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… oh lecko mio | Pasta-Woche 20. bis 28. April 2024 im Ratskeller Schliersee

Matthias, ihr seid bekannt für eure bayerischen und österreichischen Schmankerl. Wollt ihr mit der Pasta-Woche jetzt den Italienern Konkurrenz machen?

 

 

Matthias Gercken (lacht): Wir freuen uns, wenn wir kulinarisch ein bisschen Richtung Süden gehen können, denn so weit sind wir ja gar nicht weg von Italien. Mit unserer ersten Pasta-Woche möchten wir verschiedenste Teigwaren mal genau unter die Lupe nehmen und ihnen die Bühne geben, die sie auch verdient haben! Denn was wäre die moderne Küche ohne Teigwaren? Sie passen zu Gemüse ebenso gut wie zu Fisch und Fleisch. Und werden dabei von allen geliebt. Vor allem, wenn sie dampfend und bissfest auf den Teller kommen und ihnen eine aromatische Sauce den richtigen Rahmen verleiht.

 

Ich darf zu Küchenchef Michael Erichsen in die Ratskeller-Küche. Er kocht heute Gransole Amarena. Das sind Ravioli gefüllt mit Amarena und Pecorino, gebuttertem Portweinjus, Blaukrautstreifen und Lammfilet. Danach macht er gefüllte vegane Teigtaschen mit Artischocke, Chicorée, Radicchio, Orangen-Sugo und Cashewnüssen. Als drittes Gericht zaubert Michael Ratskeller Rigatoni mit Scampi, Flusskrebsschwänzen, Langustino, Zucchini und Hummersoße. Es macht Spaß, Michael bei der Arbeit zu filmen. Ich sehe, dass er Freude am Kochen hat. Auch das restliche Küchenteam freut sich auf einen Ausflug in die italienische Küche. Selbstverständlich dürfen auch italienische Vorspeisen bei der Pasta-Woche nicht fehlen. Matthias zeigt mir, wo der Parmaschinken geschnitten wird: mit der wunderschönen glänzenden Berkel-Schneidemaschine direkt im Gastraum. Als Vorspeise kannst du dich zwischen einer fein geschnittenen Portion Parmaschinken mit Cantaloupe-Melone und Grissini oder drei Antipasti-Spießen aus Mini-Mozzarella, Cocktail-Tomaten, Oliven, Basilikum und Parmaschinken entscheiden. Veganer und Vegetarier werden Bruschetta Classica lieben: Baguette, Tomaten, Basilikum und Olivenöl.

 

 

Ich habe heute Appetit auf hausgemachte Gnocchi Sorrentina mit Tomaten-Sugo, Burrata und Basilikum. Was bestellst du dir?

 

Ratskeller Schliersee

https://www.ratskeller-schliersee.de/

Gastgeber: Petra & Matthias Gercken

Rathausstraße 1a

83727 Schliersee

Tel.: 08026/92 05 800

E-Mail: office@ratskeller-schliersee.de

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Rekordverdächtig – das höchste Biikebrennen 2024

Ratskeller Schliersee – „Wir feiern heute nicht nur das südlichste Biikebrennen, wir haben noch ein zweites Highlight: die höchste Biike (Leuchtfeuer) Deutschlands“, verkündet der Küchenchef des Schlierseer Ratskellers, Michael Erichsen.

 

 

Das Biikebrennen gilt als ältester nordfriesischer Brauch. Michael selbst kommt von Sylt und weiß, dass die Inseln Sylt und Föhr jedes Jahr um die Höhe des Feuers wetteifern. „Föhr und Sylt streiten sich immer drum!“, sagt er und lacht. Auf der Insel Föhr wurde die sieben Meter hohe Biike heute auf einer 28 Meter hohen Düne errichtet und war damit höher als Sylt. „Hier in Schliersee sind wir schon auf 786 Metern Höhe und brauchen nur so ein kleines Feuer, um diesen Rekord einzustellen!“, erklärt er schmunzelnd und zeigt auf die kleine Feuerschale im Ratskeller-Biergarten. Petra und Matthias zünden das Feuer mit Fackeln an und setzen das Petermännchen in Brand. Der Sommer kann kommen! Moment …

 

Warum wird das Biikebrennen eigentlich gefeiert?

Am 21. Februar wird in Nordfriesland jedes Jahr das traditionelle Biikebrennen gefeiert. Es kommt aus der Zeit der Walfänger. Das friesische Wort „Biike“ ist eine Bezeichnung für das (nord‑)deutsche Wort Bake und bedeutet Feuerzeichen. „Wir setzen ein Leuchtzeichen, ein Feuerzeichen, so wie wir es früher auch getan haben, für die Walfänger. Man hat damit den Walfängern aufs Meer hinaus geleuchtet“, erklärt Michael. In manchen Dörfern wird zusätzlich eine Strohpuppe, das „Petermännchen“, verbrannt. „Traditionell wird am 21. Februar ein Petermännchen gebaut, als Symbol des Papstes, und dieses wird in der Biike verbrannt, sodass man auch keine Steuern zahlen muss“, erzählt Michael ein wenig amüsiert über den Brauch aus seiner protestantisch geprägten Heimat. Die Strohpuppe symbolisiert darüber hinaus den Winter, der nun ausgetrieben wird.

 

Und jetzt lass es dir schmecken!

Traditionell servieren an diesem Abend alle Restaurants beim Biikebrennen nur ein Gericht: Grünkohl mit Schweinebacke, Kassler und Kochwurst – dazu Bratkartoffeln und Senf. „Bei uns zu Hause wird das klassisch mit süßen Kartoffeln zubereitet“, erzählt Michael. Und natürlich hat Michael das Grünkohl-Gericht auch im Ratskeller Schliersee gekocht. Wenn du nicht dabei warst, solltest du dir den 21. Februar unbedingt für das nächste Jahr vormerken. Traditionell von Michael und seinem Team zubereitet, hat es einfach wunderbar geschmeckt. Ich kann es sehr empfehlen.

Tipp: Bis 3. März 2024 sind im Ratskeller Schliersee Fisch-Wochen. Mit Küchenchef Michael aus Sylt sicher ein echter Gaumenschmaus!

 

 

Ratskeller Schliersee

https://www.ratskeller-schliersee.de/

Gastgeber: Petra & Matthias Gercken

Rathausstraße 1a

83727 Schliersee

 

Tel.: 08026/92 05 800

E-Mail: office@ratskeller-schliersee.de

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.