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Miniwanderungen in Schliersee und Umgebung bei Schneegestöber und dicken Wolken

Ja, auch in Schliersee gibt‘s mal dicke Wolken, die dicke Flocken schneien lassen.

Was tun an so einem Tag? Skifahren ist nicht wirklich lustig, wenn die Wolken zwischen den Berggipfeln hängen, man nur ein paar Meter weit sieht und einem die Flocken im Fahrtwind eiskalt und spitz ins Gesicht klatschen.

Ich ziehe mich warm an, am besten mehrere Lagen, setze mir eine Wollmütze auf und nehme gefütterte Handschuhe mit. Und dann nichts wie raus! Die kalte Winterluft ist herrlich! Der Wind bläst mir um die Nase, und die Schneeflocken werden vor mir her getrieben. Es ist kaum jemand auf der Straße. „Bei diesem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür“, sagte schon meine Oma. Aber ich liebe es. Meine warme Kleidung schützt mich, und der leichte Nebel sowie die Schneewolken schaffen eine ganz eigene, fast mystisch anmutende Atmosphäre.

Mein Weg führt mich zuerst nach Neuhaus und dort ins Josefstal. In der Sackgasse am Ende des Ortes gibt es am Bachufer ein paar Parkplätze. Dann laufe ich weiter Richtung Straßenende, links über eine kleine Brücke und dann rechts Richtung Wald. Meine Wanderung führt mich am Bach entlang, und keine zehn Minuten später sehe ich den untersten der Josefstaler Wasserfälle. Lautes Rauschen übertönt sämtliche Geräusche. Wassernebel liegt in der Luft. Ein magischer Ort. Im Winter ist es oft zu glatt, um zu den höher gelegenen Wasserfällen aufzusteigen. Also genieße ich den Moment und gehe dann zurück, um meinen Spaziergang im Ort Schliersee fortzusetzen.

Die Ortschaft wirkt bei diesem Wetter fast menschenleer, und ich kann mir in Ruhe die Auslagen der verschiedenen kleinen Geschäfte anschauen. Zum Aufwärmen gehe ich in eines der Cafés und trinke eine heiße Schokolade mit einem Schuss Amaretto und Sahne. Derart gestärkt, mache ich mich auf den Weg zu meiner letzten Etappe.

Hinter dem Rathaus und dem Restaurant Ratskeller führt ein kleiner Spazierweg in zwei Serpentinen einen Hügel hoch zur Kapelle Sankt Georg am Weinberg. Diese ist von alten, knorrigen Bäumen umgeben. Mehrere Bänke laden zur Rast ein (vorausgesetzt, sie sind nicht mit Schnee bedeckt). Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf den Ort, den dahinter liegenden See und die ihn umgebenden Berge. Auch wenn es nebelverhangen ist, wird eine ganz besondere Stimmung, die über der Landschaft liegt, spürbar.

Natürlich können Sie diese Miniwanderungen auch einzeln vornehmen. Und wenn Sie mögen, können Sie nach Ihrer Wanderung einen Abstecher ins monte mare in der Vitalwelt machen und sich dort in der Bäder- und Saunalandschaft aufwärmen sowie sich die eine oder andere Anwendung gönnen.

 

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Lillys Schneeschule – Teil 1

Servus, Ihr Lieben – ich bin’s mal wieder, Eure extrem artige Lilly!

Nun ist es wieder so weit: Überall liegt dieses weiße Zeugs rum. Schmeckt wie Wasser, wie ganz kaltes Wasser, wo man auch noch reinbeißen kann. Herrchen meint: Das ist Schnee!

Egal, wie es nun heißt, leise fallen schöne dicke, weiße Flocken auf die Erde, es wird ganz still, und Hunde und Kinder bekommen große Augen. Herrchen meint, ich bin nicht wiederzuerkennen, wenn Schnee liegt, ich würde mich ausgesprochen „durchgedreht“ verhalten. Das ist überhaupt nicht wahr! *hihi*

Nur weil ich total auf taub schalte, meine gute Erziehung komplett vergesse, übermütig Schneeflocken fange, gelegentlich koste, wie dieser Schnee denn schmeckt … ja, was erwartet der denn, schließlich bin ich ein junger Hüpfer!

