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Yoga an Kraftplätzen in Schliersee: Bei den Josefstaler Wasserfällen mit Ann-Katrin Ranft

Es muss kein „Sonnengruß“ sein, keine „Standwaage“ und auch kein „herabschauender Hund“: „Wer Yoga an Kraftplätzen praktiziert, trainiert nicht zwangsläufig die klassischen Abläufe und Posen“, sagt Ann-Katrin Ranft, Yoga-Lehrerin und Diplom-Sportwissenschaftlerin im medius Schliersee. In der Natur zählten vor allem zwei Dinge: die Fähigkeit, sich einzulassen auf den Moment. Und: „Einfach mal ganz bewusst und tief durchzuatmen“, so Ann-Katrin Ranft. Wir haben sie zu einer Yoga-Session bei den Josefstaler Wasserfällen im Schlierseer Ortsteil Neuhaus begleitet.

 

Unterwegs zu einem der landschaftlich reizvollsten Plätze rund um den Schliersee. Das Erste, was Ann-Katrin Ranft macht, wenn sie den gewundenen, kleinen Pfad zu den Josefstaler Wasserfällen betritt: Sie zieht ihre Schuhe aus. Läuft barfüßig über Stöckchen und kleine Steine. Den noch regenfeuchten Waldboden direkt unter ihren Fußsohlen: „In der Yoga-Tradition ist es besonders wichtig, die Dinge wieder zu spüren, bewusster wahrzunehmen. Und unsere Füße sind genauso wie unsere Hände unser Tastorgan. Deshalb ist es ganz wunderbar, barfuß zu laufen“, erklärt Ann-Katrin Ranft. „Auch, wenn da jetzt Steine liegen oder ein bisschen Erde. Nichts ist schöner, als sich mit den Füßen mit der Natur zu verbinden.“

 

Den Moment bewusst erleben

Damit das Eintauchen in die Natur nicht durch Anrufe oder Nachrichten gestört wird, empfiehlt Ann-Katrin Ranft allen Yogis und Erholungssuchenden, ihr Smartphone im Auto zu lassen: „Du möchtest ja den Moment bewusst erleben. Und nicht im Nachgang in der Mediathek deines Handys nachschauen müssen: Wie war das denn eigentlich, was hab ich da gesehen?“ Schon der knapp zehnminütige Weg zu den Josefstaler Wasserfällen unterstützt dabei, zur Ruhe zu kommen und den Alltag hinter sich zu lassen: Der Hachlbach plätschert am Wegesrand, der Wald dämpft die Geräusche. Die Sonne fällt durch die Bäume und zaubert ihre ganz eigenen Licht- und Schattenspiele auf den Weg.

 

Yoga-Praxis ohne Vorkenntnisse

Viel mehr als Achtsamkeit, Muße und Smartphone-freie Zeit brauche es nicht, um Yoga an Kraftplätzen zu praktizieren, ist Ann-Katrin Ranft überzeugt. Deshalb sei das Thema auch für absolute Anfänger geeignet: „Ihr müsst keine Techniken können, es geht einfach nur darum, fokussiert einzuatmen und auszuatmen. Versucht, ein bisschen in die Stille zu gehen, euch Zeit zu lassen, die Hektik auszublenden, einfach mal anzukommen und diesen wunderbaren Moment zu genießen.“

 

Atemübungen vor einer Wand aus Wasser

Wie das in der Praxis aussehen kann? Ann-Katrin Ranft sucht sich einen großen Stein in unmittelbarer Nähe der Josefstaler Wasserfälle. Ein feuchter Nebel liegt in der Luft, das Rauschen der Fälle ist intensiv zu hören und übertönt alle anderen Geräusche ringsum. Im Lotussitz nimmt Ann-Katrin Ranft vor der Wand aus Wasser Platz, öffnet ihre Arme, dehnt den Brustkorb. Nimmt einen Atemzug bis tief in den Bauch hinein und führt dabei die Arme hoch über den Kopf. „Mit einem Gefühl von ‚Loslassen‘ wieder ausatmen“, empfiehlt sie – und lässt die Arme wieder sinken. Natürlich funktioniert die Atemübung auch im Stehen und lässt sich wiederholen, sooft man mag.

 

Prana – den Körper mit Energie aufladen

Der Sauerstoffanteil in der Luft bei den Josefstaler Wasserfällen ist besonders hoch, winzige Wassertropfen stehen in der Luft. „Das macht euer Atmen sehr wirkungsvoll“, so die Diplom-Sportwissenschaftlerin: „Es regt jede Zelle eures Körpers an, bringt euren Stoffwechsel und Blutkreislauf auf Trab. Ihr werdet spüren, wie gut es tut, einfach nur durchzuatmen und den ganzen Körper mit dieser Energie, diesem Prana, aufzuladen.“ Gerade das Gefühl von Frische zeichne einen echten Kraftplatz aus: „An so einem besonderen Ort fühlen wir Menschen uns wach und voller Energie“, sagt Ann-Katrin Ranft – und tritt schwungvoll den Rückweg durch den Wald an.

