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MSC Schliersee – spannendes Training der Gespanne auf der Sandbahn für die nächste Skijöring-Saison

Seit 1997 veranstaltet der Motorsportclub Schliersee das Skijöring in Schliersee-Fischhausen. Florian Maier ist seit Anfang 2000 Mitglied im MSC und hat in der letzten Saison den Vorsitz übernommen. Damit wurde er auch zum Organisator des Skijörings in Fischhausen ‒ einem von acht Rennen um den Zugspitz-Lech-Pokal.

Skijöring oder Skijøring ist eine Wintersportart, bei der sich ein Skifahrer an einem Seil von einem Pferd, Schlittenhunden oder einem Motorfahrzeug ziehen lässt. (Wikipedia)

Bei den Rennen um den Zugspitz-Lech-Pokal werden Skifahrer von Motorfahrzeugen gezogen. „Der Skifahrer ist für ein gutes Rennen entscheidender als das Gespann“, erklärt mir Florian. Es gibt insgesamt sieben Klassen, wobei Florian Maier in der Klasse 6a startet (Seitenwagen mit Seitenwagenantrieb). Um diesen nicht ganz ungefährlichen Sport auszuüben, gehört „eine gehörige Portion Verrücktheit dazu“, schildert Florian. Eine Besonderheit des Rennens besteht darin, dass er in dieser Klasse gegen seinen Vater Helmut Maier und dessen Ehefrau Manuela Koller antritt. Helmut Maier ist mit seinen 76 Jahren der älteste Teilnehmer der Rennen und hat seine ihn als Beifahrerin unterstützende Ehefrau beim Training auf der Sandbahn in Mühldorf kennengelernt.

Vater und Sohn haben in Miesbach eine gemeinsame Werkstatt und helfen sich gegenseitig beim Bauen der Gespanne und beim Tüfteln. Florian kann seinen Vater als Industriemechaniker in technischen Fragen unterstützen, während Helmut seine langjährige Erfahrung als Gespann-Fahrer einbringt. Das orange Gefährt mit der Nummer 1 gehört dem Vater, während die gelbe Maschine mit der Nummer 4 von Florian gefahren wird.

Für das Skijöring ist es wichtig, dass das Wetter und die Schneeverhältnisse passen. Im Herbst wird bereits die Strecke ausgesteckt. Einige Wochen vor dem Rennen wird sie mit Autos befahren und immer wieder mit einer Eisenstange abgezogen und mit Wasser abgespritzt. Einen großen Beitrag zum Gelingen des Skijörings in Fischhausen leistet die Freiwillige Feuerwehr Schliersee.

Ich durfte im Juni beim Training der Gespanne auf der Sandbahn in Mühldorf dabei sein. Helmut und Florian trainieren gemeinsam und liefern sich auf der Sandbahn in Mühlheim ein Rennen. Die Zuschauer sind begeistert vom „Duell“ zwischen Vater und Sohn. Die Sonne brennt auf die Bahn, welche immer wieder nass abgespritzt wird. Es ist unglaublich heiß, und die Gespanne verschwinden fast in den Staubwolken, welche sie aufwirbeln. Es riecht nach Kraftstoff, und dröhnende Motoren lärmen in der Hitze. Auf der Sandbahn können die Gespanne eine höhere Geschwindigkeit fahren als auf dem Eis. Die Gewichtsverlagerung der Beifahrer ist im Sommer noch wichtiger als im Winter, wodurch ihnen einiges abverlangt wird … auch an Mut! In der saisonfreien Zeit können die Gespanne etwa fünfmal trainieren. Die Skifahrer haben leider keine große Möglichkeit, sich einzufahren. Sie „trainieren“ und lernen während der Rennen in der Winterzeit.

Die ganze Familie Maier samt Großeltern, Eltern und der zwei Mädels mit sieben und elf Jahren ist motorsportbegeistert und freut sich jetzt schon auf die Herausforderungen in der Wintersaison.

 

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Fotosafari durch Schliersees verwunschene Bauerngärten

„Bauerngärten sind in jeder Epoche ein Spiegel der allgemeinen Gartenkultur.“

Bayerischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V.

In Schliersee findet man die farbenfrohen Bauerngärten vorwiegend als Vorgarten von Bauernhöfen. Vor allem in Fischhausen gibt es wunderschöne, gepflegte Blumenbiotope, die gleichzeitig wild und ungebändigt wirken. Zierpflanzen wechseln sich mit Heilkräutern ab. Wild wuchernde Rosen betören mit ihrer Schönheit und ihrem Duft. Früher und auch heute noch wurden daraus Duftstoffe gewonnen. Gewürz- und Heilkräuter können als altbewährte Heilmittel genutzt werden. Traditionelle alte Bauernpflanzen wie z. B. das Brandkraut, die Färberkamille, das Herzgespann oder das Mutterkraut, der Eibisch und die Stockrose werden zusammen mit neuen Nutz- und Zierpflanzen wie dem „Tränenden Herz“, dem „Fleißigen Lieschen“ und der Kapuzinerkresse gepflanzt ‒ um hier nur einige aus der großen Pflanzenvielfalt zu nennen.

In früherer Zeit hat der ursprüngliche Bauerngarten als Schul- und Klostergarten vor allem der Selbstversorgung gedient. Heutzutage steht oftmals die dekorative Idee im Vordergrund. Das Planen eines Bauerngartens erfordert gute Pflanzenkenntnisse. In der Regel hat er einen quadratischen Grundriss sowie ein Wegkreuz. Die Pflanzen sollten robust sein und Schädlinge abwehren können. Hier in Schliersee sind die Bauerngärten zumeist von einem Lattenzaun begrenzt, welcher häufig wunderschön von allen Seiten von wuchernden Pflanzen bewachsen ist. Auch wird gern viel Gartenschmuck verwendet ‒ über Gartenkeramik, bunte Glaskugeln, kleine Laternen bis hin zu den unterschiedlichsten Wesen, welche die blühende Wildnis bevölkern. Nehmen Sie sich die Zeit und erkunden Sie die Bauerngärten genau. Es lassen sich schier unzählige Überraschungen finden.

Wer Lust darauf bekommen hat und sich näher damit befassen will, kann sich während der Bauerngartentage 2017 vom 07.-09.07.2017 im Markus Wasmeier Freilichtmuseum die historischen Bauerngärten samt Kloster- und Kräutergarten ansehen. Es wird an jedem der drei Tage jeweils um 11:00, 13:00 und 15:00 Uhr  einstündige Kräuterführungen geben.

Mein Tipp: Lassen Sie sich verzaubern und schauen Sie den hiesigen Bauern in die Gärten.

Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Brunnbichl 5
D-83727 Schliersee/Neuhaus
Telefon: +49 (0) 8026 – 92922-0
E-Mail: office@wasmeier.de

Internet: http://www.wasmeier.de/

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Schlierseeblick – vor rund 70 Jahren

Vor einiger Zeit hatten wir bei mir daheim eine „Aufräumaktion“, und dabei kam mir eine alte Fotografie, die mein Großvater Heinrich Höllerl gemacht hat, in die Hände.

Es handelt sich um eine Schwarzweiß-Fotografie von 1943, die mein Großvater farbig mit Wachsstiften kolorierte. Die Aufnahme wurde vom Schliersberg aus aufgenommen und zeigt im Vordergrund eine bunte Blumenwiese und einen frühlingshaft blühenden Obstgarten. Der Blick schweift über den Ort Schliersee, über die unbebaute und noch spärlicher bewaldete Insel Wörth hin nach Fischhausen und Neuhaus zu den mit Schneeresten verzierten Bergen im Hintergrund. Ein typisch blauweißer Himmel schließt sich an.