Ein junger Hüpfer – allerdings mit Erfahrung. Naseweis, meint Herrchen. Egal. Ich muss Euch unbedingt ein paar Dinge über diesen Schnee erzählen, damit auch Ihr gut durch den Winter kommt:

  1. Ihr kennt ja sicher diesen uralten Witz über gelben Schnee, gell? Dass man den nicht essen soll, steht auf einem ganz anderen Blatt. Aber, liebe Freunde, unabhängig von der Farbe, solltet Ihr Schnee nicht für Nahrung halten! Ich habe zwar einen Stahlmagen, wo alles reingeht, sogar Menschenfutter, aber Schneefressen kann zu Durchfall bis zu schmerzhaften Magen-Darm-Erkrankungen und zu Mandelentzündung führen (zu Risiken und Nebenwirkungen fragt bitte Euren Tierarzt).
  2. Pediküre! Die Zweibeiner in meinem Rudel müssen dafür in ein Nagelstudio, wobei sie eh andauernd ihre Pfotenschoner tragen – „Memmen“ darf ich aber nicht mehr sagen. Ich persönlich mag dieses weiche, coole Pfoten-Feeling, wenn der Schnee weich ist, und den Grip meiner Krallen selbst bei eisigen Verhältnissen. Schlimm ist es allerdings, wenn die Menschen anfangen, den Schnee zu würzen. Ja, Ihr habt richtig gehört – sie würzen den Schnee, kippen da Salz drauf! Ich weiß nicht, ob sie ihn dann irgendwann essen, jedenfalls hab ich das noch nicht gesehen. Und wie wir gelernt haben, wird wahrscheinlich auch gewürzter Schnee zu Durchfall führen können. Also, liebe Freunde, Pfoten weg von gewürztem Schnee!
    Und wenn Euer Rudel Euch nicht um diesen gewürzten Schnee herumführen kann, dann lasst sie bitte nach jedem Spaziergang Eure Pfoten mit lauwarmem Wasser abwaschen. Das erspart Euch auch Probleme im Verdauungstrakt nach Ablecken von Salz.
  3. Haare auf den Zähnen, von denen Herrchen Geschichten zu erzählen weiß, unterscheiden sich offensichtlich von Haaren zwischen den Zehen, die ich habe. Im Schnee können sich da Eisklumpen bilden! Das ist voll sch… echt! Ihr verliert dadurch total Speed und Grip, Euer sonst betörender Laufstil wird stümperhaft, und zudem tut’s mit der Zeit auch weh. Ich habe schon viele von Euch gesehen, die deswegen das Pfotenkauen anfangen, nur um dem Eis und dem damit verbundenen Unbill den Garaus zu machen. Das muss nicht sein, wenn die Zweibeiner in Eurem Rudel die Haare zwischen Euren Zehen gekürzt haben – das kitzelt zwar ein wenig, macht aber eine schlanke Pfote und optimiert Eure Laufeleganz.
  4. Rissige, raue Ballen, die ja schon mal vorkommen können (Stichwort Salz), pflegt der Hund mit Stil und Weitsicht mit Vaseline, Hirschtalg, Melkfett oder Olivenöl. Aber bitte vor dem Spaziergang, weil sich durch das Fett weniger Schnee, Eis oder Salz zwischen die Zehen setzen können und wir das Zeugs nicht unter Gefährdung unseres Wohlbefindens abschlecken oder in der Wohnung verteilen müssen.
  5. Kommen wir zu meinem Lieblingsthema: Fressen!
    Bei Kälte braucht der Lilly-Organismus mehr Energie als üblich, um den Temperaturhaushalt aufrechtzuerhalten. Nun hab ich ein ziemlich dickes Fell, aber es gibt ja auch Kollegen aus „wärmeren“ Gegenden, denen man, wenn sie arg frieren, sogar mit einem Mäntelchen helfen kann. Das ist okay, wenn’s um die Funktion und nicht um die Mode geht – Kostümierungen finde ich eher lächerlich. Aber in Bezug auf Fressen (nicht zu verwechseln mit Appetit), da darf man meine Tagesration ruhig ein wenig erhöhen, damit ich nicht zum frierenden Klappergestell degradiere. Fett füttern ist aber auch keine Lösung – der Hund von Welt achtet also besser auch darauf, dass die Waage im Normalbereich

Das soll mal reichen für heut. Ich hab aber noch mehr dazu zu sagen … *droh*. Also freut Euch auf Lillys Schneeschule – Teil 2 – demnächst in diesem Magazin.

 

Eure brave Lilly 🙂

 

 

Karl Bergkemper Karl Bergkemper

Begeisterter Schlierseer, Musiker und Internet-Schraubenzieher. Der technisch orientierte "Beutebayer" der Redaktion - immer für Ideen zu haben, die Schliersee weiterbringen