 

Was einen Kraftplatz auszeichnet

Bevor sie wieder in ihre Schuhe schlüpft, vom Waldboden zurück auf die Teerstraße tritt, verrät die Yoga-Lehrerin aus Schliersee noch, wie Erholungssuchende und Yogis ihren persönlichen Kraftplatz finden: Fließendes Wasser sei ein typisches Kennzeichen eines Kraftortes. Aber auch Farne und tief verwurzelte, alte Bäume. „Der Höhenweg, der hinter der Rixner Alm am Schliersee entlangführt, ist so ein besonderer Ort. Oder der kleine Stausee auf dem Weg zum Hennererhof“, empfiehlt Ann-Katrin Ranft und atmet noch einmal tief durch.

 

Kostenfrei zu „Yoga auf dem Dach“

Übrigens: Wer außer klassischen Atemübungen noch andere Yoga-Techniken erlernen möchte, ist herzlich willkommen im medius Schliersee: Jeden Freitag von 9.00 bis 10.30 Uhr unterrichtet Ann-Katrin Ranft dort „Yoga auf dem Dach“. Gegen Vorlage der Gästekarten können Urlauber kostenfrei und ohne Voranmeldung an diesem Kurs teilnehmen.

 

Zu den Josefstaler Wasserfällen

Um zu den Josefstaler Wasserfällen zu gelangen, folgt ihr der Josefstaler Straße im Schlierseer Ortsteil Neuhaus bis fast zum Ende. Nach der Bäckerei Gritscher (rechte Seite) ist linkerhand der Weg zu den Wasserfällen ausgeschildert. Parken auf den ausgewiesenen Stellplätzen am Straßenrand.

 

 

 

medius Schliersee
Perfallstr. 4
83727 Schliersee
Tel.: 08026/92 93 841

http://www.medius-fitness.de

 

Mo.‒Fr.: 7:00‒22:00 Uhr
Sa. und So.: 9:00‒20:00 Uhr
Feiertag: 15:00‒20:00 Uhr

 

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.

 

 

 

Fit-Fasten in Schliersee

Fünf Tipps für die Fastenzeit, die man unbedingt erleben sollte

Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch, dauert 40 Tage und Nächte und endet mit der Osterzeit. Es ist Zeit, Körper, Geist und Seele wieder in Balance zu bringen. Ich freue mich darauf und habe fünf gute Ideen für Euch.

 

Tipp 1: Bewegung in der Schlierseer Natur/Kräuter Wechselbäder für die Füße und Ganzkörper

Momentan gibt es in Schliersee und Umgebung viel frischen Schnee. Ideal für unsere Wechselbäder.

Barfuß  im Schnee, anschließend ins heiße Kräuterbad.

Fördert die Durchblutung und macht das Immunsystem stark. Wechselbäder kurbeln nicht nur den Kreislauf an, sie straffen die Haut und schenken uns natürliche Schönheit.

  

 

Tipp 2: Getrocknete Wildkräuter aus dem Bauerngarten, den Schlierseer Almen/Bergen und dem Wegesrand

Ein wunderbarer Kräutertee für die Fastentage unterstützt unsere Vitalität und begleitet uns sehr gut beim Abnehmen. Wichtig dabei ist, noch viel frisches Quellwasser aus den Schlierseer Bergen dazu zu trinken ‒ ein wahrer Genuss.

 

Tipp 3: Hühnereintopf 

Wer Hühnersuppe/Eintopf isst, dessen Schleimhäute schwellen wieder ab. So lindert die Suppe tatsächlich Erkältungssymptome ‒ und außerdem schmeckt sie super gut. Wir kochen unser Huhn vom Hennererhof ca. drei Stunden aus. Danach das Huhn aus dem Hühnersud nehmen. Jetzt wird Wintergemüse wie Kartoffeln, Gelbe Rüben, Sellerie, Lauch kleingeschnitten dazugegeben und gekocht. Das fertige Huhn vom Knochen lösen und klein schneiden, wieder zum Gemüse geben. Das Ganze wird mit frischen gekochten Schlierseer Nudeln ergänzt. Mmmmhhhh …

Einkehrtipp: Hennererhof www.hennerer.de

 

Tipp 4: Kräuter-Smoothie aus den ersten Frühlingskräutern

Biobuttermilch, 1 Apfel mit Schale, Saft von 1 Bio-Zitrone, 1 Hand voll Frühlingskräuter (Löwenzahn, Gänseblümchen, Brunnenkresse, Spitzwegerich Brennnessel …) mixen und genießen. Ersetzt eine ganze Mahlzeit und vertreibt den Winter-Blues. Wildkräuter enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Chlorophyll sowie das Senfölglykosid (Radikalfänger) …

 

Tipp 5: Ruhe und Zeit für mich

Viel Schlaf, ein schönes Buch lesen, Massagen mit Naturölen, Spaziergang /Schneeschuhwandern und vieles mehr in Schliersee ‒ einfach mal nix machen.

Vitaltherme monte mare Schliersee: www.monte-mare.de/de/schliersee

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen