich heute Abend das „Atelier am Schliersee“ von Cornelia Heinzel-Lichtwark betrete, fühlt es sich an wie das Eintreten in eine verzauberte Welt. Es ist halbdunkel, und viele Kerzen flackern. Zwischen wundersamen Skulpturen, die bei näherem Hinsehen wie mystische Zauberwesen aus einer anderen Welt anmuten, befinden sich ein Halbkreis aus Stühlen und eine gemütliche Couch vor einem liebevoll mit Amaryllis und Kerzen geschmückten Tisch. Knapp 20 Menschen verteilen sich erwartungsvoll im Raum, um sich von den Märchen ‒ vorgelesen von Frau Marianne Gmelin – in ein anderes, geheimnisvolles Leben entführen zu lassen.

stefanie-polifkaDie eindrucksvoll vorgetragenen Märchen werden von Stefanie Polifka musikalisch mit der Harfe begleitet. Wunderschöne Klänge, u. a. aus Bernard Andrès Aquatintes, untermalen die Geschichten. Auch Blitze, Wind und Donner werden von der Musikerin eindrucksvoll dargestellt.

Je länger ich der Stimme von Frau Gmelin lausche, desto mehr macht sich eine Entspannung in mir breit. Jeglicher Stress des Tages fällt in dieser ruhigen, gemütlichen und auch sinnlichen Atmosphäre von mir ab. Frau Gmelin haucht den Gestalten, von denen sie liest, durch ihre einfühlsame Betonung Leben ein. Ohne großes Zutun kann man sich so in die Welt der Märchen fallenlassen.

Wir hören das persische Märchen „Der Vogel Blumentriller“. Es handelt von den drei Söhnen eines Königs, welche ausziehen, um besagten Vogel zu finden. Jedes Mal, wenn dieser singt, lässt er eine Blume aus seinem Schnabel fallen, welche heilende Kräfte hat.

Als Nächstes steht das Märchen „Die drei Federn“ der Brüder Grimm aus dem 19. Jahrhundert auf dem Programm.

Danach bekommen wir einen sehr gut duftenden Tee mit einem Raffaello serviert. In der kurzen Pause haben wir Zeit, uns in diesem wundersam verzaubernden Atelier umzusehen.

Zum Schluss liest uns Frau Gmelin „Die Geschichte eines Sufis von Bagdad“ aus dem Irak vor (Tausend und ein Tag/Orientalische Erzählungen). Wir werden an den Hof des Kalifen Harun al-Raschid in den Orient entführt.

 

begleitung-mit-der-harfeFrau Marianne Gmelin und Frau Stefanie Polifka veranstalten seit inzwischen acht Jahren in der Winterzeit drei bis vier Lesungen mit musikalischer Begleitung (90 Min.). Diese wurden in den letzten Jahren immer im „Atelier am Schliersee“ durchgeführt. Über die Volkshochschule können Karten reserviert werden (Internetsuche: Märchen für Erwachsene VHS). Die nächsten Termine mit wiederum anderen Märchen sind am 16. Januar und 20. Februar 2017.

 

 

Für mich war das Eintauchen in eine vergangene, vergessene, mystisch-magische Welt wie Wellness für die Seele. Ich bin im Januar bestimmt wieder mit dabei!

 

Atelier am Schliersee
Neuhauser Straße 17
83727 Fischhausen-Neuhaus

 

[tourim-redakteur]

 

 

„Wintersonnenwende“ am Schliersee

Jedes Jahr am 21. Dezember ist Wintersonnenwende, und danach werden die Tage wieder länger bis zur Sommersonnenwende am 21. Juni. Die Nacht vom 20. auf den 21. Dezember ist die längste des Jahres, und die Mittagssonne erreicht nun ihren tiefsten Stand am Horizont. Dieses Jahr haben wir an beiden Tagen Glück mit dem Wetter, es verspricht Sonne und Windstille. Noch früh am Morgen frisst sich die Kälte durch meine Handschuhe, und es schmerzt an den Fingern, aber ich möchte das Ereignis „Wintersonnenwende“ mit eigenen Augen bewusst erleben.

Kosmische Kräfte unendlicher Weite sorgen auf der Erde für vergleichsweise winzige Temperatur­schwankungen, so entstehen Frühling, Sommer, Herbst und Winter, und in noch größeren Zeitab­schnitten wechseln sich Warmzeiten mit Eiszeiten ‒ für mich bleibt es eines der unbegreiflichsten Rätsel unseres Seins. Verändert die Menschheit durch erhöhten CO2-Ausstoß inzwischen wirklich selbst das Klima der Erde? Angesichts derartig universaler Zusammenhänge finde ich ‒ ehrfürchtig verstummt ‒ für mich keine abschließende Antwort. Wie lange noch kann das Leben auf der Erde in dieser kosmischen Umgebung existieren? Ist sich der moderne Mensch in seiner technisierten Zeit der sozialen Netzwerke, der digitalen Medien und der neuesten Handys noch dieser elementarsten Zusammenhänge bewusst, oder befinden wir uns alle längst ‒ gedanklich abgelenkt ‒ in einer digitalen Traumwelt, in der für eine moderne Konsumgesellschaft Natur und Umwelt nur noch „gewöhnliches Beiwerk“ oder lediglich „Spekulations- und Tourismusobjekt“ geworden sind?

Der Schlierseer Kurpark wirkt heute Morgen irgendwie „tiefgefroren“, er ist jetzt menschenleer und der See noch eisfrei. Licht und Schatten mit dunstigem Nebel schaffen an solchen Tagen eine überwältigende Atmosphäre. Geduldig warte ich auf den Sonnenaufgang. Die Sonne lässt sich Zeit, bis sie endlich die Wipfel des Bergwaldes im Nebel erglüht. Nun ja, die Erde dreht sich eben doch nicht so schnell, wie das mancher gerne hätte.

Ich genieße die wohltuende Einsamkeit am See mit Blick auf die Schlierseer Berge, den Tag mit dem tiefsten Stand der Sonne ‒ auch, um die schönsten Augenblicke der Wintersonnenwende mit meiner Kamera festhalten zu können ‒ und fühle „für einen Moment das Glück Schliersee“ .

Text+Fotos: 21.12.2016 Helmut Jenne sen.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Guten Rutsch! Zehn Orte, an denen Du in Schliersee Silvester feiern kannst!

Jeder stellt sich den Jahresausklang anders vor. In Schliersee hat man dieses Jahr tatsächlich alle Möglichkeiten! Vom Champagnerempfang auf dem Berg über veganes Essen im Tal, einem asiatischen Abend am See, bodenständiger bayerischer Küche in Fischhausen bis hin zur lockeren Party mit Lagerfeuer auf der Seewiese. Es gibt für jeden etwas. Guten Rutsch!

Achtung: Ganz wichtig! Eins haben alle gemeinsam: Unbedingt vorher reservieren!

 

Schliersbergalm ‒ hoch oben

„Servus zum Jahreswechsel – Alm mal anders!“

Champagner-Aperitif, 3-Gänge-Menü und Dessertbuffet, Entertainer Robin Sun, Glühweinbar, Lagerfeuer, Mitternachtssnack und Feuerwerk ‒ inklusive natürlich der gigantische Ausblick über ganz Schliersee. Pro Person: 95,- €, Schliersbergalm (http://www.schliersbergalm.de/): 08026/6722

 

Hotel Terofal – mitten im Ort

Ein 6-Gänge-Menü mit Livemusik. Pro Person: 98,- €

Tipp: Ab 23.30 Uhr ist die Bar mit flotter Musik für alle geöffnet!

Hotel Terofal (http://www.hotelterofal.de): 08026/929210

 

Lehmanns Neuhauser Stubn – kulinarische Reise

Exklusives 5-Gänge-Menü (Kleidung: festlich/Tracht)

Mit Empfang und Livemusik. Pro Person: 79,- €

Lehmanns Neuhauser Stubn (http://neuhauser-stuben.de/silvester_am_schliersee/): 08026/929233-0

 

glückSeelig – auch für Singles

14-22 Uhr mit Livemusik! Besonders für Singles gibt es hier die Gelegenheit, in einer fröhlichen Runde zu feiern und sich gegenseitig kennenzulernen. Wer reserviert, bekommt einen Prosecco als Dankeschön. Kein Menüzwang! Schwerpunkt liegt bei vegetarischen/veganen Speisen.

glückSeelig (http://www.bistro-glückseelig.de/): 08026/3871403

 

Obere Firstalm – All-inclusive-Tipp

Großes Buffet von 19-2 Uhr mit Livemusik ‒ „Happy Bavarians“, alle Getränke (außer Schnaps) inklusive.

Pro Person: 125,- €

Obere Firstalm (http://www.firstalm.de/): 08026/73 02

 

Untere Firstalm – lockere Alm-Variante

A la carte bis 23 Uhr.

