Gäste-Information Schliersee verlängert drei Zertifizierungen
Die Gäste-Information Schliersee hat drei ihrer bestehenden Zertifizierungen erfolgreich verlängert. Dazu gehören die i-Marke des Deutschen Tourismusverbandes, ServiceQualität Deutschland in der Qualitätsstufe II und Reisen für Alle. Ich besuche Birgit Jenne in der Gäste-Information Schliersee. An der Wand hängen mehrere Zertifikate und Qualitätssiegel. Wie viel Arbeit hinter diesen Auszeichnungen steckt, erfahre ich im Gespräch mit ihr.
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Was hinter der i-Marke steckt
Sicher kennst du das rote Schild mit dem weißen i, das viele Gäste-Informationen kennzeichnet. Einfach aufhängen darf man es nicht. Es steht für die i-Marke des Deutschen Tourismusverbandes und wird nur vergeben, wenn eine Gäste-Information den vorgeschriebenen Prüfungsprozess erfolgreich durchlaufen hat. Birgit hat die diesjährige Verlängerung der drei Zertifizierungen vorbereitet und koordiniert. Dabei schaute sie sich auch an, welche Verbesserungsvorschläge es aus den vorherigen Prüfungen gab. Gemeinsam mit ihren Kollegen kümmerte sie sich darum, diese im Arbeitsalltag umzusetzen. „Das ist immer Teamarbeit“, betont sie.
Wenn der Gast ein Prüfer ist
Besonders spannend finde ich den Mystery Check für die i-Marke. Dabei besucht ein Prüfer die Gäste-Information unerkannt und lässt sich beraten. Es kann auch darum gehen, wie das Team beispielsweise mit einer Beschwerde umgeht. Erst nach dem Gespräch gibt sich der Prüfer zu erkennen. Neben der Beratung vor Ort werden unter anderem telefonische Auskünfte, die Beantwortung von E-Mails, der Internetauftritt und die Ausstattung geprüft. Selbst Sauberkeit und Beschilderung gehören dazu. Beim diesjährigen Mystery-Check erreichte Silke Jeshen in der Beratung 100 Prozent, erzählt mir Birgit. Ein besonders erfreuliches Ergebnis.
Kleine Verbesserungen im Alltag
Für ServiceQualität Deutschland nimmt das Team der Gäste-Information den eigenen Arbeitsalltag immer wieder unter die Lupe. Was funktioniert gut, und wo lässt sich der Service verbessern? Dabei geht es auch um kleine Hilfen mit praktischem Nutzen. Birgit Jenne nennt mir als Beispiel bereitliegende Lesebrillen, die Gästen das Lesen von Informationen erleichtern. Regelmäßige Schulungen bringen zusätzlich neue Anregungen in den Arbeitsalltag. Die Gäste-Information hat ihre Zertifizierung in der Qualitätsstufe II erneut verlängert.
Reisen für Alle
Bei Reisen für Alle war auch Silke Jeshen besonders eingebunden. Hier geht es um geprüfte und verlässliche Informationen zur Barrierefreiheit. In Schliersee wurden unter anderem die Gäste-Information, der Bürgersaal im Anbau des Heimatmuseums sowie die Rundwege um den Schliersee und den Spitzingsee geprüft. Dabei geht es bis ins Detail. Erfasst werden beispielsweise Weg- und Türbreiten, Zugänge und sogar die Bewegungsfläche vor einem Waschbecken. So können Menschen mit Mobilitätseinschränkungen bereits vor ihrem Besuch einschätzen, ob ein Angebot für sie geeignet ist. Birgit erzählt mir, dass gerade zur Barrierefreiheit von Gästen viele Fragen kommen. Die ausführlichen Angaben erleichtern die Planung. Auch Familien mit Kinderwagen können beispielsweise davon profitieren.
Die Gäste-Information möchte deshalb auch Schlierseer Gastgeber und touristische Betriebe ermutigen, passende Zertifizierungen anzustreben. Gemeinsam lassen sich Barrieren abbauen, damit möglichst viele Menschen Schliersee gut und selbstständig erleben können.
Danke liebe Birgit für den Einblick in deine Arbeit und Gratulation an euch alle!

Judith Weber
Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin seit mehr als zehn Jahren für das Schliersee Magazin unterwegs. Ich erzähle von den Menschen, Orten und Neuigkeiten rund um Schliersee und halte besondere Begegnungen in Texten, Fotos und Videos fest.




