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Warum am Waldfestplatz zwei Bäume fallen müssen

Ich habe mich mit unserem Gärtner-Chef der Gemeinde Schliersee, Reiner Pertl, am Waldfestplatz getroffen. Genauer gesagt bei den beiden Bäumen, die gefällt werden müssen. Und ja, das ist erst einmal keine schöne Nachricht. Betroffen sind eine amerikanische Roteiche direkt an der B307 und ein Bergahorn beim Spielplatz. Beide Bäume sind nicht mehr sicher.

Amerikanische Roteiche mit Pilzbefall

„Ich habe leider eine traurige Nachricht zu berichten“, sagt Reiner gleich zu Beginn. Die Roteiche unten an der Straße fällt der Gemeinde schon seit einiger Zeit auf. Vor rund zehn Jahren ist dort bereits ein großer Ast ausgebrochen. An genau dieser Stelle ist der Baum stark geschädigt. Inzwischen hat sich der Pilzbefall weiter ausgebreitet. „Da ist leider ganz schlimm der Baumpilz drin“, erklärt er. Der Baum ist an der alten Bruchstelle so geschwächt, dass die Gemeinde handeln muss. „Wir haben hier einen Spielplatz, die Straße und einen Parkplatz“, erklärt er. Deshalb geht es vor allem um Sicherheit. Betroffen ist außerdem ein Bergahorn beim Spielplatz. Auch er steht schon seit längerem unter Beobachtung der Gemeinde. Für beide Bäume wurde ein Gutachten erstellt und leider sind sie nicht mehr zu retten. Auch die notwendige Genehmigung des Landratsamtes liegt vor. Vor der Fällung wird noch einmal kontrolliert, ob Tiere oder brütende Vögel in den Bäumen sind.

 

Neue Bäume werden gepflanzt

Aber es wird nicht einfach gefällt und dann bleibt eine Lücke. „Wir sind nicht nur die, die Bäume umschneiden. Wir pflanzen wieder zwei neue Bäume“, berichtet Reiner zufrieden. Für die amerikanische Roteiche kommt im Herbst eine heimische Stieleiche. Beim Spielplatz wird wieder ein Bergahorn nachgepflanzt. „Wir wollen den Waldfestplatz so erhalten, wie er ist, mit schönen, gesunden Bäumen“, sagt Reiner. Die neuen Bäume werden bereits in einer stattlichen Größe nachgepflanzt, damit sie den Waldfestplatz in Schliersee möglichst bald wieder mitprägen.

Am Tag der Baumfällungen, vorraussichtlich am 23.06.2026, ist mit Verkehrsbehinderungen auf der B307 zu rechnen. Die Gemeinde Schliersee bittet um euer Verständnis.

Judith Musterfrau

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

Sensibilisierung für Sicherheit und Naturschutz | Rangerteams regelmäßig im Gelände unterwegs

Auch in der vergangenen Sommersaison waren die Ranger der Alpenregion Tegernsee Schliersee gemeinsam mit den festangestellten Rangern des Landratsamts wieder in den Bergen der Region und somit auch bei uns im Spitzingseegebiet unterwegs. Sie konnten die erstmaligen Einsätze aus dem Winter 2020/2021 fortsetzen.

 

Nach über drei Monaten Einsatzzeit kann nun ein erstes Resümee gezogen werden:

50 Einsatztage innerhalb von drei Monaten, 19 verschiedene Ranger, über 15.000 geführte Gespräche. Schon diese Zahlen veranschaulichen die Bedeutung und den Umfang, den die Rangereinsätze mittlerweile bei uns einnehmen. Denn auch der vergangene Sommer und Herbst haben gezeigt, wie wichtig die Einsätze sind und wie gut sie von den Wanderern angenommen werden. Dabei standen auch im Sommer – ähnlich wie im Winter – die Information und Sensibilisierung mit den Themenschwerpunkten Naturschutz, Regionsinformationen und Sicherheit im Vordergrund.

„Wir freuen uns sehr, dass wir diese Einsätze wieder in diesem großen Umfang umsetzen durften“, erläutert Thorsten Schär, Geschäftsleiter der Alpenregion Tegernsee Schliersee. „Durch die finanzielle Unterstützung der Gemeinden und in enger Kooperation mit dem Landratsamt ist es uns gelungen, jeden zweiten Tag mit Rangerteams und damit sehr regelmäßig im Gelände präsent zu sein.“ Die Rückmeldungen der Gäste waren – wie im Winter auch – in großer Mehrheit positiv, und die Gäste freuten sich über den teilweise unerwarteten Service. „Mutwillige Verstöße wurden von unseren Rangern nur selten beobachtet ‒ in den meisten Fällen beruhten diese auf Unwissenheit bezüglich der geltenden Regelungen“, fasst Thorsten Schär zusammen. „Beispielsweise ist manchen Hundehaltern das richtige Verhalten auf Almen oder im Gebirge nicht bewusst, oder der eine oder andere Biwakierer wusste noch nichts von dem generellen bayernweit geltenden Verbot – aber das ist nicht die Regel, sondern die Ausnahme.“

Die Fortführung der Einsätze auch im kommenden Winter ist geplant – im November werden hier Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde, den festangestellten Rangern des Landkreises sowie den Gemeinden geführt, und es wird über die weiteren Einsätze entschieden.

 

 

Danke an alle Ranger für die wichtige Aufklärungsarbeit bei uns im Gelände! Im Winter werden wir sicher wieder im Schliersee Magazin über die Arbeit der Ranger berichten.

 

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Lukas Hanrieder von der Alpenregion Tegernsee Schliersee

 

 

 

[tourim-redakteur]