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MSC Schliersee – spannendes Training der Gespanne auf der Sandbahn für die nächste Skijöring-Saison

Seit 1997 veranstaltet der Motorsportclub Schliersee das Skijöring in Schliersee-Fischhausen. Florian Maier ist seit Anfang 2000 Mitglied im MSC und hat in der letzten Saison den Vorsitz übernommen. Damit wurde er auch zum Organisator des Skijörings in Fischhausen ‒ einem von acht Rennen um den Zugspitz-Lech-Pokal.

Skijöring oder Skijøring ist eine Wintersportart, bei der sich ein Skifahrer an einem Seil von einem Pferd, Schlittenhunden oder einem Motorfahrzeug ziehen lässt. (Wikipedia)

Bei den Rennen um den Zugspitz-Lech-Pokal werden Skifahrer von Motorfahrzeugen gezogen. „Der Skifahrer ist für ein gutes Rennen entscheidender als das Gespann“, erklärt mir Florian. Es gibt insgesamt sieben Klassen, wobei Florian Maier in der Klasse 6a startet (Seitenwagen mit Seitenwagenantrieb). Um diesen nicht ganz ungefährlichen Sport auszuüben, gehört „eine gehörige Portion Verrücktheit dazu“, schildert Florian. Eine Besonderheit des Rennens besteht darin, dass er in dieser Klasse gegen seinen Vater Helmut Maier und dessen Ehefrau Manuela Koller antritt. Helmut Maier ist mit seinen 76 Jahren der älteste Teilnehmer der Rennen und hat seine ihn als Beifahrerin unterstützende Ehefrau beim Training auf der Sandbahn in Mühldorf kennengelernt.

Vater und Sohn haben in Miesbach eine gemeinsame Werkstatt und helfen sich gegenseitig beim Bauen der Gespanne und beim Tüfteln. Florian kann seinen Vater als Industriemechaniker in technischen Fragen unterstützen, während Helmut seine langjährige Erfahrung als Gespann-Fahrer einbringt. Das orange Gefährt mit der Nummer 1 gehört dem Vater, während die gelbe Maschine mit der Nummer 4 von Florian gefahren wird.

Für das Skijöring ist es wichtig, dass das Wetter und die Schneeverhältnisse passen. Im Herbst wird bereits die Strecke ausgesteckt. Einige Wochen vor dem Rennen wird sie mit Autos befahren und immer wieder mit einer Eisenstange abgezogen und mit Wasser abgespritzt. Einen großen Beitrag zum Gelingen des Skijörings in Fischhausen leistet die Freiwillige Feuerwehr Schliersee.

Ich durfte im Juni beim Training der Gespanne auf der Sandbahn in Mühldorf dabei sein. Helmut und Florian trainieren gemeinsam und liefern sich auf der Sandbahn in Mühlheim ein Rennen. Die Zuschauer sind begeistert vom „Duell“ zwischen Vater und Sohn. Die Sonne brennt auf die Bahn, welche immer wieder nass abgespritzt wird. Es ist unglaublich heiß, und die Gespanne verschwinden fast in den Staubwolken, welche sie aufwirbeln. Es riecht nach Kraftstoff, und dröhnende Motoren lärmen in der Hitze. Auf der Sandbahn können die Gespanne eine höhere Geschwindigkeit fahren als auf dem Eis. Die Gewichtsverlagerung der Beifahrer ist im Sommer noch wichtiger als im Winter, wodurch ihnen einiges abverlangt wird … auch an Mut! In der saisonfreien Zeit können die Gespanne etwa fünfmal trainieren. Die Skifahrer haben leider keine große Möglichkeit, sich einzufahren. Sie „trainieren“ und lernen während der Rennen in der Winterzeit.

Die ganze Familie Maier samt Großeltern, Eltern und der zwei Mädels mit sieben und elf Jahren ist motorsportbegeistert und freut sich jetzt schon auf die Herausforderungen in der Wintersaison.

 

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Motorrad-Skijöring in Fischhausen – spektakuläres Erlebnis für Motorsportbegeisterte

Am 29. Januar 2017 ist es wieder so weit: In Fischhausen-Neuhaus am Schliersee, direkt neben der B307, findet in einer Woche wieder das Skijöring statt. Die Schneeverhältnisse ermöglichen eine vom Veranstalter, dem MSC Schliersee, perfekt präparierte Piste für die erwarteten mehr als 60 Gespanne. Auf dem über 400 m langen Rundkurs im Schnee treffen in mehreren Klassen Motorräder mit und ohne Seitenwagen, unter anderem 125er- und 250er-Motocrosser und 500er-Bahnmaschinen, aufeinander.

„Skijöring oder Skikjøring (auf Norwegisch kjøring: Fahrsport) ist eine Wintersportart, bei der sich ein Skifahrer an einem Seil von einem PferdSchlittenhunden oder einem Motorfahrzeug ziehen lässt.“ (Wikipedia)

Der Lärm der Motoren, die Gischt vom Schnee sowie der Geruch nach Methanol liegen in der Luft. Hunderte von Menschen stehen am Rand des Eisovals und folgen begeistert dem spannenden Geschehen auf der Piste. Wie man auf den Bildern sieht, liefern sich die Fahrer einen unerbittlichen Kampf um den ersten Platz im Rennen und geben alles. Viele Gespanne sind selbst gebaut und können vor und nach den Wettkämpfen ausgiebig von Nahem bestaunt und bewundert werden. An den Rennen selbst sind sämtliche Altersklassen sowie Männer und auch ein paar Frauen vertreten. Aufgabe der Skifahrer ist es, sich mit einem Seil an die Gefährte zu hängen, die Fliehkraft möglichst effizient zu nutzen und den Motorradfahrer zu stabilisieren. Der Skifahrer muss mit ins Ziel kommen und darf nicht auf dem Weg dorthin verloren werden. Die Beifahrer auf den Seitenwagen tragen durch gezielt eingesetzte Gewichtsverteilung ebenfalls zur Stabilisierung bei. Hierbei sind die wundersamsten Verrenkungen zu beobachten. Es ist gar nicht so leicht, bei den hohen Geschwindigkeiten und dem eisigen Untergrund das Gespann am Ausbrechen zu hindern, und den Fahrern wird einiges an Können und auch Kraft abverlangt. Wegen des Verletzungsrisikos sind natürlich ein Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort.

Die Zuschauer können den Nervenkitzel mit einem heißen Glühwein und einer kleinen Brotzeit entspannt genießen und sich vom Enthusiasmus der Beteiligten und der ganz besonderen Stimmung anstecken lassen. Auch Teenager finden übrigens ihren Spaß daran, dem „Winter-Motorradsport auf Reifen mit dicken Stollen“ zuzuschauen und mitzueifern. Wichtig sind festes, wärmendes Schuhwerk und dicke Winterkleidung, um dem frostigen Wintertag trotzen zu können. Damit steht einem Riesenspaß und einem großartigen Motorsportspektakel nichts entgegen!

Motorsporttermine 2017:
https://www.adac.de/sp/sport-sby/_mmm/pdf/70_30_00%20T_SBY_Skij%C3%B6ring_115414.pdf

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

The Icy Daredevils of Schliersee

This is how Wikipedia describes “Skijoring (pronounced /ˈskiːʃɜːrɪŋ/) is a winter sport where a person on skis is pulled by a horse, a dog (or dogs) or a motor vehicle. It is derived from the Norwegian word skikjøring meaning ski driving.”

 

How would I personally describe it? Gritty, loud, bitter, daring, fascinating and utterly unforgettable.

 

When winter is JUST RIGHT here in the valley and we get the perfect amount of snowfall, you will notice one of our local Fischhausen farmers starting to prepare a snowy racetrack in the middle of one of the fields. He might have to prepare this track more than once in a year simply loosing it to warming temperatures but build it repeatedly, he does.

Here is a little excerpt from an article by Sebastian Grauvogl of the Merkur

 

„Just like all the 62 teams who duel in the skijoring behind motorcycles on the 400 meter long snow race track in Fischhausen. It will be launched in seven classes – including 125 and 250 motocross, 500, and side and side drive cars. Up to six teams compete at the same time. If you accumulate the most points in three preliminary stages, you can make it into the final. Already for the 11th time, the MSC is exhibiting the motorsport spectacle on the meadow next to the Pusl Autohaus. Since 1997 it has been canceled a few times because of lack of snow.“

 

I don’t know if I would call the weather we had “perfect” for my first experience with Skijoring in Schliersee, more like “not fit for man nor beast”. Despite the near blizzard conditions, contestants and spectators arrived in droves. Motorcyclists, skiers, pit crews, and spectators all huddled together in anticipation of the day’s races.

 

The bright colors of bikes and riders, the grinding and revving of gears and the smell of exhaust is all so incredible in contrast to the purity of the fresh white snow. My heart was racing the entire time, as I am sure many others were as well. Racing that day were teams of motorcyclists and skiers in teams that started with just two people and lead up to teams of four or five with everyone hanging on for dear life as they sped around the icy track blowing waves of snow in their wake. They offer excitement, chills, and spills. The announcers are also not kidding when they suggest you stand at least one meter from the track. This photographer had to learn that lesson the hard and cold way. I must say, the snow bath was totally worth it!

 

So keep on the look out for the posters and billboards announcing the next skijoring event. It is all up to the weather the date but it is normally around February and it honestly is something to be enjoyed by young and old.

 

This year at Jan, 29. … don’t miss !

 

 

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).