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Urlaub mit Hund am Schliersee: Hundetrainerin Sarah Nohynek bietet abwechslungsreiches Programm für Vierbeiner

Bertl findet’s einfach „WAU“! Das Training mit Sarah Nohynek macht dem sechsjährigen Labrador sichtlich Spaß: Dummy suchen, Tennisball aus dem Schliersee fischen, einen kleinen Graben überspringen – natürlich immer erst, wenn die Hundetrainerin ihm das Zeichen gibt. Bertl ist Sarah Nohyneks eigener, aber längst nicht der einzige Hund, den die Schlierseerin regelmäßig zum Training empfängt. Unter www.hundeschule-schliersee.de können sich Einheimische und Urlauber mit ihren vierbeinigen Lieblingen für die Kurse oder Einzelcoachings anmelden.

 

 

 

Vom Marketing ins Hundetraining

 

2020 hat die gelernt Grafik- und Kommunikationsdesignerin die Hundeschule Schliersee gegründet. „Ich wollte wieder mehr mit Menschen arbeiten“, sagt Sarah Nohynek und lacht: „Und mit Hunden natürlich auch …“ Die 33-Jährige ist selbst mit Hunden aufgewachsen, hat in ihrer Kindheit und Jugend viel Zeit im Reitstall und mit Tieren verbracht. Ihr beruflicher Weg führte Sarah Nohynek zunächst ins Marketing, bevor sie beschloss: Es soll weg vom Schreibtisch, raus an den See gehen. Weg von Social Media hin zu echten sozialen Kontakten – zwischen Zwei- und Vierbeinern.

 

Ausbildung bei Tierpsychologin Stephanie Lang von Langen

 

Gesagt, getan: Ihre Ausbildung zur Hundetrainerin absolvierte Sarah Nohynek bei Stephanie Lang von Langen, Tierpsychologin und Verhaltenstrainerin. Das positive Lernen steht im Zentrum ihrer Arbeit mit Vierbeinern: „Mein Training ist gewaltfrei“, sagt die Schlierseerin. „Es geht darum, spielerisch zu lernen und gemeinsam Spaß zu haben. Der Hund soll sich wertgeschätzt fühlen, als Teil der Familie.“

 

Zur Philosophie der Hundeschule Schliersee gehört auch, den Tieren Zeit für ihre Entwicklung zu geben. „Wenn ein Hund vier Jahre lang an der Leine gezogen hat, dann wird er das nicht von heute auf morgen ablegen“, sagt Sarah Nohynek. „Sondern wir üben und erklären das immer wieder – liebevoll, aber absolut konsequent.“

 

Dazulernen und Spaß haben mit Menschen und Hunden

 

Das Angebot der Hundeschule Schliersee richtet sich an Ersthundebesitzer, die noch unsicher im Umgang mit ihrem vierbeinigen Begleiter sind, aber auch an erfahrene Hundehalter, die einen Welpen oder Junghund im Haus haben, sowie Menschen mit Hund, die einfach dazulernen wollen und Spaß an den Übungen in der Gruppe haben. „Hundetraining braucht Austausch und Aufmerksamkeit von Anfang an“, sagt Sarah Nohynek. „Über das gemeinsame Spielen wird auch die Bindung zwischen Mensch und Hund gestärkt.“

 

Mit dem Hund aufs SUP oder Lastenrad

 

Zum Repertoire der Hundeschule Schliersee zählen nicht nur klassische Trainings wie „Leinenführigkeit“, „Rückruf“ oder „Impulskontrolle“, sondern auch Coachingstunden rund um das Freizeitangebot an Schliersee und Spitzingsee. Egal, ob Tourist oder Einheimischer: Wer seinen Hund mit dem SUP oder Ruderboot mit aufs Wasser nehmen möchte, kann das vorab mit Sarah Nohynek üben – und das Tier langsam mit der neuen Situation vertraut machen. Auch das Mitfahren im Fahrradanhänger oder Lastenrad will trainiert sein. Die Hundetrainerin nimmt sich Zeit, um zu verstehen, wie ihre Schützlinge ticken: „Jeder Hund hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Vorlieben. Da gehe ich nicht einfach nur nach Rasse und sage: Bernhardiner sind immer so und so, sondern ich schaue ganz genau auf das einzelne Tier.“

