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Morgen beginnt der Vorverkauf für den Schlierseer Kulturherbst 2026

Morgen, am Samstag, 20. Juni, startet der Vorverkauf für den Schlierseer Kulturherbst 2026. Ich war für dich gestern bei der Pressekonferenz im Terofal. Vom 8. bis 31. Oktober wird Schliersee wieder zur Bühne für Kunst, Musik, Theater und Kabarett. Insgesamt erwarten dich 23 Veranstaltungen an sieben ganz unterschiedlichen Spielstätten. Was 2008 mit vielen Ideen und auch ein wenig Mut zum Ausprobieren begann, hat sich längst zu einem Festival entwickelt, das weit über Schliersee hinaus bekannt ist.

Bürgermeister Florian Reinthaler spricht von einem gemeinsamen Projekt, das inzwischen erwachsen geworden ist. „Wir haben dieses Baby zur Volljährigkeit gebracht. Dazu braucht es viele Eltern und viele Begleiter“, sagt er. Besonders dankbar ist er allen Mitarbeitern, Helfern, Unterstützern und Sponsoren, die den Schlierseer Kulturherbst seit vielen Jahren möglich machen.

 

Vielfalt an Spielstätten

Eröffnet wird der Kulturherbst am 8. Oktober mit einer Vernissage in der Vitalwelt. Der Schlierseer Künstler Georg Brinkies zeigt unter dem Titel „Was nehme ich mit?“ Holzbildhauerei und Malerei. Gemeinsam mit Alejandro Calderón Jaffé, der Malerei und Skulptur präsentiert, entsteht ein spannender Dialog über Wandel, Beständigkeit und die Frage, was bleibt. Seit den Anfängen ist Johannes Wegmann der Motor des Festivals. Gemeinsam mit Marion Riedl von der Gäste-Information Schliersee entwickeln sie Ideen, entdecken Künstler und verbinden die einzelnen Veranstaltungen mit besonderen Orten in Schliersee. „Wir haben ein Riesenglück, dass wir diese Vielfalt an Spielstätten haben“, sagt er. Vom Schlierseer Bauerntheater und Heimatmuseum über das Markus Wasmeier Freilichtmuseum bis zu mehreren Kirchen und der Vitalwelt bieten die Veranstaltungsorte den passenden Rahmen für das abwechslungsreiche Programm. 2026 kannst du Johannes Wegmann auch selbst erleben. Am 27. Oktober liest er in der St. Georg Kapelle auf dem Weinberg unter dem Titel „Der Weinberg und die Wittelsbacher“.

Großes Programm

Zu den großen Namen des diesjährigen Programms gehören Josef Hader, Helmut Schleich, Helmfried von Lüttichau und Markus H. Rosenmüller und Gerhard Polt. Auch für Kinder und Familien ist einiges geboten. Im Markus Wasmeier Freilichtmuseum führen historische Kinderspiele auf die Spuren von Omas und Opas Kindheit. Stefan Murr und Heinz-Josef Braun erzählen dort außerdem „Der Bayerische Robin Hood“. Im Schlierseer Bauerntheater steht „Neues vom Räuber Hotzenplotz“ auf dem Spielplan. Musikalisch reicht das Programm vom Sinfonischen Festkonzert über Philippe Lolis „Gitarre ohne Grenzen“ und Maxi Pongratz mit „rum & num“ bis zu Carl Orff‘s „Carmina Burana“ in der St. Sixtus Kirche.

Der Schlierseer Kulturherbst ist eine Kooperation der Marktgemeinde Schliersee und des Touristikvereins Schliersee, Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Helfern und Unterstützern, ohne die die Umsetzung des Kulturherbstes nicht möglich wäre.

Ab morgen kannst du dir deine Karten sichern!

Der Vorverkauf startet um 9:00 Uhr. Tickets bekommst du persönlich in der Gäste-Information Schliersee und online bei München Ticket. Wenn du deine Karten in der Gäste-Information Schliersee kaufst, frag nach dem Kulturherbst-Abo!

