Popoaugen für gute Rücksicht

Servus beianand – ich bin’s schon wieder, die Lilly!
Na gut, ich nerve langsam, aber eine Sache muss ich euch unbedingt erzählen: Habt ihr gewusst, dass Hunde und Menschen früher auch hinten Augen gehabt haben? Hunde an den Pobacken und Herrchen am Hinterkopf ‒ da, wo jetzt noch die freie, haarlose Stelle ist – jaha!

Zu den Menschen, also Herrchen und Frauchen, wisst ihr ja, dass die extrem gehandicapt sind, praktisch nichts riechen, nur lappriges Fresschen runterbekommen, schlecht hören und, statt sich auf die Umgebung zu konzentrieren, ewig und andauernd rumquatschen. Zu mir wisst ihr, dass Spazierengehen für mich extrem harte Arbeit ist, muss ja alles riechen und einordnen, wer da langgelaufen ist, ob die Hunde in mein sexuelles Beuteschema passen oder ob Karnickel, Wühlmäuse usw. das Verfallsdatum noch nicht überschritten haben. Als Hundedame von Welt muss man da Prioritäten setzen und sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren.

Ach herrlich – ich komm schon wieder ins Plaudern, aber zurück zu den Popoaugen …

Gaaaaaaaaanz früher, also vor eeeewigen Zeiten, damals, in den frühen Zeiten der Evolution, als die Menschen noch nicht mit komischen Blechkartons oder mobilen Hochsitzen herumfuhren, da war die Welt noch in Ordnung, da brauchten wir nur vorne Augen, weil von hinten konnte kaum etwas oder jemand unvermittelt auftauchen und uns nach dem Leben trachten. Ja klar, bis auf Raubtiere und so, aber das ist eine andere Geschichte.

Dann hat der Mensch oder wer auch immer das Rad erfunden. So ein komisches rundes Ding, das mit ständiger Drehung richtig Tempo machen kann – sogar schneller, als ich laufen könnt. Diese Dinger haben sie an Blechkartons und Hochsitze montiert und damit das risikoreichste Zeitalter ever, ever, ever eingeläutet. Die Blechkartons bekamen zur Warnung einen gut hörbaren Motor und eine Hupe, die zum Beispiel heute noch konsequent von Feuerwehr- und Polizei-Blechkartons benutzt wird. Mit den Hochsitzen – ich glaub, die heißen heut Bikes oder Mountainbikes – war das schon schwieriger: kein Motor, kein Martinshorn und leise wie’d Sau.

In dieser finsteren Zeit schenkte die Evolution den Hunden und Menschen wohl weitere Augen, die nach hinten ausgerichtet waren. *hihi. Ich würde euch ja jetzt gern Bilder zeigen, wie das wohl ausgesehen hat, aber ihr seid dafür zu anständig: Wer schaut schon einer Hundedame so aufdringlich auf den Po?

So – wir fassen das mal zusammen: Poaugen waren unsagbar wichtig, weil man sonst garnienicht bemerkt hätte, wenn sich von rückwärts so ein Rad-Automat ranpirscht und mit atemberaubendem Tempo an einem vorbeirauscht. Das blieb so über viele Generationen. Dann wurde die Fahrradklingel erfunden oder die Fahrradhupe, also ein Ding, was koordiniert Krach machen konnte, wenn man als Fahrer die Poaugen von jemand anderem sah. Auf einmal waren die Popoaugen nicht mehr nötig, und da der Hund von Welt und auch Herrchen und Frauchen gern mal „Sitz“ machen, wurden sie zurückgebildet – nu sind sie weg. *seufz*

Warum erzähl ich das alles? Nun ja, ich weiß ja um die Aufsichtspflicht, die unsereins als Hund hat, auf Herrchen und Frauchen aufpassen … die sind ja so schreckhaft und fallen leicht um, wenn sie nur auf den Hinterpfoten stehen. Und in letzter Zeit kommt es immer mal wieder vor, dass jemand, der beradelt von hinten auf uns zufliegt, entweder keine Klingel hat oder zu schüchtern ist, sie zu benutzen. Voll gefährlich, finde ich!

Darum eine Bitte an die Radfahrer: Bitte klingeln, wenn ihr euch von hinten ranpirscht, oder von mir aus auch laut „Blaulicht“ oder „Tatü-Tataa“ rufen, wenn ihr euch keine Klingel leisten könnt. Zumindest so lange, bis wir unsere Popoaugen wieder komplett ausgebildet haben.

Total lieb von euch!

Eure Lilly

 

 

Karl Bergkemper Karl Bergkemper

Begeisterter Schlierseer, Musiker und Internet-Schraubenzieher. Der technisch orientierte "Beutebayer" der Redaktion - immer für Ideen zu haben, die Schliersee weiterbringen

 

 

 

It’s Wander Time in Schliersee

Autumn is the time to wander in Schliersee. All those beautiful breezes and cooler temperatures make long hikes so much more enjoyable.  And lets not forget the way the warmer light illuminates the Fall colors. It is seriously and endless treat for the senses.

I thought I would share with you an incredible hike I took a few years back. I had just had major surgery and wasn’t feeling strong enough to tackle a monster climb but the alpine hills were calling me.

My husband and I set out by Taubensteinbahn cable car on Spitzingsee. We really didn’t have a goal in mind but the sky was full of otherworldly lenticular clouds fueled by a Chinook winds. Once at the top we were spurred on, higher and higher by the majestic views and all the other wanderers of all ages.

We followed a reasonably easy trail winding around the mountain and at the craggy summit we could see the famous Rotwandhaus, nestled on its perch just below us. All around people and their dogs were breaking their hike and basking in the autumn sun. It was such a peaceful moment in the golden light.

Due to our late departure, my husband said we needed to start back down the trail towards the cable car station if we wanted to make the last car, or we could go have a drink and something to eat at the Rotwandhaus and walk the 7 kilometers back down the mountain to Spitzingsee.

What a wonderful decision that was, after a leisurely snack of meats and cheese presented as beautifully as the landscape they were served in, we began the trek down the mountain. All around us as we traveled were animals gathered to enjoy the last of their days in the high pastures. On a whole the walk down was an easy 7 kilometer walk and I highly recommend this journey for those who might not feel fit enough to complete the entire 14+ kilometer climb. The duration of the hike down the mountain for us, with many continuous breaks for photos, was 3 hours. Remember to budget that into your time and just incase pack some headlamps.

Some good tips and information about Taubensteinbahn and Rotwandhaus.

Taubensteinbahn is open daily in autumn from 9:00 till 16:30. This cable car is closed in winter completely. A one way ride costs 10,00 € per person.  If you decide not to walk down you have to buy your ticket back to the valley and that is is 9,50 €.  Children ride for free

For more information please call : +49 8026 92922913

For information on the Rotwandhaus http://rotwandhaus.de/rotwandhaus/anfahrt-kontakt/

 

 

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).

 

 

 

Da summa is außi -The Summer is Over

After a long peaceful summer with the cows dotted lazily about in alpine pastures we are reaching the final climax of a successful season. There is such peace and tranquility in these days filled with the long golden light of autumn.

As the many tourists begin to head back to their homes and sometimes stressful lives, a calm sets on our land here in Schliersee. Daily life and Bavarian traditions return once more. Though the animals on the mountains seem blissfully unaware. I am sure somewhere in their DNA their internal clocks are ticking away their time of freedom under the great big sky is ending.

Soon their farmer will return, one last time, to guide them on their long journey back to the valley and the familiarity of their farms. Their big day of celebration will soon be upon them and  their joyful reunion with the other animals from the farmstead.

To wander in these final moments amongst the cows and they lay about like lizards sunning themselves accompanied by the tinkling of the bells as they groom. I can honestly say there is a feeling of serenity that takes over and you just can’t help but smile.

At this time the swallows dash about gathering the last of the insects for fuel for their next journeys. Everything on the mountains seems to preparing for their next adventure. With the shorter days and cooler temperatures signaling all that the big change is near. Some may call it as the last breath of summer.

In each season here in Schliersee, from the mountain peaks to the shores of our green lakes there is magic to be found.

 

 

 

 

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).

 

 

 

Es herbstelt. Vorfreude auf den bayerischen Indian Summer

„Es herbstelt“, sagt man bei uns in Bayern, wenn sich die ersten Vorboten des Herbstes anmelden. Die Tage werden kürzer, nachts kühlt es ab, und manchmal gibt es schon leichte Nebelschwaden über dem Schliersee. Die sind aber schnell wieder verschwunden, noch gewinnt die Sonne den Wettkampf. Ich freue mich aufs Wandern. Das stabile Herbstwetter ist die optimale Zeit dafür.

Mein Tipp: Wanderwoche (http://www.schliersee.de/sommer/interessant/schlierseer-wanderwoche/) in Schliersee. Motto: „Ins Reich der Murmeltiere“ vom 25.09. bis 30.09.2017.

Die Bäume verlieren ihre ersten Blätter und verfärben sich prachtvoll bunt. Der Schliersee wird durch die tieferstehende Sonne in ein herrliches Licht getaucht. Die bunten Blätter werden in allen Farben leuchten. Bald schon sind die Wälder zugedeckt mit raschelndem Herbstlaub. In der Küche riecht es endlich wieder nach Apfelstrudel und Zwetschgendatschi.

Die letzten warmen Sonnenstrahlen erwärmen das Herz und die Seele. Für mich ist der Herbst eine ganz besondere Jahreszeit. Man muss nicht unbedingt nach Kanada fliegen, um den Indian Summer erleben zu können. Auch am Schliersee gibt es einen goldenen Herbst.

Genießt den herbstlichen Farbenrausch bei uns!

Gewusst warum: Rein biologisch verfärben sich die Blätter in Nordamerika genauso wie in Schliersee durch die perfekt organisierte Natur. Wenn es kälter wird, werden die Blätter der Laubbäume nicht mehr mit genügend Saft versorgt, der Chlorophyllgehalt sinkt, und die Blätter werden durch den restlichen Zuckergehalt in verschiedenste Farben getaucht. Wenn sie ausgetrocknet sind, fallen sie schließlich ab.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Berggottesdienste: dem lieben Herrgott ein Stück näher

Viele Menschen zieht es in die Berge ‒ zum Wandern, Abschalten vom Alltag, zum Bewundern der großartigen Natur, der bunten Flora und vielfältigen Fauna, zum Mountainbiken und um Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen. Das lohnende Ziel sind oftmals ein Gipfel mit einem weithin sichtbaren Gipfelkreuz und atemberaubender Fernsicht sowie auf dem Rückweg ins Tal eine Einkehr in einer bewirtschafteten Alm zur wohlverdienten Brotzeit.

Ein ganz besonderes Erlebnis bei uns in den Bergen sind sicherlich der Besuch und das Mitfeiern eines Berggottesdienstes. Während der Messfeier unter freiem Himmel und bei hoffentlich schönem Wetter, oftmals umrahmt von bayerischer/almerischer Musik, spürt man die Nähe zum lieben Herrgott gleich ein bisschen mehr.

Die Sektion Schliersee des Deutschen Alpenvereins feiert eine katholische Bergmesse mit Kreuzsegnung am Sonntag, 24. September 2017, um 13:30 Uhr auf der Oberen Firstalm/Spitzingsee. Zelebrant ist Herr Pfarrer Hans Sinseder, und die Messe wird vom „Oberlandler Doppelquartett“ mitgestaltet.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! 

 

Regelmäßige katholische Berggottesdienste im Gemeindegebiet Schliersee:

Weinberg, St. Georg, mittwochs 19:00 Uhr vom 26.4. bis 4.10.,
Pfarramt Schliersee, Tel. 08026/6578

Fischhausen, Leonhardikirche, donnerstags 19:00 Uhr, von 4.5. bis 26.10.,
Pfarramt Neuhaus, Tel. 08026/7280

Spitzing, St. Bernhard, sonntags 11:30 Uhr, von 4.6. bis 29.10.,
Pfarramt Neuhaus, Tel. 08026/7280

 

Regelmäßige evangelische/ökumenische See-Gottesdienste im Gemeindegebiet Schliersee:

Musikpavillon, Kurpark Schliersee, donnerstags 20:00 Uhr (im Sommer)
Evang.-Luth. Pfarramt Neuhaus, Tel. 08026/7332

 

Regelmäßige katholische Berggottesdienste in der näheren Umgebung:

Grafenherberg/Sudelfeld, St. Leonhard, sonntags 11:30 Uhr, 17.9.; am 6.11. Patrozinium um 14:00 Uhr,
Pfarramt Niederaudorf, Tel. 08033/3021613

Wallberg, sonntags 11:30 Uhr, von 4.6. bis 15.10.,
Pfarramt Rottach-Egern, Tel. 08022/92760

Wendelstein, sonntags 11:00 Uhr von 11.6. bis 15.10.,
Pfarramt Brannenburg, Tel. 08034/90710

 

Regelmäßige evangelische Berggottesdienste in der näheren Umgebung:

Wendelstein, am Restaurant, samstags 11:00 Uhr,
Evang.-Luth. Pfarramt Neuhaus, Tel. 08026/7332

 

https://www.erzbistum-muenchen.de/Gottesdienste-Veranstaltungen/Berggottesdienste
http://www.berggottesdienste.de/gottesdienste

 

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

Paradiesgarten am Schliersee ‒ Seegartl

Idyllisch direkt am Südufer des Schliersees gelegen. Wer Ruhe und Frieden sucht, ist hier genau richtig. Der kleine Garten mit seinen hohen Bäumen und den Tischen auf der Wiese mit Blick auf das Wasser ist wie ein kleines Paradies. Man fühlt sich sofort zu Hause. Es ist ein idealer Rückzugsort abseits des Trubels und doch direkt am See. Es werden Brotzeiten, Eis, Getränke, Kaffee und hausgemachter Kuchen angeboten. Für die kleine Stärkung bei der Seeumrundung oder als Pause für einen ausgiebigen Badetag am Schliersee optimal. Der Blick hinüber zur Insel und über den ganzen Schliersee ist atemberaubend. Der Badestrand ist gleich nebenan.

Das Haus Seegarten betreiben René und Rita Baart schon seit 17 Jahren, der Kiosk „Seegartl“ kam 2008 dazu. Das Haus bietet 14 Ferienwohnungen und Zimmer mit Frühstück. Außerdem sind sie ein Bett & Bike-Betrieb. Hier sind Radler herzlich willkommen! Das Haus Seegarten bietet alles, was das Radlerherz begehrt, und Sie können auch nur für eine Nacht bleiben, falls sie etwa gerade auf dem Bodensee-Königssee-Radweg sind, der direkt vor der Haustür vorbeiführt.

Ein besonderer Tipp von René Baart: Gehen Sie wie einst auf die Reise. Entschleunigen Sie in der immer hektischer werdenden Welt und lassen Sie sich von unseren Haflingern durch die Landschaft kutschieren. Auf Wunsch auch in einer Hochzeitskutsche!

 

Schmankerl im Herbst:
29.10.‒05.11.2017 – Strickurlaub mit Lydia Tebroke.
7 Übernachtungen von Sonntag bis Sonntag mit Frühstück, Nachmittagskaffee und Abendessen, Betreuung und Strickworkshop ca. 6 Stunden pro Tag, Anmeldung und weitere Informationen hier:
http://www.wollig-kreativ.de

Öffnungszeiten vom Kiosk:
je nach Witterung – in der Ferienzeit fast täglich

Haus Seegarten
Fischhauserstr. 4 b
83727 Schliersee
Tel.: 08026/920587

www.haus-seegarten.de

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Steinpilze – direkt vom Berg in die Pfanne. Frischer geht es nicht.

Natürlich macht Schwammerlsuchen im Wald richtig Spaß, aber es ist auch nicht ganz ungefährlich. Nicht jeder Pilz ist essbar. Besteht auch nur ein Zweifel an der Genießbarkeit, sollte ein Pilz auf gar keinen Fall verzehrt werden. Besser man verlässt sich auf echte Profis.

Früchte Jähne in Schliersee bietet im Moment frische Steinpilze von der Huberspitz an.

„Ganz frisch von heute Vormittag“, erzählt mir Sepp Jähne stolz. Frischer geht es nicht. „Manchmal haben wir auch Steinpilze aus dem Spitzingseegebiet, kommt ganz darauf an, wo gerade welche zu finden sind!“ Plätze werden natürlich keine verraten.

Aber mein Freund, Küchenchef und ehemaliger Schlierseer Inselwirt Heiko Baier verrät mir ein besonderes Steinpilzrezept, damit ich sie auch gleich mal probieren kann:

  • 250 g frische Schlierseer Steinpilze von Früchte Jähne
  • 2 Schalotten
  • 2 cl SLYRS
  • Schlagsahne
  • Petersilie
  • Butterschmalz
  • Salz, Pfeffer

Die Kuppel der Steinpilze abrubbeln, den Stiel mit einem scharfen Messer abschaben und die erdigen Enden abschneiden.

„Nicht mit Wasser waschen, sonst geht der Geschmack verloren“, erklärt mir Heiko.

Die Steinpilze würfeln und in Butterschmalz anbraten. Die kleingeschnittenen Schalotten glasig dünsten und für den besonderen „Schlierseegeschmack“ das Ganze mit 2 cl SLYRS ablöschen und nach Belieben mit Sahne auffüllen. Frische Petersilie drüberstreuen und mit Semmelknödeln servieren.

Ein Schlierseer Steinpilztraum!

 

Früchte Jähne ist ein Familienbetrieb in zweiter Generation und seit 34 Jahren im Herzen von Schliersee ansässig. Ein kleiner, netter Laden mit richtig viel Auswahl an frischem Obst und Gemüse. Freundliche Beratung wird hier ganz großgeschrieben. Optimal auch für die gesunde Verpflegung auf Ihrer nächsten Wanderung.

Früchte Jähne
Rathausstr. 16, Schliersee
Telefon 08026-4106

 

Öffnungszeiten:
Mo.‒Do. 8:00‒12:00 und 14:00‒18:00 Uhr
Fr. 8:00‒18:00 Uhr
Sa. 8:00‒12.30 Uhr

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Fischers Fritz fischt frische Fische – Ferienprogramm am Schliersee

In den Sommerferien bietet der Fischereiverein Schliersee jeden Montag von 9:00‑11:00 Uhr am Bootsplatz an der Schlierach Fischen für Kinder an.

Und ich durfte sie dabei begleiten … Kurz vor 9:00 Uhr wartet bereits Hermann Engel zusammen mit Marinus auf die Kinder. Zunächst erläutert Hermann Wissenswertes über die Fischerei, wie z. B. die bayerischen Namen für die Fische, welche Fische es überhaupt im Schliersee gibt und wie man mit ihnen umgehen muss. Der Hecht ist beispielsweise die „Gesundheitspolizei“ im Schliersee und ihm darf außerdem auf keinen Fall ins Maul gegriffen werden. Der Zander ist recht rar und hat scharfe Stacheln, weshalb ihm nie auf die Flosse gefasst werden darf. Der beste Köder für den Aal ist der Wurmköder. Außerdem ist Aalblut giftig und darf nicht in offene Wunden geraten. Der schwerste Karpfen, den einmal ein Fischerkönig gefangen hat, war 16 kg schwer. Jeder Fisch muss einmal im Leben Nachwuchs zeugen können. Und genau deshalb gibt es ein sogenanntes Schonmaß. Ist der Fisch zu klein, darf er wieder in die Fluten zurück. Hermann hat viele Tipps für die kleinen und großen Zuhörer. Ja, auch die großen … denn auch die Eltern sind interessiert und stellen viele Fragen. „Der Fisch ist ein Lebewesen und mit ihm hat man sorgsam umzugehen“, erläutert Hermann und stellt damit den Leitsatz auf.