Das Original hat eine Größe von 30 cm x 23,5 cm (Breite x Höhe) und ist mit „Heinrich Höllerl 1943“ signiert.

Leider habe ich meine Großeltern väterlicherseits nie kennengelernt, ich weiß aber, dass mein Großvater in den 1920er-/1930er-Jahren einer der ersten Heilpraktiker in Schliersee war und zusammen mit seiner Frau Anna die „Pension Höllerl“ in Neuhaus in der Brecherspitzstraße 4 führte. Beide waren sehr naturverbunden und oft mit ihren drei Söhnen in den Schlierseer Bergen unterwegs.

 

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

Ein Schlemmerparadies – Sonntagsbrunch auf der Insel im Schliersee

Ich war schon oft auf der Insel im Schliersee und habe mich mit der Familie oder Freunden hier  zum Sonntagsbrunch getroffen. Allein schon die Überfahrt vom „Festland“ auf die Insel weckt in einem ein Stück Urlaubslaune. Das Schiff fährt um 11:00 Uhr am Steg vor der Vitalwelt ab und erreicht die Insel etwa 10 Minuten später. Dort angekommen geht es einen kurzen Weg die Anhöhe hinauf zum Wirtshaus, welches zum Bayerischen Hof in Miesbach gehört. Bei schönem Wetter kann man auf der großen Südterrasse mit Blick auf den See und die Berglandschaft Platz nehmen. Es gibt auch einen kleinen Aussichtsturm, von welchem man eine gute Sicht in alle Richtungen hat und mit ein bisschen Glück auch den ein oder anderen Wildvogel beobachten kann. Die urige Blockhütte auf der Wiese kann für private Veranstaltungen gemietet werden.

Für mich ging es heute statt um 11:00 Uhr bereits um 9:00 Uhr von Fischhausen aus mit dem wirtshauseigenen Boot Richtung Insel. Es war eine spannende Überfahrt im Aprilwetter mit viel Wind. Die Gischt spritzte durch die Luke ins Boot und wir haben uns in Decken gewickelt. Der Ausblick durch die Glasfront des Bootes war berauschend. Hier konnte ich bereits einen Teil des Teams der „Insel im Schliersee“ kennenlernen. Lauter hoch motivierte junge Menschen, denen man sofort anmerkt, dass sie mit Freude und Spaß dabei sind.

Ein eingespieltes Team, wo jeder seinen Part genau kennt und die Zusammenarbeit reibungslos verläuft. Bei Musik werden die Tische eingedeckt und die vielfältigen Speisen vorbereitet. Alles ist liebevoll und mit einem guten Blick für´s Detail dekoriert. Ein köstlicher Duft und die Farbenvielfalt der angebotenen Gerichte lassen mir das Wasser im Mund zusammen laufen. Die erfrischende Basilikum-Ingwer-Limonade steigert meine Vorfreude noch. Endlich ein Ruf: „Das Boot hat angelegt.“ Das Serviceteam versammelt sich zu einem Willkommenskomitee und begrüßt die Gäste mit einem Inselspritz mit Waldbeeren.

Lassen Sie sich von den Fotos Appetit machen und fahren Sie demnächst einfach auch mal auf die Insel im Schliersee. Mein über 80-jähriger Vater meinte vor seiner Abfahrt, dass es ein gelungener Tag war und der Schliersee trotz Aprilwetter immer eine Reise wert ist.

Insel im Schlierse
Insel Wörth 1
83727 Schliersee

Inselmanagerin: Evamaria Lehnert

Telefon: +49 (0)8026 9299588
Telefax: +49 (0)8026 9299587

E-Mail: insel@bayerischerhof-online.de
Internet: http://www.dieinselimschliersee.de/de/schlierseeinsel/

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Fotosafari zur Burgruine Hohenwaldeck

Fotosafari zur Burgruine Hohenwaldeck in Schliersee –
eine Wanderung für Geschichtsbegeisterte, Naturliebhaber und ein Erlebniswanderpfad für Kinder

Der Schnee ist auf dieser Seite schon geschmolzen, die Wiese weitgehend trocken, es scheint die Sonne ‒ ein perfekter Tag für eine Wanderung zur Burgruine Hohenwaldeck. Die Ruine thront auf einem Felsvorsprung, der aus dem Wald hervorlugt. Sie befindet sich auf 986 m. ü. NHN, was für mich eine Überwindung von 209 Höhenmetern bedeutet. Das klingt zwar nicht nach viel, ist aber von Fischhausen aus ein relativ steiler Aufstieg, welcher hinter dem Parkplatz vom Schnapperwirt zunächst über eine Kuhweide führt und sich dann in Schlangenlinien, zum Teil über Felsstufen, durch den Wald windet.

Unterschiedlichste Mythen ranken sich um die ehemalige Burg Hohenwaldeck. Eine davon besagt, dass die Burg bereits gegen Ende des 4. Jahrhunderts in der Römerzeit erbaut worden ist. Andere Historiker bezeichnen sie als Fliehburg der Waldecker. Geschichtlich belegt ist, dass die Burg 1140 im Besitz des Chorherrenstifts Schliersee war, dessen Vögte die Grafen von Waldeck waren. Georg von Wallenberg war wahrscheinlich einer der letzten Bewohner der Burg, bevor sie 1480 durch einen gewaltigen Felssturz zerstört wurde. Im 16. Jahrhundert gelangte das Gemäuer dann in den Besitz der Herren von Maxlrain (frei nach dem Buch von Schliersee – 1200 Jahre Natur und Kultur im Schlierseer Winkel von M. Gasteiger sowie Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Hohenwaldeck).

Im Laufe der Jahrhunderte gab es einige Schatzsucher, wie es auch auf einer der vielen Tafeln entlang des Weges beschrieben ist: „Im Jahre 1841 wurde zu Hohen walld Egg Schatz gegraben schon im Frühjahr. Als ich ging hinauf den 29sten August sihe da, da lag ein Geldtrüchlein vor dem Loch heraust und aufgesprengt, und es war das ansehen und betrachten werth. Ob ein Geld noch drin war, weis man nicht, und wer es gethan hat kann man auch nicht sagen. Ich habe es selbst gesehen und noch 4 mit mir den 29sten August 1841.“ (Aus alten persönlichen Aufzeichnungen, Fremdenverkehrsverein Schliersee und Markt Schliersee – 2009)

Gefunden wurde bisher nachweislich tatsächlich nur ein einziger gotischer Dolch.

 

Während des Aufstiegs durch den lichtdurchfluteten Mischwald komme ich an den verschiedensten Tafeln vorbei, welche die Anatomie des Baumes und Baumarten wie die Bergulme und den Bergahorn sowie die einheimischen Tiere erläutern. Und natürlich kommt auch die Geschichte der Burg nicht zu kurz. Es ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder ein erlebnispädagogischer Lehrpfad. Wichtig sind trittfeste Wanderschuhe und natürlich ein wachsames Auge auf die Kinder, vor allem in der Ruine selbst. Diese ist nicht befestigt und lädt zum Klettern ein. Entlang des Weges zeugen mit Moos bewachsene Felsbrocken vom Felssturz 1480. Das mittelalterliche Gemäuer wurde im Laufe der Jahrhunderte von der Natur zurückerobert, und dicke Wurzeln durchziehen das Gestein. Es ist in naher Zukunft geplant, die Burgruine von den besitzergreifenden Bäumen zu befreien. Wer sie also noch in einem verwilderten, wildromantischen Zustand erleben möchte, sollte sich bald auf den Weg machen. Es gibt auch eine Liebesbuche, welche daran zu erkennen ist, dass die ältere Buche von einer jüngeren quasi umschlungen wird. Zahlreiche eingeritzte Herzen zeugen vom Aufstieg einer Vielzahl von Liebespärchen. Auf dem Feldvorsprung kurz nach der Ruine stehen ein Kreuz und mehrere Bänke. Von hier aus eröffnet sich einem ein atemberaubender Blick auf den See, den Ort Schliersee und die Bootshütten in Fischhausen. Der Ort lädt zum Verweilen bei einem kleinen Picknick ein.

Wer sich den steilen Aufstieg sparen möchte, beginnt die Wanderung in Schliersee und biegt am kleinen Bach kurz vor dem Strandbad nach links in die Straße „Unterleiten“ ab. Hier beginnt der Wanderweg „W6 Oberleiten/Ruine Hohenwaldeck/Fischhausen“, was ein schöner Rundweg ist.

Schnapperwirt
Neuhausersraße 4
83727 Schliersee
Telefon: 08026/6613
Mobil: 017639289850

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Motorrad-Skijöring in Fischhausen – spektakuläres Erlebnis für Motorsportbegeisterte

Am 29. Januar 2017 ist es wieder so weit: In Fischhausen-Neuhaus am Schliersee, direkt neben der B307, findet in einer Woche wieder das Skijöring statt. Die Schneeverhältnisse ermöglichen eine vom Veranstalter, dem MSC Schliersee, perfekt präparierte Piste für die erwarteten mehr als 60 Gespanne. Auf dem über 400 m langen Rundkurs im Schnee treffen in mehreren Klassen Motorräder mit und ohne Seitenwagen, unter anderem 125er- und 250er-Motocrosser und 500er-Bahnmaschinen, aufeinander.

„Skijöring oder Skikjøring (auf Norwegisch kjøring: Fahrsport) ist eine Wintersportart, bei der sich ein Skifahrer an einem Seil von einem PferdSchlittenhunden oder einem Motorfahrzeug ziehen lässt.“ (Wikipedia)

Der Lärm der Motoren, die Gischt vom Schnee sowie der Geruch nach Methanol liegen in der Luft. Hunderte von Menschen stehen am Rand des Eisovals und folgen begeistert dem spannenden Geschehen auf der Piste. Wie man auf den Bildern sieht, liefern sich die Fahrer einen unerbittlichen Kampf um den ersten Platz im Rennen und geben alles. Viele Gespanne sind selbst gebaut und können vor und nach den Wettkämpfen ausgiebig von Nahem bestaunt und bewundert werden. An den Rennen selbst sind sämtliche Altersklassen sowie Männer und auch ein paar Frauen vertreten. Aufgabe der Skifahrer ist es, sich mit einem Seil an die Gefährte zu hängen, die Fliehkraft möglichst effizient zu nutzen und den Motorradfahrer zu stabilisieren. Der Skifahrer muss mit ins Ziel kommen und darf nicht auf dem Weg dorthin verloren werden. Die Beifahrer auf den Seitenwagen tragen durch gezielt eingesetzte Gewichtsverteilung ebenfalls zur Stabilisierung bei. Hierbei sind die wundersamsten Verrenkungen zu beobachten. Es ist gar nicht so leicht, bei den hohen Geschwindigkeiten und dem eisigen Untergrund das Gespann am Ausbrechen zu hindern, und den Fahrern wird einiges an Können und auch Kraft abverlangt. Wegen des Verletzungsrisikos sind natürlich ein Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort.

Die Zuschauer können den Nervenkitzel mit einem heißen Glühwein und einer kleinen Brotzeit entspannt genießen und sich vom Enthusiasmus der Beteiligten und der ganz besonderen Stimmung anstecken lassen. Auch Teenager finden übrigens ihren Spaß daran, dem „Winter-Motorradsport auf Reifen mit dicken Stollen“ zuzuschauen und mitzueifern. Wichtig sind festes, wärmendes Schuhwerk und dicke Winterkleidung, um dem frostigen Wintertag trotzen zu können. Damit steht einem Riesenspaß und einem großartigen Motorsportspektakel nichts entgegen!

Motorsporttermine 2017:
https://www.adac.de/sp/sport-sby/_mmm/pdf/70_30_00%20T_SBY_Skij%C3%B6ring_115414.pdf

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

The Icy Daredevils of Schliersee

This is how Wikipedia describes “Skijoring (pronounced /ˈskiːʃɜːrɪŋ/) is a winter sport where a person on skis is pulled by a horse, a dog (or dogs) or a motor vehicle. It is derived from the Norwegian word skikjøring meaning ski driving.”

 

How would I personally describe it? Gritty, loud, bitter, daring, fascinating and utterly unforgettable.

 

When winter is JUST RIGHT here in the valley and we get the perfect amount of snowfall, you will notice one of our local Fischhausen farmers starting to prepare a snowy racetrack in the middle of one of the fields. He might have to prepare this track more than once in a year simply loosing it to warming temperatures but build it repeatedly, he does.

Here is a little excerpt from an article by Sebastian Grauvogl of the Merkur

 

„Just like all the 62 teams who duel in the skijoring behind motorcycles on the 400 meter long snow race track in Fischhausen. It will be launched in seven classes – including 125 and 250 motocross, 500, and side and side drive cars. Up to six teams compete at the same time. If you accumulate the most points in three preliminary stages, you can make it into the final. Already for the 11th time, the MSC is exhibiting the motorsport spectacle on the meadow next to the Pusl Autohaus. Since 1997 it has been canceled a few times because of lack of snow.“

 

I don’t know if I would call the weather we had “perfect” for my first experience with Skijoring in Schliersee, more like “not fit for man nor beast”. Despite the near blizzard conditions, contestants and spectators arrived in droves. Motorcyclists, skiers, pit crews, and spectators all huddled together in anticipation of the day’s races.

 

The bright colors of bikes and riders, the grinding and revving of gears and the smell of exhaust is all so incredible in contrast to the purity of the fresh white snow. My heart was racing the entire time, as I am sure many others were as well. Racing that day were teams of motorcyclists and skiers in teams that started with just two people and lead up to teams of four or five with everyone hanging on for dear life as they sped around the icy track blowing waves of snow in their wake. They offer excitement, chills, and spills. The announcers are also not kidding when they suggest you stand at least one meter from the track. This photographer had to learn that lesson the hard and cold way. I must say, the snow bath was totally worth it!

 

So keep on the look out for the posters and billboards announcing the next skijoring event. It is all up to the weather the date but it is normally around February and it honestly is something to be enjoyed by young and old.

 

This year at Jan, 29. … don’t miss !

 

 

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).

 

 

 

Hoch zu Ross am Schliersee

Durchsichtige Nebelschwaden schweben noch über den grünen Wiesen, und die Sonne spitzt gerade über den Bergkämmen hervor, als ich zu einem besonderen Ausflug an den Schliersee aufbreche. Heute möchte ich die malerische Landschaft hoch zu Ross erkunden. Mein Weg führt mich deshalb zum Asenbauer Hof nach Fischhausen am südlichen Ende des Sees. Sebastian Holzer bietet dort das ganze Jahr über geführte Wanderritte an. Einzige Voraussetzungen: ein Mindestalter von zwölf Jahren und Reiterfahrung.

Voller Vorfreude biege ich in die Einfahrt zu dem hübschen Bauernhof ein. Der Tag verspricht sonnig und nicht allzu kalt zu werden: ideale Bedingungen, um ein paar Stunden auf dem Pferderücken zu verbringen und die Schönheiten der Natur zu entdecken.

Bevor es aber ans Aufsitzen geht, stehen noch das Putzen und Satteln der Pferde an. Sebastian Holzer ist ein richtiger Pferdenarr, das merkt man sofort. Sechs Haflinger und Kaltblüter sind im Stall und auf der Weide beheimatet. Vier von ihnen stehen den Reitern zur Verfügung. Die Haflingerdame, die er für mich aus dem Stall führt, heißt Olympia und sieht mit ihren dunklen Augen und der blonden Wuschelmähne recht freundlich aus.

Ein bisschen mulmig ist mir ehrlich gesagt schon zumute, bin ich doch das letzte Mal vor 20 Jahren auf einem Pferd gesessen. Doch mit dem Reiten verhält es sich in der Regel so wie mit dem Radfahren: Hat man es einmal gelernt, vergisst man es nicht mehr.

Nach der Reinigungsprozedur, bei der sich Pferd und Reiter schon mal ein bisschen kennenlernen können, heißt es aufsitzen und losreiten. Sebastian bildet die Vorhut unserer kleinen Gruppe – außer mir sind heute noch zwei junge Frauen dabei – und schlägt den Weg Richtung Josefstaler Wasserfälle ein. Gemächlich trotten wir durch ruhige Wohngebiete und atmen genüsslich die klare Luft ein. Durch die sanft schaukelnden Bewegungen von Olympia entspanne ich mich langsam und bewundere die hübschen Häuschen mit ihren gepflegten Gärten am Wegesrand.

Nach rund einer halben Stunde biegen wir in einen Wanderweg Richtung Brecherspitz ein. Der Weg wird merklich steiler, und die Pferde fallen unwillkürlich in einen flotten Trab. Kaum hat Sebastian uns erklärt, wie wir unsere Körperhaltung der schnelleren Gangart anpassen sollen, da ist das kurze Vergnügen auch schon wieder vorbei, und das Tempo verringert sich.

Doch auch im Schritttempo ist es ein beeindruckendes Erlebnis, die Welt vom Pferderücken aus zu betrachten. Ich fühle mich wohl auf der braven Haflingerstute, die ab und zu ein zufriedenes Schnauben von sich gibt und Schritt für Schritt unter mir dahinzuckelt.

Durch lichten Hochwald geht der Ritt weiter. Zwischen den Bäumen kann ich immer wieder einen Blick auf die umliegenden Berggipfel erhaschen. Linkerhand fällt der Hang steil ab, aber mein Pferd stapft sicher und unermüdlich den Weg bergauf. Kurz darauf gibt Sebastian das Zeichen zum Wenden.

Auf dem Heimweg reiten wir auf dem sogenannten Bockerlbahnweg. Die Neuhauser Bockerlbahn war eine schmalspurige Waldbahn und verband in den 1920er-Jahren des letzten Jahrhunderts den Bahnhof Fischhausen-Neuhaus mit den ausgedehnten Waldgebieten am Spitzingsattel. Ein Föhnsturm hatte damals große Teile der Wälder zerstört. Mit der Bockerlbahn konnte das Sturmholz bequem ins Tal transportiert werden. Der Verein „Freundeskreis der Neuhauser Bockerlbahn“ hat entlang der ehemaligen Bahntrasse Hinweistafeln aufstellen lassen, die interessante Informationen über die Bahn und ihre Geschichte geben.

Den Berg hinunter schreiten unsere Pferde weit aus – sie merken, dass es heimwärts geht! Nach rund zwei Stunden erreichen wir gut gelaunt, aber auch erschöpft den Asenbauer Hof. Ich tätschle der gutmütigen Olympia zum Abschied den Hals und freue mich schon auf das nächste Mal. Wanderreiten macht nämlich großen Spaß, vor allem in der herrlichen Natur rund um den Schliersee!

Ein geführter Wanderritt in der Gruppe kostet je nach Dauer zwischen 50 und 80 Euro pro Person. Gebucht werden können zwei- bis vierstündige Touren sowie Halb- und Ganztagesausflüge.