Mehr Infos: www.kulturherbst-schliersee.de

 

Judith Musterfrau

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

Unserem Schlierseer Lüftlmaler, Peter Wimmer, über die Schulter geschaut …

In meiner Nachbarschaft steht ein wunderschönes villenartiges Landhaus, das um 1900 im „barockisierenden Jugendstil“ erbaut wurde. Es ist mit filigranen Fassadenmalereien in Stil der Neurenaissance ‒ kombiniert mit barocken Elementen ‒ verziert. Das weist auf einen Urheber der Bemalungen mit städtisch-bürgerlichem Hintergrund hin. Für im Oberland ansässige Lüftlmaler waren eher Motive aus dem Rokoko und Barock charakteristisch. Umso einzigartiger ist die Gesamtwirkung des Hauses, es berührt einen ganz besonders.

Peter Wimmer ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Lüftlmaler in Bayern und lebt mit seiner Familie in Schliersee.

Für die Kunst des Lüftlmalens gibt es keinen Ausbildungsgang. Sie wird in der Regel vom Vater an den Sohn weitergegeben. Genauso war es bei Peter Wimmer. Sein Handwerk verfeinerte er durch seine Ausbildung als Kirchenmaler und Restaurator sowie diverse Zusatzausbildungen zu wesentlichen Themen wie Proportionslehre, Bildkomposition, Akt- und Porträtzeichnen und perspektivischem Zeichnen. Peter Wimmers künstlerische Arbeiten beschränken sich nicht nur auf die professionelle Fassadenmalerei. Er beschäftigt sich auch mit Illusionsmalerei, Artwork auf Leinwand und vielem anderen mehr. Bilder dazu können Sie auf seiner Website sehen: http://www.wandkunst-wimmer.de/. Auch unser großes rotes „K“, welches jeden Herbst als Monument auf dem Kirchbichl steht und den „Kulturherbst Schliersee“ mit vielen kulturellen Veranstaltungen ankündigt, stammt aus der Hand von Peter Wimmer.

So erhielt er nun im Zusammenhang mit der obengenannten Villa den Auftrag zur Restaurierung der alten Wandmalereien an diesem charmanten Landhaus. Allerdings  durfte er unter denkmalschützerischen Gesichtspunkten nur dort Retuschen machen, wo es unbedingt notwendig war, und ergänzen, was fehlte. Es ging ihm nicht darum, dem Objekt den eigenen Stempel aufzusetzen, sondern nicht zu viel an Originalsubstanz zu verändern.

Hier waren nun zusätzlich ergänzende Neumalereien notwendig, da die Fassade teilweise neu verputzt werden musste. Bei solchen Aufgabenstellungen liegt für Herrn Wimmer ein besonderes Augenmerk auf der Übereinstimmung seiner Malereien mit dem „Duktus“ ‒ also mit der Handschrift des Urhebers.

Neu verputzte und somit zu raue Wandflächen musste er vor der Bemalung absanden und bearbeiten. Die Farbtöne der Neumalereien passte er an verbliebene Originalmalereien präzise an. Auch mehrlagige Kombinationen aus Untermalung und lasierenden Oberflächen waren zur Erzielung einer authentischen Wirkung notwendig.

 

 

Bei der Lüftlmalerei ist vor allem eine ruhige Hand wichtig. Der Maler muss fit sein, weil es eine anstrengende Arbeit ist, bei der der gesamte Arm bis in die Fingerspitzen hinein kontrolliert werden muss. Obwohl so ein Pinsel kein schweres Arbeitsgerät ist, müssen Rücken- und Halswirbelmuskulatur eines Malers schwere  Stabilisierungsarbeit leisten. Außerdem erfordert der Malprozess höchste Konzentration, damit kein Strich danebengeht. Am besten für den Lüftlmaler und seine Farben: keine pralle Sonneneinstrahlung und ein geschützter Arbeitsplatz.

So bringt Peter Wimmer wunderschöne Fassadenmalereien zum Strahlen und schafft damit weitere Blickpunkte in unserem idyllischen Ort.

 

 

www.lueftlmaler.eu

Peter Wimmer
Seestraße 37
83727 Schliersee

Tel.: 08026/94844
Fax: 08026/94845

E-Mail: mail@wandkunst-wimmer.de

 

 

 

[tourim-redakteur]