 

„Für die Hunde ist das richtige Kopfarbeit“

 

Für Welpen bietet Sarah Nohynek das Training auf einem eingezäunten Hundeplatz an. Dort dürfen die Vierbeiner ungestört und ohne Leine toben. Und für sie neue Situationen in einem geschützten Raum erkunden. Knisternde Planen, plätscherndes Wasser oder eine hölzerne Brücke können gerade junge Hunde irritieren: Im Training führt Sarah Nohynek sie behutsam an kleine und große Herausforderungen heran. Denn neben der Bewegung macht auch die mentale Fitness einen großen Teil des Programms aus: „Eine Viertelstunde Such-Training ist wie eine Dreiviertelstunde Spaziergang“, sagt Sarah Nohynek. „Das ist richtige Kopfarbeit.“

 

Entspannt im Urlaub ins Hundetraining

 

In den Monaten der Pandemie hat Sarah Nohynek ihr Angebot um digitales Coaching erweitert. Ob Webinar oder Video-Feedback: Wer mag, kann das Expertenwissen der Hundetrainerin auch völlig kontaktlos in Anspruch nehmen. Besonders geeignet sind Videoanrufe oder Telefongespräche auch für Touristen, die mit Vierbeinern an den Schliersee reisen und im Urlaub die Mensch-Hund-Bindung stärken wollen. „Da empfehle ich schon vorab ein telefonisches Anamnesegespräch“, sagt die Schlierseerin. „So können wir direkt nach der Anreise ins Training starten – und die gemeinsame Zeit wirkungsvoll nutzen.“

 

Das besondere Plus eines Hundetrainings im Urlaub: Der Vierbeiner wird ausgelastet – und darf sich anschließend in der Ferienunterkunft ausruhen, während die Familie zum Beispiel zum Baden geht. „Tatsächlich brauchen Hunde rund 17 Stunden Schlaf am Tag“, sagt Sarah Nohynek. „Sonst benehmen sie sich wie überdrehte Kinder.“

 

Mit Hund am Schliersee: Sarahs Tipps

 

Für einen gelungenen Urlaub oder Aufenthalt auf vier Pfoten am Schliersee hat die Hundetrainerin noch drei Tipps parat:

 

#1 Lieber mit Leine: „Den Weg rund um den Schliersee nutzen Radfahrer und Fußgänger an vielen Stellen gemeinsam. Hier sollten Hundebesitzer ihren Vierbeiner an der Leine lassen, um ein gutes Zusammensein zu ermöglichen. Oder außerhalb des Ortsbereichs mit kleinem Radius nebenher laufen lassen.“

 

#2 Kein Vollbad in der Menge: „Nicht überall am See sind Hunde im und am Wasser erwünscht: So ist im Kurpark zum Beispiel eine Laichschutzzone angelegt. Mit Hund lieber eine ruhige Badestelle entlang des Schlierseer Westufers oder am Spitzingsee suchen.“

 

#3: Abkühlung im Spitzingsee: „Bei der Kirche St. Bernhard am Spitzingsee parken – und an der Alten Wurzhütte vorbei in die Valepp gehen bis zum Blecksteinhaus. Dort einen kurzen Stopp machen, wenn’s wieder geht. Dann weiter eine Runde durch den Wald am Bach entlang und wieder zurück zum Spitzingsee laufen. Dort darf der Hund sich mit einem Sprung ins kühle Nass belohnen. Und seine Begleiter können noch einen Brotzeit genießen, zum Beispiel in der Spitzing Alm, auf der Terrasse direkt am See.“

 

 

Mit Hundetrainerin Sarah Nohynek arbeiten

 

Alle Angebote und Trainingstermine der Hundeschule Schliersee sind abrufbar unter:

www.hundeschule-schliersee.de

 

Für eine Terminvereinbarung erreicht ihr Sarah Nohynek unter:

 

Tel.: 0176/104 33 558

E-Mail: sarahnohynek@web.de

 