Und dann geht‘s auch schon los. Marinus und Hermann gehen mit den Kindern und den Angeln zum Steg, von dem aus gefischt wird. Die Kinder bekommen eine Einweisung, wie sie den Köder bzw. Mais am Angelhaken befestigen, wie man mit der Rute umgeht und die Angel auswirft. Es ist spannend und ein Heidenspaß. Dabei kann es schon mal geschehen, dass sich der eine oder andere Haken im Baum verfängt. Und dann ist es tatsächlich passiert: Marinus hat eine Rotfeder gefangen und holt sie mit dem Kescher aus dem Wasser. Die Kinder sind mit Feuereifer dabei und zeigen sich als kleine Talente. Die zwei Stunden sind viel zu schnell vorbei. Auch mir hat es einen Riesenspaß mit den zwölf Kindern und Hermann und Marinus gemacht. Und: Ich habe einiges dazugelernt.

Der Jugendfischereischein kann übrigens ab zehn Jahren bei der Gemeinde beantragt werden. Dann können die kleinen Angler mit einem erfahrenen Fischer angeln.

Mein Ferientipp: Liebe Eltern, bringt eure Kinder zur Veranstaltung „Fischers Fritz fischt frische Fische“. Gönnt euch zwei geruhsame Stunden, die Kinder sind bestens betreut, oder geht’s einfach selbst mit. Es lohnt sich auf jeden Fall ‒ und die Kids sind happy!

 

Location:

Bootsplatz an der Schlierach
83727 Schliersee

(großer Parkplatz, Perfallstraße bis zum Ende und dann links)

Fischereiverein Schliersee
Huberbergstraße 5
83734 Hausham

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Barfuß durch Schliersee

Juchuuuu, da bin ich 🙂 . Wie? Ihr kennt mich nicht? Okay, dann mal ganz langsam und von vorn:

Ich bin die Lilly, habe vier Pfoten, immer Appetit, meine Rasse ist „reinrassiger Rüpel“, Leergewicht 19 kg, 49 cm Schulterhöhe. Und ich habe es mir angetan, auf zwei Menschen aufzupassen, die ohne mich ganz sicher nicht zurechtkämen – Herrchen und Frauchen!

Was ich hier im Schliersee-Magazin suche? – Nun ja, als Hundedame von Welt muss man sich ja für irgendetwas engagieren, und außerdem ist’s immer gut, wenn man sich selbst ein paar Leckerli verdient, falls die „Bedienung“ sich mal wieder weigert, die Kühlschranktür zu öffnen.

Aber erst mal muss ich euch etwas total Supertolles erzählen: „Ich habe ein neues Halsband!“ *YEAH*

Ich finde es schick, es drückt nicht, ist atmungsaktiv, wasserabweisend, knalliballi-rot, und es steht mir gut, oder? Es hat unten ein Papperl dran, was entfernt an einen Knochen erinnert, den man allerdings bedauerlicherweise nicht essen kann – viel zu hart! Da ist mein Name eingraviert: „Lilly“, und die Telefonnummer von Herrchen, falls er sich einmal verläuft (glaub ich), damit er selbstständig daheim anrufen kann. Und das Tollste ist – na? Ja klar, unten hat’s einen Metallring dran – rostfrei!

Den brauche ich unbedingt, weil … jetzt seid ihr dran! Wofür mag dieser Ring sein?

Jawoll! Da kann Herrchen sich mit der Leine, mit der er so gern rumläuft, einklinken. Dann fällt es mir leichter, auf ihn aufzupassen. Er scheint mir nämlich ziemlich behindert zu sein – er riecht so gut wie nichts, ein Weichei ohne Fell, er kann nicht mal barfuß gehen, ohne zu jammern, besonders schnell ist er auch nicht, und last but not least ‒ er kann sich nicht mal mit der Hinterpfote am Ohr kratzen! Beim Laufen benutzt er die Vorderpfoten nicht, und er trinkt komische, widerwärtige Sachen.

Na egal, man kann sich sein Herrchen nicht aussuchen. Aber wo er nun schon mal da ist, nehme ich ihn halt zum Gassi- und Spazierengehen mit. Und da, wo viel Verkehr ist, wo ne Menge anderer Menschen und Hunde rumlaufen, wo Miezekatzen ihm unbeaufsichtigt gefährlich werden könnten, wo er sich im Wald verlaufen könnte, weil er den Rückweg nicht riecht, ist es mir sicherer, wenn er an der Leine hängt.

Klar bin ich ein wenig gehandicapt dadurch, aber auch verantwortungsvoll und unendlich stolz, neben ihm herzutraben, und ich habe ihn inzwischen so weit, dass er auf den Verkehr achtet und die Fußgängerampel für mich drückt. Herrchen ist übrigens auch ganz praktisch für die kleinen Snacks zwischendurch. *hihi*.

Neulich war ich mit ihm im Rathaus – wollte wissen, ob es so etwas wie einen Menschen-Führerschein gibt und worauf ich bei Herrchen besonders achten sollte. Und siehe da – es gibt bei uns in Schliersee ganz genau dafür eine Verordnung für freies Umherlaufen von Hundebesitzern oder so.

Könnt ihr hier nachlesen, falls es euch interessiert. Jede Menge Amtsdeutsch, das versteht kein Hund. Also fasse ich das Wichtigste mal zusammen:

  1. Es gibt in Schliersee Bereiche, die in einem Plan rot eingezeichnet sind, wo man aufpassen muss. Schade, dass ich diese Bereiche nicht riechen kann, aber Menschen scheint der Geruch nicht wichtig, also wird Herrchen sich merken müssen, wo genau diese Bereiche sind – das sollte er schaffen!
  2. Es gibt große Hunde, kleine Hunde, Hunde mit Maulkorb (finde ich für mich affig!), Blindenführhunde, Polizeihunde, Rettungshunde, Zollhunde, Jagdhunde, Hütehunde, Wachhunde usw. Alle in vielen möglichen Rassen.
  3. Eigentlich können alle diese Hunde mit ihren Halsbändern tun und lassen, was sie wollen (nicht zu verwechseln mit Geschäften aus dem Po), bis auf – ja, bis auf die großen Große Hunde, ja, was ist das denn? Okay – zum Mitschreiben: Große Hunde sind Hunde mit einer Schulterhöhe von mindestens 50 cm. Also etwas größer, als ich das bin!
  4. Jetzt kommt‘s: Große Hunde – wir wiederholen: ab 50 cm – müssen ihr Herrchen oder Frauchen oder wen auch immer in den markierten Bereichen an einer reißfesten Leine führen. Einfach, gell, wenn man’s weiß?!
  5. Auch solltet ihr darauf achten, dass – und das gilt für alle Hunde-Menschen-Gespanne – in öffentlichen Anlagen, Garten- und Parkanlagen, Kinderspielplätzen und Freibadeplätzen euer Mensch nicht unangeleint rumläuft.
  6. Lest oder fühlt mit Knigge: Die meisten Restaurants, Geschäfte etc. haben Probleme mit freilaufenden Menschen in Hundebegleitung – dafür habe ich Verständnis und nehme ihn artig an die Leine.
  7. Auf Wiesen und Weiden wohnen Kühe – geht da nicht hin, wenn es nicht unbedingt sein muss – man geht nicht einfach in fremder Leut‘s Wohnungen! Und – auch wenn ihr die Wohnungsbesitzer nicht leiden könnt, bitte stubenrein bleiben! Achtet darauf, dass Herrchen und Frauchen nicht unbetütet – ja unbeTÜTEt – mit euch unterwegs sind, und, wenn das Malheur nun mal passiert, dass sie eure wohlriechende „Essensrückgabe“ eintüten und dann nicht achtlos einfach wegwerfen, sondern sachgemäß entsorgen. Wie und wo das geht, wo ihr baden könnt und vieles mehr, das schreib ich euch bald mal auf – so lange seid ihr noch auf eure Intuition und gesunden Hundeverstand angewiesen. *kicher*.
  8. Manche Menschen, alleinlaufend oder auch unter Aufsicht, fürchten sich vor beaufsichtigten Herrchen und Frauchen. Auch das löst der Hund von Welt mit seinem Menschen am besten, indem er seinen Schutzbefohlenen einklinken lässt.

Boah, das war ja jetzt eine Menge, aber einfach zu merken.

Ein Hund mit Niveau nimmt Rücksicht und ist lieber einmal mehr vorsichtig als einmal zu wenig!

Manche Leute halte mich ja für altklug, dabei bin ich nur naseweis, und es ist mir halt sozialethisch nicht egal, was um mich herum passiert und wie man die Welt, nun ja, wie man Schliersee ein wenig besser machen könnte – schließlich zahlt man als Hund ja auch Steuern.

So – das g‘langt mal für heute – bleibt mir gewogen – kommt bald wieder, wenn es wieder heißt:
Lilly weiß nicht nur alles, sie weiß sogar alles besser. *hihi*

So – ich glaub, Herrchen muss jetzt raus – ich hoffe, er begreift‘s …

Viele freundliche Wuffs
Eure Lilly

 

 

Karl Bergkemper Karl Bergkemper

Begeisterter Schlierseer, Musiker und Internet-Schraubenzieher. Der technisch orientierte "Beutebayer" der Redaktion - immer für Ideen zu haben, die Schliersee weiterbringen

 

 

 

Was hat das Fischerstechen in Schliersee mit der Olympiade 1972 in München zu tun?

Zum ersten Mal hatte ich die Möglichkeit, mir das jährliche Fischerstechen vom TSV Schliersee auf dem Seefest anzuschauen. Tatsächlich war dieses Jahr das 45-jährige Jubiläum dieser Tradition. Anlässlich der Olympischen Spiele 1972 in München übernachteten viele internationale Gäste in Schliersee. Zu deren Unterhaltung veranstaltete die Firma Triumph-Adler aus Nürnberg ein Fischerstechen ‒ eine Veranstaltung mit über 1.000 Zuschauern. Es wurden die „Pengertz-Ratz‘n“ aus Nürnberg und die „Schiffer- und Fischerzunft“ aus Bamberg eingeladen – echte Profis. Da es sehr großen Anklang fand, wurde das Fischerstechen zum festen Bestandteil des Seefestes. Auch dieses Jahr waren wieder viele Zuschauer gekommen, um sich das Spektakel anzuschauen. „Wir stechen keine Fischrechte mehr aus, das ist alles staatlich geregelt. Aber der Sport ist geblieben, und geblieben ist auch die Freundschaft zwischen den Mannschaften“, erklärt der Moderator Franz Weiß den Gästen. Damals – 1972 – gewann überraschend die Schlierseer Hobbymannschaft, alles Eishockeyspieler. Das konnten sie leider dieses Jahr, 45 Jahre später, nicht wiederholen. Gewonnen hat in der Mannschaftswertung die Bamberger „Schiffer- und Fischerzunft“. Aber Freundschaft und Spaß stehen definitiv im Vordergrund ‒ toll zum Anschauen!


Und das ist Fischerstechen:
Das Fischerstechen ist in Bayern ein weitverbreiteter Brauch. Einer Sage zufolge sollen Fischer schon im Mittelalter nach der Beobachtung eines Ritterturniers ‒ mangels Pferden – einen Kampf auf ihren Booten nachgespielt haben, woraus sich dann im Laufe der Zeit eine Tradition entwickelte. Es treten zwei Mannschaften mit jeweils drei Männern auf einem Ruderboot in K.O.-Kämpfen gegeneinander an. Ziel ist es, ein Mitglied der gegnerischen Mannschaft mithilfe einer Lanze vom Boot ins Wasser zu stoßen. Aufgrund der Bewegung, die mit dem Speer ausgeübt wird, spricht man von „Stechen“. In dem wackligen Boot ist auf der nur 50 x 50 cm großen Plattform große Standsicherheit gefordert.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee