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Schlierseer Kulturherbst – ein Festival der Vielfalt

Im Gespräch mit Johannes Wegmann, Architekt und Vorstand des Schliersee Touristik-Verein e.V.

Entstanden ist der Schlierseer Kulturherbst aus einer jahrhundertelangen Bauern- und Theaterkultur und einem Workshop vor zwölf Jahren. Am Anfang drehten sich die Gedanken rund um das Thema Theater. Am Ende des Workshops war auf dem Papier ein Festival mit Theater, Musik und bildenden Künsten entstanden. Ein Konzept, das sich seit elf Jahren bewährt. Schnell begeisterten sich die Künstler des Landkreises, und inzwischen verfügt der Kulturherbst über ein riesiges Netzwerk. „Unsere regionalen Künstler haben viele Freunde und bringen die auch gerne mit nach Schliersee“, sagt Wegmann. Ganz besondere Projekte wie die „Schlierseer Rede“ (Thema dieses Jahr: Landwirtschaft), die in Analogie zur Berliner Rede entstanden ist, sind über die Jahre fester Bestandteil des Kulturherbstes geworden. „Kultur ist Austausch zwischen Menschen. Ziel ist es, Visionen zu entwickeln und etwas für Körper, Geist und Seele zu tun“, sagt Wegmann. Die Vision war ein Festival der Vielfalt ‒ und das ist es auch tatsächlich geworden. Von Volksmusik, Klassik, experimenteller Musik über Theater, Lesungen, Kunstausstellungen und Kabarett und sogar bis hin zu einem ersten echten Rockkonzert der Band „SLEARS“ dieses Jahr. Der Schlierseer Kulturherbst besteht zu zwei Drittel aus regionalen einheimischen Künstlern, der Rest kommt von „außen“, um immer offen für Neues zu bleiben und sich zu entwickeln. Johannes Wegmann betont das große Glück Schliersees, über mindestens zehn herausragende und sehr unterschiedliche Spielstätten zu verfügen. „Das ist einzigartig im Landkreis, und darauf können wir stolz sein“, sagt er. Natürlich steht und fällt ein solches Projekt mit den Menschen, die dahinterstehen. In Schliersee wird mit viel Liebe, Enthusiasmus und Engagement am Kulturherbst gearbeitet.

Besonders freut sich Wegmann über die neue Spielstätte, den Saal im Anbau an das Heimatmuseum, der mit seinem „Holzscheunen-Charakter“ ganz neue Qualitäten aufweist. „Und einfach anders ist als Spielstätten wie das Bauerntheater oder beispielsweise eine Kirche“, erklärt Wegmann. Zusätzlich ist jetzt durch den Anbau und das Erfüllen feuerrechtlicher Auflagen auch das Heimatmuseum für Veranstaltungen bespielbar. „Ich als Architekt wünsche mir, dass zusammenwächst, was zusammengehört – Alt und Neu“, sagt er. Einen großen Schritt in diese Richtung bildet die Ausstellung „Historische Glaskunst – 150 Jahre Glashütte Breitenbach“ anlässlich der Gründung der Glashütte in Breitenbach vor 150 Jahren. Im 600 Jahre alten Waldeckersaal des Heimatmuseums werden einzigartige Exponate gezeigt. Die Schlierseer Glashütte gehörte zu den renommiertesten Fabriken in Bayern. Auf der anderen Seite, im neuen Anbau, stellt die junge Glaskünstlerin Louise Lang ihre Glas-Objekte aus. Wegmann freut sich besonders, dass in der Fuge zwischen den beiden Gebäuden und gleichzeitig dem Treppenhaus alte und neue Glaskunst aufeinandertreffen. „Da kommen die Jahrhunderte zusammen“, sagt Wegmann voller Vorfreude.

Sein Geheimtipp dieses Jahr sind die Drumstars: „Weil keiner weiß, was das ist“, erklärt er und lacht. Wegmann selber hat aber die Drumstars schon gesehen und war begeistert.

 

DRUM-STARS – die Percussion-Show der Extraklasse

Es wird laut, wild und unglaublich gut! In einer Percussion-Show der Extraklasse trommeln die Drumstars auf alles ein, was ihnen unter die Sticks kommt. Präzise Rhythmik auf leuchtenden LED-Drums, Wassertrommeln und Alltagsgegenständen trifft auf humorvolle Unterhaltung und mitreißende Lichteffekte. Das ist ein Spektakel für die ganze Familie! Die fünf Profi-Schlagzeuger der Drum-Stars überzeugen mit Schnelligkeit und Perfektion. Sie machen Musik, die in die Beine fährt und das Publikum europaweit begeistert. Dass das Quintett aber auch ein Gespür für leisere Töne hat, beweist es mit melodiösen Stücken auf der Marimba oder Hang. All das wird mit einer großen Portion Humor und Entertainment garniert. Das Ergebnis ist ein unvergleichliches Erlebnis für Augen und Ohren. Erleben Sie die Drum-Stars live und lassen Sie sich in die faszinierende Welt der Percussion entführen! www.kulturherbst-schliersee.de

 

Schaut doch mal in das Programm des Kulturherbstes, da ist für jeden etwas dabei. Ein Ausflug oder eine Reise nach Schliersee zu dieser Zeit ‒ im goldenen Oktober ‒ lohnt sich wirklich. Tagsüber Natur und am Abend Kultur genießen. Eine wunderbare Kombination hier in Schliersee.

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Kulturherbst 2018 – ausgewählte Konzerthöhepunkte

Der Kulturherbst 2018 rückt mit großen Schritten näher: Am Donnerstag, den 4. Oktober, findet die feierliche Eröffnung des 11. Schlierseer Kulturherbstes statt.

Worauf ich mich sehr freue, das ist der Skulpturengarten im Kurpark am See. Fünf namhafte, bildhauende Künstler, die alle schon Einzelausstellungen im Kulturherbst hatten, stellen eine repräsentative Auswahl ihrer Werke vor: Tobel, e.lin, Georg Brinkies, Otto Wesendonck und Erich Schwentner.

Ich weiß jetzt schon, dass ich mir die Objekte im Kurpark täglich vor meiner Arbeit in der Gäste-Information anschauen werde. Jeder spätsommerliche Herbstmorgen am See bietet eine ganz eigene Stimmung – ob bei aufgehendem Sonnenschein, grauweißen Nebelschwaden oder stürmischem Regen: Die Werke erscheinen immer in einem anderen Licht und wirken jedes Mal anders auf den Betrachter.

 Und nun stelle ich Ihnen meine fünf ganz persönlichen Konzert-Favoriten für die kommenden Wochen vor.

Gleich zu Beginn, am Freitag, den 5. Oktober, gibt es heuer einen fulminanten Auftakt mit den Drum-Stars, die zu Recht als „Percussion-Show der Extraklasse“ betitelt ist. Die fünf Profi-Schlagzeuger werden auch als „deutsche Antwort zur Blue-Men-Group“ bezeichnet und begeistern europaweit ihr Publikum mit ihrer Kunst, ihren vielfältigen Instrumenten und ihrer Lichtshow. Erleben Sie die Drum-Stars live und lassen Sie sich in die faszinierende Welt der Percussion entführen!

https://www.drum-stars.de/

 

Nur zwei Tage später, am Sonntag, den 7. Oktober, findet in der Kirche St. Sixtus um 19:00 Uhr ein großartiges Klassikkonzert mit der Innphilharmonie Rosenheim statt. Unter der Leitung von Thomas J. Mandl werden Ludwig van Beethovens 2. Sinfonie und die Messa di Gloria von Giacomo Puccini aufgeführt. Die Vollbesetzung der Innphilharmonie Rosenheim mit 50 Sängern und 40 Orchestermusikern garantiert ein beeindruckendes Klassikerlebnis im wunderschönen Innenraum unserer Kirche.

https://innphilharmonie.de/

 

Damit ich auch wirklich (fast) alle Stilrichtungen des diesjährigen Kulturherbstes abgedeckt habe, gönne ich mir das sicherlich fetzigste Live-Erlebnis: Am Freitag, den 12. Oktober, hat die jetzt schon kultige Band SLEARS – Hard Rock vom Schliersee ‒ ihr Heimspiel. Noch dazu wird das Konzert im großen Festzelt am See aufgeführt; Zeltkonzerte haben ihre eigene Dynamik, und ich bin mir sicher, dass SLEARS ihre Heimat Schliersee richtig rockt!

https://www.slears.de/

 

Am Sonntag, den 21. Oktober, wird es dann wieder klassisch, und die „leisen Töne“ herrschen vor: Ingolf Turban (Violine) und Ernst Burger (Klavier) werden ihr Publikum im Schlierseer Bauerntheater mit Brahms, Tartini, de Sarasate und de Falla in ihren Bann ziehen.

http://www.ingolfturban.de/ und https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Burger_(Autor)

 

Ein ganz besonderes „Schmankerl“ gönne ich mir zum Abschluss in der letzten Woche vom Kulturherbst. Am Dienstag, den 23. Oktober, gastiert das Italo-Pop-Musical ITALIA CON AMORE „Shakespeare trifft Italo-Hits“ im Bauerntheater. Die Münchener Vorstellungen im Theater Drehleier sind immer ausverkauft, und so freue ich mich sehr, dass das Ensemble hier in Schliersee spielt. Noch ein Tipp für diese Veranstaltung: Bereits circa eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn fängt „la Mamma“ an, ihre Antipasti zu servieren …

https://theater-drehleier.de/programm/event/20170913_italia_con_amore

 

Sie finden das Programm vom Kulturherbst Schliersee und weitere Informationen zu allen Veranstaltungen unter http://www.kulturherbst-schliersee.de/kalender/. Die Karten zu den einzelnen Veranstaltungen können Sie in der Gäste-Information Schliersee, bei allen München Ticket Vorverkaufsstellen und im Internet unter https://www.muenchenticket.de/ erwerben.

 

 

Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

Die Schlierseer Hardrock-Band SLEARS – ein Top Act auf dem Schlierseer Kulturherbst 2018

Endlich! Unsere Rockband SLEARS rockt Schliersee am 12.10.2018 im Festzelt am See!

„Unsere Rockband“, weil die Besetzung von SLEARS aus Schliersee und Umgebung stammt und auch der Name auf den ursprünglichen Namen des Schliersees ‒ „Slyrs“ ‒ zurückgeht. „Wir haben das einfach ein bisschen ,verenglischt‘ – und so entstand SLEARS“, erzählt Tom Käser.

Was liegt da näher, als dass die Band, bestehend aus Peter Kandlinger (Gesang), Tom Käser (Gitarre), Gustl Berauer (Gitarre), Andi Eichinger (Bass) und Daniel Rasquin (Schlagzeug), nun auch direkt am Schliersee auftritt.

Ulli: Hallo Tom, freut mich, dich bald wiederzusehen und vor allem SLEARS wiederzuhören. Am 23.03.2018 erschien euer neues Album „Turbulent Waters“, das ihr am 14. April in der kleinen Turnhalle des Musikcafés weyHALLA in Weyarn live vorgestellt habt. Was hat sich seither bei euch alles getan?

Tom:

Wir sind sehr zufrieden. Wir haben bis jetzt nur positive Reaktionen auf unser neues Album bekommen und über 700 Airplays in Radiostationen verteilt über ganz Europa. Zudem wurden wir von der Rock Antenne unter die fünf besten Bands aus Bayern gewählt. Aktuell sind wir in der kommenden Ausgabe des englischen Fireworks-Magazins (vergleichbar mit dem deutschen Metal Hammer) mit Interview und unserem Song „Haven“ auf der CD-Beilage vertreten. Und natürlich bereiten wir uns auf die kommenden Konzerte im Herbst vor. Außerdem sind wir gerade am überlegen, ob wir noch eine zweite Single vom Album auskoppeln.

 

Ulli: Da ist wirklich viel bei euch passiert. Das hört sich super an. Wie kam es nun zu dem kommenden Konzert im Festzelt am See? Dort werden etwa 1.000 begeisterte Besucher erwartet, was schon ein großer Event in Schliersee ist. Und auf was dürfen wir uns bei euch besonders freuen?

Tom:

Das ist nicht nur für Schliersee ein großes Ereignis, sondern natürlich auch für uns als Band. Wie ja allgemein bekannt ist, mangelt es im Landkreis Miesbach ein bisschen an Auftrittsmöglichkeiten, und so ist das für uns natürlich eine super Sache. Wir können direkt da, wo wir herkommen, unser Album live präsentieren, erschließen vielleicht sogar eine neue Hörerschaft und treffen zudem noch unsere alten Freunde! Besser geht’s kaum.

Ja, wie kam es dazu: Einige Schlierseer waren bei unserem Auftritt im April im Münchener Pressehaus dabei. Da haben wir zusammen mit Gil Ofarim gespielt. Nach unserem Gig kam dann zum ersten Mal die Idee vom Auftritt beim Schlierseer Kulturherbst zur Sprache. Florian Zeindl hat ein gutes Wort für uns eingelegt, und Johannes Wegmann hat mich dann im Mai kontaktiert. Und so kam das eine zum anderen.

Da wir am 12. Oktober der Headliner sind – Support ist übrigens die sehr gute Münchener Band „Bowmen“ ‒ spielen wir ein extra langes Set mit einigen Überraschungen, die man so von uns noch nicht gehört hat. Seid gespannt! J

 

Ulli: Überraschungen sind immer gut! Jetzt hast du uns richtig neugierig gemacht. Vielen Dank, Tom, dass du dir erneut Zeit für ein Interview genommen hast. Wir freuen uns alle auf euch. Ihr rockt den Schliersee!

 

 

Karten für SLEARS können bei der Gäste-Information Schliersee, dem Waitzinger Keller in Miesbach, dem Kultur im Oberbräu sowie allen München Ticket Vorverkaufsstellen erworben werden, ebenso auf www.muenchenticket.de oder über deren Ticket-Telefon 089/54818181.

 

 

12.10.2018 im Festzelt am See
Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt: 8,00 €

Gäste-Information Schliersee
Perfallstraße 4
83727 Schliersee
Tel.: 08026/60650

Internet: www.schliersee.de

http://www.kulturherbst-schliersee.de/veranstaltung/slears-hard-rock-vom-schliersee/

 

 

 

Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

SLEARS – Schliersees Hardrock-Band – ein Interview mit Tom Käser zum Erscheinen der neuen Single „Haven“

Seit 24.11.2017 ist die neue Single „Haven“ der Hardrock-Band „Slears“ weltweit erhältlich.

Als ich letzte Woche das Video von „Haven“ auf Facebook entdeckt habe, war mir sofort klar, dass ich Kontakt zu Tom Käser, einem der Gitarristen der Gruppe, Kontakt aufnehmen muss.

Das ist richtig gute Musik! Und das nicht allein: Die Jungs kommen aus Schliersee, Neuhaus und Umgebung – alles Oberlandla! Und: Im Video spielt der Schliersee eine Rolle!

Am Telefon wurde ich super sympathisch und entspannt von Tom begrüßt – trotz Kindergeburtstag mit Familientreffen im Hintergrund. Daraus entstand dann das folgende Interview:

Ulli: Hallo Tom, seit wann gibt es die Gruppe SLEARS, und wer gehört alles dazu? Wie habt ihr euch gefunden?

Tom: Hallo Ulli!

SLEARS gibt es seit 2006. Ein stabiles Line-up haben wir seit 2011, das heißt, wir spielen seit 2011 in folgender Besetzung:

Peter Kandlinger – Gesang,

Tom Käser – Gitarre,

Gustl Berauer – Gitarre,

Andi Eichinger – Bass,

Daniel Rasquin – Schlagzeug.

Gefunden in dem Sinn haben wir uns eigentlich nicht. Gustl, Andi (besser bekannt als Oache von den „Oache Brothers“) und ich machen alle schon seit den 90er-Jahren Musik und kennen uns auch schon ewig. Wir haben halt vorher nie zusammen in einer Band gespielt, aber des Öfteren dieselbe Bühne geteilt. Und irgendwann wird der Kreis an Musikern, die Bock auf Hardrock haben, relativ klein. Und so haben wir uns eben 2006 zusammengetan.

Ausnahme: unser Schlagzeuger Dany und unser Sänger Peter.

Unser Basser Oache war zu dieser Zeit mit der „Kirchdorfer Musi“ weltweit unterwegs und hat auch viel bei anderen Festzelt-Combos ausgeholfen. Wir waren bei SLEARS gerade auf der Suche nach einem neuen Schlagzeuger. Und da hat der Oache auf dem Cannstatter Wasen zusammen mit‘m Dany gespielt. Direkt nach dem Auftritt hat er mich angerufen, dass er noch nie mit so einem (O-Ton) „Wahnsinns-Drummer“ gespielt hat. Der Rest ist Geschichte.

Beim Peter, unserem Sänger, war es etwas unspektakulärer. Er ist uns von einem gemeinsamen Freund (Peter Mödl, auch aus Schliersee) empfohlen worden. Umso überraschter waren wir, als wir Peter das erste Mal gehört haben. Die perfekte Stimme für unsere Musik!

 

Ulli: Woher kommt euer Name, und was verbindet euch mit Schliersee?

Tom: Unser Name geht auf die Idee von unserem damaligen Bassisten Tobi Egger zurück. Er hatte in der Chronik von Schliersee gelesen, dass der Schliersee dort zum ersten Mal unter dem Namen Slyrs auftaucht. Das muss so ca. 2004 oder 2005 gewesen sein. Wir haben das einfach ein bisschen „verenglischt“ – und so entstand SLEARS. Großer Vorteil war (und ist), dass dieser Name ein Kunstwort ist und nirgends existiert. Einen Nachteil hat die Sache allerdings: Wenn man bei Google „SLEARS“ eintippt, wird einem immer alles Mögliche von Britney Spears vorgeschlagen – aber kennt diese Frau irgendwer???

 

Ulli: Eure Single „Haven“ ist seit  24.11.2017 weltweit erhältlich, und das Video spielt u. a. in Schliersee. Von was handelt der Song, und warum habt ihr euch für Schliersee als Drehort entschieden?

Tom: Die Idee hinter der Nummer war, dass jeder irgendwie auf der Flucht ist. Vor was auch immer. Ziel dieser Flucht ist wohl in den meisten Fällen ein sicherer Hafen (altenglisch: „haven“). Der Text lässt viele Interpretationen zu. Man könnte (wie im Video) vor einer schweren Krankheit fliehen. Auch das Thema „Flüchtlinge“ spiegelt der Text gut wider, obwohl das eigentlich gar nicht geplant war (zum Zeitpunkt der Entstehung des Textes war das in Deutschland und Bayern noch gar kein Thema). Schlussendlich muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, vor was oder wem er flieht und wie er den Text deutet.

Die Aufnahmen am Schliersee passen gut ins Konzept des Albums. Nahezu jedes Lied hat auf irgendeine Weise mit Wasser zu tun. Außerdem wollten wir diesmal mehr in den Fokus rücken, dass wir aus dem Oberland sind, und haben nahezu alles im Oberland produziert. Dazu passt auch gut die Partnerschaft mit der Textilienfirma „Oberlandla“ (www. oberland.la).

 

Ulli: Wird es auch ein neues Album geben?

Tom: Natürlich! Unser neues Album wird „Turbulent Waters“ heißen und am 23.03.2018 via Cargo Records erscheinen. Zum ersten Mal mit einer Plattenfirma im Rücken, ist das ein Riesenschritt nach vorne für uns. Das Album ist wesentlich abwechlungsreicher und moderner als das letzte von 2014.

 

Ulli: Welche Alben gibt es bisher von euch?

Tom: Von uns gibt es eine 5-Track-CD mit dem Titel „Stormy Roads Ahead“ von 2008. Unser erstes richtiges Album ist 2014 erschienen. Es heißt „Far Away From Getting Somewhere“. Seit 2014 haben wir mit denselben Leuten zusammengearbeitet wie auch heute noch. Besonders zu erwähnen sind Christian Mundel vom Retro Cube Studio, Mika Jussila vom Finnvox Studio in Helsinki und unser Verleger Carsten Enghardt.

 

Ulli: Ihr kommt aus Schliersee und Umgebung, seid also alle aus dem Bayerischen Oberland. Unsere Leser würde sicherlich interessieren, was eure Lieblingsplätze in Schliersee sind. Wo könnte man eventuell auf euch treffen, und warum gerade dort? J

Tom: Da kann ich natürlich nur für mich sprechen: Mein absoluter Lieblingsplatz am Schliersee ist der Brecherspitz-Gipfel. Treffen könnt ihr mich regelmäßig im Winter beim Skifahren am Spitzingsee. In diesem Winter wahrscheinlich in erster Linie bei der Martina Loch, weil unser Sohn dort seinen Skikurs macht. J

 

Ulli: Ich wünsche euch einen Riesenerfolg mit der neuen Single! Bei eurem nächsten Live-Auftritt bin ich ganz sicher mit dabei!

Tom: Das freut mich sehr! Unser nächster Auftritt im Landkreis Miesbach wird voraussichtlich unsere CD-Präsentation irgendwann im Frühjahr 2018 sein. „Erscheinen Sie, sonst weinen Sie!“ J

 

Ulli: Vielen Dank fürs Interview.

 

Für diejenigen, welche gerne streamen: SLEARS ist mit „Haven“ auf allen gängigen Streaming- und Download-Portalen vertreten:

Itunes: http://apple.co/2zR65bx
Apple Music: http://apple.co/2AToulw
Amazon: http://amzn.to/2hLmHej
Spotify: http://spoti.fi/2johbef

 

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Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.