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Eine Bootsfahrt, die ist lustig, eine Bootsfahrt, die ist schön!

Der Schliersee und seine Kapitänin

Die Sonne glitzert wie ein Meer aus Diamanten auf dem blitzblauen Wasser. Vor der Kulisse von Jägerkamp und Brecherspitz pflügt das prächtige Motorschiff „Schliersee“ durch die sanften Wellen des gleichnamigen Sees. Am Steuer: Jasmin Lauber. Die 27-Jährige ist Kapitänin im eigenen Betrieb. Ungewöhnlich? Für die junge Frau ganz und gar nicht. Das Steuern eines Schiffs ist für sie ganz normal.

Lebensaufgabe „Schifferl fahren“

„Ich stand schon mit drei Jahren auf dem Schoß von meinem Papa und hab das Schiff gelenkt“, erzählt die dunkelhaarige Schlierseerin lachend. Die Motorschifffahrt auf dem Schliersee hat eine lange Tradition. Schon im Jahr 1897 wurden Besucher und Gäste rund um den bayerischen See geschippert. 1956 gründete Sepp Mayr den Bootsverleih in Schliersee am Ufer direkt neben der heutigen Vitalwelt. Seine Tochter Michaela Lauber übernahm den kleinen Familienbetrieb 2008 und führt ihn zusammen mit ihren Kindern Jasmin und Michael. Der Verleih von Ruder, Tret- und Elektrobooten ist zur Lebensaufgabe der Familie Lauber geworden. Legendär ist mittlerweile auch der dazugehörige Kiosk mit kleinem Biergarten. Am „Lauber Beach“ fühlt man sich an heißen Tagen wie am Mittelmeer.

Vom Haareschneiden zum Bootsführerschein

Jasmin Lauber ist also mit Wasser, Wind und Booten aufgewachsen. Sie weiß genau, wie sie ihr Schiff steuern muss, wenn der Wind von Steuerbord kommt oder der Schliersee mal einen unruhigen Tag hat. Als sie ihre Schulausbildung beendet hatte, ergriff sie allerdings zunächst einen anderen Beruf. Sie lernte das Friseurhandwerk und arbeitete zusätzlich nebenberuflich im Familienbetrieb. Während ihrer Ausbildung legte sie ihre Schiffsführerscheinprüfung ab und übernahm bereits mit 19 Jahren das Steuer der „Schliersee III“, dem Prachtstück des privaten Schifffahrtsunternehmens. Nach einigen Jahren kehrte sie dann vollständig zurück in das Familienunternehmen.

Das weißblaue Schiff mit dem verschnörkelten Namenszug am Oberdeck hat einen 135 PS starken Dieselmotor, ist 19,5 Meter lang, vier Meter breit und wiegt 26,5 Tonnen. Gebaut wurde es 1983 in Holland. Von Mai bis September legt es an schönen Tagen stündlich an der Vitalwelt ab und bringt Touristen, Besuchergruppen, Hochzeitsgesellschaften, Prominente und andere Wasserliebhaber bis nach Fischhausen und wieder zurück. Eine Rundfahrt dauert etwa 45 Minuten. Die Fahrten um kurz nach 13 Uhr und um kurz nach 14 Uhr finden bei jeder Witterung statt. Für alle weiteren Rundfahrten zwischen 11 und 17 Uhr sollten sich mindestens zehn Passagiere an Bord befinden.

Kapitänin, Kassiererin und Fremdenführerin

Jasmin Lauber ist an Bord Kapitänin, Kassiererin und Fremdenführerin in einer Person. 120 Personen finden auf dem großen Schiff mit dem sonnigen Oberdeck Platz. Da kann man schon mal in Schwitzen kommen, wenn der Steg kurz vor der Abfahrt mit Wartenden voll besetzt ist oder sich eine angekündigte Gruppe von 30 Personen zu sehr verspätet. Doch Jasmin lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Sie flitzt vom Bug ins Heck, vom Schiff auf den Steg und hat für jeden ein freundliches Wort und ein Lächeln. Auf Kommentare wie „Oh, eine Kapitänin! Dürfen wir da überhaupt mitfahren?“ reagiert sie mit Gelassenheit, und wenn‘s passt, kontert sie auch mal mit einem frechen Spruch. „Schlagfertigkeit gehört dazu“, sagt sie und lächelt.

„Das ist was anderes als Banker oder Arzthelferin“

Ihre Kapitänsmütze setzt sie nur auf Wunsch zu besonderen Gelegenheiten auf. Im Alltag trägt sie Jeans, T-Shirt und Turnschuhe. An den Fingernägeln glitzert flippiger Nagellack. Das passt irgendwie nicht so ganz zum Image einer „würdigen“ Schiffsführerin. Aber da steht Jasmin drüber. Beim Schließen neuer Bekanntschaften erntet sie so manchen überraschten Blick, wenn sie nach ihrem Beruf gefragt wird. „Mei, ist halt was anderes als Banker oder Arzthelferin“, sagt sie stolz. Sie liebt ihre Arbeit und genießt die Fahrt übers Wasser jeden Tag aufs Neue. Kompetent und gelassen meistert sie auch schwierige Situationen. Einmal hat sich ein Seil in ihre Schiffsschraube verheddert. „Da wurde mir schon mulmig“, gibt sie zu. In der Regel ist der Schliersee aber ein harmloses Gewässer. Die einzigen Gefahren sind einige Untiefen und eine Sandbank rund um die Insel Wörth. Doch die kennt Jasmin, und auch mit den Wassersportlern, die sich im Sommer auf dem See tummeln, kommt sie gut klar. „Da muss man halt aufpassen.“

Bootsreparaturen im Winter

Und was macht eine Kapitänin im Winter? „Boote reparieren und waschen, Büroarbeit, Ausbesserungen und so weiter“, berichtet Jasmin ohne zu zögern. In ihrem Job gibt es das ganze Jahr über etwas zu tun, für Urlaub bleibt da kaum Zeit. Doch den braucht Jasmin auch nicht unbedingt. „Wenn ich vom Schiff aus das großartige Panorama mit den Bergen und dem See vor mir habe, dann bin ich rundum glücklich.“

 

 

Schliersee Schifffahrt Mayr GbR
Michaela, Jasmin und Michael Lauber
Telefon und Fax: +49(0)8026/922786
Telefon am See: +49(0)8026/9255658
Mobil: +49(0)173/8818487

E-Mail: info@schlierseeschifffahrt.de

 

 

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

SUP’N’YOGA: Warum der Sonnengruß mitten auf dem Schliersee besonders viel Spaß macht.

Es gibt Yoga-Fans. Und es gibt SUP-Fans. Und dann gibt es noch Menschen, die lieben es, beide Sportarten zu kombinieren. So wie Jasna Okanovic. Als Gesundheitscoach und Achtsamkeitstrainerin veranstaltet sie für das medius Schliersee SUP’N’YOGA-Workshops auf dem Wasser. Für die Teilnehmer heißt das: Rauf aufs Stand Up Paddling (SUP) Board und mitten auf dem See ihr Yoga trainieren! Ein intensiver Vormittag mit Jasna Okanovic, Ann-Katrin Ranft und Marcus Löhlein.

Jasna Okanovic muss nicht lange überlegen. Was es braucht, um an einem SUP’N’YOGA-Training teilzunehmen? „Ihr solltet schwimmen können“, sagt die erfahrene Yogini und fügt lächelnd hinzu: „Und euch nicht davor fürchten, auch mal ins Wasser zu fallen. SUP’N’YOGA ist wirklich für jedermann. Ihr könnt euch ausprobieren und Zeit in der Natur verbringen.“

„Alles fließt“ beim Yoga auf dem Wasser

2009, vor fast zehn Jahren, lernte Jasna Okanovic die Kombination aus Stand Up Paddling und klassischen Yoga-Übungen in Hamburg kennen. Sie war so begeistert von dieser ungewöhnlichen Trainingsmethode, dass sie SUP’N’YOGA 2012 mit an den Schliersee brachte. „SUP’N’YOGA ist einfach eine wunderschöne Verbindung“, schwärmt Jasna Okanovic. „Beim Yoga geht’s ums Fließen. Das fällt einem leichter, wenn man mit einem fließenden Element wie dem Wasser verbunden ist.“

Malerische Seekulisse für eine ungewöhnliche Sportart

Die ersten Teilnehmer ihrer SUP’N’YOGA-Kurse waren ausschließlich Männer. „Viele hatten weder SUP- noch Yoga-Erfahrung“, erinnert sich Jasna Okanovic. Trotzdem seien einige im Nachgang gleich dabei geblieben, denn: „Dieses Gefühl von Freiheit, das Einssein mit Wasser und Natur ist unheimlich faszinierend.“ Besonders eindrücklich in Erinnerung geblieben ist Jasna Okanovic ein Training, bei dem die Teilnehmer und sie einen malerischen Sonnenuntergang miterleben durften: die Gelb- und Orangetöne vom Wasser aus beobachten. Das weiche Licht wahrnehmen: „Die Leute am Ufer dachten, wir machen Videoaufnahmen – so filmreif war dieser Moment.“

 

 

Alles, nur nicht wasserscheu

Trotz all der Faszination für das Außen: Gerade die Notwendigkeit, sich auf sich selbst zu konzentrieren, den eigenen Körper ganz genau wahrzunehmen, macht den Reiz des SUP’N’YOGAs aus. Schon ein unaufmerksamer Moment genügt, und – schwupps – purzeln die Wasser-Yoginis vom Board. Doch auch für solche Fälle hat Jasna Okanovic vorgesorgt. In der Regel finden ihre Kurse nahe der Sandbank vor der Insel Wörth im Schliersee statt: „Dort ist der See nicht so tief und die Strömung nur schwach“, weiß die Trainerin. Außerdem habe das Wasser an dieser Stelle eine so intensiv blaue Farbe, „dass man sich fast wie in der Karibik fühlt“.

Den Körper spüren, die eigene Herausforderung wählen

90 Minuten dauert ein SUP’N’YOGA-Kurs auf dem Schliersee. In der ersten Viertelstunde gehe es vor allem darum, die Eigenheiten des SUP-Boards kennenzulernen. Sicher im Stehen oder Knien vorwärtszukommen. Dann folgen die eigentlichen Yoga-Übungen auf dem Wasser. Ob „Vierfüßlerstand“ oder „herabschauender Hund“: Die Teilnehmer entscheiden selbstständig, was sie sich zutrauen möchten. Auch das ist Teil der Yoga-Philosophie, so Jasna Okanovic: „Ich höre auf meinen Körper, nehme ihn bewusst wahr und lerne, wie weit ich gehen mag.“

Sich treiben lassen – im wahrsten Sinne des Wortes

Zum Abschluss des Trainings werden die Yoginis auf dem Wasser mit Entspannung belohnt: „Das ist auch meine liebste Trainingseinheit“, verrät Jasna Okanovic: „Nach einer Runde SUP’N’YOGA auf dem Board liegen, die leichten Wellen spüren und sich einfach treiben lassen.“

 

 

Wer Lust bekommen hat, mit Jasna Okanovic in den „Flow“ auf dem Wasser zu kommen, hat an folgenden Terminen Gelegenheit dazu:

 

SUP’N’YOGA im medius Schliersee

Freitag, 03. August 2018, 18.00 bis ca. 19.30 Uhr
Freitag, 07. September 2018, 18.00 bis ca. 19.30 Uhr

Bitte über das medius Schliersee anmelden. Mitglieder können kostenfrei mittrainieren, für Externe kostet der Kurs 25 Euro. Wer kein SUP-Board besitzt, kann sich eines für 15 Euro/Stunde ausleihen.

 

Kontakt
medius Schliersee
Perfallstr. 4
83727 Schliersee
Tel.: 08026/92 93 841

 

 

 

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.

 

 

 

Motorradausfahrt ins malerische „Zwei-Seen-Land“

Schliersee ist ein beschaulicher Ort, im Bayerischen Oberland direkt am gleichnamigen See gelegen. Die Ortsteile Neuhaus, Fischhausen und Spitzingsee gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen Bayerns. Die Seestraße sowie die Bergstraße zum auf 1084 m ü. NN. gelegenen Spitzingsee lassen zahlreiche Ausblicke in die unvergleichliche Landschaft des Mangfallgebirges in den Bayerischen Alpen zu.

Vier Plätze, die Sie unbedingt besucht haben sollten:

Die Route führt uns aus Miesbach kommend in den Ort Schliersee hinein. Hier folgen wir der Beschilderung zur „Vitalwelt“, welche uns rechter Hand zum Seeufer und zum blumenreichen Kurpark führt. Ein kurzer Stopp am „Kiosk am See“ beschert uns ein behagliches Plätzchen direkt am Bootsverleih mit Blick über den See bei einer kleinen Brotzeit oder einer Tasse Kaffee. Es bietet sich die Möglichkeit, mit dem Motorboot eine Seerundfahrt zu machen, oder gleich selbst in die Pedale zu treten und mit dem Tretboot Richtung der kleinen Insel Wörth zu starten. Die kurz davor liegende Sandbank ist eine gute Stelle, um sich selbst in die Fluten zu stürzen.

Nach der gelungenen Abkühlung wollen wir uns die Landschaft von oben ansehen und machen einen Abstecher zur Stögeralm. Links vom Hotel Terofal führt uns eine Straße durch eine Siedlung mit wunderschönen, traditionellen oberbayerischen Häusern mit ihren prächtigen Gärten. Nach etwa 1 km biegen wir rechts in eine Privatstraße ein, welche uns zur Alm führen soll. Aber Vorsicht, dieser Weg eignet sich nur für geübte Motorradfahrer. Obwohl er nur 500 m lang ist, bringt er die eine oder andere Schwierigkeit mit sich. Auf der relativ engen Bergstraße finden sich einige steile Steigungen, welche sich bei eventuellem Gegenverkehr für manchen Biker als schwierig erweisen können. Auf etwa 100 m ist der Weg eher schlecht und mit vielen Schlaglöchern übersät. Es besteht jedoch die Möglichkeit, sein Motorrad am Beginn des Weges zu parken und fünf bis höchstens zehn Minuten zur Alm hochzulaufen. Hier finden wir ein unglaubliches Panorama mit Blick ins Tal sowie einen gemütlichen Biergarten zur Rast vor. Der Aufstieg hat sich in jedem Fall gelohnt!

Frisch gestärkt starten wir Richtung Spitzingsee, welcher etwa 6 km südlich des Schliersees auf 1084 m Höhe idyllisch zwischen Jägerkamp, Taubenstein, Roßkopf, Rotwand, Brecherspitz und vielen weiteren Berggipfeln liegt. Hier befahren wir zunächst die Deutsche Alpenstraße, die uns direkt am Ostufer des Sees entlangführt und wunderschöne Ausblicke beinhaltet. Wir verlassen die Uferstraße und erreichen Fischhausen mit seinen kleinen Bootshäuschen am See. Linker Hand befindet sich ein von Bikern gerne angesteuertes Gasthaus, der Schnapperwirt. Hier gibt es alles vom Ochsensteak über das „Schweizer Sahneschnitzel“ bis hin zum „Fischhauser Fischerpfandl“. Da hier sehr viele Motorradfahrer einkehren, ist es ein guter Platz, um sich über mögliche Touren auszutauschen.

Nachdem wir Fischhausen und daran anschließend Neuhaus passiert haben, biegen wir nach rechts in die Bergstraße nach Spitzingsee ein. Wir finden eine gut ausgebaute, kurvenreiche Fahrbahn vor und passieren den Spitzingsattel, um hinunter zum Spitzingsee und die gleichnamige Ortschaft zu fahren. Dieser wunderschöne See, in dessen kristallklarem Wasser sich die Berge spiegeln, ist einer der größten Bergseen Bayerns. Hier kann man auch im Hochsommer und warmer Motorradkluft den Ausblick bei angenehmen Temperaturen genießen. Danach cruisen wir zurück über den Spitzingsattel hinunter ins Tal. Purer Fahrspaß und gute Laune!

Die Alpenregion rund um den Schliersee bietet unzählige Motorradtouren, um als Biker die einmalige Umgebung zu erkunden. Biker sind gern gesehene Gäste in den zahlreichen gemütlichen Pensionen und Ferienwohnungen.

Schnapperwirt
Neuhauserstraße 4
83727 Schliersee/Fischhausen
Tel.: +49(0) 8026/6613
www.schnapperwirt.de

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 11:00 bis 22:00 Uhr

Stögeralm
83727 Schliersee
Tel.: +49(0) 8026/2173
www.stoegeralm.de

Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag, 11:00 bis 23:00 Uhr

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.