Über die Social-Media-Profile der Hundeschule Schliersee könnt ihr schon mal digital reinschnuppern:

 

https://www.instagram.com/hundeschule_schliersee/

https://www.facebook.com/HundeschuleSchliersee/

 

Die Hundeverordnung des Markts Schliersee ist übrigens hier abrufbar:

https://rathaus.schliersee.de/wp-content/uploads/Verordnung_freies_Umherlaufen_von_Hunden.pdf

 

Fotos: Bilder 5-8 mit freundlicher Genehmigung © Sarah Nohynek

 

 

 

Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Zeigt Unternehmerinnen und Gründerinnen, wie sie mit Storytelling sichtbar werden und ihre besten Kunden anziehen. Ihr Business: Hallo Heldin! Ihre Kreativitätstechnik: die Joggingrunde um den See.

 

 

 

Verhaltensregeln auf der Alm

Heute bin ich für euch unterwegs Richtung Freudenreichalm in den Schlierseer Bergen und besuche die Oimarin (Sennerin) Agnes. Von ihr lasse ich mir erklären, welche Verhaltensregeln es auf der Alm gibt für die Radlfahrer, Wanderer und Bergfreunde, die a Freud ham, in die Berg zum geh.

 

 

Agnes, wie geht‘s eigentlich mit den Wanderern und Radlfahrern auf der Oim ‒ verhalten die sich immer richtig? Was müssen sie machen, worauf müssen sie achten?

Es gibt ganz verschiedene. Die meisten sind sehr respektvoll, was sehr wichtig ist auf dem Berg. Respekt vor der Natur, Respekt vor den Viechern.

 

Was soll man machen, wenn Weidetiere auf den Wegen sind?

Am besten ist es, wenn man mit den Viechern spricht und einen gewissen Abstand hält. Jedes Tier hat seinen Respektabstand. Wenn die Tiere gar nicht auf die Seiten gehen, bitte mit einem großen Abstand über die Wiese ausweichen.

 

Wenn ich ein Almgebiet betrete, ist da meist ein Gatter, Elektrozaun oder ein Tor, oder?

Ja, hier bitte immer schau‘n, dass es hinterher wieder zu ist. Das Gatter ist da, damit mir die Viecher nicht abhau‘n. Das ist für alle wichtig, dass das nicht passiert.

 

Wenn ich einen Hund dabeihabe, was mache ich da?

Am besten ganz kurz an der Leine halten. Der Hund kennt die Viecher nicht, die Viecher nicht den Hund. Niemand weiß, was passiert. Falls doch die Viecher nachgehen, bitte im Notfall die Leine loslassen, denn sie wollen den Hund und nicht den Menschen.

 

Jeder ist Gast auf der Alm, so hat man sich auch zu benehmen. Einkehren auf der Alm ist vielerorts möglich.

Ja, man kann auf den Almen einkehren, viele sind bewirtschaftet. Was gar nicht geht: seinen Müll hinschmeißen. Jeder möchte die Natur in einem schönen Zustand vorfinden und kann dazu selbst viel beitragen.

 

Agnes, danke für die Auskunft.

 

 

Kleine Anmerkung von mir: Es gibt beim Almwirtschaftlichen Verein Oberbayern e. V. sowie auf vielen Almen und Gasthäusern zu den Almen einen sehr schönen Flyer zum Mitnehmen mit den wichtigsten Verhaltensregeln auf der Alm.

http://almwirtschaft.net/wp-content/uploads/2018/08/Freizeitverhalten-a-d-Alm.pdf

 

 

 

Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Fit auf dem neuen Schlierseer Panoramaweg

Wir, Karen Pracht aus Seattle und ich ‒ Prem Angelika ‒ vom Hennererhof Schliersee, sind heute unterwegs, die neuen Wanderwege über die Gindelalmen, Kreuzbergalm, Baumgartenschneid und zurück zum Hennererhof zu testen.