Untere Firstalm (http://www.untere-firstalm.de/): 08026/7676

 

Schlierseer Hof – eine Reise nach Asien

„Eine asiatische Nacht“ ‒ zusammen feiern kann doch so schön sein ‒ Empfang, Gala-Buffet, Tanz mit Band, Tombola, Mitternachtsimbiss – Abendgarderobe erwünscht.

Pro Person: 125,- €

Schlierseer Hof (http://www.schlierseerhof.de): 08026/929200

 

Karma Bavaria – Ausflug nach Frankreich

Französisches 5-Gänge-Gala-Menü mit Liveband.

Pro Person: 99,- €

Karma Bavaria (https://karmagroup.com/find-destination/karma-resorts/karma-bavaria/): 08026/6080

 

Schnapperwirt – rustikal und gemütlich

Kleine Karte und rustikales Silvestermenü – ganz entspannt – bayerisch.

Schnapperwirt (http://schnapperwirt.de/): 08026/6613

 

Silvesterfeier auf der Seefestwiese – die Party am See

An Silvester machen wir die Nacht zum Tag. Mit Musik, kulinarischen Schmankerln, guter Laune und einem Feuerwerk begrüßen wir das neue Jahr.

Ab 18 Uhr.

http://www.schlierseer-weihnachtszauber.de/wintersonnwend-und-silvesterfeier-auf-der-seefestwiese/

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Taubensteinbahn geht Weihnachten wieder in „Sommerbetrieb“

Bereits im letzten Jahr lief die eigentlich im Winter geschlossene Taubensteinbahn aufgrund des außergewöhnlich schönen Wetters in den Weihnachtsferien. Auch in diesem Jahr verspricht die Wettervorhersage für die Weihnachtsfeiertage bis Neujahr bestes Bergwetter mit Sonne in höheren Lagen und milden Temperaturen. Anlass genug für die Alpenbahnen Spitzingsee, die Taubenstein Kabinenbahn für Wanderer und Ausflügler wieder in Betrieb zu nehmen. Die Bahn fährt vom 24. Dezember 2016 bis einschließlich 1. Januar 2017 täglich von 8.30 Uhr bis 16.20 Uhr. Zur Einkehr hat das Taubensteingipfelstüberl direkt an der Bergstation geöffnet.

Für Skifahrer- und Snowboarder sind im gleich nebenan gelegenen Skigebiet am Spitzing die Stümpfling- und Suttenabfahrt sowie der Lyra Übungshang geöffnet und bieten sehr gute Pistenverhältnisse. Inhaber eines Alpen Plus Saisonskipasses können das Angebot am Taubenstein von Weihnachten bis Neujahr mit Ihrer Karte natürlich ebenfalls nutzen.

www.alpenbahnen-spitzingsee.de

www.alpenplus.de

www.schliersee.de

 

[tourim-redakteur]

 

 

Warten aufs Christkind

Schnell noch die letzten Geschenke verpacken, das Weihnachtsessen vorbereiten, die Steuererklärung machen, zum Friseur gehen … die einst so „staade Zeit“ ist hektisch geworden heutzutage. Da bleibt oft kaum Zeit, die Vorfreude auf die Feiertage zu genießen. Aus diesem Grund habe ich in meinem Geschichtenarchiv gekramt und drei Adventsgeschichten gefunden, mit denen ich Ihnen das „Warten aufs Christkind“ a bisserl versüßen und ein paar Minuten zum Zuhören und einfach nur Entspannen schenken möchte.

Viel Vergnügen!

 

 

 

 

Herzlichen Dank an Toni Lauerer für die Geschichte „Apfent, Apfent, der Bärwurz brennt!“ aus seinem Buch „I glaub i spinn“.

[tourim-redakteur]

Bastelspaß am Heiligen Abend ‒ Der Schlierseer Weihnachtsstern

Ja is denn scho wieder Weihnachten? Allerdings. Und zwar wie jedes Jahr am 24. Dezember. Besonders die Kinder können es bis zum Heiligen Abend kaum noch erwarten. Aber weil Mamas, Papas, Omas, Opas, Tanten, Onkel und alle anderen Weihnachtsorganisatoren meistens ausgerechnet am Tag der Tage mit allen möglichen Vorbereitungen beschäftigt sind und daher keine Zeit für die Bedürfnisse ihrer aufgeregten Sprösslinge haben, wäre eine Bespaßung am Samstagmorgen eigentlich genau das Richtige.

Der folgende Vorschlag soll helfen, die Kinder zumindest für ein paar Stunden zu beschäftigen und sie von ihrer allzu großen Weihnachtsvorfreude ein wenig abzulenken: Wir basteln einen Schlierseer Weihnachtsstern aus Papier!

So ein Stern ist auch für kleinere Kinder relativ leicht zu machen und könnte sogar noch als kurzfristiges Geschenk, das auch noch selbstgemacht ist, unter dem Christbaum liegen.

Diese Utensilien braucht man:

7 handelsübliche Butterbrottüten aus weißem Papier
1 Schere
1 Papierklebestift

Bastelanleitung

Zuerst nimmt man eine der sieben Tüten und faltet sie einmal der Länge nach in der Mitte zusammen. Danach werden die beiden oberen Ecken – da, wo sich die Öffnung der Tüte befindet – möglichst genau zum Knick hin gefaltet. Das Ganze sollte dann aussehen wie eine Papiertüte mit Dach. Diese Tüte wird erstmal beiseitegelegt.

Mit dem Klebestift bestreicht man nun die restlichen sechs Tüten an der Stelle, wo das Papier vom Hersteller längs zusammengeklebt wurde. Also einmal senkrecht nach unten. Kleber kommt ebenfalls auf den unteren Querrand der zusammengefalteten Tüte. Man bestreicht die Tüten also in Form eines auf dem Kopf stehenden „T“. Diese Prozedur macht man mit allen sechs Tüten und klebt sie Stück für Stück aufeinander. Als Letztes ist die Tüte mit den eingeknickten Ecken dran.

Wenn man alles richtig gemacht hat, kleben nun sieben Tüten aufeinander, die oberste davon hat eingeknickte Ecken. Nach diesem Muster werden nun die Ecken aller Tüten geknickt und anschließend mit der Schere abgeschnitten. Als Nächstes kann man die Tüten vorsichtig auseinanderfalten. Jetzt ist der Stern schon fast fertig. Zum Schluss muss man nur noch die beiden unteren Enden zusammenkleben. Als Aufhänger kann beispielsweise eine durchsichtige Schnur aus Silikon oder Nylon dienen. Diese sind in jedem Bastelgeschäft erhältlich.

Wer mag, kann den Stern natürlich noch mit Glitzerspray verschönern. Hübsch sieht es auch aus, wenn man die Tüten vor dem Zusammenkleben bemalt oder verziert.

Dieser Basteltipp ist leicht nachzumachen. Das Ergebnis ist ein bauschiger Stern, der richtig was hermacht!

Viel Spaß dabei!

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Kommt die Weihnachtsgurke zurück nach Schliersee?

„Süßer die Gurkal nie klingen, als zu der Weihnachtszeit …“

Nein, Essiggurken gehören nicht an den Weihnachtsbaum. Viele Amerikaner würden dagegenhalten. „Jeder Deutsche hat eine Essiggurke am Weihnachtsbaum – das ist deutsche Tradition!“

Tatsächlich handelt es sich in den letzten Jahren um eine Art „Traditions-Re-Import“. Man findet die kleine Gurke inzwischen auf den meisten Christkindlmärkten. Es gibt ja auch Telefonzellen, Flamingos oder Donuts im Sortiment – aber die Gurke ist echtes Brauchtum. Forscht man etwas nach, findet man schnell heraus, dass die Weihnachtsgurke sogar aus Bayern kommt. Schon um 1900 soll es eine Urform gegeben haben.

Heute wird die grüne Gurke in Amerika an den Weihnachtsbaum zwischen den Zweigen versteckt, und derjenige in der Familie, der sie als Erstes entdeckt, darf das erste Geschenk öffnen oder erhält ein zusätzliches Geschenk.

Aber kennt diesen Brauch auch jemand hier in Schliersee?

Ich habe auf dem Christkindlmarkt „Romantische Weihnacht beim Terofal“ nachgefragt:

Margot (75) schaut mich entsetzt an: „Ich will gar keine – weder eine Wurst noch eine Gurke! Doch nicht zu Weihnachten.“ Zwei Mädels, die gerade ihre Gulaschsuppe löffeln, schauen mich mit großen Augen an: „Nein, davon haben wir noch nie gehört!“ Franz (42), in der Schlange für eine Grillfleischsemmel, lacht, als er die Gurke anschaut: „Eine Gurke an den Weihnachtsbaum? Nein, bestimmt nicht.“ Überall stoße ich auf völlige Unverständnis. Also bei uns in Schliersee ist das sicher noch keine gängige Tradition.

Wahrscheinlich war es doch mehr ein Werbegag der Christbaumkugelexporteure, damals, Anfang 1900, beim Versuch, den Amerikanern die Gurke als Christbaumschmuck schmackhaft zu machen. Die Tatsache, dass es sie schon so lange gibt, macht sie automatisch zum Kult. Und egal, wo sie nun herkommt, der Grundgedanke, sich nicht gleich auf die Geschenke zu stürzen, nochmal innezuhalten, den wunderschönen Baum zu bewundern und die Gurke zu suchen, hört sich für mich sehr schön an.

Vielleicht sollten wir einfach mal ein „Essig-Gurkal“ an unseren Weihnachtsbaum hängen – nett schauen sie ja aus, und Glück bringen sollen sie auch noch. Frohe Weihnachten.

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Auf die Kufen, fertig, los …

– mit etwas Glück in Schliersee an Weihnachten Schlittschuhlaufen

Stefan Hornfeck ist seit sechs Jahren Eismeister im Natureisstadion (http://www.eisstadion-schliersee.de/) des TSV Schliersee, Sparte Eishockey, im Schatten des Freudenbergs. Mit viel Liebe zum Eis engagiert sich Stefan in einem der wenigen letzten Natureisstadien Deutschlands. Leider kann aufgrund der Auflagen des Bayerischen Eissportverbandes kein Ligaspielbetrieb mehr durchgeführt werden. Somit wird das Stadion nur noch für den Trainings- und Freundschaftsspielbetrieb sowie für den öffentlichen Eislauf und Eisstockschießen genutzt.

Stefan zeigt mir Bilder aus alten Zeiten. 1949 fand sogar eine Eisrevue in Schliersee statt. „Damals war Eislaufen Kult!“, erzählt mir Stefan. Aufgewachsen in Schliersee, hat er jede freie Minute im Winter auf dem Eis verbracht. „Ich war stolz, wenn ich beim Eismachen helfen durfte“, so Stefan mit leuchtenden Augen.

Jetzt ist er für das Eismachen alleine verantwortlich und immer noch mit der gleichen Freude dabei. „Bodenfrost ist das A und O bei einem Natureisstadion“, erklärt mir Stefan. Das ist auch der Grund, warum es um Weihnachten eher schwierig ist für einen Eislaufbetrieb. Dieses Jahr allerdings sieht er schon die Möglichkeit, denn Bodenfrost hatten wir schon – da legt er auch gerne ein paar Nachtschichten ein. Um 6 Uhr morgens geht das Eismachen am besten, da die Luftfeuchtigkeit am niedrigsten ist. Erfahrung hat Stefan. Beziehungen auch ‒ den fehlenden Schnee zum Ausbessern der Eisfläche hat er kurzerhand bei den Alpenbahnen Spitzingsee (http://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/) organisiert ‒ Kunstschnee.

Das kleine Vereinsheim ist wirklich gemütlich, ein neuer Schlittschuh-resistenter Boden wurde frisch verlegt. Es gibt Umkleiden und für das Mannschaftstraining auch Duschen. Außerdem bietet Stefan Kleinigkeiten zum Essen und Trinken an. Mit Cappuccino und Glühwein ist er bestens gerüstet für die kalten Tage.

 

Intersport Berauer (http://www.intersport-berauer.de/) in Schliersee bietet eine kleine Auswahl an Schlittschuhen für 10,- € am Tag zum Verleih an. Stefan kann manchmal auch in Notfällen aus seinem Fundus aushelfen.

Es geht gemütlich zu am Schlierseer Natureisstadion. Bei Musik drehen die Kleinen auf Wunsch mit Eislauflernhilfen ihre Runden, und die Eltern genießen den Tag mit einem heißen Getränk.

Die Vorfreude steigt. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass es kalt bleibt, denn dann steht dem Spaß nichts mehr im Wege. Auch an Heiligabend will Stefan ein paar Stunden aufmachen, wenn das Wetter mitspielt. Mein besonderer Tipp fürs „Warten aufs Christkind“ in Schliersee: Schlittschuhlaufen! (unbedingt vorher anrufen, ob der Eislauf stattfinden kann!)

Öffnungszeiten: täglich von 14-17 Uhr und Di. und Fr. zusätzlich von 19-22 (je nach Witterung)

Nähere Auskünfte erhalten Sie unter der Tel.-Nr. 08026/2177 (Eisheim) oder unter www.eisstadion-schliersee.de.

Eintritt: Erwachsene 2,- €, Kinder 1,- €

Mit der Schlierseer Gästekarte kostenlos!

 

 

[tourim-redakteur]

Wellness-Erlebnis im monte mare in Schliersee

Was tun an einem kühlen Wintertag, wenn die Nebel sich über dem See verdichten?

Ich gönne mir sechs Stunden Wellness für Körper und Seele. Ein unglaublich schönes und absolut entspannendes Erlebnis ganz im Sinne der Achtsamkeit für sich selbst.

„Achtsamkeit zu üben, bedeutet, zum Leben im gegenwärtigen Augenblick zurückzukehren.“ (Thich Nhat Hanh)

Das monte mare in Schliersee ist in der Vitalwelt direkt im Kurpark am See zu finden. Sowohl von der Vitaltherme als auch von der Saunawelt aus hat man einen herrlichen Ausblick auf das hinter dem Schliersee liegende Bergpanorama. Heute ziehen Nebel auf, was die Natur mystisch erscheinen lässt.

Ein angenehmer Duft nach Eukalyptus und Ayurveda-Räucherstäbchen empfängt mich, und ich werde von einer sehr herzlichen Mitarbeiterin zu meiner ersten Anwendung, dem Rasulbad, gebracht. Nach fünf Minuten im Dampfbad wird mir der Rücken mit braunroter Heilerde mit kreisenden Bewegungen eingerieben. In einer Schale erhalte ich Heilerde in vier verschiedenen Farben und versuche, mir zu merken, mit welcher Farbe ich welchen Körperteil einreiben soll. Die Erde wird weich, je feuchter die Haut ist, und spätestens nachdem ich das Meersalz darüber verteilt habe, vermischen sich die Farben, und ich sehe aus wie dem Schlamm entsprungen. Egal, es ist herrlich! Rotes, blaues und gelbes Licht mit gleichfarbigem Sternenhimmel wechseln sich im Dampfbad ab, und nach einiger Zeit kommt ein kühlwarmer Regenschauer von oben, der mich wieder sauberwäscht. Im Ruheraum warten schon eine dicke flauschige Decke und ein Rooibos-Karamell-Tee. Ich habe mir etwas zum Lesen mitgebracht und genieße zwischen Grünpflanzen und Orchideen die Ruhe vor der Massage um 12:00 Uhr.

Bei der Lomi-Lomi-Massage werde ich mit sanften Bewegungen in die Entspannung „geschaukelt“. Während ich fremdartigen Klängen mit Männer- und Frauenchören lausche, erhalte ich mit Kokosöl eine Kopf- und Teilkörpermassage. Meine Gelenke werden gedehnt, und an meinen Fingern wird gezogen … Ich wusste gar nicht, dass meine Arme soooo lang sind … Ein Lemon-Myrte-Tee im Ruheraum rundet das Wohlfühlgefühl ab.

Im Restaurant der Saunawelt gibt‘s heute u. a. Spinatknödel ‒ eine meiner Lieblingsspeisen. Gemütlich ist‘s hier zwischen mit Weihnachtskugeln und roten Schleifen geschmückten Grünpflanzen. Schlierenwolken und ein diffuses Licht lassen die Bergkulisse vor den Fenstern unwirklich erscheinen.

Nach einem wunderbaren und genauso heißen Aufguss mit Kaktus-Feigen-Salz gehe ich nach draußen, um mich auf der weitläufigen Terrasse abzukühlen. Ich schaue nach unten auf den Kurpark und den Bootsverleih mit Anlegestelle. Weiße Schwäne kreisen auf dem Wasser. Was für ein idyllisches Fleckchen Erde ist das hier …

Neben der Kelo-Sauna gibt es im Außenbereich ein Becken mit Massageliegen und integriertem Whirlpool. Körperoberflächenwarmes Wasser beschert mir das Gefühl der Schwerelosigkeit.

Um den Tag abzurunden, gönne ich mir ein Verwöhnbad: Ziegenmilch mit Rosenduft. Als ich den Raum betrete, erwartet mich eine große ovale Wanne mit einem milchigen Wasser, auf dem unzählige Rosenblütenblätter schwimmen. Ein Glas Prosecco steht am Beckenrand. Umringt von einem Kreis aus neun brennenden Kerzen und eingehüllt in Piano-Klangwelten, schwebe ich im warmen Wasser … Schade, dass es nach 30 Minuten schon vorbei ist.

Es war ein großartiger Tag und ein absolutes Wohlfühlerlebnis für alle Sinne! Die beste Entscheidung für einen kühlen Wintertag.

 

[tourim-redakteur]