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Beerig-fruchtige Zeiten in Schliersee

Schlierseer Sommer im Glas

Erntezeit ist Einmachzeit

Beerige Zeiten in Schliersee ‒ die schönste Erntezeit des Jahres. Jetzt im Hochsommer ist für mich ein Genuss der ganz besonderen Art.

Die Auswahl beginnt mit den Erdbeeren und dem Rhabarber. Mit den wilden Konsorten im Kräutergarten oder auch am Waldesrand kann die Ernte verfeinert werden, bevor sie im Glas oder eben in der Flasche konserviert wird.

Momentan bin ich sehr gut beschäftigt, da die Schlierseer Ernte heuer ganz besonders üppig ausfällt.  Die süßen Kirschen, mmmhhhh, eine ins Töpfchen, eine ins Kröpfchen. Ich kann es leider nicht lassen, bis der Bauch voll ist. Unsere Gäste hatten die beste Gaudi mit bis spät in die Nacht Kirschenessen. Wer kann den Kern am weitesten spucken? Wundert euch nicht, wenn im Biergarten der eine oder andere Kern des „Spuck-Wettbewerbs“ zu finden ist …

Die Kirschmarmelade ist fertig im Glas und wartet auf die Schleckermäuler und Genießer. Der Rest wurde für zukünftige Kuchen eingefroren oder eingeweckt.

 

 

Weiter geht’s mit den Johannisbeeren. Schwarze, weiße und rote ‒ auch hier bogen sich die Äste und warteten auf uns, um geerntet zu werden. Johannisbeerschorlen, verschiedene Marmeladen verfeinert mit dem Auszug unserer alten Rosensorte „Hansa“ ‒ ein Traum.  Die Tage sind lang und die Nächte kurz, um den Beerenberg zu schaffen. Aber es lohnt sich und macht riesig Spaß. Dabei denkt man gerne zurück an Omas Zeiten. Oft schliefen wir beim Abzupfen der Beeren ein. Es war und ist ja auch anstrengend und sehr meditativ.

Johannisbeeren ‒ da steckt Gesundheit drin

Die roten schmecken säuerlich, die weißen süßlich, und besonders die schwarzen haben einen ganz eigenen Geschmack und sehr viel Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Mehr Gesundheit aus der Heimat geht nicht. Vitamin C, Kalium, Eisen, Ballaststoffe und das rot färbende Anthocyan stärken das Immunsystem und bringen unseren Körper ins Gleichgewicht.

 

 

Zwischendrin, während der Ernte der Beeren, muss ja auch noch das Heu gemacht werden, damit die Tiere für den Winter auch ihren Vorrat haben. Hält das Wetter oder nicht ‒ es ist immer wieder spannend, und wir sind sehr erfreut, wenn die Ernte ohne Regen eingebracht werden kann.

Geschafft …

 

 

Jetzt sind auch die Himbeeren reif. Die Ernte geht weiter, die Marmeladenberge werden immer größer und die Gefriertruhe langsam voll.

Leuchtend rot und mit einem wunderbaren süßen Geschmack ‒ wer kann da widerstehen und nascht nicht gleich vom Himbeerstrauch? Die Himbeere hat ganz besonders viel Provitamin A und B sowie Vitamin C. Auch Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Kalzium, Kalium und Magnesium stecken in den roten Lieferanten.

 

Mein Lieblingsrezept:

Himbeer-Heidelbeer-Joghurt-Dessert

Zutaten für 4‒6 Personen

250 g Bio-Joghurt natur

100 g Cristallino-Zucker

Saft einer Bio-Zitrone

250 g frische Himbeeren oder Heidelbeeren aus dem Garten

250 g Sahne

Baiserstücke

Joghurt mit Cristallino-Zucker und Zitronensaft verrühren

Sahne steif schlagen

Kleine Dessertschüsseln bereitstellen, schichtweise Joghurtcreme, frische Früchte, Baiserstücke und Sahne einfüllen und kühl stellen oder gleich genießen. Mmmmhhhhh …

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Achtzig Jahre alt sein und sich trotzdem jung fühlen – wie geht das?