Voller Neugier und Vorfreude gehen wir bei herrlichem Sonnenschein am Hennererhof los. Die erste Etappe führt uns über die neue sanierte Forststraße (vom Forstbetrieb Schliersee-Bayerische Staatsforsten) zur Gindelalm hoch. Nach etwa einer Stunde erreichen wir die erste Station und treffen auf Resi Gigl, sie erntet gerade Holunderbeeren. Bei einem kurzen „Almratsch“ mit ihr erfahren wir lustige Geschichten von früher. Voller Freude singt sie uns die „Gindlalmsage vom Zaunstempe“ vor. Gott sei Dank habe ich die Kamera an. Das sind die Geschichten, die das Leben ausmachen ‒ sehr schön.

An allen drei Gindelalmhütten gibt es Einkehrmöglichkeiten.

Der Weg führt uns weiter Richtung Neureuthalm, vorbei an den Rindern. Ganz wichtig für Hundebesitzer: Bitte die Hunde an die Leine nehmen, nur im Notfall die Leine loslassen. Denn die Kühe schützen ihre Kälber, weshalb man auch ein wenig Abstand zu den Tieren halten sollte.  Mittlerweile ist Mittagszeit, und die Kühe/Jungtiere genießen ihre Mittagsruhe.

Kurz vor dem Wald biegen wir links ab zur Gindelalmschneid. Die Wegtrassen sind neu, sie wurden von den Schlierseer Bauhofmitarbeitern in einen hervorragenden Zustand versetzt. Daher sind sie sehr schön zu gehen. Oben an der Gindelalmschneid entlang genießen wir die herrliche Aussicht bis München, Holzkirchen und die umliegenden Gemeinden Miesbach, Hausham und natürlich Schliersee. Am Gipfelkreuz angelangt, treffen wir jung gebliebene Wanderinnen, die sehr angetan sind und uns freudig mitteilen, wie schön es hier oben sei und dass die Wege jetzt auch für alle Altersstufen sehr, sehr gut begehbar seien.

Auf kurzen Rasenteilstücken geht es weiter zum Übergang Kreuzbergalm. Teilweise wurde der Weg mit starken Brettern ausgelegt, da auch nasse Stücke zu überwinden sind. Die Wegbretter eignen sich auch hervorragend als „Notbank“ für eine kurze Rast (siehe Bild). Am Überstieg vorbei sehen wir auch schon über die Gemeindegrenze nach Tegernsee. Das heißt, beide Seen, Tegernsee und Schliersee, sind gleichzeitig von dem Punkt aus zu sehen. Diesen Augenblick muss jeder selbst erleben.

Bergab über die Almwiesen erreichen wir die nächsten neuen Wanderwegstücke unterhalb der Kreuzbergalm. Ganz leicht im Schatten gehen wir entspannt weiter, bis wir die schöne Aussicht Richtung Wendelstein entdecken. Danach geht der Weg weiter Richtung Tegernsee. Vor dem nächsten Waldstück müssen wir uns entscheiden, ob wir gleich links Richtung Hennerer gehen oder eben nach dem Viehgatter links das Steigerl durch den Wald über das Sogfleckal zur Baumgartenschneid nehmen. Wir entscheiden uns für die zweite Möglichkeit und verlängern die Wandertour. Der Steig durch den Wald verläuft sehr spannend und ruhig, er ist sehr schön erneuert und leicht zu gehen. An der Almlichtung entdecken wir auch hier die schönen neuen Trassen. So erreichten wir nach etwa einer Stunde den Baumgartenschneidgipfel ‒ unseren höchsten Punkt der Tour. Karen macht ihre Yogaeinheiten, im Hintergrund der Tegernsee.

Glücklich und zufrieden gehen wir weiter ins Tal zum Ausgangspunkt, dem Hennererhof. Nach fünf Stunden Wandertour schmecken uns die Brotzeit und die Maß Bier. Schee war’s.

 

 

Meine Empfehlung: Einkehrtipps:

Gindelalmen (geöffnet 01. Mai bis zum dritten Wochenende im Oktober)

Kreuzbergalm (nur während der Weidezeit Ende Mai bis Ende September)

Hennererhof (Fr.‒So. und nach Vereinbarung, ganzjährig)

 

 

 

Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Barfuß durch Schliersee

Juchuuuu, da bin ich 🙂 . Wie? Ihr kennt mich nicht? Okay, dann mal ganz langsam und von vorn:

Ich bin die Lilly, habe vier Pfoten, immer Appetit, meine Rasse ist „reinrassiger Rüpel“, Leergewicht 19 kg, 49 cm Schulterhöhe. Und ich habe es mir angetan, auf zwei Menschen aufzupassen, die ohne mich ganz sicher nicht zurechtkämen – Herrchen und Frauchen!