Nähere Informationen gibt es auch unter www.asenbauer-hof.de

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

Leonhardifahrt – The Blessing of the Horse

The grinding sound of wagon wheels, bells and low whispered prayers while steam rises in the morning light from the backs of beautifully liveried horses…that for me is Leonhardifahrt in Schliersee.

On a crisp autumn morning in November, the wooden carriages begin their procession to the St. Leonhard Chapel in Fischhausen.  Each hand painted historic wagon, decorated in the old way with straw, flowers and religious themes is filled with gloriously dressed men and women.

This colorful procession is to honor the work horse and livestock.  I know your thinking another event to celebrate the cows?  But of course. Why not.  They certainly deserve it.   This centuries old farming tradition gives thanks to the patron saint of livestock,  St. Leonhard, with a blessing by the church.

When I first moved Schliersee this was the one event of the year everyone was talking about.  You can imagine my excitement when I started to see these ancient wagons being rolled out of barns all over the area and the decorating beginning.  I felt like a kid on Christmas morning and this event did not disappoint.  From the incredibly detailed local costumes to the polished to perfection, colorful livery and the endless stream of proud and prancing horses.  This is one event you can’t miss.

After all the carriages arrive and are lined up to make their passage past the ceremonially dressed priests and receive their blessing everyone parks their wagons in the field behind the chapel.  This is a great opportunity to get a close look at all the beautiful details that goes into each carriage.  There is a small church service held outside with the beautiful backdrop of our local mountains.  Some folks gather in the small baroque chapel, another site not to be missed, and say their prayers in the smokey Frankincense scented interior.

For my friends and family, we like to head over to the Wasmeier museum for a beer and a meal afterwards.

The event begins at 9 am on 6 November 2016 at the Leonhardi Chapel in Fischhausen.  This chapel is located on B307 just passed the lake in Schliersee and before you reach the train station in Neuhaus.  This road will be blocked on the day so arriving early or taking the BOB train is recommended.

If you would like more information about Leonhardifahrt, please click the link provided: http://www.schliersee.de/sommer/kultur-lebensart/tradition/#c1471

 

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).

 

 

Leonhardifahrt ‒ oder auf bayerisch: Lehaz

Das schönste und traditionsreichste Fest im bäuerlichen Jahreskreis ist die über Jahrhunderte ausgetragene Leonhardifahrt (http://www.schliersee.de/sommer/kultur-lebensart/tradition/) am Sonntag nach dem 6. November zu Ehren des hl. Leonhard in Fischhausen-Neuhaus. Ist der 6. November ein Sonntag, so wie heuer, dann findet die Lehaz auch an diesem Tag statt. Auf festlich geschmückten Wägen mit vorangespannten, herausgeputzten Rössern sitzen Schalkfrauen, Gebirgsschützen, Musikanten, Burschen und Miederdirndln, Ehrengäste, die Geistlichkeit und Ministranten, alle in ihrer Festtagstracht und betend sowie bittend zur Ehre Gottes, zum Heil für Vieh und Hof.

Zahlreiche Zuschauer aus nah und fern säumen die Strecke rund um das Leonhardikircherl in Fischhausen-Neuhaus. Vor dem Feldgottesdienst werden Ross, Reiter und Wägen gesegnet, und nach der Messe wird noch zweimal in einem großen Kreis die Kirche umrundet.

Ein Fest für die Seele und die Augen.

Eine Bitte an alle Besucher: Kommen Sie mit der BOB (Bayerischen Oberlandbahn) nach Schliersee bzw. Fischhausen-Neuhaus. Das Leonhardikircherl liegt in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. Beachten Sie, dass die Züge sehr voll sein werden, vermeiden Sie deshalb die Mitnahme von Fahrrädern und Kinderwägen. Die Bundesstraße 307 wird für die Dauer des Vormittags von Schliersee nach Fischhausen-Neuhaus gesperrt und der Verkehr über das Leitzachtal umgeleitet.

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."