Es ist Ende Januar 2017. Birgit steht neben mir, ich biete ihr eine Tasse Kaffee an. Dieses Mal strahlen ihre Augen noch intensiver als üblich ‒ bezeichnend für ihre momentane Euphorie. Fast ein wenig verschmitzt wirkt sie heute auf mich. „Seit einigen Tagen darf ich oben am Spitzingsee kostenlos Ski fahren“, lässt sie mich mit einem schelmischen Schmunzeln wissen. (http://www.alpenplus.com)

Birgit Baguley – seit vielen Jahren meine sehr geschätzte Nachbarin – feierte kürzlich ihren 80. Geburtstag. Doch Vorsicht – diese Information über ihr fortgeschrittenes Alter dürfte für so manchen irreführend sein: Die „alte“ Dame von nebenan ist bis zum heutigen Tag extrem jung geblieben – äußerlich wie innerlich! Eine bemerkenswerte Energie, gepaart mit außergewöhnlicher Disziplin, und ihre Begeisterung für alles Schöne im Leben lässt so manchen Fünfzigjährigen ziemlich alt aussehen. Bereits im Jahr 1950 besucht sie während eines Sommerurlaubs Schliersee und seine Umgebung. Zehn Jahre später fährt Birgit zu einem Skiurlaub nach Tirol. Beim Skifahren in Lermoos lernt sie Simon kennen – ihren langjährigen britischen Ehemann. Durch die besondere Begeisterung der beiden für die Oper und die klassische Musik traf man sich im folgenden Sommer wieder zu den Opernfestspielen in München. Später während eines fünfwöchigen Sprachkurses in England wird sie von Simon gefragt, ob sie sich vorstellen könne, nach England zu ziehen. Birgit deutet diese Frage als „versteckten Antrag“; im Mai 1961 wird geheiratet. Exakt 44 Jahre leben die beiden im Großraum London. Jedes Jahr verbringen sie ihre Ferien in den Alpen, bevorzugt im Rofangebirge, im Rätikon oder der Silvrettagruppe. Dann führt sie die Liebe zu den Bergen und ihre Leidenschaft für die Ursprünglichkeit der Natur zurück zu ihren oberbayerischen Wurzeln.

Jetzt leben die beiden seit 13 Jahren am Schliersee. Das Leben im Süden Englands hat Birgit Baguley beeinflusst und sicher entscheidend geprägt. Aufgrund ihrer perfekten Zweisprachigkeit hat sie ein umfassendes Verständnis für deutsch- und englischtypische Denkweisen und Lebensstile gewinnen können. Für den Markt Schliersee war sie spontan bereit, den damals neu konzipierten Baumerlebnispfad rund um den Schliersee mitzugestalten und half, die sehr detaillierten botanischen Informationen über Herkunft und Bedeutung der Bäume auf den zahlreichen blauen Informationstafeln – zusammen mit ihrem Mann ‒ akribisch in die englische Sprache zu übersetzen.

Dass sie und ihr Mann eine eher liberale Gesinnung und Weltanschauung sowie die dazugehörige kulturelle Vielfalt und Freizügigkeit bevorzugen, spürt jeder sehr schnell. So sind für sie Politik und aktuelles Zeitgeschehen genauso wichtig wie Besuche von klassischen Konzerten oder Opern, interessante Lesungen oder der allmonatlich in Schliersee stattfindende „englische Sprachen-Stammtisch“. So manche gegenwärtigen Entwicklungen in ihrer vorherigen Wahlheimat England können sie nicht so recht nachvollziehen. Ihre eigenen Kinder sind mittlerweile längst erwachsen, haben selbst eine Familie und leben woanders ihr eigenes Leben.

Wie bleibt man jung? Natürlich gehört in allererster Linie bestmögliche Gesundheit dazu. Doch diese ist in den Augen von Birgit Baguley mit einer vernünftigen Lebensführung sicher beeinflussbar. Ihr Motto „Lebe im Hier und Jetzt“ ist für sie ganz sicher ein sehr bedeutsamer Leitsatz diesbezüglich. Insbesondere im Herbst, wenn stabile Hochdrucklagen auf den umliegenden Gipfeln des Mangfallgebirges besonders weitreichende Fernsichten versprechen, kommt Euphorie auf, und Birgit Baguley ist (fast) jeden Tag auf ihren liebgewonnenen Schlierseer Bergen wandernd unterwegs. Oftmals allein, häufig auch mit ihrem bevorzugten Kameraden vom Alpenverein. Sie verrät mir, dass sie dabei „etwas längere“ Touren favorisiere. Im vergangenen Jahr stehen exakt 59 Bergtouren in ihrem „Gipfelbuch“. Immer wieder ist der Wendelstein ihr Ziel. Wenn der Schnee zu tief ist, verwendet sie manchmal auch ihre Schneeschuhe. Wer meint, sie würde dabei ein gemächliches, „seniorenangepasstes“ Tempo bevorzugen, der irrt. Ihr Aufstiegsrhythmus ist zügig und ausdauernd. Sie ist zudem mit der Wandergruppe der Sektion Schliersee des Deutschen Alpenvereins unterwegs – manchmal sogar als DAV-Wanderführerin. Neulich eröffnete sie mir, dass sie sehr gerne noch Deutschlands höchsten Berg, die knapp 3.000 Meter hohe Zugspitze, besuchen möchte – selbstverständlich auf ehrliche Art und Weise zu Fuß! Natürlich verbunden mit der Frage, ob ich sie denn begleiten möge.

An besonders heißen Sommertagen, wenn auch die Wassertemperatur des Schliersees akzeptable Messwerte anzeigt, startet die „alte Dame“ zusammen mit meiner Frau des Öfteren zu einer bemerkenswerten Herausforderung der völlig anderen Art: Das Ziel ist die Insel Wörth im Schliersee – allerdings nicht per Ausflugsschiff oder Tretboot, sondern schwimmend „by fair means“! Ich persönlich zolle dieser gemeinsamen sportlichen Aktion höchste Anerkennung, denn meine wassersportbezogenen Ambitionen halten sich in der Regel wahrlich in Grenzen. Aus Sicherheitsgründen führt Birgit ein kleines Surfboard mit, welches mit einer dünnen Schnur am Träger ihres Badeanzugs befestigt ist. Für diese nur gelegentlich durchgeführten und daher körperlich ziemlich anstrengenden Ausflüge über eine Gesamtdistanz (hin und zurück) von insgesamt drei Streckenkilometern sind die beiden Damen etwa zwei Stunden unterwegs – eine kurze Verschnaufpausen mit eingerechnet.

Birgit Baguley muss wieder weiter: „Die täglich anfallenden Aufgabenstellungen verursachen oftmals Sorgen, Enttäuschungen oder gar Frust. Dann benötige ich als Ausgleich körperliche Aktivitäten draußen in den Bergen oder in der Natur. Es verändert mein seelisches Gleichgewicht positiv, sodass ich am Abend sagen kann: Heute war ein guter Tag.“

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Nur noch wenige Plätze! Yogatage in Schliersee

Bereits zum 5. Mal finden die Schlierseer Yogatage im direkt am See gelegenen Schlierseer Kurpark sowie in der Vitalwelt Schliersee am 08. bis zum 10. Juli 2016 statt.

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Für die Workshops und die offenen Yogaklassen am Freitag können Sie noch einige wenige Restplätze ergattern. Interessant und immer einen Besuch wert ist der Yogamarkt, der in und um die Vitalwelt Schliersee kostenfrei besucht werden kann. Weitere Informationen sowie noch verfügbare Plätze finden Sie unter www.schlierseer-yogatage.de!

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Aufgrund der immer größer werdenden Beliebtheit dieser Veranstaltung ist es dringend erforderlich, sich rechtzeitig anzumelden. Reservieren Sie sich jetzt schon das Datum für die 6. Schlierseeer Yogatage vom 07. bis zum 09. Juli 2017.

www.schliersee.de
www.schlierseeer-yogatage.de

[tourim-redakteur]