Was ich hier im Schliersee-Magazin suche? – Nun ja, als Hundedame von Welt muss man sich ja für irgendetwas engagieren, und außerdem ist’s immer gut, wenn man sich selbst ein paar Leckerli verdient, falls die „Bedienung“ sich mal wieder weigert, die Kühlschranktür zu öffnen.

Aber erst mal muss ich euch etwas total Supertolles erzählen: „Ich habe ein neues Halsband!“ *YEAH*

Ich finde es schick, es drückt nicht, ist atmungsaktiv, wasserabweisend, knalliballi-rot, und es steht mir gut, oder? Es hat unten ein Papperl dran, was entfernt an einen Knochen erinnert, den man allerdings bedauerlicherweise nicht essen kann – viel zu hart! Da ist mein Name eingraviert: „Lilly“, und die Telefonnummer von Herrchen, falls er sich einmal verläuft (glaub ich), damit er selbstständig daheim anrufen kann. Und das Tollste ist – na? Ja klar, unten hat’s einen Metallring dran – rostfrei!

Den brauche ich unbedingt, weil … jetzt seid ihr dran! Wofür mag dieser Ring sein?

Jawoll! Da kann Herrchen sich mit der Leine, mit der er so gern rumläuft, einklinken. Dann fällt es mir leichter, auf ihn aufzupassen. Er scheint mir nämlich ziemlich behindert zu sein – er riecht so gut wie nichts, ein Weichei ohne Fell, er kann nicht mal barfuß gehen, ohne zu jammern, besonders schnell ist er auch nicht, und last but not least ‒ er kann sich nicht mal mit der Hinterpfote am Ohr kratzen! Beim Laufen benutzt er die Vorderpfoten nicht, und er trinkt komische, widerwärtige Sachen.

Na egal, man kann sich sein Herrchen nicht aussuchen. Aber wo er nun schon mal da ist, nehme ich ihn halt zum Gassi- und Spazierengehen mit. Und da, wo viel Verkehr ist, wo ne Menge anderer Menschen und Hunde rumlaufen, wo Miezekatzen ihm unbeaufsichtigt gefährlich werden könnten, wo er sich im Wald verlaufen könnte, weil er den Rückweg nicht riecht, ist es mir sicherer, wenn er an der Leine hängt.

Klar bin ich ein wenig gehandicapt dadurch, aber auch verantwortungsvoll und unendlich stolz, neben ihm herzutraben, und ich habe ihn inzwischen so weit, dass er auf den Verkehr achtet und die Fußgängerampel für mich drückt. Herrchen ist übrigens auch ganz praktisch für die kleinen Snacks zwischendurch. *hihi*.

Neulich war ich mit ihm im Rathaus – wollte wissen, ob es so etwas wie einen Menschen-Führerschein gibt und worauf ich bei Herrchen besonders achten sollte. Und siehe da – es gibt bei uns in Schliersee ganz genau dafür eine Verordnung für freies Umherlaufen von Hundebesitzern oder so.

Könnt ihr hier nachlesen, falls es euch interessiert. Jede Menge Amtsdeutsch, das versteht kein Hund. Also fasse ich das Wichtigste mal zusammen:

  1. Es gibt in Schliersee Bereiche, die in einem Plan rot eingezeichnet sind, wo man aufpassen muss. Schade, dass ich diese Bereiche nicht riechen kann, aber Menschen scheint der Geruch nicht wichtig, also wird Herrchen sich merken müssen, wo genau diese Bereiche sind – das sollte er schaffen!
  2. Es gibt große Hunde, kleine Hunde, Hunde mit Maulkorb (finde ich für mich affig!), Blindenführhunde, Polizeihunde, Rettungshunde, Zollhunde, Jagdhunde, Hütehunde, Wachhunde usw. Alle in vielen möglichen Rassen.
  3. Eigentlich können alle diese Hunde mit ihren Halsbändern tun und lassen, was sie wollen (nicht zu verwechseln mit Geschäften aus dem Po), bis auf – ja, bis auf die großen Große Hunde, ja, was ist das denn? Okay – zum Mitschreiben: Große Hunde sind Hunde mit einer Schulterhöhe von mindestens 50 cm. Also etwas größer, als ich das bin!
  4. Jetzt kommt‘s: Große Hunde – wir wiederholen: ab 50 cm – müssen ihr Herrchen oder Frauchen oder wen auch immer in den markierten Bereichen an einer reißfesten Leine führen. Einfach, gell, wenn man’s weiß?!
  5. Auch solltet ihr darauf achten, dass – und das gilt für alle Hunde-Menschen-Gespanne – in öffentlichen Anlagen, Garten- und Parkanlagen, Kinderspielplätzen und Freibadeplätzen euer Mensch nicht unangeleint rumläuft.
  6. Lest oder fühlt mit Knigge: Die meisten Restaurants, Geschäfte etc. haben Probleme mit freilaufenden Menschen in Hundebegleitung – dafür habe ich Verständnis und nehme ihn artig an die Leine.
  7. Auf Wiesen und Weiden wohnen Kühe – geht da nicht hin, wenn es nicht unbedingt sein muss – man geht nicht einfach in fremder Leut‘s Wohnungen! Und – auch wenn ihr die Wohnungsbesitzer nicht leiden könnt, bitte stubenrein bleiben! Achtet darauf, dass Herrchen und Frauchen nicht unbetütet – ja unbeTÜTEt – mit euch unterwegs sind, und, wenn das Malheur nun mal passiert, dass sie eure wohlriechende „Essensrückgabe“ eintüten und dann nicht achtlos einfach wegwerfen, sondern sachgemäß entsorgen. Wie und wo das geht, wo ihr baden könnt und vieles mehr, das schreib ich euch bald mal auf – so lange seid ihr noch auf eure Intuition und gesunden Hundeverstand angewiesen. *kicher*.
  8. Manche Menschen, alleinlaufend oder auch unter Aufsicht, fürchten sich vor beaufsichtigten Herrchen und Frauchen. Auch das löst der Hund von Welt mit seinem Menschen am besten, indem er seinen Schutzbefohlenen einklinken lässt.

Boah, das war ja jetzt eine Menge, aber einfach zu merken.

Ein Hund mit Niveau nimmt Rücksicht und ist lieber einmal mehr vorsichtig als einmal zu wenig!

Manche Leute halte mich ja für altklug, dabei bin ich nur naseweis, und es ist mir halt sozialethisch nicht egal, was um mich herum passiert und wie man die Welt, nun ja, wie man Schliersee ein wenig besser machen könnte – schließlich zahlt man als Hund ja auch Steuern.

So – das g‘langt mal für heute – bleibt mir gewogen – kommt bald wieder, wenn es wieder heißt:
Lilly weiß nicht nur alles, sie weiß sogar alles besser. *hihi*

So – ich glaub, Herrchen muss jetzt raus – ich hoffe, er begreift‘s …

Viele freundliche Wuffs
Eure Lilly

 

 

Karl Bergkemper

Begeisterter Schlierseer, Musiker und Internet-Schraubenzieher. Der technisch orientierte "Beutebayer" der Redaktion - immer für Ideen zu haben, die Schliersee weiterbringen

 

 

 

Der Taubenstein – ein Bergwandererlebnis für Naturverbundene und Familien

Es ist mal wieder so weit: Der Berg ruft!

„Aufi zu die schwarzen Wolken ziagt‘s mi halt mit
aller G‘walt, i kim scho Berg i kim.
Secht‘s sa‘s denn net liabe Leit,
i muass am Berg und des no heit.“

Wolfgang Ambros

Das Mangfallgebirge ist ein perfektes Wandergebiet für Familien, da die Besteigung im Vergleich mit anderen Gebirgen gemäßigt ist. Trotzdem ist natürlich auch hier Vorsicht angebracht sowie auf gutes Schuhwerk (Bergstiefel!) und ausreichend Flüssigkeit zu achten. Wichtig ist in den Bergen immer eine gute Trittsicherheit. Wer es ruhig angehen möchte, kann mit der Taubensteinbahn in kleinen 4er-Gondeln bis zur Bergstation auf 1.613 m Höhe fahren und spart sich so ca. 550 Höhenmeter. Von hier aus kann man ins Rotwandgebiet wandern und mit etwas Glück auch Gämsen und sogar Murmeltiere sehen. Die Mitnahme eines Fernglases kann ich nur empfehlen.

Zwei kurze felsige Aufstiege müssen bewältigt werden, und dann ist es eine relativ einfache Wanderung bis zum Rotwandhaus. In den Sommermonaten kann man vom Wegesrand aus die eine oder andere wilde Orchidee entdecken. Es wird aus Sicherheits- und Naturschutzgründen dringend empfohlen, die Wege nicht zu verlassen. Sämtliche seltene Pflanzen wachsen genauso in der Nähe der Pfade und können von hier aus bewundert werden.

Von der Bergstation aus kann man selbstverständlich auch in die andere Richtung, z. B. zur Jägerkamp (1.746 m), oder zur Aiplspitz wandern. Auch der Abstieg zur Oberen Maxlraineralm ist empfehlenswert. Hier kann man gut einkehren, übernachten ‒ und es gibt sogar einen Pool.

Auf den Almwiesen leben während der Sommermonate bis in den frühen Herbst hinein unsere Kühe. Rund um den Taubenstein kann man unterschiedliche Rassen beobachten. Es gibt Herden, die aus ausgewachsenen Kühen und Bullen bestehen, aber auch Kälber genießen die Bergluft und das frische Gras. Kühe sind i. d. R. friedliebende Tiere, aber sie sind auch neugierig, ganz besonders die Kälber. So passiert es, dass das eine oder andere Kalb den Wanderern sehr nahe kommt. Und dann ist Vorsicht angesagt, weil die Mütter ihrem Instinkt entsprechend ihre Kälber beschützen und verteidigen. Daher mein Rat: Halten Sie ausreichend Abstand zu den Herden und Einzeltieren (20-50 m). Bleiben Sie wenn möglich auf den Wanderwegen. Erschrecken und füttern Sie die Tiere nicht. Hunde müssen angeleint bleiben! Außer bei einem Angriff, da sollte der Hund von der Leine gelassen werden. Versuchen Sie nicht, ihn zu schützen, er ist schneller als die Kuh. Wenn man diese einfachen Regeln beherzigt, dann steht einem friedlichen Miteinander auf der Weide eigentlich nichts mehr im Wege.

In diesem Sinne: Erhören Sie den Ruf des Berges und nutzen Sie die wärmere Jahreszeit für eine erlebnisreiche Wanderung mit der ganzen Familie rund um den Taubenstein.

 

 

Anfahrt:
Mit der Bahn: Von München fährt man mit der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) nach Fischhausen-Neuhaus. Von dort geht es mit dem Bus bis zur Talstation der Taubensteinbahn weiter.
Mit dem Auto: Von München aus nimmt man die Autobahn A8 Richtung Salzburg bis zur Ausfahrt Weyarn. Über Thalham, Miesbach, Hausham, Schliersee und Neuhaus in Richtung Bayrischzell fahren. Etwa 1 km hinter Neuhaus rechts die ausgeschilderte Straße hoch zum Spitzingsee abzweigen und bis zur Talstation Taubenstein kurz vor der Ortschaft „Spitzingsee“ fahren. An der Taubensteinbahn befindet sich ein Parkplatz, der für Seilbahnnutzer kostenfrei ist (Abgabe der Parkscheinquittung an der Kasse!).

 

 

Alpenbahnen Spitzingsee GmbH

Spitzingseestraße 12
83727 Schliersee-Spitzingsee
Tel. +49 8026 9292230
info@alpenbahnen-spitzingsee.de

http://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/sommer/sommer/

 

 

 

Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.