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Nur 356.000 Kilometer von Schliersee zum Mond

Als wäre es erst gestern gewesen, so erinnere ich mich gerne zurück an den Montag, den 14. November im Jahre 2016, da berichteten die Medien von einem „Supermond“, denn an diesem Tag sei der Mond „wieder einmal“ der Erde am nächsten. Ich dachte noch darüber nach, dass der Mond der Erde vermutlich erst wieder in 18 Jahren so nah kommen würde, und wer weiß, ob ich da überhaupt noch lebe.

Doch ausgerechnet an diesem Tag überzog Deutschland eine dichte Wolkendecke, und so blieb uns in Schliersee zunächst jede Sicht verwehrt, wenn da nicht noch spät nachts unser Hund Riggi hätte Gassi gehen müssen.

Für einen kurzen Augenblick öffnete sich ausgerechnet dann die Wolkendecke über Schliersee. Ich schnappte mir schnellstmöglich meine Fotoausrüstung und rannte nach draußen, und so entstanden doch noch Fotos vom „Supermond 2016“ ‒ betrachtet von Schliersee aus.

 

Und so waren wir uns ‒ trotz der riesigen Weiten des Weltalls ‒ noch nie so nah, Schliersee, der Mond, ich und „für einen Moment das Glück Schliersee“.

 

Text+Fotos 14.11.2016:  Helmut Jenne sen.

 

 

Helmut Jenne Helmut Jenne

Auf seinen Streifzügen durch die Natur ist sein Fotoapparat ein ständiger Begleiter. Helmut Jenne, wohnhaft in Schliersee, ist Musiker und EDV-Fachmann, Fotokünstler und Naturliebhaber.

Mit seinen Fotos dokumentiert er seine Erlebnisse auf sehr natur- und heimatverbundene Weise, und so entstehen – trotzdem weltoffen – tief empfundene Momente und Blicke auf Landschaften, Pflanzen und Tiere der Berg- und Seenwelt rund um Schliersee.

 

 

Herbstspaziergang zur Burgruine Hohenwaldeck

Es ist ein warmer Spätsommertag. Ein laues Lüftchen streicht über den Schliersee, und die Morgensonne steht schon tief. Ein idealer Tag also, um einem geschichtsträchtigen Platzerl hoch über dem Schliersee einen Besuch abzustatten: der Burgruine Hohenwaldeck.

Ihre letzten Mauerreste thronen 209 Meter über dem Seespiegel auf einem Felsen. Der Weg hinauf ist kurz, aber steil. Anfangs führt der Pfad über einen Wiesenhang, auf dem in der schönen Jahreszeit Kühe weiden. Nach einem misstrauischen Blick auf die grasende Herde, unter der ich auch ein paar Jungstiere erkennen kann, beschleunigen sich meine Schritte, und ich überquere die Wiese rasch. Erleichtert lasse ich die freie Fläche hinter mir und tauche in die Kühle des Bergwaldes ein. Hier wird der Weg merklich steiler. Zur besseren Begehbarkeit wurden in den Untergrund hie und da Holzbalken verankert, sodass eine Art Treppe entstanden ist. Immer wieder mache ich kurz Halt, um die Informationen auf den zahlreichen Hinweistafeln zu studieren, die entlang des Weges aufgestellt wurden.

Hier finden sich interessante Fakten zu den heimischen Bergbäumen, wie beispielsweise die Vogelkirsche oder die Weißtanne. Ein paar Meter weiter stehen auch schon die ersten Schilder, die Details aus der Geschichte der Burgruine verraten.

Eine eigenartige Atmosphäre herrscht in dem Hochwald, der trotz der frühen Stunde und des schönen Sommertages düster wirkt. Es scheint, als ob mit dem Betreten des Weges zur Ruine auch die Epoche gewechselt hätte. Bilder von Edelmännern und Burgfräulein kommen mir in den Sinn, und einen kurzen Augenblick lang spüre ich die hoffnungsvolle Erwartung, statt verfallene Mauern der einstigen Festung eine prachtvolle Ritterburg auf dem Gipfel vorzufinden. Meine Vorfreude wird jedoch durch den Anblick der moosbewachsenen Felsbrocken, die sich plötzlich seitlich des Weges auftürmen, jäh zerstört.

Sie sind die letzten Zeugnisse eines verheerenden Felssturzes, der Ende des 15. Jahrhunderts große Teile der Burg zerstört und sie damit endgültig unbewohnbar gemacht hat. Angesichts der unglaublichen Kräfte, die hier gewirkt haben müssen, schaudere ich kurz und setze meinen Weg zügig fort. Nach circa einer dreiviertel Stunde bin ich am Ziel. Von der einstigen stattlichen Burg, die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer wechselte, sind lediglich Teile der Umfassungsmauer und Reste des Turms übriggeblieben.

Eine schmale Holzbrücke führt an der Südmauer entlang in das ehemalige Innere der Burg. Die Natur hat sich freilich schon längst ihr Terrain zurückerobert, doch an manchen Stellen sind die Mauern erstaunlich gut erhalten.

Die Belohnung für den Aufstieg wartet auf einem Felsvorsprung: Unter dem mächtigen Gipfelkreuz laden zwei Bänke zum Verweilen ein und bieten einen grandiosen Ausblick auf den Schliersee, die Berge und das Umland. An klaren Tagen kann man weit ins Land hineinblicken und in der Ferne den einen oder anderen Kirchturm benachbarter Gemeinden erspähen. Die Ruine Hohenwaldeck lockt aufgrund ihrer wildromantischen Lage auch viele Verliebte auf den Berg. Unzählige Herzen, Liebesschwüre und Initialen sind in den Stamm der sogenannten Liebesbuche – eine Buche, die von einem dicht daneben stehenden kleineren Baum eng umschlungen wird –  für die Ewigkeit eingeritzt. Der prächtige Baum scheint es nicht übel zu nehmen.

Die Geschichte der Burgruine Hohenwaldeck ist wechselvoll: Über ihre Entstehung sind sich die Geschichtsschreiber uneins. Große Buckelquader an den Kanten des verfallenen Turms deuten auf eine Errichtung gegen Ende des 13. Jahrhunderts hin. Eine der Hinweistafeln berichtet gar von römischen Ursprüngen. Doch diese These ist in Historikerkreisen mittlerweile umstritten. Sicher ist jedenfalls, dass sich die Burg zur damaligen Zeit im Besitz der Grafen zu Waldeck befand. Sie fungierten als Vögte des Chorherrenstiftes Schliersee und residierten über 200 Jahre lang im Miesbacher Land.

Der letzte ritterliche Bewohner der Burg war wohl Georg von Waldeck. Nach seinem Tod 1380 blieb die Burg unbewohnt. 1516 erwarb Wolfgang von Maxlrain die Besitzrechte. Die Maxlrainer galten damals als eines der reichsten Adelshäuser Oberbayerns. Nachdem auch dieses Geschlecht ausstarb, wurde die Herrschaft über die Burg 1734 dem Kurfürstentum Bayern übergeben.

Für eine Wanderung zur Burgruine Hohenwaldeck sollte man eine gute Kondition haben. Außerdem ist festes Schuhwerk zu empfehlen, da der Weg an manchen Stellen ausgewaschen und rutschig ist.

Ausgangspunkt: Hinter der Gaststätte „Schnapperwirt“ in Fischhausen am südlichen Ende des Schliersees zweigt ein Weg nach links ab. Der Weg zur Burgruine ist ab dort ausgeschildert. Parkmöglichkeiten gibt es auf einer Wiese neben der B 307.

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

Veranstaltungstipp: Wunderbar wanderbar

„Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele“ – Josef Hofmiller

Einfach wunderbar wanderbar in Miesbach und Schliersee

Am Sonntag, 25. September 2016, haben Einheimische und Gäste wieder die Möglichkeit, das Miesbacher Oberland bis nach Schliersee zu Fuß zu erkunden. Das Kulturamt der Stadt Miesbach veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Gäste-Information Schliersee ein Wandererlebnis, bei dem sich das herrliche Panorama des Voralpenlandes genießen lässt.

Die kleine Route ist „Dem Miesbacher Fleckvieh auf der Spur“ und führt auf Feldwegen und entlang der Schlierach vorbei an saftigen grünen Wiesen und Hagen. Auf der 6 km langen Strecke genießt man die herrliche Landschaft des Miesbacher Oberlandes, und mit ein bisschen Glück kann man so manches Prachtexemplar des Miesbacher Fleckviehs bestaunen. Mit 50 Höhenmetern ist die Route auch für Familien geeignet, allerdings nicht kinderwagentauglich.

Die große Route verspricht einen „Ausblick ins Bilderbuch-Bayern“. Sie führt durch die wunderbare Hag- und Hügellandschaft des Oberlandes bis an den Schliersee. Mit ca. 25 km und 660 Höhenmetern ist der Weg teilweise anspruchsvoll, doch die traumhaften Panoramablicke unter anderem vom Stadlberg, von der Schliersbergalm und am Schliersee entlohnen die Mühen.

funky-welanskiMöchte man die Traumlage am Schliersee ausgiebig genießen, so spielt im Schlierseer Kurpark von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr die Band Funky Welanski. Die Bandmitglieder Josef Pötzinger am Bass, Anh Nguyen Quoc am Keyboard, Axl Thienelt an der Gitarre und Werner Welanski am Schlagzeug sorgen hier mit Funk, Latin und Jazz für gute Stimmung und laden zum Verweilen ein. Für Verpflegung sorgt das Team vom Restaurant Charivari.

Der Rückweg kann alternativ auch mit dem Wandertags-Shuttle-Service zurückgelegt werden. Dieser fährt jede volle und halbe Stunde ‒ ab 11:30 Uhr ‒ von der Vitalwelt Schliersee zurück zum Waitzinger Keller – Kulturzentrum Miesbach.

Jeder Teilnehmer kann sich die Wanderung auch für das Internationale Volkssportabzeichen durch den DVV – Deutschen Volkssportverbund werten lassen. In der Zeit von 8:00 Uhr bis 10:00 Uhr kann gestartet werden. Die Startgebühr beträgt 2,00 €. Mit dem Eintrittsband, das man am Start erhält, bekommt man an den Verpflegungsstellen auf der Strecke kostenlose isotonische Getränke sowie die Möglichkeit, den Shuttle-Service in Anspruch zu nehmen.
Für die IVV-Wertung sind Hin- und Rückweg zu Fuß zu erwandern, der Zielschluss ist um 17:00 Uhr.

morgenpansmall

Nähere Informationen zur Veranstaltung gibt‘s bei uns in der Gäste-Information Schliersee unter der Telefonnummer 08026/60650.

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: “Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln.”

 

 

Kuriose und romantische Fleckerl in Schliersee

Ganz im Sinne einer Lebensweisheit von Ernst Ferstl: „Wer mit offenen Augen und Ohren durchs Leben geht, findet immer wieder Grund zum Staunen“, bin ich heute mal durch meinen Lieblingsort Schliersee gelaufen und habe vor allem meine Augen offen gehalten. Dabei habe ich viele mehr oder weniger versteckte Kuriositäten gefunden, an denen man als unaufmerksamer Spaziergänger schon mal vorbeigeht, ohne deren Schönheit und Charme überhaupt zu bemerken.

„Wer mit offenen Augen durch Schliersee geht, kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.“

Das trifft es viel besser, finde ich.
Ich habe mich bei meinem gemütlichen Spaziergang hauptsächlich auf ungewöhnliche und nicht alltägliche Besonderheiten konzentriert und davon jede Menge allein nur im Ortskern gefunden. Angefangen beim Hygrometer (Messinstrument zur Bestimmung der Luftfeuchtigkeit) in Form eines mit Schindeln gedeckten Pilzes. Dann sticht mir eine Hauswand mit dem sinnigen Spruch „Leb’n – und leb’n lass’n!“  ins Auge: eine schöne und wie ich finde gerade in der heutigen Zeit wertvolle Lebensphilosophie.

Zwischen den Hausdächern mandelt sich eine katzenbuckelnde Katze vor einem zwitschernden Vogel auf. Liebevoll arrangierte Blumen hängen ungewöhnlich angebracht an Fensterläden. Allein die Hinweisschilder enthalten entzückende Details, wie z. B. eine hölzerne Kaffeekanne, wie bereitgestellt zum Ausschenken eines köstlichen Kaffees.

Rund um den See findet man diverse Frösche, die man auch gerne küssen darf … Wer weiß schon, welche Wunder es gibt, vielleicht findet man so seinen Traumprinzen …

Ein aus Holz geschnitzter Männerkopf mit Laterne und Schlüssel in der Hand schaut mich aus einem imaginären Fenster an der Hauswand an ‒ und vieles, vieles mehr …

Machen Sie sich doch einfach selbst die Freude und gehen mit offenen Augen durch unseren wunderschönen oberbayerischen Ort. Vielleicht versuchen Sie, die abgebildeten Fleckerl selbst zu finden und zusätzlich dazu weitere ungewöhnliche und nicht alltägliche Ecken aufzuspüren …

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“
Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

SUP, Super, Schliersee!

Stand-up-Paddling, kurz „SUP“, ist der Sommertrendsport – auch am schönen Schliersee. Vom Ufer aus sieht das Stehen und Paddeln auf einer Art Surfboard ja recht einfach aus. „Probieren geht über Studieren“ lautet meine Devise und deshalb melde ich mich bei „Watersport Schliersee“ zu einer Schnupperstunde an. Inhaber Christoph Berauer begutachtet mich kurz und lässt schließlich ein Anfängerboard für mich zu Wasser. Dieses ist etwas breiter und höher als die Profiboards und damit stabiler. Dazu reicht er mir ein größenverstellbares Paddel und schon kann es losgehen.

Nach einer kurzen Einweisung in den richtigen Gebrauch des Paddels und der idealen Startposition des aufblasbaren Boards knie ich schon auf meinem schwimmenden Untergrund und lasse mich auf den See hinaustreiben. Auf dem normalerweise ruhigen Schliersee herrscht an diesem Tag munterer Wellengang. Nach ein paar Metern am Ufer entlang schmerzen meine Knie von der ungewohnten Haltung und ich darf endlich aufstehen. Der Profi stellt sich natürlich sofort nach dem Start auf das Board aber soweit bin ich ja noch lange nicht. Kurz ausbalancieren und schon stehe ich einigermaßen fest auf dem wackligen Brett. Je nach gewünschter Fahrtrichtung wird das Paddel mal rechts, mal links ins Wasser getaucht und langsam von vorne nach hinten durchgezogen. Je schneller ich unterwegs bin, desto standfester und sicherer fühle ich mich. „Du hast ein gutes Balancegefühl“, ruft mir Christoph zu und mein Selbstwertgefühl erreicht ungeahnte Höhen. Ich richte meinen Körper auf und beginne, die Fahrt zu genießen.

Stand-up-Paddling beansprucht nicht nur zahlreiche Muskeln und dient damit der körperlichen Fitness, wie mir Christoph Berauer erklärt. Es hat auch etwas Meditatives, seine Runden über den See zu ziehen. Die Kulisse ist in der Tat atemberaubend: Blitzblauer Himmel, Brecherspitz und Jägerkamp zum Greifen nah und mitten im See thront die Insel Wörth. Viel zu schnell ist die Zeit auf dem Board vorbei. „Wir fahren zurück“, lautet die Anweisung und schon landen wir wieder am Ufer unterhalb der urigen Holzhütte von „Watersport Schliersee“.

Mein Resümee: Stand-up-Paddling ist ein leicht erlernbares Freizeitvergnügen für die ganze Familie, ohne ernste Verletzungsgefahr und doch mit einem gewissen sportlichen Aspekt. Nur Schwimmen sollte man können.

Die Saison bei „Watersport Berauer“ geht je nach Witterung noch bis Anfang September. Das Ausleihen eines Boards mit Paddel kostet pro Person und Stunde 15 Euro. Zwei Stunden kosten 25 Euro. Zum Ausleihen ist ein gültiger Personalausweis nötig. Nähere Infos gibt’s im Internet unter www.watersport-schliersee.de oder www.intersport-berauer.de

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

Schlierseer LandKüche – Wildkräuter lieben Nudeln

Frühlingssonne am Hennerer- der letzte Schnee wird von ihr geschmolzen, die Frühlingskräuter lassen sich nicht mehr aufhalten. Brunnenkresse, Bärlauch, Gänseblümchen usw. die ersten Kraftspender wurden heut gleich gesammelt- eine Wohltat- diese Frühlingskraft für alle Sinne. Was daraus entstand: mmmhhh

Unsere Schlierseer Nudeln, sie werden nur mit reinen Naturprodukten ohne chemische Zusatzstoffe in unserer kleinen Nudelmanufaktur am Hennerer zubereitet. Es gibt die Nudeln  in verschiedenen Formen (Herzal, Bauernhoftiere, unser Klassiker die Bandnudel usw) und Größen, sowie mit geschmacklich abgestimmten Zugaben wie Wildkräuter, z.Z. Bärlauch, Tomaten, eßbaren Blüten, rote Beete, ….

Hochwertige Inhaltsstoffe: Bester Gries von der Leitzachmühle und die frischen Eier vom Hennererhof, sowie die liebevolle Freude beim Zubereiten, geben unseren Nudeln den einzigartigen Geschmack.

Foto: Dinkelbandnudeln mit unserer Wildkräuterschaumsoße, garniert mit zusätzlichen Frühlingskräutern.  

Hennererhof
Angelika und Johann Prem
Hennererstr. 36
83727 Schliersee/Westenhofen
www.hennerer.de

 

Osterbräuche und Ostermarkt in Schliersee

Gerade eben hat sich der Winter hier in Schliersee noch mal eindrucksvoll zurückgemeldet, und doch kann man überall die Vorboten des Frühlings erkennen. Schneeglöckchen und Krokusse spitzen aus der Erde, und auch die Bäume, allen voran die Weiden mit ihren „Palmkätzchen“, schlagen schon aus.

Und die Palmkätzchen sind es auch, die man unter anderem für das Binden der Palmbuschen braucht, die man am Palmsonntag – heuer ist das der 20.03. – in der Kirche weihen lässt. Der geweihte Palmbusch, oft mit Buchs und Waxlawa (= Stechpalme) begrünt und immer mit bunten Bändern verziert, wird zu Hause im Herrgottswinkel am Kruzifix befestigt oder aufgestellt. Er symbolisiert die Palmwedel, mit denen Christus, auf dem Esel reitend, in Jerusalem begrüßt wurde.

Weitere, weitverbreitete Bräuche zu Ostern sind das Eierfärben und das Eierbemalen:

Zum Eierfärben nimmt man gekochte Eier, am besten mit weißer Schale. Dazu kann man Lebensmittelfarben verwenden; natürliche bräunlich-rote Färbung in unterschiedlicher Intensität erhält man mit einem Sud aus Zwiebeln, Rote Rüben und/oder Walnussblättern. Beim Färben nicht die Gummihandschuhe vergessen!

Osterallerlei2Das Eierbemalen ist eine Kunst für sich, die schon mit dem Eierausblasen beginnt. Es werden nur die leeren Schalen bemalt ‒ auch hier sind am besten Eier mit weißer Schale geeignet. Zum Ausblasen sticht man je an der obersten und an der untersten Stelle ein kleines Loch in das rohe Ei. Am oberen Ende kann das Loch ein bisschen größer sein, dort wird später die Aufhängevorrichtung befestigt. Nun bläst man vorsichtig das Innere des Eis aus, wäscht evtl. Rückstände ab und lässt es trocknen. Beim Bemalen, zum Beispiel mit speziellen Eierfarben, muss man Vorsicht walten lassen, unter Druck kann die fragile Schale leicht zerbrechen. Das bemalte Ei ganz trocknen lassen. Die Motive können sehr vielfältig sein ‒ religiös, frühlingshaft, geometrisch, themenbezogen.

Zum Aufhängen wird um einen gekürzten Zahnstocher/ein Streichholz ein schönes Band oder ein Faden mittig befestigt. Das Steckerl wird komplett in das obere Loch des bemalten Eis eingeführt ‒ unbedingt das Band dabei festhalten ‒, und beim Spannen des Bandes „klemmt“ sich das Steckerl ein.

Tipp: Kinder können die Eier auch mit wasserfesten Filzstiften bemalen. Das ist einfach und macht allen Spaß.

In den Osterkorb, der am Ostersonntag in die Kirche zum Weihen mitgenommen wird, kommen traditionell die gefärbten Eier, Brot, Speck/Schinken, Salz, eine Osterkerze (am besten selbst dekoriert), ein selbst gebackenes Osterlamm (viele Rezepte zum Nachmachen finden sich im Internet), ein Hefefladen und ein Meerrettich. Dieser symbolisiert die „Bitterkeit“ des Lebens. Etwas Grünes, zum Beispiel ein Buchszweig, am oder im Osterkorb sollte auch nicht fehlen. Die wichtigste Farbe an Ostern ist aber Rot ‒ so werden in einigen bayerischen Gegenden nur rote Eier in den Osterkorb gelegt. Das Rot steht für die Auferstehung Christi und die Liebe.

Der beliebte Ostermarkt der VHS Schliersee findet heuer am Samstag, 19. März 2016, und am Palmsonntag, 20. März 2016, jeweils von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Forum in der Vitalwelt Schliersee, Perfallstr. 4, statt. Hier finden Sie alles rund um Ostern … Kunsthandwerk, Bastelaktionen für Kinder, heimische Aussteller, regionale Spezialitäten, Vortrag über österliches Brauchtum u. v. m. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Oarschiabn – a Spui für de Kloanan … und de Grossn

Beim Oarschiabn (= Eierschieben) kommt vor allem der Spaß nicht zu kurz. Jeder Spieler hat zwei gekochte Eier und einige Kupfermünzen. Als Erstes rollt jeder Teilnehmer eines seiner Eier die schiefe Holzschiene (es können auch zwei Besenstiele, direkt nebeneinander hin- und auf einen umgedrehten Eimer aufgelegt, sein) runter. Alle Eier bleiben auf dem weichen Untergrund liegen, dabei ist es egal, ob es der Rasen draußen oder ein auf dem Boden liegendes großes Handtuch/eine Decke im Haus ist. Nun wird eine Münze auf jedes Ei gelegt. Zum besseren Merken, welches Ei wem gehört, empfiehlt es sich, mit bunt gefärbten Eier zu spielen und jedem Spieler zwei Eier in der gleichen Farbe zu geben. Die Reihe fängt von vorne an, und jeder Spieler versucht nun, die Eier der anderen Spieler zu treffen, damit die Münzen herunterfallen und man sie einsammeln kann. Das Ziel des Spieles ist, so viele Münzen wie möglich gesammelt zu haben.

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: “Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln.”

Ein Stück Schliersee für daheim

„Das weiß-blaue Inselparadies Schliersee“

In einem unvergesslichen Moment am Schliersee entstand dieses mystische Foto, welches in der Fotoausstellung der Parsberger Fotofreunde 2015/2016 Platz 2 erreichte, mit dem Titel „Das weiß-blaue Inselparadies Schliersee“.

Diese Momentaufnahme von Helmut Jenne können Sie als Foto für Ihren Bildschirmhintergrund verwenden und haben so immer ein Stück Schliersee daheim.

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Bildformat: 16:9 in Full-HD 1920*1080px

Fackel- und Schmankerl-Fackelwanderung

Haben Sie abends auch manchmal Lust, noch rauszugehen? Dann ist eine Fackelwanderung die etwas andere Art, einen Abendspaziergang zu unternehmen.

Wenn es früh dunkel wird, wenn die Luft klar und kalt ist, dann ist eine winterliche Fackelwanderung beginnend von der Vitalwelt aus ein ganz besonderes romantisches Erlebnis. Warm angezogen und mit festen Winterschuhen, die ein gutes Profil haben, ausgestattet, führt der Weg zuerst hinter den Freudenberg und schließlich immer entlang am unbeleuchteten Westufer des Schliersees. Die Lichter der Häuser und Autos auf der anderen Seeseite spiegeln sich vielfach glitzernd im Wasser. Steht der Mond entsprechend hoch am Himmel, sieht man auch sein Spiegelbild und zudem die Umrisse der Berge: Brecherspitz und Dürnbachwand kann man gut erkennen. Ziel und gleichzeitig Umkehrpunkt der Wanderung ist der Erlebnispfad.

In diesem Winter 2015/2016 werden erstmals auch andere Routen erwandert; so findet zum Beispiel eine Fackelwanderung um das Auracher Moor von Neuhaus aus statt.

Eine sehr beliebte Variante dieser Wanderung ist die Schmankerl-Fackelwanderung vom Spitzingsee in die Valepp und zurück. Wie der Name schon sagt, kommen bei dieser Tour auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz. Los geht es mit der Vorspeise in der Alten Wurzhütte, die Hauptspeise erwartet einen in dem ca. 40 Minuten entfernten Blecksteinhaus, und die wohlverdiente Nachspeise wird einem, nach einem weiteren ca. 20-minütigen Spaziergang, in der Albert-Link-Hütte  serviert. Viel Spaß beim Wandern und einen „guten Appetit“!

Die maximale Teilnehmerzahl beträgt jeweils 10 Personen; eine Voranmeldung ist unbedingt erforderlich. Die Fackelwanderungen sind für Gäste und Einheimische kostenlos. Die Schmankerl-Fackelwanderungen kosten pro Person 20,00 Euro (Getränke müssen extra bezahlt werden).

Termine der Wanderungen unter der fachkundigen Führung von Jürgen Koschyk:

Fackelwanderung 19.00‒22.00 Uhr, Treffpunkt je nach Startpunkt unterschiedlich (wird bei Anmeldung bekannt gegeben):

  • Montag, 04.01.2016
  • Donnerstag, 28.01.2016
  • Donnerstag, 10.03.2016

Schmankerl-Fackelwanderung 18.00‒21.00 Uhr, jeweils donnerstags, Treffpunkt an der Alten Wurzhütte – Spitzingsee:

  • 14.01.2016
  • 11.02.2016
  • 25.02.2016
Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: “Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln.”